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Gary Anderson

Gary Anderson Gary Anderson wurde am 22. Dezember 1970 in Eyemouth / Schottland geboren. Anderson begann mit dem Dartsport 1996, ehe er im Jahr 2000 Dartprofi wurde.

Zu Beginn seiner Karriere schloss er sich dem Verband der BDO an. Dort trat er mit dem Spitznamen "Dream Boy" auf. Neun Jahre später wechselte er zur PDC, wo er von nun an als "The Flying Scotsman" auftrat, da ihm sein alter Spitzname nie gefallen hatte. Als Einlaufmusik dient "Jump Around" von House of Pain.

Aktuell spielt er mit "Gary Anderson Darts", welche 22 Gramm schwer sind und von Unicorn vertrieben werden.

Er begann seine Karriere bei der British Darts Organisation (BDO). Innerhalb des Verbands wurde nach seinem Eintritt schnell klar, dass es sich bei ihm um einen Spieler mit Weltklasseformat handelt. Die ersten kleineren Turniersiege ließen nicht lange auf sich warten. Die größten Erfolge feierte Anderson jedoch in den Jahren 2006 bis 2008, wonach er sich dazu entschloss, zur PDC zu wechseln, da er sich mit der absoluten Weltklasse des Dartsports messen lassen wollte.

Bei der BDO konnte er zahlreiche Erfolge verzeichnen.

Erfolge in der British Darts Organisation
BDO Gold Cup 2006
BDO International Grand Prix 2008
British Classic 2006
British Open 2007
Denmark Open 2004
Forth Valley Masters 2008
German Open 2004, 2006, 2008
Granite City Open 2004, 2008
Isle of Man Open 2006
Northern Ireland Open 2003, 2007
Scottish Masters 2003, 2006
Scottish Open 2007
Swiss Open 2006
WDF World Rankings 2007
Welsh Open 2001, 2008

Zusätzlich zu den oben aufgezählten Turnieren gewann Anderson noch zwei ganz besondere Turniere. Er konnte die "International Darts League" und die "World Darts Trophy" im Jahr 2007 für sich entscheiden. Das Besondere an diesen beiden Turnieren war, dass sie mit Spielern der PDC und der BDO gemeinsam ausgetragen wurden. Im Laufe dieser beiden Turniere spielte er gegen die Weltspitze der PDC, unter anderem gegen Wayne Mardle, Roland Scholten, Mervyn King, James Wade, Adrian Lewis, Mark Webster, John Part, Peter Manley, Andy Hamilton und "the one and only" Phil Taylor.

Mithilfe dieser beiden Turniere verschaffte sich Anderson eine ganze Menge Respekt innerhalb der Dartwelt, was gleichbedeutend dafür stand, dass selbst seine Kritiker wussten: Eines Tages ist er jemand für die PDC!

Gary Anderson Im Jahr 2009 kam es zu dem längst vermuteten Wechsel zur PDC. Sein TV-Debüt im neuen Verband feierte er bei einem ersten Exhibition-Match gegen John Part, welches er promt mit einem 3-Dart-Average von über 107 für sich entscheiden konnte. Weitere Highlights konnte Anderson im Jahr 2009 nicht mehr setzen.

Im Jahr 2010 präsentierte sich Anderson im Vergleich zum Vorjahr deutlich formverbessert. Als erstes Ausrufezeichen auf der, für ihn neuen, PDC-Welt zog er gleich in das Major-Finale der UK Open ein. In den ersten fünf Runden schaltete er unter anderem Michael van Gerwen, Paul Nicholson und Mervyn King aus. In der Begegnung gegen King musste er sogar einen 9-Darter gegen sich hinnehmen, setzte sich jedoch am Ende im alles entscheidenden 17.Leg durch. Die folgenden beiden Spiele gegen Hamilton(10:6) und Ayres(10:3) gingen deutlich an Anderson, ehe er im Finale einem sehr gut aufspielenden Phil Taylor mit 5:11 unterlag.

