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Phil Taylor – 2010er Jahre bis Gegenwart

Phil Taylor hat den Durchblick
Phil Taylor hat den Durchblick

Der WM-Sieg 2010 war zwar eindrucksvoll, jedoch leitete er auch so langsam eine Phase des Phil Taylor ein, in der es allmählich „bergab“ gehen sollte. Seine Dominanz sollte in den Folgejahren desöfteren fehlen, was neue, junge Spieler hervorbrachte, die seinen Platz auf dem Siegertreppchen bei größeren Turnieren einnahmen. Dies sollte sich aber erst im Verlauf der Jahre manifestieren. Bei den Players Championship Finals 2010 holte er nach einem 6:2 gegen Peter Manley zwei knappe Erfolge über Terry Jenkins(8:7) und Colin Lloyd(9:7), bevor das Aus im Halbfinale folgte. Mit 9:10 unterlag er dem späteren Sieger Paul Nicholson. Ein Highlight dann aber die Premier League. Phil gewann die Ligaphase ohne Niederlage und besiegte im Halbfinale Mervyn King klar mit 8:1. In einem fantastischen Finale, bei dem sein Gegner James Wade sehr stark mitspielte, warf Taylor zwei 9-Darter in einem Match und scheiterte nur knapp an einem dritten. Dennoch gewann Phil „nur“ mit 10:8, was die Leistung von Wade nochmal hervorhebt. Auch die UK Open waren in der Hand des Phil Taylor. Er besiegte zunächst Wayne Mardle mit 9:2 und spielte dann gegen Kevin Painter ein fantastisches Match. Er gewann 9:0 und spielte einen 3-Dart-Average von 118,66, der höchste bis dahin gespielte Average vor laufenden TV-Kameras. Nach einem vergleichsweise knappen 9:6 gegen Simon Whitlock verliefen die restlichen Spiele wie geschmiert. Er bezwang Adrian Lewis(10:2), Denis Ovens(10:5) und Gary Anderson(11:5) deutlich und sicherte sich so den Titel. Auch beim World Matchplay 2010 war er souverän. Er bezwang Barrie Bates mit 10:6 und ließ ein 13:4 gegen Steve Beaton folgen. Deutliche Erfolge über Kevin Painter(16:4) und Simon Whitlock(17:4) brachten ihn ins Finale. Dort besiegte er auch noch Raymond van Barneveld mit 18:12 und holte sich die Trophäe.

Der einzige Spieler der bei den European Darts Championship 2010 in die Nähe eines Sieges gegen „The Power“ kam, war Terry Jenkins. Zunächst konnte Taylor Siege über Co Stompé, Andy Smith und Mark Walsh erringen. Im Halbfinale wurde es dann eng. Jenkins spielte fantastisch und Taylor musste sich anstrengen. Das bessere Ende war dennoch auf seiner Seite, denn Phil siegte 11:10. Das Finale gegen Wayne Jones verlief deutlicher, Taylor gewann 11:1 und holte den Titel. Ein Turnieraus gab es dann aber beim World Grand Prix. Nachdem Philip Douglas Taylor ohne Satzverlust gegen Brendan Dolan und Andy Smith gewann, besiegte er Gary Anderson im Viertelfinale nur knapp mit 4:3. Gegen Adrian Lewis setzte es gar die Niederlage. 4:5 verlor der Rekordweltmeister. Die Championship League of Darts verlief dann zumindest in der Qualifikation nach Plan. Ihm gelang der Sieg im ersten Anlauf, nachdem er im Finale Colin Lloyd mit 6:2 bezwang. Auch in der Gewinnergruppe setzte er sich zunächst durch und gewann das Halbfinale gegen Steve Beaton mit 6:0. Im Finale setzte es jedoch eine 5:6-Niederlage gegen James Wade. Siege über Wes Newton und Michael van Gerwen reichten beim Grand Slam of Darts 2010 nicht aus um die Gruppe zu gewinnen. Gegen Ted Hankey unterlag der Rekordchampion und wurde so nur Zweiter. Er ließ im Achtelfinale dafür alles raus und besiegte Ronnie Baxter klar mit 10:1. Im Viertelfinale war dann jedoch Schluss. Phil verlor gegen Steve Beaton mit 14:16 und schied aus. Die große Überraschung folgte beim World Cup of Darts. Phil Taylor traf mit James Wade für England auf die Spanier Carlos Rodriguez und Antonio Alcinas. Die Engländer unterlagen dabei 5:6 und schieden bereits im Achtelfinale aus.

