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Interview Michael Rosenauer Zurück 1 2 3 4 5 6 7 Vor

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Exklusives
Darts1 Interview
mit Michael Rosenauer

Wieviele Turniere sollte man spielen?

Sehr gute Frage, die stelle ich mir auch immer. Es ist blöd, wenn du verlierst, weil du einen schlechten Tag hattest, die Leute suchen die Fehler ja immer woanders, fünf Monate später fährst du wieder auf ein Turnier, dort verlierst du weil der Andere gut gespielt hast, also die gleiche Situation wie auf dem ersten Turnier. Ich versuche mindestens ein Turnier im Monat zu spielen, da man immer zwei oder drei Turniere dabei hat, die nicht so laufen wie man es sich vorher vorgestellt hat. Du warst schlecht drauf, oder hast Pech mit der Auslosung oder einen besonders guten Gegner. Nach einen Jahr wird dann abgerechnet. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass wenn du jedes mal in der ersten Runde verlierst, ein schlechter Spieler bist.

Du wirst sehen, je mehr du den Vergleich mit anderen Gegnern suchst, desto besser wirst du werden. Weil du dich auch irgendwann mal an die Situation gewöhnt hast. Dartspielen und Dartspielen sind zwei verschiedene paar Schuhe. Am einfachsten ist das so zu erklären: du stellst dich alleine hin und spielst für dich ganz alleine Dart, sonst ist da kein Mensch, Weltklasse für deine Verhältnisse, dann spielst du mal gegen den Computer, immer noch sehr gut, es wird zwar schlechter aber du bist immer noch gut, jetzt kommt der erste Vogel die Tür rein und guckt dir zu, und schon wirst du schlechter und jetzt hat der auch noch die Frechheit zu fragen, ob du mit ihm spielst, dann wirst du gleich noch mal schlechter.


Du kannst trainieren wie ein Bekloppter, du kannst so gut sein wie du willst, auf einem Turnier - das ist eine ganz andere Welt.

Deswegen sollte man schon einmal im Monat ein solches Turnier spielen. Kneipenturniere kannst du ja permanent und dauernd spielen, du hast dann allerdings irgendwann das Problem, dass du dich an die Atmosphäre gewöhnst, die Räumlichkeit etc., das ist dann die bekannte Situation, und da wirst du dann irgendwann auch richtig gut. Aber dann fährst du wieder auf irgendein Turnier, und dann geht auf einmal wieder gar nichts mehr, oder du lässt dich durch irgendetwas aus dem Spiel bringen. Es ist also sehr intelligent auf Turniere zu fahren. Wenn du die Möglichkeit hast, dann mache es. Besseres Training als auf einem Turnier mit den entsprechenden Gegnern bekommst du nicht.

Ich finde auch, dass es Sinn macht auf ein Turnier zu fahren, wenn du für dich alleine noch nicht ständig 18 Darts oder weniger schmeißen kannst, denn du spielst ja auch nicht immer gleich gegen die absolute Kanone am Board, es gibt immer Leute, die schlechter sind als du, andere spielen deinen Level. Ich habe schon in einem Erstrundenspiel gegen Leute gespielt, da dachte ich mir, mein Lieber, wenn du dem jetzt richtig einen verbrätst, der fährt doch nie wieder auf ein Turnier. Manchmal trifft man halt auch auf Gegner, die richtig, richtig schlecht sind. Vielleicht fährt er nur zu diesem Turnier, weil er gerade mal gegen dich spielen will, "mir doch egal ob ich verliere, ich will doch einfach nur mal dabei gewesen sein." Deswegen würde ich nie sagen, da bin ich zu schlecht dafür. Ein Turnier mit einer Startgebühr von 500 Euro und Teilnehmern aus der Weltrangliste von 1-32 wäre vielleicht auch mal eine schöne Erfahrung, ein Spiel gemacht zu haben und nicht einen Pfeil auf Doppel gehabt zu haben. Man muss da natürlich auch immer die Relation sehen, egal ob es ein DDV Turnier, oder eines vom Landesverband oder ein Kneipenturnier ist.

Wie bereitest Du Dich auf die World Darts Trophy vor?

Das wird so laufen wie es die ganze Zeit läuft, ich mache mich deshalb nicht verrückt, ist mir egal, ob der Gegner Bob Anderson heißt. Ich trainiere so, wie ich es die ganzen Monate über mache. An dem Morgen vor dem Turnier werde ich zwei bis drei Stunden spielen. Das ist für mich eine ganz neue Erfahrung, die man dort serviert bekommt, weil bei der World Darts Trophy 100 % fest geplante Tagesabläufe sind, 12 Uhr Spielermeeting und lauter so Spierenzien - das ist etwas, das ich noch nicht gemacht habe, deswegen bereite ich mich darauf nicht besonders vor.


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