Beim World Matchplay 2010 gewann er in Runde eins 10:0 gegen seinen Landsmann Robert Thornton, was gleichbedeutend der erste "whitewash" nach sechs Jahren beim World Matchplay war. In Runde zwei musste sich Anderson denkbar knapp mit 13:15 dem Niederländer Jelle Klaasen geschlagen geben.

Durch seine Leistungen konnte sich Anderson für den Grand Slam of Darts 2010 qualifizieren, wo er mitlerweile die Nummer sechs der Order of Merit war. In der Vorrunde setzte er sich gegen Mark Hylton, Mark Webster und Wayne Jones durch, ehe er in der nächsten Runde 10:3 gegen Colin Osborne gewann. Im Viertelfinale spiele er erneut gegen seinen Vorrundengegner Wayne Jones. Anderson führte bereits mit 15:12, musste sich aber am Schluss mit vier nacheinander folgenden Legverlusten mit 15:16 geschlagen geben.

Gary Anderson Der an Nummer elf gesetzte Anderson trat nun zur PDC World Darts Championship 2011 an. In den ersten Runden konnte er sich gegen den Japaner Morihiro Hashimoto(3:0), anschließend Dennis Priestley(4:2) und den "Pie Man" Andy Smith(4:0) eindrucksvoll durchsetzen. Im Viertelfinale schaltete der Schotte den, an drei gesetzten, Raymond von Barneveld mit 5:1 überraschend deutlich aus, ehe er auch den an sieben gesetzten Terry Jenkins mit 6:2 aus dem Turnier warf. Im Finale wartete nun Adrian Lewis auf ihn. Direkt im ersten Leg musste Anderson einen 9-Darter hinnehmen, was ihn jedoch nicht aus der Fassung brachte. Am Ende unterlag er Lewis nach großem Kampf knapp mit 7:5. Die Trauer über das nicht gewonnene Turnier war natürlich groß, jedoch hatte er sich mit seiner klasse Leistung einen Startplatz für die Premier League Darts 2011 gesichert.

Bei den Players Championship Finals sollte Anderson direkt dort weitermachen, wo er aufgehört hatte! Er gewann gegen Justin Pipe (6:4), Kevin Painter (8:5), Andy Smith (9:5) und Steve Farmer (10:7) und stand somit erneut im Finale. Diesmal musste er gegen Phil Taylor ran. Anderson führte schon aussichtsreich mit 11:9, verlor das Spiel jedoch, denkbar knapp, mit 12:13 durch ein 128er Finish von Taylor im entscheidenden 25.Leg.

Da Anderson nun an Nummer vier der Order of Merit stand, war er für die Premier League Darts 2011 startberechtigt. Nach der Vorrunde belegte Anderson Platz drei und spielte somit im Halbfinale gegen Raymond van Barneveld. In einem denkbar engen Spiel konnte sich der Schotte mit 8:6 durchsetzen. In Endspiel stand ihm Adrian Lewis gegenüber. Dieser hatte jedoch von Beginn an große Probleme, Anderson im Spiel zu folgen. Folgerichtig gewann "The Flying Scotsman" sein erstes Major-Turnier mit 10:4.

Gary Anderson Nach dem Sieg bei der Premier League Darts 2011 verlor der Schotte ein wenig den Faden und schied in einigen Turnieren in den ersten Runden chancenlos aus. Als er dies feststellte, begann er vermehrt an PDC ProTour Events teilzunehmen, wovon er auch drei für sich entscheiden konnte.

Mitte November startete "The Flying Scotsman" auch beim Grand Slam of Darts 2011. In der Vorrunde konnte er sich als Gruppensieger in einer Gruppe mit Wayne Jones, Nigel Heydon und Brendan Dolan durchsetzen. Im Achtelfinale schlug er den unmittelbar vor ihm gesetzten James Wade mit 10:3. Seine nun wieder ansteigende Leistungskurve konnte er durch Siege gegen Terry Jenkins (16:12) und Mark Walsh (16:11) unterstreichen. Im Finale war er jedoch gegen Phil Taylor chancenlos und unterlag deutlich mit 4:16.