Noch überraschender verlief die Weltmeisterschaft 2011. Phil Taylor startete mit einem 3:0 gegen Gary Mawson solide in das Turnier. Auch Per Laursen konnte ihm beim 4:0 nicht das Wasser reichen. Gegen den Schotten Peter Wright gewann Phil mit 4:1. Doch im Viertelfinale musste sich der Rekordweltmeister geschlagen geben. Gegen den Waliser Mark Webster verlor Taylor mit 2:5 und schied aus. Bei den ersten Players Championship Finals des Jahres 2011 zeigte sich Phil aber wieder von seiner besten Seite. Mit einem 6:2 gegen Steve Brown startete er ins Turnier. Es sollten Siege über James Wade(8:3) und Wes Newton(9:3) folgen. Danach wurde es enger. Gegen Mervyn King siegte Phil in einer nervenaufreibenden Partie mit 10:8, im Finale noch knapper gegen den damaligen WM-Zweiten Gary Anderson mit 13:12. Auch in der Premier League lief es zunächst gut. Abgesehen vom Auftaktmatch gegen Adrian Lewis(2:8) gewann Taylor jede Partie. Abgesehen vom Halbfinale. Dort verlor er erneut gegen Adrian Lewis, dieses Mal mit 3:8. Den dritten Platz konnte er sich durch ein 8:6 gegen Raymond van Barneveld aber trotzdem noch holen. Nicht zufriedenstellend dann die UK Open 2011. Phil bezwang Mark Frost und Dennis Priestley jeweils 9:3, unterlag im Achtelfinale aber Paul Nicholson in einer engen Begegnung mit 8:9 und schied somit aus.

Das World Matchplay lag aber wieder in seiner Hand. Mit einem 10:8 gegen Mark Hylton startete die wilde Fahrt. Es folgten die Siege über Wayne Jones und Wes Newton. Im Halbfinale besiegte er Andy Hamilton mit 17:9 und im Endspiel gab es ein 18:8 gegen James Wade. Ein weiterer Sieg bei den European Darts Championship sorgte dafür, dass Taylor bei dem Turnier ungeschlagen blieb. Phil besiegte zunächst John Michael mit 6:3 und legte ein 10:3 gegen Mervyn King nach. Auch gegen Paul Nicholson holte Phil diesmal den Sieg. Mit 10:7 gewann „The Power“. Ein klares 11.4 brachte ihn ins Finale, wo er dann den damals amtierenden Weltmeister Adrian Lewis 11:8 bezwang. Auch der World Grand Prix lief gut für Taylor. Mit einem 2:1 gegen Wright ins Turnier gestartet, legte er ein 3:0 gegen Paul Nicholson und ein 4:0 gegen Mark Webster nach, womit er im Halbfinale stand. Dort bezwang er Richie Burnett mit 5:2 ehe er den Überraschungsfinalisten Brendan Dolan 6:3 schlug. Im ersten Qualifikationsversuch für die Championship League of Darts 2011 gewann Taylor die Gruppe, unterlag aber im Halbfinale Wes Newton mit 5:6. Im zweiten Versuch gewann er die Gruppe erneut und schaffte durch Siege über Paul Nicholson und Simon Whitlock auch den Einzug in die Endrunde. Dort gewann er die Gruppenphase erneut und konnte zudem im Halbfinale Steve Beaton mit 6:1 besiegen. Mit dem gleichen Ergebnis schlug er Paul Nicholson im Finale und sicherte sich den Titel. Beim Grand Slam of Darts gewann Phil seine Gruppe durch Siege über Steve Beaton, James Hubbard und Mervyn King. Gegen Wes Newton im Achtelfinale gab es ein klares 10:3. Auch das 16:7 gegen Paul Nicholson war deutlich. Nach dem 16:9 gegen Adrian Lewis kam es zum Finale gegen Gary Anderson. In einem einseitigen Finale siegte Phil mit 16:4. Umso überraschender kam das Aus bei den zweiten Players Championship Finals 2011. Nach dem Erfolg über Terry Jenkins(6:4) in Runde eins, folgte das Aus in Runde zwei. Mit 5:8 unterlag er Mervyn King.

