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World Matchplay 2008 Spielberichte Viertelfinale


Dennis-Priestley

Dennis Priestley 16:14 Alan Tabern

Der Veteran Dennis Priestley erreichte mit seinem 16:14 Sieg über Tabern sein erstes World Matchplay Semi-Finale seit 1999. Der 58jährige, der sich im Januar einer Prostata Krebs Operation unterzogen hatte um anschließend unter die Top Spieler zurückzukehren, brachte Tabern die dritte Viertel-Final Niederlage im dritten Major Turnier nacheinander bei. Das Spiel war sehr ausgeglichen, ein richtiger Thriller, aber Priestley gelang es seine Erschöpfung zu überwinden und in die letzten vier einzuziehen. Priestley stand in den ersten drei Matchplay Finalen von 1994-1996, erreichte dann 1999 noch einmal die Viertel-Finale, wo er gegen Rod Harrington mit 17-10 verlor und er wird jetzt in den Halb-Finalen auf Phil Taylor treffen. Das erste Leg gegen den Wurf konnte sich in diesem Spiel Tabern sichern, der dadurch 3:2 in Führung ging, aber Priestley gewann vier der folgenden fünf Legs, warf dabei ein 100 und ein 111 Finish und führte mit 7:4. Mit zwei Checkouts über 100 und 120 Punkten kam Tabern wieder näher heran und konnte mit der Doppel 8 im nächsten Leg ausgleichen, als Priestley drei Fehlwürfe auf Doppel hatte. Die folgenden 11 Legs wurden alle mit dem Wurf gewonnen, Priestley warf dabei auch einen 11-Darter und es stand 14:13 für den Veteranen aus Yorkshire. Dann traf Priestley eine entscheidende Doppel 16 und konnte den Abstand auf zwei Legs vergrößern. Im nächsten Leg verwarf er einen Matchdart und Tabern kam mit der Doppel 16 wieder näher, aber der zweifache Weltmeister behielt seine Nerven, machte 76 Punkte auf der Doppel 8 aus und holte sich den Sieg.

"Ich bin überglücklich, dass ich in den Semi-Finalen stehe", sagte Priestley. "Es ist ja immer mein Ziel, so gut zu spielen, wie ich nur kann, und wenn ich gewinne, ist das für mich ein Bonus. Als es 8:8 stand fragte ich den Schiedsrichter Bruce Spendley, wie viele Legs ich denn noch brauchen würde und war geschockt, als er antwortete, ich würde noch weitere acht brauchen. In einer Phase war ich total erschöpft, aber ich widersetzte mich und bekam von irgendwoher die zweite Luft. Ich habe wirklich gute Darts gespielt, aber gegen Ende des Spiels konnte ich einfach kein Leg gegen den Wurf gewinnen. Alan saß mir ständig im Nacken."

Priestleys bedächtiger Wurfstil ist seit über 20 Jahren sein Markenzeichen, er gibt aber zu, dass er sein Spiel in der Sommerhitze in Blackpool etwas "beschleunigt" hat.

"Ich mag momentan nicht langsam spielen und methodisch mein Ziel anpeilen, es ermüdet mich einfach zu sehr. Also konzentriere ich mich auf den ersten Dart und werfe die beiden anderen einfach hinter her, " fügte er hinzu. "Darts ist ganz einfach, wenn Du das beherrscht, ich bin es, der es schwierig macht. Ich entspanne mich jetzt, fahre heute Abend heim nach Mexborough und ruhe mich aus und komme zum Halbfinale zurück."

Tabern kommentierte: "Ich bin natürlich fertig, aber das war ein wirklich gutes Dartspiel und es hat Spaß gemacht. Wenn ich so das Spiel Revue passieren lasse, hat Dennis sicher den Sieg verdient. Zu Beginn des Spiels hat er jedes Mal das Doppel getroffen, wenn ich die Chance auf einen Leggewinn hatte. Respekt! Es war sehr eng und am Ende hat er gewonnen. Ich lerne aus dem Spiel sicher mehr als Dennis, weil er ohnehin alles getan hat."

