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Darts 1 bei den UK Open 2008

Ein persönlicher Erfahrungsbericht

Das UK Open in Bolton ist eines der Major Turniere der PDC und wird seit 2003 jedes Jahr ausgetragen. Besonders populär in England ist es, weil sich quasi jeder dafür qualifizieren kann.

Es gibt ein eigens Rankingsystem für die PDPA Mitglieder das bei den verschiedenen Regional Finals in unterschiedlichen Regionen Englands erspielt werden kann. Dazu kommt aber als Besonderheit das Pub Qualifying dazu. An diesen Pub Qualifikationen, die erst kurz vor dem Turnier stattfinden, nehmen nur nicht PDPA Mitglieder teil, überwiegend Amateure und vereinzelt BDO Mitglieder.
Es gibt insgesamt 32 Plätze für diese Qualifikanten und dieses Jahr hatten sich mit Scott Waites, Robert Thornton und der Frauenweltmeisterin Anastasia Dobromyslova gleich drei hochrangige BDO Mitglieder qualifiziert, wobei Robert Thornton inzwischen zur PDC gewechselt ist.
Durch die Pub Qualifikanten ähnelt das Turnier ein bisschen unserem DFB Pokal, es gibt immer wieder einmal Spiele David gegen Goliath, was sicher den besonderen Reiz des Turniers ausmacht.

Der Veranstaltungsort ist Teil des Stadions der Bolton Wanderer, eines bekannten englischen Fußball Clubs, ein nicht allzu großer Raum, was der Stimmung freilich keinen Abbruch tut. Wahrscheinlich kommen die Zuschauer alle schon seit Jahren hier her.
Dieses Stadion befindet sich allerdings rund 5-6 km von Bolton entfernt in einem kleinen Ort namens Lostock und von Bolton aus per Bus oder Bahn zu erreichen, es gibt einen kleinen Haltpunkt der Zuglinie Bolton-Liverpool gleich nebendran.
Bolton selbst ist nicht gerade besonders schöne englische Stadt im Umkreis der großen Industriestädte Manchester, Liverpool und Leeds. Auch Blackpool, der Austragungsort des World Matchplays im August, ist ganz in der Nähe. Die Landschaft freilich ist einladend und lieblich, hügelig, kleine Bäche, um diese Jahreszeit blühender Rhododendron, überall stehen Schafe auf der Weide, so wie man sich englisch Landschaft vorstellt. Ähnlich wie bei den kleineren Turniere, auch den Players Championships in Deutschland, kann man an den ersten beiden Abenden von Board zu Board gehen und sich alle Spiele ansehen. Es gibt acht Boards. Zwei davon auf Bühnen, und immer acht Spiele gleichzeitig, zumindest am ersten Tag und zweiten Tag. Runde 4 wird dann an vier Boards ausgetragen, Runde fünf noch an 2 Boards und am Sonntag, ab den Viertelfinalen wird nur noch auf der großen Bühne gespielt.

>Die erste Runde fand am Donnerstag, den 5.Juni statt. Hier wurde zuerst eine Preliminary Round gespielt, gefolgt von der ersten Runde, an der die Pub Qualifikanten und die Spieler auf den Ranglistenplätzen des UK Order of Merit 65 - 104 beteiligt waren. Unter den Teilnehmern an Runde 1 waren Scott Waites, Anastasia Dobromyslova, Robert Thornton, Jamie Harvey, der es noch einmal versuchen möchte wieder Anschluss an die Top Spieler zu finden, und Dennis Priestley, der ja auf Grund seiner Erkrankung nur an ganz wenigen der Regional Finals hatte teilnehmen können.

In der Runde zwei kamen dann die Ranglistenplätze 31 bis 64 dazu, es gab mehrer Spieler auf Platz 31, nur einer, Jason Clark musste bereits in Runde zwei einsteigen.
Diese Jahr waren unter den Teilnehmern der Runde zwei auch schon ein paar bekannte Namen, nämlich Terry Jenkins, Kevin Painter, Andy Jenkins, Steve Beaton, Wayne Mardle, Kirk Sheperd, Alan Warriner-Little und Steve Maish.