In der ersten Runde der PDC World Darts Championship 2012 spielte Anderson in Runde eins gegen Jyhan Artut. Der Schotte konnte sich trotz vier Matchdarts gegen sich im Sudden-Death Leg mit 3:2 durchsetzen. In den folgenden Runden siegte er mit überzeugenden Spielen gegen Devon Petersen (4:2) und Colin Lloyd (4:1). Im Viertelfinale musste Anderson sich Simon Whitlock mit 1:5 geschlagen geben, nachdem er im Spiel insgesammt 29 Darts auf das Doppel ausließ.

Gary Anderson Folglich begann in Feburar 2012 die Premier League Saison, wo Anderson als Titelverteidiger an den Start ging. Am Ende der Vorrunde stand er mit nur drei Siegen aus 14 Spielen als Schlusslicht der Tabelle da und schied aus. In der dritten Runde der UK Open gelang "The Flying Scotsman" sein erster 9-Darter vor laufenden Kameras. In der nächsten Runde musste sich Anderson denkbar knapp mit 7:9 gegen Robert Thornton geschlagen geben.

Als nächstes Turnier wird die German Darts Championship 2012 in Berlin aufgeführt. Direkt in der ersten Runde gab der Schotte sein Spiel gegen Michael Barnard auf. Die Darts Regulation Authority (DRA) sah keinen Grund für die Aufgabe Andersons, wertete dies als unsportliches Verhalten und sperrte ihn für die nächsten drei Turniere auf dem europäischen Festland. Besonders schmerzhaft war, dass er somit nicht bei den European Darts Championship in Mülheim an den Start gehen konnte.

Nach der Sperre konnte er erstmals wieder im Oktober bei einem Players Championship antreten. Dort verlor er gegen seinen Landsmann Robert Thornton mit 5:6. Zurück in die Erfolgsspur kam der Schotte mit einem Sieg beim Irish Masters gegen Colin Osbourne mit 6:1.

Beim Grand Slam of Darts wurde er in der Gruppenphase Zweiter hinter John Part und zog somit in die Runde der letzten 16 ein. Dort musste sich Anderson mit 9:10 Andy Hamilton geschlagen geben.

Gary Anderson Auch bei den Players Championship Finals folgte das Aus relativ früh im Turnier. Nach guten Leistungen und Siegen über Wes Newton(6:4) und Robert Thornton(10:6) war gegen Simon Whitlock Schluss. Anderson unterlag mit 8:10 obwohl er einen besseren 3-Dart-Average spielte.

Bei der WM 2013 hielt Anderson ebenfalls nur drei Runden durch. In der ersten Runde siegte er verdient mit 3:1 gegen den Finnen Jani Haavisto. Dem folgte ein knapper 4:3-Erfolg gegen John Bowles, ehe sich Anderson im Achtelfinale van Barneveld mit 0:4 geschlagen gab. Der Negativtrend setzte sich fort, da konnte auch Robert Thornton nicht helfen. Mit ihm trat Anderson nämlich beim World Cup of Darts für Schottland an. Nach einer erfolgreichen Gruppenphase mit Siegen über Schweden und Kanada folgte auch hier das Aus schon im Achtelfinale. 4:5 unterlagen sie den Spaniern um Antonio Alcinas und Carlos Rodriguez. Dem folgte das Debakel bei der Premier League Darts 2013. Nach geändertem Modus mussten zwei der von da an zehn Teilnehmer bereits nach neun Spieltagen ihre Koffer packen. Gary Anderson war Tabellenletzter und flog somit nach neun Spielen aus dem Turnier, ein Tiefpunkt für den WM-Finalisten von 2011. Auch bei den UK Open gab es keine Besserung. Zwar schlug er Andy Smith in Runde drei mit 9:7, jedoch verlor er mit dem gleichen Ergebnis gegen Kevin Painter. Siege über Peter Wright und Wesley Harms brachten den „Flying Scotsman“ beim Grand Slam of Darts zumindest ins Achtelfinale. Dort hatte er mit Phil Taylor aber eine zu schwere Aufgabe und die konnte er nicht stemmen. 10:5 gewann „The Power“ um später auch das Turnier zu gewinnen. Wie im Vorjahr schied Gary bei den Players Championship Finals wieder im Viertelfinale aus. Nach Siegen über Stuart Kellett(6:5) und Jelle Klaasen(9:5) war es 2013 Justin Pipe der Anderson aus dem Turnier warf. Knapp mit 7:9 unterlag Gary hierbei.

