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Interview Andy Kröckel Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Vor

Andy Kröckel

Exklusives
Darts1 Interview
mit Andreas Kröckel


Würdest Du die Einsätze für die Nationalmannschaft höher bewerten als die Vereinsspiele?

Ja, auf jeden Fall. Für die Nationalmannschaft zu spielen ist eine Bestätigung für die erbrachte Leistung. Wir sind ja alles keine Profis in Deutschland, wir gehen täglich zehn Stunden arbeiten, müssen unseren Urlaub für die DDV-Turniere abknapsen, und auf diesen Turnieren kann man nicht reich werden. Wenn man den zweiten Platz erreicht, kann man froh sein, wenn man mit der Prämie seine Fahrtkosten gedeckt bekommt.

Der Anreiz diese Turniere zu spielen, ist einfach für Deutschland spielen zu können und im Nationalteam zu sein. Und dann gibt es eben diese schönen Fahrten, nach Las Vegas oder nach Australien, wo du als Privatperson vielleicht niemals hinfahren würdest. Ich war auch als E-Darter mit dem DSAB schon zwei Mal in Las Vegas. Jetzt spiele ich allerdings nur noch sporadisch in der E-Dart Bundesliga mit Hagen. In dieser Truppe macht es auch Spaß zu spielen, die haben eine gute Mannschaft zusammen. Die Ligaspiele dort sind auch auf einem ganz schön hohen Niveau, da musst du schon genau so fit sein und genau so viel Zeit investieren wie im Steeldart. Ich denke, dass ohnehin 90 Prozent der Top Spieler sowohl Steel- als auch EDarts spielen. Auf Edart Turnieren kann man vielleicht ein bisschen mehr Geld verdienen, weil man dort mehr Disziplinen spielen kann.

Siehst Du die GDC als Chance für die deutschen Spieler?

Ja, das ist auf jeden Fall eine gute Sache, weil man dort mehr in den Focus der Öffentlichkeit gerät, vor allem durch die Zusammenarbeit mit dem DSF. Wenn das DSF dabei bleibt, ist das eine Chance für alle. Ich hätte mir damals gewünscht, dass der DDV und die GDC auf einen Nenner gekommen wären. Stefan Mischke erwähnte in einem Gespräch, dass die GDC auch ein Angebot gemacht hatte, aber die sind irgendwie nicht zusammen gekommen. Das wäre vielleicht für beide Seiten eine bessere Sache gewesen, wenn man kooperien hätte können. Je mehr Verbände man hat, desto schwieriger ist es. Das sieht man ja beim Edart, da gibt es tausend Deutsche Meistertitel, das ist der Sache bestimmt nicht förderlich.

Denkst du es gibt mehr Steel oder Edart-Spieler?

Ich denke, es gibt mehr EDart-Spieler obwohl die Dunkelziffer beim Steeldart ziemlich hoch sein wird, durch die Stadtligen und die Lauben in den Gartenanlagen, in denen ein Board hängt, da gibt es sicher viele Spieler, die gar nicht wissen, dass so etwas wie der DDV existiert. Edart hat schon viel dazu beigetragen, dass die Deutschen überhaupt wissen, was Dart ist.

Ich habe den Faden schon einmal ein bisschen weiter gesponnen und mir vorgestellt, was der DDV machen würde, wenn auf einmal der DSAB auf die Idee käme, Bristle EDart Boards bzw. Automaten aufzustellen? Es gibt diese Automaten ja schon, und die sind ziemlich gut. Bei einem GDC Turnier wurden welche gezeigt, die machen weniger Fehler als ein Schreiber an der Tafel. Ich bin natürlich eher für die traditionelle Sache, und nicht für die Ausführung, die bei den Winmau World Masters zu sehen war, wo auf einmal keine Schreiber mehr auf der Bühne stehen, das ist für den Spieler selber auch ein ganz anderes Bild, ganz ungewohnt, nur noch einen Caller und keine Schreiber mehr zu sehen. Der Dart darf seine Tradition nicht aufgeben, das ist der falsche Weg. So engstirnig die alten Herren bei der BDO auch sein mögen, bei manchen Sachen sollte man die Tradition beibehalten.


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