Auch die Weltmeisterschaft 2012 lief alles andere als erfolgreich. Nach dem katastrophalen Aus im Achtelfinale des Vorjahres, sollte das Ergebnis in dieser Auflage noch desaströser ausfallen. Nach einem 3:0-Erfolg über Haruki Muramatsu unterlag Taylor bereits in der zweiten Runde Dave Chisnall mit 1:4. Etwas Wiedergutmachung gab es beim World Cup of Darts 2012. Taylor konnte zwar bis zum Halbfinale kein Einzelmatch gewinnen, Adrian Lewis und die Doppel holten aber die Kohlen aus dem Feuer und verhalf den Beiden in die Runde der letzten vier. Im Halbfinale ging es für England gegen Richie Burnett und Mark Webster aus Wales. Nach einer 1:4-Pleite gegen Burnett, siegte Phil mit 4:1 gegen Webster. Das Doppel ging ebenfalls an England, womit sie ins Finale einzogen. Dort trafen sie auf Australien. Phil bezwang Paul Nicholson mit 7:4 und Simon Whitlock 7:6. Weil sie das Doppel verloren, kam es zu einem Sudden Death Leg im Doppel, welches England für sich entscheiden konnte und somit den Titel holte. In der Premier League ging es für Taylor, trotz Niederlagen, als Gruppenerster in die Finals Night. Dort traf er im Halbfinale auf James Wade und gewann mit 8:6. Das Endspiel gegen Simon Whitlock gewann er, trotz Comeback von Whitlock, mit 10:7. Auch bei den UK Open zog Phil Taylor ins Endspiel ein. Auf dem Weg dorthin besiegte er Roland Scholten, Colin Osborne, Ronnie Baxter, Terry Jenkins und Denis Ovens. Das Endspiel verlor „The Power“ dann allerdings mit 5:11 gegen Robert Thornton.

Phil Taylor beim World Grand Prix in Dublin
Phil Taylor beim World Grand Prix in Dublin

Einen weiteren Turniersieg holte er aber schon wenig später beim World Matchplay 2012. Dort besiegte Taylor in Runde eins Mervyn King mit 10:8. In der zweiten Runde gelang ihm ein deutliches 13:3 gegen Ian White. Andy Hamilton bezwang er 16:10, im Halbfinale schlug er Ronnie Baxter 17:10. Und auch im Finale setzte er sich durch. Obwohl es sehr eng war, gewann Phil mit 18:15. Nachdem Taylor die ersten vier Auflagen der European Darts Championship gewinnen konnte, wollte er auch in der fünften Auflage im Jahr 2012 ungeschlagen bleiben. Nach einem 6:3 gegen Magnus Caris sah es auch gut aus. Es folgte das 10:7 gegen Jerry Hendriks. Doch im Viertelfinale musste er sich tatsächlich geschlagen geben. Phil verlor mit 6:10 gegen den Nordiren Brendan Dolan. Auch beim World Grand Prix flog Phil früh raus. Er startete mit einem 2:0 über Michael Smith souverän ins Turnier, verlor dann aber mit 2:3 gegen Robert Thornton. Um sich für die Gewinnergruppe der Championship League of Darts zu qualifizieren brauchte Phil 2012 ganze vier Anläufe. Letztlich gelang es ihm aber und die Gewinnergruppe konnte er für sich entscheiden. Im Halbfinale siegte er mit 6:0 gegen Dave Chisnall und legte im Finale ein 6:4 gegen den damals amtierenden Europameister Simon Whitlock nach. Der Grand Slam of Darts lief weniger zufriedenstellend. Phil verlor in der Gruppenphase gegen Scott Waites, qualifizierte sich durch die Siege Co Stompé und Mark Webster aber trotzdem für das Achtelfinale. Dort verlor er allerdings direkt mit 5:10 gegen Michael van Gerwen und schied aus. In der Generalprobe zur WM 2013, den Players Championship Finals, deutete Phil aber nochmal eine gute Form an. Er bezwang Mark Webster, Adrian Lewis, Andy Hamilton und Simon Whitlock um ins Finale einzuziehen. Dort besiegte er Kim Huybrechts 13:6 und holte sich den Turniersieg.