Tabern stand auch bei den UK Open und den Las Vegas Desert Classics schon im Viertel-Finale, bevor er das in Blackpool wiederholte.

"Wenn mir jemand vorhergesagt hätte, dass ich in den Viertel-Finalen des World Matchplays stehen würde und nur mit einem Leg die Halb-Finale verpassen würde, hätte ich ihn ausgelacht. Jetzt konzentriere ich mich auf die Vorbereitungen zu World Grand Prix und es wäre schön, wenn es dort auch gut laufen würde. Im Augenblick bin ich so richtig in Schwung, drei Viertel-Finale in drei im Fernsehen übertragenen Turnieren. Tausende von Spielern auf der ganzen Welt würden gerne mit mir tauschen!"

James Wade 16:12 Matt Clark

James Wade ist nach seinem 16:12 Sieg über Matt Clark weiter auf dem Weg zur Titelverteidigung, gibt aber zu, dass er durch seine Frustration fast den Sieg verschenkt hätte. Clark saß Wade die ganze Zeit im Nacken, er setzte seinen bisher eindrucksvollsten Auftritt bei einem PDC Major Turnier fort und hätte den Titelverteidiger fast aus dem Rennen geworfen. Clark hatte auf seinem Weg in die letzten acht Roland Scholten und Peter Manley bezwungen und sein Spiel gegen James Wade war ein Kopf-an-Kopf Rennen. Spiel entscheidend war, dass Wade Ruhe bewahrte und am Ende des Spiels drei Legs nacheinander gewann und damit in die Halb-Finale einzog. Clark`s Treffsicherheit bei den Doppeln verhalf ihm dazu, dass die Legs zu Beginn des Spiels geteilt wurde, obwohl sich Wade mit einem 13-Darter gegen den Wurf eine 4:3 Führung holte. Darauf antwortet Clark seinerseits mit einem 105er Finish gegen den Wurf im 10.Leg, aber Wade zog mit hohen Scores, darunter drei 180ern in drei aufeinander folgenden Legs wieder auf 9:7 an ihm vorbei. Mit seinen zwei besten Legs schaffte der Spieler aus Manchester wieder den Ausgleich, er warf zwei 12-Darter und machte 161 und 113 Punkte aus. Wade reagierte mit zwei Leggewinnen seinerseits und führte 11:9, aber Clark ließ ebenfalls nicht locker, drei der nächsten fünf Legs gingen an ihn, darunter wieder ein 12-Darter, und mit 12:13 blieb er Wade dicht auf den Fersen. Dann bewies Wade aber seine Champions Qualitäten, warf erst einen 14 Darter um sich Luft zu verschaffen, holte sich das nächste Lag mit einer achten 180 und sicherte sich endgültig mit einer Doppel 2 den Sieg.

"Ich war frustriert", räumte Wade ein. "Ich traf die Doppel nicht richtig und Matt reagierte mit einigen Würfen, die mir weh taten. Wahrscheinlich machte ich es mir unnötig schwer, aber irgendwie machte mir Matts Langsamkeit zu schaffen. Ich bin ein schneller Spieler und weder aggressiv, wenn andere so wie Matt sind. Ich lerne ständig dazu und jetzt habe ich dieses Spiel überstanden und kann mich darauf freuen, dass ich im Halb-Finale spiele."

Sein 12000 Pfund Scheck wird das höchste Preisgeld sein, dass Clark sich bisher in seiner Karriere verdienen konnte und er gibt zu, dass er stolz darüber ist, zum ersten Mal ein Viertel-Finale bei einem Major Turnier der PDC erreicht zu haben.

"Es hat ganz schön lange gedauert, aber ich denke, ich habe es verdient", meinte Clark. "Ich hätte das schon früher schaffen sollen, diesmal hatte ich ja sogar eine schwierige Auslosung und habe zwei Top 10 Spieler ausgeschaltete und der Nummer drei der Welt Kopfzerbrechen bereitet. Ich hatte mehr als genug Möglichkeiten um gegen James zu gewinnen, aber es hat einfach nicht sein sollen."