Bei der PDC World Darts Championship sollten dann endlich wieder bessere Leistungen folgen. Mit Mark Dudbridge hatte er in der ersten Runde einen sehr dankbaren Gegner, der einfach nicht ins Spiel kam. Anderson nutzte dies zu einem glatten 3:0-Erfolg. Auch Brendan Dolan kam gegen Anderson nicht an und verlor das Aufeinandertreffen 1:4. Diese Ergebnisse brachten Anderson nochmal Selbstvertrauen für sein Achtelfinale gegen Michael van Gerwen. Der „Flying Scotsman“ spielte hierbei tolles Dart, ging auch mehrfach in Führung, musste sich letztlich aber doch dem späteren Weltmeister mit 3:4 sehr knapp geschlagen geben. Dennoch, es war die seit langem stärkste Leistung von Gary Anderson. Auch deshalb qualifizierte er sich für die Premier League Darts 2014.

Gary Anderson 2014 begann für Gary Anderson mit einem Paukenschlag. Nach Siegen über Ronnie Baxter, Ian White, Wayne Jones und Glenn Spearing gelangte der Schotte in das Endspiel der German Darts Championship. Dort wehrte er fünf Matchdarts ab und gewann mit 6:5 gegen Justin Pipe. Der Sieg in Hildesheim brachte ihm zudem eine Prämie von 20.000 £ ein.

Seine gute Form wollte der „Flying Scotsman“ auch bei den Dutch Masters bestätigen, unterlag dort jedoch schon in der ersten Runde Vincent van der Voort mit 5:6. Auch beim ersten Major Turnier 2014 erfüllte er nicht seine eigenen Erwartungen. Nach Siegen über Andy Smith(9:3) und David Pallett(9:5), war im Achtelfinale gegen Ian White Schluss. 7:9 verlor Gary das Match. Die Erfolge stellten sich aber bereits in Barnsley wieder ein. Bei den Player’s Championship Turnieren konnte er dort das erste als Sieger beenden, besiegte unter anderem John Henderson(6:2), Wes Newton und Andy Hamilton(beide 6:3), bevor er im Halbfinale einen 6:3-Sieg gegen Mervyn King holte. Das Finale gegen Andrew Gilding gewann Anderson dann mit 6:5 und sicherte sich somit seinen zweiten Turniersieg im Jahr 2014. Am zweiten Tag kam er immerhin bis ins Viertelfinale. Dabei gelang ihm die Revanche gegen Vincent van der Voort, indem er ihm 6:5 schlug, desweiteren besiegte er Kevin Painter mit 6:5. Im Viertelfinale verlor er aber mit 5:6 gegen Dean Winstanley.

Gary Anderson Crawley war ebenfalls Anderson-Territory. Am ersten Tag siegte der Schotte mit 6:4 gegen Adrian Lewis und 6:5 gegen den Niederländer Christian Kist, um ins Finale gegen Phil Taylor einzuziehen. Auch dieses Match gewann Gary, er siegte erneut 6:5 und sicherte sich Turniersieg Nummer drei. Am zweiten Tag verlor er jedoch bereits in der Runde der letzten 32 gegen Vincent van der Voort, 2:6 war der Endstand. Bei den Player’s Championship Turnieren in Wigan konnte er zudem zwei Mal das Halbfinale erreichen. Ein Mal unterlag er Michael Smith mit 4:6, ein anderes Mal war der spätere Sieger Robert Thornton zu stark, als „The Thorn“ mit 6:3 siegte.

