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Darts Geschichte


Darts in Deutschland

Die ältesten Dartvereine in Deutschland entstanden wahrscheinlich Ende der 1970ziger Jahre, 1979 waren 14 Städte bekannt, in denen Dart gespielt wurde und es gab sieben Dartvereine.
Entstanden sind die Vereine überall dort, wo es amerikanisches, englisches und kanadisches Militär gab. Daher gab es auch in fast allen Vereinen englische, irische, amerikanische und kanadische Spieler.
Die ersten deutschen Meisterschaften, veranstaltet vom "provisorischen" DDV, fanden 1980 in Wiesbaden statt und wurden von Wolfgang Damm gewonnen.

1981 wurde der DDV ins Leben gerufen, bei seiner Gründung waren die Vertreter ganzer neun Vereine aus ganz Deutschland anwesend:

1. Edgar Martin, Dartsverein München e.V.
2. Jerry Marcuerquiaga, Dartverein Wiesbaden e.V.
3. Sigurd Schmitz, Dartverein Bremen e.V.
4. Ulli Abendroth, Deutscher Dartverein Frankfurt e.V.
5. Ludger Pelka, Dartclub Zocker e.V., Datteln
6. Klaus Peter Meißner, Dartclub Hameln 79 e.V.
7. Hans Jürgen Ruge, Oststeinbecker Darts e.V.
8. Günter Seidel, Jolly Dartteam Berlin-Spandau e.V.
9. Hans Studt, Dartclub Lübeck

Darts im badischen Raum

Der älteste Verein in Baden, wahrscheinlich in ganz Baden Württemberg, ist der 1981 gegründete DC 81 Karlsruhe.
Wie es dazu kam, dass dieser Verein gegründet wurde, das berichtet Marco Müller folgendermaßen:

"Irgendwann 1980 kamen eines Tages zwei Männer mit einem Dartboard unter dem Arm in die Kneipe, in der ich arbeitete, den "Fuchsbau", und fragten, ob sie es nicht dort aufhängen könnten. In diesem Fall waren es Deutsche, die sich immer mit ein paar Freunden in einer Tanzschule getroffen hatten, wo auch das Dartboard bisher hing. Aus irgendwelchen Gründen konnten sie dort aber nicht mehr spielen.
Meine Freunde und ich waren neugierig, ich erlaubte es, dass sie es aufhängten, wir ließen uns erklären wie es ging, probierten es aus, kamen nicht mehr davon los und 1981 gründeten wir den Verein. Wir traten auch gleich gegen andere Clubs aus Baden an, wurden sogar mehrmals nord-badischer Meister und unser heutiger Vizepräsident Rainer Hüper schaffte es 1987 unter die letzten 16 bei den Deutschen Meisterschaften. Damals gab es hier in Karlsuhe bald ein Dutzend Dart-Clubs, Männer und Frauen bildeten gemeinsam die Teams, aber Frauen waren nie sehr stark vertreten.
Heute sind unsere sportlichen Ziele nicht mehr so hochgesteckt, wir wollen eigentlich gar nicht aufsteigen, das würde uns den ganzen Spaß an der Sache verderben. Wir haben aber immer Steeldart gespielt, beim E-Dart da muss das Gehirn ja gar nichts mehr tun. Obwohl allgemein E-Darts in den Kneipen inzwischen deutlich überwiegt, da braucht man nicht rechnen und bei den Turnieren kann man viel mehr Geld gewinnen."

1981 wurde auch die badische Dartliga gegründet, mit nur wenigen Vereinen und Einzel-Mitgliedern (17), so dass man zu den einzelnen Ligaspielen ganz schöne Entfernungen zurücklegen musste.
Marco Müller wurde selbst 1982 Präsident der badischen Dartliga und führte erst einmal die Standardspielregeln ein. Bis zu der Zeit, zu der er Präsident wurde, wurde überwiegend 301 DIDO gespielt, er führte dann 501 SIDO als verbindliches Ligaspiel ein.
Von Anfang an wurde auf Bristle Boards überwiegend der Marke Winmau gespielt. Normalerweise gab es ein bis zwei Boards in jedem Verein. Ausnahme war die kanadische Kaserne in Lahr, auch Mitglied der badischen Dartliga, wo im Kasino der Offiziere, in denen die Ligaspiele immer stattfanden, 10 - 18 Boards an der Wand hingen. Ohnehin war es wohl immer etwas Besonderes dort zu spielen. Es war üblich, dass am Ligaspieltag die Heimmannschaft immer auch ein bisschen etwas zu essen vorbereitete, die Bewirtung in Lahr ging aber weit über das "bisschen" hinaus, da gab es immer ein tolles kaltes Büfett mit allem was man sich nur wünschen konnte.
An den Ligaabenden traten immer zwei 4er Teams gegeneinander an, erst gab es vier Doppel, dann die Pause mit der Bewirtung, anschließend acht Einzel und das "Captains Game".
Eine weitere Besonderheit in Lahr, möglicherweise bei allen Kanadiern, war es, dass man vor jedem Spiel einen Jägermeister trinken musste. Überhaupt meint Marco, dass früher doch sehr viel mehr Alkohol im Spiel war, als es heute der Fall ist.
Zu Ende der Ligasaison wurde immer der Ligapokal ausgespielt, der in seinem ersten Jahr an die Kanadier ging.
Mehrmals fand auch in Karlsruhe das Internationale Karlsruhe Open statt, bei dem neben den deutschen Teilnehmern auch Profis und Amateure aus England, Frankreich, der Schweiz und den Niederlanden antraten. Zunächst fand das Turnier im "Fuchsbau" des Dart-Clubs 81 statt, später als die Teilnehmerzahlen stiegen, 1985 waren es immerhin 144 Dartspieler, in der Oststadthalle.

Mitte der 1980ziger Jahre fand in der Kaserne in Lahr auch das erste große Turnier auf deutschem Boden statt, an dem Kanadier, Spieler aus ganz Deutschland und der Schweiz beteiligt waren.

Wir würden uns freuen, wenn sich weitere Spieler und/oder Funktionäre melden und "ihre" Dartgeschichte bzw. die Geschichte ihres Dartvereins erzählen würden.

Eine kurze Geschichte des Frauen Dartsports
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