Phil Taylor trägt sein Trikot passend zur Jahreszeit
Phil Taylor trägt sein Trikot passend zur Jahreszeit

Die Form bestätigte er bei der Weltmeisterschaft. Phil gab bis ins Halbfinale nur einen Satz ab. Er besiegte Michael Mansell(3:0), Jerry Hendriks(4:1), Robert Thornton(4:0) und Vorjahresfinalist Andy Hamilton(5:0). Im Halbfinale war es dann enger. Phil bekam es mit Raymond van Barneveld zu tun. In einem hitzigen Duell gewann Taylor mit 6:4 und es kam zu kleinen Nickligkeiten nach dem Match. Phil zog ins Finale ein und sicherte sich durch das 7:4 gegen Michael van Gerwen seinen 16. WM-Titel. Auch der World Cup of Darts verlief nach Plan. Phil Taylor und Adrian Lewis, zu dem Zeitpunkt bestand das Team aus den vergangenen fünf Weltmeistern, setzten sich in ihrer Gruppe gegen Japan und Belgien durch. Nach einem 5:4 im Achtelfinale gegen Südafrika, gewann England im Viertelfinale erneut gegen Japan. Mit 2:1 siegte die Beiden im Halbfinale gegen Wales, ehe sie auch das Finale gegen Belgien mit 3:1 gewannen und so ihren Titel verteidigten. In der Premier League 2013 verlor Phil Taylor ganze vier Spiele und wurde am Ende nur Dritter. Dennoch erreichte er somit das Halbfinale, welches er gegen Raymond van Barneveld mit 8:4 gewinnen konnte. Im Endspiel unterlag er allerdings Michael van Gerwen mit 8:10. Souverän auch sein Auftritt bei den UK Open. Phil gelangen lockere Siege gegen Kevin Dowling(5:1), Ronny Huybrechts(9:0) und Adrian Gray(9:2). Sehr knapp dann aber das Achtelfinale gegen Brendan Dolan. Phil siegte schließlich mit 9:8. In der Neuauflage des WM- und Premier League-Finals 2013 traf Phil Taylor im Viertelfinale auf Michael van Gerwen. Phil spielte stark und siegte mit 10:7. Gegen Peter Wright folgte ein lockeres 10:5, ehe er im Finale auch Andy Hamilton klar mit 11:4 bezwang. Überraschend folgte das frühe Aus bei den European Darts Championship 2013. Zwar besiegte Phil in der ersten Runde Vincent van der Voort mit 3:6, jedoch musste er sich schon in der zweiten Runde Ronny Huybrechts 5:10 geschlagen geben.

Wiedergutmachung folgte beim World Matchplay. Nach Siegen über Stuart Kellett(10:1), Terry Jenkins(14:12) und Justin Pipe(16:10) stand Phil im Halbfinale. Dort besiegte er auch James Wade mit 17:12. In einem guten Finale besiegte er Adrian Lewis mit 18:13 und holte sich seinen 14. Titel bei diesem Turnier. Auch beim World Grand Prix zeigte er eine sehr starke Leistung. Nach Siegen über Jamie Caven, Paul Nicholson und Gary Anderson, bezwang er im Halbfinale auch noch James Wade klar mit 5:1. Noch klarer nur das Finale gegen Dave Chisnall, welches mit 6:0 an Phil Taylor ging. Die Qualifikation für die Gewinnergruppe der Championship League of Darts gelang lockerer als noch im Vorjahr. Bereits im ersten Anlauf gewann Taylor und qualifizierte sich mit einem 6:2-Sieg über Adrian Lewis. Auch die Gewinnergruppe führte Phil Taylor am Ende an, was zu einem 6:1-Halbfinalsieg gegen Wes Newton führte. Im Finale folgte noch ein 6:3-Sieg gegen Michael van Gerwen und der nächste Titel war in der Sammlung des Phil Taylor. Im Jahr 2013 fand die erste Auflage des Masters statt. Die 16 besten Spieler der Order of Merit traten gegeneinander an. Phil Taylor war der dominanteste von allen. Der knappste Sieg war das 6:3 in Runde eins gegen Terry Jenkins. Es folgten das 8:2 gegen Wes Newton sowie der klare 10:1-Erfolg über James Wade im Halbfinale. Mit dem gleichen Ergebnis besiegte er auch Adrian Lewis im Endspiel und sicherte sich den Titel. Dominant ging es weiter. Beim Grand Slam of Darts gewann Taylor seine Gruppenspiele gegen Stuart Kellett, Kevin Painter(beide 5:0) und Paul Nicholson(5:1) souverän und zog ins Achtelfinale ein. Dort konnte er Gary Anderson mit 10:5 besiegen und legte ein 16:12 gegen James Wade im Viertelfinale nach. In einem der besten Spieler aller Zeiten trafen sich Phil Taylor und Adrian Lewis im Halbfinale. In der Partie fielen mit 32 180’er-Aufnahmen eine mehr als im WM-Finale 2007. Taylor spielte einen Average von 109,76, Lewis spielte 110,99 Punkte im Schnitt. Am Ende siegte Taylor mit 16:9, weil er auf die Doppel stärker war. Im Finale gegen Robert Thornton war die Luft zwar etwas raus, dennoch siegte Phil mit 16:6. Auch die Generalprobe zur WM, die Players Championship Finals, liefen gut für den Rekordweltmeister. Phil besiegte Paul Nicholson, Peter Wright und Raymond van Barneveld klar. Auch der 10:4-Sieg im Halbfinale gegen Justin Pipe war deutlich. Das Endspiel verlor er allerdings mit 7:11 gegen Michael van Gerwen.