Wayne Mardle 18:16 Raymond van Barneveld

Mit einem der gelungensten Comebacks seiner bisherigen Karriere konnte Wayne Mardle Raymond van Barneveld 18:16 besiegen und damit in die Halb-Finale des World Matchplays einziehen. Mardle lag schon mit 7:12 gegen den Holländer zurück, gewann dann aber acht Legs nacheinander und der Finalist von 2003 übernahm selbst die Führung. Es schien, als hätte er seine Chance verspielt, als van Barneveld nochmals ausgleichen konnte, aber er entschied den Tie Break zu seinen Gunsten.

"Als ich mit fünf Legs in Rückstand war, fiel mir auf, dass er eigentlich nicht besonders gut spielte und ich zog an", sagte Mardle. "Als ich dass tat, versagte er, aber er kam wieder zurück! Es war wirklich ein Kampf und ich habe jetzt bewiesen, in allen drei Spielen diese Woche, dass ich einen Kampf bis zum Ende durchstehen kann. Mit jedem Spiel wird man widerstandsfähiger und das macht einem immer stärker."

Die ersten beiden Legs des Spiels gingen an van Barneveld, Mardle konnte aber ausgleichen und mit einem 120er Shanghai Finish selbst die Führung übernehmen. Vier der nächsten fünf Legs gingen dank seines herausragenden Fnishings auf der Doppel 20 an den Holländer, der nach einem weiteren Leggewinn gegen den Wurf auf der Doppel 15 mit 9:6 führte. Mit der Doppel 16 zog er noch ein weiteren Leg davon, dann warf Mardle sein erstes Maximum und konnte sich das 17.Leg sichern. Mit der Doppel 12 und der Doppel 8 vergrößerte der Holländer seinen Vorsprung auf 12:7, bevor Mardle seine besten Darts seit seinem Sieg über Phil Taylor bei der Weltmeisterschaft produzierte. Er startete mit einem Zwei-Dart 80er Finish gegen den Wurf, holte sich zwei weitere Legs und konnte schließlich nach Fehlwürfen van Barneveld ausgleichen. Im folgenden Leg hatten beide Spieler heftig mit den Doppeln zu kämpfen, bevor es Mardle gelang, mit der Doppel zwei das 13:12 zu erzielen. Weitere zwei Leggewinne vergrößerten Mardle Vorsprung auf drei Legs und er stand schon kurz vor einem nicht möglich geglaubten Sieg, aber Barneveld schlug mit einem 95er Checkout zurück. Er holte sich das nächste Leg mit der Doppel 18 gegen den Wurf, ließ ein Maximum und ein Doppel 16 Finish folgen und es stand 15:15. Dann verwarf er allerdings vier Darts auf die Doppel 16 und Mardle konnte wieder die Führung übernehmen und trotz Barnevelds Ausgleich auch das 17:16 erzielen. Auch im 24.Leg verfehlte Barneveld wieder zu viele Doppel, Mardle nutzte seine Chance und zog mit der Doppel 18 in die Semi-Finale ein, wo er auf James Wade treffen wird.

"Ich stehe im Halb-Finale, meinem ersten seit den Weltmeisterschaften, das stärkt mein Selbstvertrauen enorm." erläuterte Mardle. Damals war ich der Favorit, alle haben erwartet, dass ich gegen Kirk Sheperd gewinnen würde, jetzt erwarten alle, dass James mich schlagen wird, in der Situation bin ich enorm gefährlich. Ich liebe es und es gibt kein besseres Gefühl, als wenn man gewonnen hat - es schmerzt zu verlieren und deshalb kämpfe ich. Ich will ein großes Major Turnier gewinnen, dieses hier könnte das erste sein."

