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Phil Taylor – Anfänge und 90er Jahre

Phil Taylor ist der erfolgreichste Dartspieler aller Zeiten
Phil Taylor ist der erfolgreichste Dartspieler aller Zeiten

Phil Taylor wurde am 13. August 1960 (Alter heute 56 Jahre) in Stoke-on-Trent/England geboren. Er begann seine Profikarriere 1987 in der British Darts Organisation(BDO) und gehörte 1993 zu den Gründungsmitgliedern der Professional Darts Corporation(PDC). Gegenwärtig spielt Taylor mit 26 Gramm schweren Target Darts. Sein Spitzname lautet "The Power" und seine Einlaufmusik ist The Power von Snap.

Phil Taylor wuchs in Stoke-On-Trent auf und spielte schon als Kind Darts. Doch er nahm den Sport nicht sonderlich ernst. Nach einem Umzug wohnte er in der Nähe von Eric Bristows Pub „The Crafty Cockney“. Nachdem seine Frau ihm ein Dartset schenkte, begann er dort häufiger zu spielen. Bristow entdeckte ihn schließlich und begann ihn zu sponsern. Nachdem es zunächst noch nicht so sonderlich gut lief, begann seine erfolgreiche Karriere bei den Canadian Open im Jahr 1988. Dort Jake Hagel und Chris Johns um ins Finale einzuziehen. Und auch gegen Bob Anderson behielt er die Nerven, bezwang ihn klar mit 5:1 und sicherte sich so seinen ersten Titel. Bei seinem ersten Major Turnier, den World Masters 1988, konnte er in der ersten Runde Leo Laurens besiegen, unterlag aber bereits ein Match später mit 1:2 gegen Russell Stewart. Im Jahr darauf sollte es dann schon besser laufen. „The Power“ kam bis in das Halbfinale, unterlag dort allerdings dem späteren Sieger Peter Evison.

Phil Taylor gewinnt 1990 seine erste Weltmeisterschaft
Phil Taylor gewinnt 1990 seine erste Weltmeisterschaft

Gute Leistungen sorgten aber dafür, dass Taylor im Jahr 1990 erstmals an einer Weltmeisterschaft teilnahm. Unter dem Banner der BDO schlug er dabei in der ersten Runde Russel Stewart mit 3:1. Auch Dennis Hickling(3:0) und Ronnie Sharp(4:2) konnten ihm nicht das Wasser reichen. Ein deutliches 5:0 im Halbfinale gegen Cliff Lazarenko schickte ihn tatsächlich ins Finale, wo sein Mentor Eric Bristow auf ihn wartete. Es wurde eine überraschend klare Angelegenheit, in der Phil seinem Lehrmeister eine Lehrstunde erteilte und ihn mit 6:1 nach Hause schickte. Philip Douglas Taylor durfte sich also erstmals Weltmeister nennen. 1990 sollte auch stark weiter gehen. Phil dominierte die Turniere und konnte sich insgesamt zehn Titel sichern, ehe die World Masters 1990 begannen. Er ging als Favorit ins Turnier und bestätigte seine Rolle komplett. Er bezwang auf seinem Weg ins Finale John Weatherall, Rod Harrington, Mike Gregory und Dennis Priestley. Im Endspiel traf er auf Jocky Wilson und bezwang auch diesen, um sich seinen zweiten Major Titel des Jahres zu sichern.

Natürlich galt er auch als Favorit auf den Weltmeistertitel im Jahr 1991. Es begann auch ziemlich gut, indem er Martin Phillips mit 3:1 sowie Tony Payne 3:0 besiegen konnte. Doch bereits im Viertelfinale musste er das Aus hinnehmen. In einer engen Partie unterlag er dem späteren Weltmeister Dennis Priestley mit 3:4. Eine weitere Finalniederlage musste Taylor bei den World Masters 1991 hinnehmen. Nachdem er zuvor u.a. Alan Warriner-Little und Bob Anderson schlug, verlor er das Endspiel gegen Rod Harrington. Dies schien ihn aber ziemlich egal zu sein. Denn Phil ging zur Weltmeister Schaft im Jahr 1992 um sie zu gewinnen. Phil bezwang u.a. Martin Phillips und John Lowe, ehe ihm der Finalerfolg mit 6:5 gegen Mike Gregory gelang. Damit holte sich Taylor seinen zweiten Weltmeistertitel. Überraschend hingegen das Aus bei den World Matsers 1992, denn es folgte in Runde eins. Er unterlag Peter Evison und schied somit aus. Ebenfalls ziemlich früh schied er als Titelverteidiger bei der WM 1993 aus. In Runde zwei verlor er dort gegen Kevin Spiolek mit 1:3.