Nach diesen dominanten Monaten war die Überraschung bei der Weltmeisterschaft 2014 nur noch umso größer. In der ersten Runde siegte Phil mit 3:1 gegen Rob Szabo, musste aber wie schon 2012 in Runde zwei das Aus hinnehmen. Taylor unterlag dem Juniorenweltmeister Michael Smith mit 3:4. Katastrophal auch die UK Open 2014. Phil verlor direkt sein erstes Match gegen den jungen Aden Kirk mit 7:9 und musste nach Hause fahren. In der Premier League kassierte er nach dem Wechsel von Unicorn zu Target direkt sein erstes Match gegen Michael van Gerwen mit 0:7. Seine ersten Punkte sammelte „The Power“ erst am vierten Spieltag. Durch eine gute Serie beendete er die Ligaphase auf dem vierten Platz und kam so ins Halbfinale. Dort unterlag er jedoch dem späteren Sieger Raymond van Barneveld mit 5:8 und schied aus. Er zeigte sich vermeintlich wiedererstarkt beim World Matchplay 2015. Dort startete er mit einem 10:4 gegen Darren Webster ins Turnier und legte ein 13:6 gegen Michael Smith nach. Gegen Wes Newton siegte er klar mit 16:6. Gegen Gary Anderson war es sehr knapp, aber er gewann mit 17:15 und zog ins Finale ein. Im Finale traf er auf Michael van Gerwen und zeigte zu Beginn eine extrem starke Leistung. MVG kam erst zu spät in die Partie, womit Taylor verdient 18:9 gewann und seinen 15. World Matchplay-Titel gewann.

Phil Taylor zeigt wo es lang geht - immer nach vorne
Phil Taylor zeigt wo es lang geht - immer nach vorne

Einen Rückschlag musste Phil beim World Grand Prix einstecken. Der Rekordweltmeister siegte zunächst gegen Steve Beaton(2:0) und Andrew Gilding(3:1), verlor aber bereits im Viertelfinale mit 1:3 gegen James Wade und schied somit aus. Auch die European Darts Championship waren nicht von Erfolg gekrönt. Nach dem 6:2-Auftakterfolg gegen Steve Beaton, unterlag er Stephen Bunting knapp mit 9:10. Zumindest bis ins Halbfinale ging es für Taylor beim Masters. Mit einem 10:4 gegen Wes Newton startete Phil ins Turnier. Er bestätigte die gute Leistung mit einem 10:6-Erfolg über Gary Anderson. Mit 9:11 unterlag er dann aber dem späteren Sieger James Wade, womit die Titelverteidigung fehlgeschlagen war. Eine durchweg überzeugend, fast schon überragende Leistung zeigte Phil beim Grand Slam of Darts 2014. Phil dominierte schon seine Gruppe, als er Richie George(5:0), Christian Kist(5:1) und Andy Hamilton(5:3) bezwang. Im Achtelfinale gegen Peter Wright gewann Phil mit 10:4. Sehr deutlich war das 16:3 gegen Michael Smith im Viertelfinale. Auch Mervyn King konnte Phil nicht das Wasser reichen, „The Power“ siegte mit 16:9. Knapp, aber verdient folgte im Finale der 16:13-Erfolg gegen Dave Chisnall. Eher durchwachsen verlief dann aber das Players Championship Finale 2014. Phil schlug Ronnie Baxter und Mervyn King, verlor aber im Viertelfinale gegen den späteren Sieger Gary Anderson mit 6:10.