Ebenfalls sehr erfolgreich war Gary in der Premier League Darts 2014. Ihm gelangen unter anderem Siege gegen Michael van Gerwen, Phil Taylor, Raymond van Barneveld und Adrian Lewis, was dazu führte, dass er sich als Vierter für die Play-Offs qualifizieren konnte. Dort bekam er es mit Michael van Gerwen zu tun, verlor jedoch trotz starker Leistung mit 7:8. Eine starke Leistung zeigte der Schotte auch beim World Matchplay 2014. Mit einem 10:8 gegen Jamie Caven ins Turnier gestartet, legte Gary gegen Stephen Bunting nach. Mit 13:8 setzte er sich durch. Auch Adrian Lewis konnte er bezwingen, mit 16:8 sogar recht deutlich. Erst im Halbfinale war, trotz klasse Leistung, gegen Phil Taylor Schluss. Gary unterlag mit 15:17 und schied aus. Ein weiteres Halbfinale erreichte er beim World Grand Prix. Nach klaren Erfolgen über Brendan Dolan(2:0) und Michael Mansell(3:1) wurde es gegen Kevin Painter etwas knapper. Anderson siegte aber mit 3:2 und kam ins Halbfinale. Dort unterlag er allerdings James Wade denkbar knapp mit 3:4. Ein überraschendes Erstrundenaus folgte bei den European Darts Championship. Gary verlor mit 5:6 gegen Terry Jenkins und musste direkt wieder nach Hause fahren. Zumindest einen 10:7-Erfolg über Andy Hamilton konnte er beim Masters 2014 einsacken. Es folgte jedoch wenig später das Aus, nachdem Gary mit 6:10 gegen Phil Taylor unterlag. Trotz Niederlage gegen Stephen Bunting, konnte sich Anderson durch Siege über Wesley Harms und Dean Winstanley für das Achtelfinale des Grand Slam of Darts qualifizieren. Dort verlor er allerdings direkt mit 4:10 gegen Mervyn King. Besser lief es bei den Players Championship Finals. Nach Siegen über Christian Kist(6:5), Stephen Bunting(10:5), Phil Taylor(10:6) und Vincent van der Voort(11:7) erreichte der Schotte nach langer Zeit mal wieder ein Major Finale. Dort zeigte er sich ebenfalls sehr stark und bezwang Adrian Lewis mit 11:6, womit er seinen zweiten Major Titel holte.

Die Weltmeisterschaft 2015 sollte ein ganz besonderes Highlight werden. Nach einem 3:1-Sieg über Scott Kirchner schien Gary gegen Jelle Klaasen bereits ausgeschieden zu sein. Doch der Schotte kämpfte sich zurück und gewann die Partie noch mit 4:3. Trotz einer brillanten Leistung von Cristo Reyes, gewann Gary die Achtelfinalbegegnung der Beiden mit 4:1. Auch gegen Peter Wright blieb der „Flying Scotsman“ durchweg fokussiert und siegte schließlich 5:1. In einer tollen Begegnung bezwang er auch den Titelverteidiger Michael van Gerwen mit 6:3, womit Gary zum zweiten Mal in seiner Karriere ein WM-Finale erreichte. Anders als 2011 konnte sich der Schotte dieses Mal sogar durchsetzen. Eines der besten Finals aller Zeiten gewann Gary Anderson mit 7:6 gegen Phil Taylor und krönte sich somit erstmals zum Weltmeister.

Dart WM Finale

Beim Masters reichte es in der Folge allerdings „nur“ bis für das Halbfinale. Dort verlor er, nach Siegen über Andy Hamilton und James Wade, mit 6:11 gegen Raymond van Barneveld. Enttäuschend dann sogar der Auftritt Andersons bei den UK Open. Dort unterlag er schon in seinem ersten Match mit 8:9 gegen Mervyn King. In der Premier League lief es hingegen besser. Dort gehörte er nach neun Spieltagen zur Spitzengruppe und stand auf dem dritten Platz.

