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Interview Dieter Schutsch Zurück 1 2 3 4 5 Vor

Dieter Schutsch

Exklusives
Darts1 Interview
mit Dieter Schutsch

Denkst Du, dass die Spieler heute besser spielen?

Ich würde schon sagen, dass die Spieler insgesamt heute besser spielen als früher. Die Einzelnen sind besser geworden. Und dann hat sich auch noch verändert, woher die guten Spieler kommen. Damals waren Schweden, Dänen und Belgier führend. Heute sind die Holländer führend, zumindest auf dem Kontinent. Ich denke schon, dass ich auch ein sehr guter Spieler war, ich war aber schon im Beruf und wollte den nicht für den Dartsport aufgeben, Darts ist immer nur ein Hobby geblieben. Für einen Profi wird es immer das Ziel sein, Weltmeister zu werden.

Hast Du damals regelmäßig trainiert?

Ich habe immer regelmäßig trainiert, ich denke tägliches Training ist unbedingt notwendig. Ich habe das einmal so formuliert: Amateure trainieren, bis sie es richtig machen, Profis trainieren bis sie es nicht mehr falsch machen. Auch ein Amateur mit Ambitionen muss trainieren.

Und wie sah das Training aus?

Ich habe immer 100 Darts auf jedes Doppel geworfen, dann zwei Stunden Finishes werfen, dazu noch ein paar Spiele.

Und wo bekamt Ihr Eure Informationen her? Heute mit dem Internet ist das ja gar kein Problem mehr, aber vor 20 Jahren?

Es lief immer alles über persönliche Kontakte. Und ich glaube immer nicht, dass es nicht möglich sein soll, dass in der Presse berichtet wird. Ich habe eine sehr dicke Pressemappe, wenn ich zuhause im Landkreis Erding gespielt habe, war immer ein Reporter da. Da muss man sich nur entsprechend ins Zeug legen - es ist möglich. Und es ist auch möglich, es bis ins Fernsehen zu schaffen!

Wann bist Du in die USA ausgewandert?

Das war Ende 1994.

Wie sah dort die Dartszene aus?

Also, ich würde sagen es war schlimmer als in Deutschland. Die Leute haben noch mehr getrunken, sie waren noch undisziplinierter und darüber hinaus waren auch Drogen an der Tagesordnung… Aber es war in den einzelnen Bundesstaaten sehr unterschiedlich.

War es nicht ungewöhnlich, dass Du als Deutscher in der amerikanischen Mannschaft am World Cup teilgenommen hast?

Ungewöhnlich ist es nicht. Ich wurde sofort Mitglied des Amerikanischen Dartverbandes, das kann man werden, wenn der Hauptwohnsitz in den USA ist. Und nach drei Jahren, also in meiner vierten amerikanischen Saison konnte ich dann in der amerikanischen Nationalmannschaft mitspielen.

Und wie hat sich der Dartsport in Amerika seither entwickelt?

Das ist sehr schwer einzuschätzen und ist wirklich in jedem Bundesstaat anders.

Wie schätzt Du die amerikanischen Spieler ein?

Ich glaube, dass es sehr viele gute Spieler gibt, die man eigentlich gar nicht kennt und die nicht bekannt sind, weil sie kaum reisen. Es ist einfach so, dass das Herumreisen in einem Land in der Größe von Amerika sehr viel mehr Schwierigkeiten mit sich bringt als das in Deutschland der Fall ist. Und dann fehlt einfach so ein bisschen ein Aufschwung. Es gibt aber schon viele sehr gute Spieler: Darin Young, der einen sehr guten Wurf hat, John Kuczynski, der wohl noch ein bisschen lernen muss wirklich knallhart zu sein, Isen Veljic, Chris White, David Fatum, Gary Mawson - Roger Carter darf man auch nicht unterschätzen, er ist für eine internationale Karriere wohl schon zu alt, aber er kann immer noch jeder Zeit ein Turnier gewinnen…


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