Phil Taylor 16:6 Kevin McDine

Phil Taylor ist nach seinem 16:6 Sieg über Kevin McDine immer noch auf Kurs zu seinem 9.World Matchplay Titel, meint aber, dass er sich verbessern muss, um sich die Trophäe sichern zu können. Taylor schien schon einen bequemen Sieg nach Hause schaukeln zu können, als er gegen den 23-jährtigen mit 8:0 in Führung lag. Aber McDine konnte auf 13:6 heran kommen und Taylor ins Schwitzen bringen, bevor er seinen Sieg in der Tasche hatte. Taylor warf in den ersten beiden Legs je eine 180 und auf dem Weg zur 4:0 Führung auch ein 160er Finish. Mit weiteren Checkouts über 110 und 158 Punkten baute er die Führung auf 8:0 aus, während McDine bereits auf einem Finish wartete. Bis dahin hatte der junge Spieler keine einzige Möglichkeit auf die Doppel zu werfen. Dann erzielte McDine selbst ein Maximum und gewann Leg 9 mit der Doppel 4, holte sich mit der Doppel 20 ein weiteres Leg und verkürzte auf 11:2. Taylor holte sich das nächste Leg, doch dann gewann McDine drei Legs nacheinander, warf dabei auch zwei Bullseye Finishes über 83 und 84 Punkte und kam auf 12:5 heran. Die nächsten beiden Legs wurden geteilt, bevor Taylor seinen Vorsprung mit der Doppel 12 wieder herstellen konnte und nach 2 verworfenen Darts von McDine auf 15:6 davonzog. Mit der Doppel 8 holte er sich den letztendlich ungefährdeten Sieg.

"Ich sah, dass Kevin unter Druck stand und es war irgendwie seltsam, dass ich so weit in Führung lag beim 10:1, " meinte Taylor. "Da habe ich ein bisschen nachgegeben und die Konzentration verloren, aber morgen, das ist ein neues Spiel. Ich weiß, dass ich mir das gegen Dennis Priestley im Halbfinale nicht erlauben kann, er ist ein brillanter Spieler. Jeder weiß, wie gut Dennis ist und er gibt einfach nicht auf. Kevin hat das auch nicht getan, aber er hatte zu Beginn des Spieles zu sehr mit sich selbst zu kämpfen."

McDine gab zu: "Es ist natürlich eine Enttäuschung, weil ich mich vor Spielbeginn gut fühlte, aber auf der Bühne lief es dann einfach nicht für mich. Aber dass ich das Viertel-Finale erreicht habe ist ein großer Erfolg für mich und ich muss Erfahrung sammeln-dadurch werde ich ein besserer Spieler."

World Matchplay - Geschichte
Jahr Sieger E Finalist Preisgeld Sponsor
2017 v 500.000 BetVictor
2016 M. van Gerwen 18:10 Phil Taylor 450.000 BetVictor
2015 M. van Gerwen 18:12 James Wade 450.000 BetVictor
2014 Phil Taylor 18:09 M. van Gerwen 450.000 BetVictor
2013 Phil Taylor 18:13 Adrian Lewis 400.000 BetVictor
2012 Phil Taylor 18:15 James Wade 400.000 Betfair
2011 Phil Taylor 18:08 James Wade 400.000 Stan James
2010 Phil Taylor 18:12 R.v. Barneveld 400.000 Stan James
2009 Phil Taylor 18:04 Terry Jenkins 400.000 Stan James
2008 Phil Taylor 18:09 James Wade 300.000 Stan James
2007 James Wade 18:07 Terry Jenkins 200.000 Stan James
2006 Phil Taylor 18:11 James Wade 150.000 Stan James
2005 Colin Lloyd 18:11 John Part 120.000 Stan James
2004 Phil Taylor 18:08 Mark Dudbridge 100.000 Stan James
2003 Phil Taylor 18:12 Wayne Mardle 80.000 Stan James
2002 Phil Taylor 18:16 John Part 75.500 Stan James
2001 Phil Taylor 18:10 Richie Burnett 65.000 Stan James
2000 Phil Taylor 18:12 Alan Warriner 58.000 Stan James
1999 Rod Harrington 19:17 Peter Manley 58.000 ohne
1998 Rod Harrington 19:17 Ronnie Baxter 58.000 ohne
1997 Phil Taylor 16:11 Alan Warriner 48.000 ohne
1996 Peter Evison 16:11 D. Priestley 52.000 Websters
1995 Phil Taylor 16:11 D. Priestley 42.800 Websters
1994 Larry Butler 16:12 D. Priestley 42.800 Proton Cars
E=Endstand
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