Diese Platzierung hielt er auch bis zum Ende und erreichte so das Halbfinale. Dort bezwang er in einem sehr engen Match Dave Chisnall mit 10:9. Im Finale traf er auf Michael van Gerwen und konnte auch ihn schlagen. Durch das 11:7 sicherte er sich nach 2011 seinen zweiten Premier League Titel. Als stärkster Schotte ging er natürlich auch beim World Cup of Darts an den Start. Zusammen mit Peter Wright zeigte er eine starke Turnierleistung. Durch Siege über Singapur, Ungarn und Hong Kong erreichten sie das Halbfinale. Dort wartete mit den Titelverteidigern aus den Niederlanden der erste richtig harte Brocken. Durch Andersons Sieg über van Barneveld und dem Sieg im Doppel erreichten sie aber das Finale. Dort konnte Anderson seine Spiele gegen die Engländer Phil Taylor und Adrian Lewis beide mit 4:1 gewinnen, am Ende unterlagen sie aber dennoch mit 2:3.

Weniger überzeugend war das World Matchplay. Dort flog Gary bereits in der zweiten Runde raus. Einem 10:4-Erfolg gegen Steve Beaton folgte die 9:13-Pleite gegen Mensur Suljovic und somit das Turnieraus. Auch beim World Grand Prix reichte es lediglich für die zweite Runde. Dort besiegte er zum Auftakt John Henderson noch mit 2:0, ehe er sich Ian White mit 1:3 geschlagen geben musste. Einen wirklich guten Lauf hatte Gary bei den European Darts Championship. Dort legte er nach dem 6:3 gegen Brendan Dolan einen 10:8-Erfolg gegen Simon Whitlock nach. Die Siege über Jelle Klaasen(10:6) und Adrian Lewis(11:5) brachten ihn bis ins Finale. Dort bekam er es mit Michael van Gerwen zu tun, gegen welchen er mit 10:7 führte und nur noch ein Leg zum Turniersieg brauchte. Er gab die Partie aber noch her und verlor mit 10:11.

Gute Leistungen ließen ihn dann beim Grand Slam of Darts seine Gruppe ohne Niederlage gewinnen. Er bezwang dabei Larry Butler, Raymond van Barneveld und Andy Boulton. Im Achtelfinale folgte dann aber das Aus gegen Mark Webster durch eine 6:10-Pleite. Bereits seine erste Partie verlor der „Flying Scotsman“ beim World Series Finale. Dort unterlag er Terry Jenkins mit 5:6. Auch beim Players Championship Finale ging die Reise für Gary nicht weit. Zwar schlug er zum Auftakt Phil Taylor 6:5, flog aber schon eine Runde später mit einer 4:10-Niederlage gegen Daryl Gurney aus dem Turnier.

Gary Anderson Portrait
Zusammengestellt durch Daniel Fellenberg und Tobias Gürtler

Gary Anderson ist neben Phil Taylor, Adrian Lewis, Raymond van Barneveld, Michael van Gerwen und James Wade einer der sechs PDC Top Guns, die nach folgenden Kriterien ausgewählt wurden

  • mindestens zwei PDC-Majorturniere gewonnen
  • mindestens zwei weitere Male das Finale
    eines PDC-Majorturniers erreicht
  • mindestens zwei weitere Male das Halbfinale
    eines PDC-Majorturniers erreicht
  • insgesamt mindestens zehn Turniersiege
    auf der Pro Tour verbucht

Aufgrund dieser Leistung haben wir eine Statistik mit Karriereverlauf, Erfolgsbilanz und eine Übersicht aller Majorfinals für Gary Anderson erstellt.

Gary Anderson Karriere (PDF, 404 kB)

Raymond van Barneveld Fakten
Name Gary Anderson Spitzname The Flying Scotsman
Geburtsort Eyemouth Größe 1,80 m
Darts 22g Unicorn Lieblingsgetränk Kaffee

Gary Anderson Interview

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