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European-Darts-Championship

Erfahrungsbericht
zur European Darts Championship in Frankfurt, Südbahnhof


Die European Championship ist ein neues Turnier der PDC und die 32 Teilnehmer qualifizieren sich über verschiedene Ranglisten und Qualifikationen. Ausschlaggebend ist einmal der "normale" Order of Merit, über den sich die Top 16 der PDC qualifiziert haben. Dann kann man sich noch über den European Order of Merit qualifizieren, über das GDC Ranking und über ein gesondertes PDC Qualifikationsturnier. Trotz allem waren im Wesentlichen die "üblichen" PDC Spieler angetreten, allerdings ergänzt durch immerhin einen deutschen Teilnehmer, Andree Welge, zwei österreichische Vetreter, Mensur Suljovic und Hannes Schnier sowie durch den Spanier Carlos Rodriguez.

Als bekannt wurde, dass das Turnier in Frankfurt ausgetragen werden würde, beschloss ich wenigstens einen Tag mitzuerleben, zumal ich eigentlich auch noch eine Verabredung mit Mensur Suljovic zu einem Interview ausstehen hatte, schließlich liegt Frankfurt nur 1,5 Zugstunden entfernt und die Zugverbindung ist sehr gut. Weniger gut fand ich das Frankfurter Nahverkehrsnetz, bzw. gut ist es schon, aber nicht gerade übersichtlich. Die von mir angestrebte Haltestelle "Südbahnhof" taucht auf keinem der Fahrkartenautomaten am Hauptbahnhof auf, dank freundlicher Passanten fand ich aber wenigstens heraus, dass eine Fahrkarte City wohl die richtige wäre und sie brachten mich auch auf den Weg. Eigentlich ist es ja nicht schwer zum Südbahnhof zu kommen und weit weg vom Hauptbahnhof ist er auch nicht…. Auch die Haltestelle "Südbahnhof" hat ihre Tücken, zumindest wenn man mit der U-Bahn ankommt. Man findet da nämlich auch nirgendwo einen Hinweis auf den "Südbahnhof", ja man kommt überhaupt nicht im eigentlichen Bahnhof an. Aber auch hier halfen mir freundliche Passanten weiter und ich kam gerade noch rechtzeitig zu den ersten Legs des ersten Spiels am Veranstaltungsort an.

Der Südbahnhof in Frankfurt ist ein eher kleiner Veranstaltungsraum, der rund 300 Leute fasst. Der Presseraum war oben auf der Tribüne und nicht direkt geräumig. Die Spieler hatten noch einen eigenen Raum um sich einzuspielen, mussten allerdings immer durch den Zuschauerraum gehen um dorthin zu kommen. Am Donnerstag Abend waren vielleicht rund zwei Drittel der Plätze besetzt, die Stimmung war gut, das Publikum interessiert, logischerweise wurden die GDC Spieler besonders bejubelt, wobei man aber durchaus den Eindruck hatte, dass es auch für Phil Taylor ein "Heimspiel" war. Der Platz für ein "Walk-On" war ziemlich eingeschränkt, wobei die meisten Zuschauer aber ohnehin auf ihren Plätzen blieben, lediglich bei Taylor waren ein paar mehr auf den Beinen. Der Rahmen war intim, auch die Bühne war nicht allzu groß, man war also dicht dran am Geschehen, was sicher zur guten Stimmung beitrug.

European-Darts-Championship

Die Spiele an diesem ersten Abend waren sehr unterschiedlich, viele der Spieler wirkten leicht nervös. Das erste Spiel gewann für mich überraschend Mark Walsh, ich hatte eigentlich nach seinen guten Leistungen auf Osborne getippt. Das zweite Spiel begannen sowohl Wayne Jones als auch Mervyn King sehr stark, zu Beginn wirkte Jones überlegen, aber King kam immer besser ins Spiel und konnte nach dem 4:4 davonziehen, wobei das hohe Niveau nach der Pause deutlich nachließ. Im Spiel Rodriguez/Jenkins startete Rodriguez überlegen, dann kam Jenkins aber wieder heran. Nach der Pause wirkte es sehr ausgeglichen, wobei Rodriguez aber sicherer auf den Doppeln war. Andree Welge hatte in seinem Spiel gegen Wayne Mardle überhaupt keine Chance, ich glaube, er warf keinen einzigen Score über 100 Punkte und hatte ungewöhnlich viele Abpraller. Er wirkte schon sehr nervös. Jacko Barry erging es ins seinem Spiel gegen Phil Taylor auch nicht viel besser als Welge gegen Mardle, er war mehr oder weniger chancenlos, obwohl er auf höherem Niveau verlor als unser deutscher Spieler. Das Spiel Part/Thornton war in Teilen ein sehr gutes Spiel, die Scores beider Spieler waren gut, was sich auch im Durchschnitt widerspiegelt. Leider hatten beide Spieler immer wieder Probleme mit den Doppeln, nach der Pause hatte sich Thornton gefangen und gewann dann auch zurecht. Das Spiel Suljovic/Scholten war das schwächste Spiel des Abends, was aber nicht an Suljovic lag, der nicht überragend aber wesentlich besser als Welge spielte. Es war ein Trauerspiel Scholten spielen zu sehen, seine Scores bewegten sich alle zwischen 40 und 60 Punkten, lediglich ein Leg vor der Pause lief besser für ihn und er konnte es auch gewinnen. Anscheinend leidet Scholten unter einer Schulter- und Nackenverletzung, es hat wirklich keinen Spaß gemacht, dem sonst so zuverlässigen Spieler zuzusehen. Hoffentlich kann er dieses Problem bald überwinden. Das letzte Spiel zwischen Baxter und van der Voort zeigte dann wieder ein ordentliches Niveau, wobei van der Voort beim Ausmachen etwas "schlampig" vorging. Baxter ließ sich davon anstecken, fing sich dann aber wieder und gewann verdient.

Leider hatten sich schon nach dem Taylor-Spiel viele Zuschauer auf den Heimweg gemacht, beim letzten Spiel schaute vielleicht noch die Hälfte zu. Schade, ich fand dieses neue Turnier ansonsten gelungen und sollte es wieder in Frankfurt stattfinden, würde ich meine neu erworbenen Ortkenntnisse gerne wieder einsetzen!

Das fest mit der GDC vereinbarte Interview konnte nicht stattfinden, für die GDC überraschend hatte die PDC am Freitag Mittag einen offiziellen Termin anberaumt, der anscheinend für alle verpflichtend war. So konnte ich meine Fragen lediglich dem GDC Offiziellen in die Hand drücken und hoffe nun, dass wir die Antworten darauf auch irgendwann einmal zurückbekommen werden.

European Darts Championship - Geschichte
Jahr Sieger E Finalist Preisgeld Ort
2017 400.000 £ Hasselt
2016 M.v.Gerwen 11:01 M.Suljovic 400.000 £ Hasselt
2015 M.v.Gerwen 11:10 G.Anderson 300.000 £ Hasselt
2014 M.v.Gerwen 11:04 T.Jenkins 250.000 £ Mülheim
2013 A.Lewis 11:06 S.Whitlock 200.000 £ Mülheim
2012 S.Whitlock 11:05 W.Newton 200.000 £ Mülheim
2011 P.Taylor 11:08 A.Lewis 200.000 £ Düsseldorf
2010 P.Taylor 11:01 W.Jones 200.000 £ Dinslaken
2009 P.Taylor 11:03 S.Beaton 200.000 £ Hoofddorp
2008 P.Taylor 11:05 A.Lewis 200.000 £ Frankfurt
E=Endstand
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