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Darts1 bei der Premier League in London

Ein Abend bei der Premier League

Eigentlich wollte ich nie so recht zu so einem Premier League Abend, es ist ja immer nur ein kurzer Abend, lediglich vier Spiele, Beginn nach englischer Zeit um 19.30 Uhr, Ende kurz nach 22.30 Uhr, aber wenn man von der PDC eine Presse Akkreditierung angeboten bekommt und es doch recht preiswerte Flüge nach London gibt und dann auch noch ein Part/Taylor Match auf dem Programm steht, was ja doch meistens ein hochklassiges Spiel verspricht ...

Also war ich dann doch letzten Donnerstag rechtzeitig in der Wembley Arena, einem ziemlich großen Kasten direkt neben dem neuen Wembley Stadion. Es dauerte einige Zeit bis ich den Presse Ausweis und den Presse Raum gefunden hatte, es gab zwar mehr als genug Personal, aber die waren für die Sicherheit zuständig und hatten ansonsten keine Ahnung.

Aber es war auch ganz interessant durch die Katakomben des Veranstaltungsortes zu irren, in dem sonst eher Pop- und Rockkonzerte stattfinden als Sportveranstaltungen und es daher auch eine große Zahl an Garderobenräumen und sonstigen Nebenräumen gibt.

Obwohl der Abend nicht ganz ausverkauft war, waren doch ganz schöne Menschenmengen unterwegs, um einiges mehr als bei den Weltmeisterschaften.
Ich bekam noch einen Sitzplatz auf der Tribüne, sehr weit weg von der Bühne, aber auf mehreren Großbildleinwänden konnte man, wenn man wollte, alles sehr gut verfolgen.

Das erste Spiel zwischen Wayne Mardle und Terry Jenkins war sehr ausgeglichen. Mardle fing gut an, aber Jenkins gab nicht nach und kam immer wieder zurück. Beide hatten in der zweiten Spielhälfte Schwierigkeiten mit ihren Doppeln, so etwas scheint ansteckend zu sein, das Unentschieden war auf jeden Fall ein gerechtes Ergebnis eines nicht hochklassigen aber abwechslungsreichen Spiels.

Zu diesem Zeitpunkt war das Publikum noch friedlich und aufmerksam, schon beim zweiten Spiel schwoll der Geräuschpegel aber deutlich an. James Wade schien zu Beginn des Spieles gegen Peter Manley in Schwierigkeiten zu sein, erst nachdem Manley plötzlich nicht mehr so sicher traf konnte James Wade an ihm vorbeiziehen und das Spiel für sich entscheiden. Aber es war sicher nicht James Wade in Bestform, irgendwas stimmte da nicht und ich war nicht besonders überrascht, dass er seine Teilnahme am schottischen Turnier dieses Wochenende abgesagt hat.

Da es immer lauter wurde nutzte ich die Pause, um mich in den ruhigen Presseraum zu flüchten, wo ich auch zuhören konnte, wie die Spieler nach den Spielen von Sky Sports interviewt wurden.

Die Lautstärke beim Spiel van Barneveld/Lewis hatte noch weiter zugenommen und Barney wurde beim Einmarsch wieder einmal am Shirt festgehalten, etwas was die Spieler wirklich stört. Trotzdem schien van Barneveld sehr gut ins Spiel zu kommen, er schien nach Belieben alles zu treffen und es stand sehr schnell 5:0 für ihn. Dann schaute es so aus, als würde sich das Spiel drehen, jetzt gelang Lewis alles und Barneveld schaute immer verzweifelter aus und schüttelte nur noch den Kopf. Aber Lewis verließen rasch die Kräfte und van Barneveld gewann doch problemlos gegen einen eher schwach aufspielenden Lewis.

Nach einem erholsamen Aufenthalt im Presseraum stürzte ich mich wieder ins Geschehen. Inzwischen herrschte ein wahrer Höllenlärm. Die meisten Zuschauer auf der Tribüne, wo ich ja meinen Platz hatte, standen mit dem Rücken zur Bühne, stimmten ständig irgendwelche Schlachtgesänge an, winkten den Leuten auf den Seitentribünen oder nach ganz hinten oben, zogen sich an den Schultern haltend über die Tribüne, warfen Papierflieger oder Programmhefte ins Parkett.

Es war wirklich eine nicht hoch genug zu bewertende Leistung, dass John Part und Phil Taylor auf der Bühne ein derartiges Spiel zustande brachten, ein Spiel mit einem so hohen Durchschnitt, bei dem Phil Taylor von John ganz schön gefordert wurde, wenn auch der Ausgang des Spiels ziemlich rasch klar war. Die Scores lagen kaum einmal unter 100 Punkten, lediglich im letzten Leg, nachdem auch noch ein Kampf im Publikum ausgebrochen war und wohl auch bei beiden Spielern die Luft raus war, gab es schwächere Scores. Ich weiss nicht genau, wie viel die Spieler auf der Bühne von dem was auf der doch recht weit entfernten Tribüne sich abspielte mitbekommen haben, die Zuschauer im Parkett waren weit aus konzentrierter und auch weniger laut. Phil Taylor schaute jedenfalls ziemlich fertig aus und John Part äußerte sich nicht gerade begeistert über die Zustände.

Mir hat es alles in allem aber doch ganz gut gefallen obwohl ich immer noch denke, dass vier so kurze Spiele ein bisschen wenig sind. Kontakt zu den Spielern hat man allerdings, wenn man nicht über irgendwelche Beziehungen verfügt oder eine Presse Akkreditierung hat, überhaupt keinen. Leuten, die wirklich am Sport interessiert sind, würde ich die Weltmeisterschaften empfehlen, wenn man gerne ein bisschen Spektakel hat, es muss ja nicht unbedingt mit einer Prügelei verbunden sein, wird man sich sicher bei der Premier League gut unterhalten.

Premier League Darts - Geschichte
Jahr Sieger E Finalist Preisgeld Sponsor
2017 v 725.000 Betway
2016 M. van Gerwen 11:3 Phil Taylor 725.000 Betway
2015 Gary Anderson 11:7 M. van Gerwen 700.000 Betway
2014 R. van Barneveld 10:6 M. van Gerwen 550.000 Betway
2013 M. van Gerwen 10:8 Phil Taylor 520.000 McCoy's
2012 Phil Taylor 10:7 Simon Whitlock 450.000 McCoy's
2011 Gary Anderson 10:4 Adrian Lewis 410.000 888.com
2010 Phil Taylor 10:8 James Wade 410.000 Whyte&MacKay
2009 James Wade 13:8 Mervyn King 405.000 Whyte&MacKay
2008 Phil Taylor 16:8 James Wade 340.000 Whyte&MacKay
2007 Phil Taylor 16:6 Terry Jenkins 265.000 Holsten
2006 Phil Taylor 16:6 Roland Scholten 167.500 Holsten
2005 Phil Taylor 16:4 Colin Lloyd 150.000 888.com
E=Endstand
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