Mein Eindruck vom ersten Abend war sehr durchwachsen, was die Leistung der Spieler anbelangt. Man spürt eben doch, dass nicht nur Top Spieler am Werk sind. Andrerseits habe ich auch einige sehr gute Spiele gesehen, Beeindruckend war der Amerikaner Gary Mawson, der in seinem Erstrundenspiel ganz schön zu kämpfen hatte, dann aber ein sehr souveränes zweites Spiel zeigte.

Wayne Mardle und Terry Jenkins machten in ihren Zweitrunden Spielen kurzen Prozess, Kevin Painter schaute gegen Wayne Mardle gar nicht gut aus. Dennis Priestley hatte ein einfacheres erstes Spiel, im zweiten war der Gegner offensichtlich stärker und er hatte etwas zu kämpfen. Scott Waites, der auch die Preliminary Runde durchlaufen musste, machte in seinen drei Spielen kurzen Prozeß mit seinen Gegnern. Ein gutes Spiel auf der Hauptbühnen war auch die Zweit-Runden Begegnung zwischen Steve Beaton und dem Lokalmatador Matt Clark, Matt Clark hatte keinerlei Probleme und ließ Steve Beaton keine Chance. Das verbesserte die ohnehin schon sehr gute Stimmung der Zuschauer natürlich noch. Carlos Rodriguez fand ich ziemlich enttäuschend, er leistete kaum Gegenwehr und Paul Cooper, der zum ersten Mal an einem Major Turnier der PDC teilnimmt, kam ohne große Anstrengung eine Runde weiter.

Das Spiel des Abends war aber auf jeden Fall das Spiel zwischen Anastasia Dorbromyslova und Robert Thornton, nicht nur, weil Anastasia die einzige teilnehmende Frau war. Ich würde sagen es war auch das beste Spiel des Abends. Robert Thornton konnte sich nur knapp gegen Anastasia behaupten, die gegen Schluss doch Nerven zeigte und dreimal das Doppel verfehlte. Ansonsten hatte sie sich aber das ganz Spiel hindurch als gleichwertige Gegnerin erwiesen und Thornton auf hohem Niveau große Schwierigkeiten bereitet. Viele der Erstrundenspiele hätte sie locker gewinnen können, auch in der zweiten Runde fanden nicht allzu viele Spiele auf diesem Niveau statt. Das die beiden gleich im ersten Spiel aufeinander treffen mussten war wirklich Pech, Anastasia wäre sonst sicher noch ein ganzes Stück weiter gekommen, wenn sie ihre Leistung hätte aufrecht erhalten können. Sein zweites Spiel gewann Robert Thornton dann souverän, sein Gegner war lange nicht so stark!

Nach dem ersten Abend sind noch 6 der Pubqualifikanten mit dabei, nämlich Scott Waites und Robert Thornton (was nicht überraschend ist), Alan Casey, Joe Cullen, Justin Pipe und Sam Rooney. Mal sehen, wie es ihnen heute Abend ergehen wird.

Der zweite Teil des Erfahrungsberichtes ist hier zu finden.

UK Open - Geschichte
Jahr Sieger E Finalist Preisgeld Sponsor
2017 v 300.000 Coral
2016 M. van Gerwen 11:4 Peter Wright 300.000 Coral
2015 M. van Gerwen 11:5 Peter Wright 300.000 Coral
2014 Adrian Lewis 11:1 Terry Jenkins 250.000 Coral
2013 Phil Taylor 11:4 Andy Hamilton 200.000 Speedy Services
2012 Robert Thornton 11:5 Phil Taylor 200.000 Speedy Services
2011 James Wade 11:8 Wes Newton 200.000 Speedy Hire
2010 Phil Taylor 11:5 Gary Anderson 200.000 Rileys
2009 Phil Taylor 11:6 Colin Osborne 200.000 Blue Square
2008 James Wade 11:7 Gary Mawson 178.000 Blue Square
2007 R. van Barneveld 16:8 Vincent vd Voort 150.000 Blue Square
2006 R. van Barneveld 13:7 Barrie Bates 124.000 Budweiser
2005 Phil Taylor 13:7 Mark Walsh 124.000 Budweiser
2004 Roland Scholten 11:6 John Part 124.000 Budweiser
2003 Phil Taylor 18:8 Shayne Burgess 124.000 Skybet
E=Endstand
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