Es folgte die Trennung einiger Top-Spieler der BDO. Sie hatten das Gefühl, dass die damals größte Darts-Organisation nicht mehr die Interessen der Spieler auf einem Top-Level vertreten würde und so entschieden sich die Stars eine eigene Organisation, den World Darts Council(WDC), später umbenannt in die heute bekannte PDC, zu gründen. Die BDO erlaubte den Spielern zunächst nicht, dass sie eigene Turniere veranstalten durften, woraufhin die Top-Spieler sich entschieden nicht mehr an BDO-Events wie der Weltmeisterschaft teilzunehmen. Taylor hatte als BDO-Spieler bereits 20 Titel in nur fünf Jahren eingesackt und wollte natürlich auch in der PDC an diese Erfolge anknüpfen. Beim ersten PDC-Event, dem PDC UK Matchplay 1993, musste sich Taylor jedoch schon nach einem Match aus dem Turnier verabschieden. Er unterlag dem späteren Finalisten Jocky Wilson mit 2:4.

Bei der ersten Weltmeisterschaft der PDC im Jahr 1994 war der Modus noch etwas anders als heute. Es gab acht Gruppen mit je drei Teilnehmern. Nur der Gruppensieger kam weiter ins Viertelfinale. Phil besiegte Jamie Harvey(3:1) und Jim Watkins(3:0) und qualifizierte sich vergleichsweise locker. Im Viertelfinale war er Bob Anderson überlegen und bezwang ihn 4:2. Ein lockeres 5:0 über Steve Brown brachte Phil dann ins Finale. Dort verlor er jedoch deutlich mit 1:6 gegen Dennis Priestley. Immer mehr Spieler schlossen sich der PDC an. 1994 wurde das World Matchplay abgehalten, bei welchem Phil in der ersten Runde gegen Tom Kirby mit 8:2 gewann. Im Achtelfinale verlor er dann aber knapp mit 9:11 gegen Bob Anderson und war somit draußen. Seinen ersten Titel als PDC-Spieler holte sich Phil bei den PDC Lada UK Masters 1994. Er konnte u.a. Bob Anderson und Peter Evison besiegen, ehe er im Finale mit 8:0 gegen Kevin Spiolek gewann.

Phil Taylor gewinnt 1995 in der Circus Tavern, Purfleet, seine erste PDC Weltmeisterschaft
Phil Taylor gewinnt 1995 in der Circus Tavern, Purfleet, seine erste PDC Weltmeisterschaft

Mit viel Selbstvertrauen im Gepäck ging Phil in die Weltmeisterschaft 1995. Dort konnte er sich in seiner Gruppe erneut relativ locker durchsetzen. Er bezwang Gerald Verrier und Sean Downs. Gegen Bob Anderson(4:1) im Viertelfinale gab es keine Probleme. Knapp wurde es im Halbfinale, als er John Lowe knapp mit 5:4 besiegte. Das Finale gegen Rod Harrington wurde dann deutlicher als vermutet. „The Power“ setzte sich mit 6:2 durch und holte sich erstmals den Weltmeistertitel der PDC. Phil begann nun den Dartzirkus zu dominieren. Dies zeigte er auch beim World Matchplay 1995. Er konnte auf dem Weg ins Finale Gary Mawson(8:5), Jamie Harvey(8:6), Paul Lim(11:4) und John Lowe(13:4) besiegen. Im Endspiel gab es die Neuauflage des WM-Finales von 1994, als er auf Dennis Priestley traf. Phil gelang die Revanche, er siegte mit 16:11. Eine noch süßere Revanche gab es dann bei der WM 1996. Nach zwei glatten 3:0-Siegen über Shayne Burgess und Cliff Lazarenko, besiegte er Keith Deller im Viertelfinale ebenfalls zu Null. John Lowe im Halbfinale war der erste Spieler, der „The Power“ einen Satz abnehmen konnte, dennoch siegte Phil mit 5:1. Im Finale traf er wieder auf Dennis Priestley und gewann erneut. Obwohl Priestley der erste Spieler war, der einen 100’er Average in einem Finale spielte, siegte Taylor mit 6:4 und sicherte sich seinen zweiten WM-Titel in Folge. Sehr überraschend sein Viertelfinal-Aus beim World Matchplay 1996, als er Peter Evison klar mit 1:8 unterlag.

Phil Taylor und Dennis Priestley

Phil Taylor mit seinem, nach eigener Aussage, gefährlichsten Widersacher, Dennis Priestley

Die Weltmeisterschaft 1997 sollte im Grunde so laufen wie die zuvor. Taylor startete mit zwei lockeren 3:0-Erfolgen gegen Gerald Verrier und Chris Mason und gewann im Viertelfinale gegen Keith Deller. In einer engen Halbfinal-Partie schlug er seinen Mentor Eric Bristow mit 5:4, ehe er erneut auf Dennis Priestley im Finale traf. Diesmal lief es deutliche zugunsten von Taylor, welcher mit 6:3 erneut den Titel gewann. Ebenso dominant seine Vorstellung beim World Matchplay 1997. Phil fuhr Kantersiege über Gary Mawson(8:0), Mick Manning(8:2) und Bob Anderson(11:2) ein und kam so ins Halbfinale. Dort wurde es etwas knapper, dennoch setzte sich Taylor mit 13:9 gegen Rod Harrington durch. Der Finalerfolg über Alan Warriner-Little(16:11) krönte die tolle Leistung. „Alle Jahre wieder“, dachten sich dann die Fans in der Circus Tavern. Phil Taylor startete in die Weltmeisterschaft des Jahres 1998 mit zwei 3:0-Siegen über Kevin Spiolek und Dennis Smith. Ein ebenfalls glattes 4:0 im Viertelfinale gegen Shayne Burgess sollte folgen. 5:2 hieß der Halbfinal-Endstand gegen Rod Harrington. Und dann traf er im Finale erneut auf Dennis Priestley. Vier der fünf WM-Finals in der PDC liefen also bis zu dem Zeitpunkt zwischen diesen beiden Spielern ab. Und zum dritten Mal in Folge war es Taylor, der sich den Titel sicherte. Mit einem deutlichen 6:0 setzte sich „The Power“ durch. Es war sein sechster WM-Titel, womit er seinen Mentor Eric Bristow(5) überholte.

Etwas überraschend war beim World Matchplay 1998 im Viertelfinale bereits Schluss. Dort unterlag er Ronnie Baxter mit 10:13. Der erste World Grand Prix verlief dann aber wieder voll nach Plan des Phil Taylor. Er setzte sich sehr locker gegen seine Gegner durch. Mit einem 11:2 gegen Steve Brown gestartet, legte er ein 11:4 gegen John Lowe sowie ein weiteres 11:2 gegen Shayne Burgess nach. Das 13:8 im Finale über Rod Harrington brachte Phil den Titel. Apropos Titel. Zum vierten Mal in Folge durfte sich Phil im Jahr 1999 Weltmeister nennen. Er verlor bis ins Halbfinale lediglich einen Satz, besiegte auf dem Weg dorthin Reg Harding(3:0), John Lowe(3:1) und Bob Anderson(4:0). Gegen Alan Warriner-Little in der Runde der letzten vier wurde es etwas enger, das bessere Ende lag aber auf der Seite von Taylor, welcher sich mit 5:3 durchsetzte. Das Finale gegen Peter Manley war dann wieder eine klare Angelegenheit, die Phil mit 6:2 für sich entschied. Doch Peter rächte sich beim World Matchplay 1999. Phil konnte zunächst Siege über Ronnie Baxter(10:5), Reg Harding(13:10) und Chris Mason(16:11) einfahren, nur um im Halbfinale dann Manley mit 14:17 zu unterliegen. Ohne Satzverlust ging es für Phil ins Halbfinale des World Grand Prix 1999. Er bezwang Dennis Priestley, Alan Warriner-Little und Peter Evison allesamt mit 3:0. Sehr knapp wurde es im Halbfinale, als Phil sehr knapp mit 5:4 gegen Rod Harrington gewann. Im Finale folgte dann der deutliche 6:1-Erfolg über Shayne Burgess, womit Phil seinen Titel verteidigt hatte. Im Champion vs. Champion-Duell im Jahr 1999 konnte sich Phil gegen Raymond van Barneveld mit 21:10 durchsetzen. Dominant auch sein Auftreten bei der Weltmeisterschaft des Jahres 2000. Phil verlor auf dem Weg ins Finale nicht einen einzigen Satz. Er schlug Mick Manning, Graeme Stoddart, Alan Warriner-Little und Dennis Smith allesamt zu Null. Im Finale wurde es zwar knapper, doch mit einem 7:3-Erfolg über Dennis Priestley holte sich Phil Taylor die erste Weltmeisterschaft des neuen Jahrtausends.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Phil Taylor bereits 38 Turniersiege auf seinem Konto, darunter acht Weltmeistertitel. Innerhalb von zwölf professionellen Jahren eine beeindruckende Statistik.

 Phil Taylor Anfänge und 1990er Jahre
 Phil Taylor 2000er Jahre
 Phil Taylor 2010er Jahre bis Gegenwart

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