Durchaus überzeugend war Phil Taylors Weltmeisterschaft im Jahr 2015. Er gab in den ersten beiden Matches gegen Jyhan Artut und Mark Webster keinen Satz ab. Erst Kim Huybrechts im Achtelfinale forderte Phil, der dies aber meisterte. Mit 4:3 gewann der Rekordweltmeister. In der Runde der letzten Acht traf Phil auf den Niederländer Vincent van der Voort, welcher sich in einer tollen Verfassung befand. Phil aber behielt die Nerven und gewann mit 5:3. Die Nerven behielt er auch gegen Raymond van Barneveld im Halbfinale, als er sich mit 6:2 durchsetzte. Im Endspiel traf er auf Gary Anderson und kam nach Rückständen immer wieder zurück. Anderson war an dem Tag jedoch der bessere Spieler, weswegen Phil im Entscheidungssatz ohne Leggewinn verlor. Mit 6:7 in den Sätzen unterlag Taylor im Finale. Beim Masters folgte dann das überraschende Aus gegen Terry Jenkins. Mit 7:10 flog Phil schon in der ersten Runde aus dem Turnier. Auch die UK Open verliefen nicht nach Plan. Nach Siegen über John Ferrell, David Pallett und Vincent van der Voort, unterlag Taylor im Viertelfinale Peter Wright mit 6:10 und musste nach Hause fahren. Die Premier League lief bis zur Judgement Night durchwachsen. Taylor holte vier Siege, ein Unentschieden, verlor aber auch bereits vier Mal. Damit stand er lediglich auf dem vierten Tabellenrang.

Und es sollte noch schlimmer kommen. Er fand einfach kaum zu seinem Spiel und schloss die Tabelle am Ende als Fünfter ab. Damit verpasste er zum ersten Mal das Halbfinale der Premier League. Besser lief es beim World Cup of Darts. Dort trat er mit Adrian Lewis an und startete mit einem lockeren 5:0 gegen Dänemark. Auch gegen Japan und Deutschland gewannen sie zu Null. Mit Belgien kam dann ein erster richtig harter Brocken, doch erneut vermieden die Engländer das Doppel und gewannen mit 2:0. Im Finale trafen sie auf Schottland und sollten ihre Nerven behalten. Nach drei Einzelpartien und dem Doppel stand es 2:2, der Sieg von Adrian Lewis gegen Peter Wright brachte England dann aber die Trophäe.

Das World Matchplay wirkte immer wie das Turnier überhaupt für Phil Taylor. Doch im Jahr 2015 sollte es nicht mal für das Finale reichen. Mit einem souveränen 10:2 gegen John Henderson startete Phil ins Turnier. Er legte auch klare Siege gegen Andy Hamilton(13:6) und Dave Chisnall(16:8) nach, womit er ins Halbfinale kam. Dort war dann aber Schluss. James Wade war an diesem Tag der bessere Spieler und so verlor Phil mit 14:17. Völlig überraschend unterlag „The Power“ dann beim World Grand Prix bereits in Runde eins mit 0:2 gegen Vincent van der Voort. Die Revanche folgte schon bei der Europameisterschaft, als Taylor gegen den Niederländer mit 6:1 gewann. Gegen Michael Smith konnte er mit 10:5 siegen, verlor aber im Viertelfinale 9:10 gegen Adrian Lewis. Deutlich besser lief der Grand Slam of Darts. In der Gruppenphase wurde er ohne Niederlage Erster. Dafür besiegte er Robbie Green, Rowby-John Rodriguez und Martin Phillips. Im Achtelfinale ließ er einen 10:6-Sieg gegen Terry Jenkins folgen, nachdem er zunächst mit 0:4 zurücklag. Auch Robert Thornton(16:7) und Raymond van Barneveld(16:12) hatte er im Griff. Im Finale sah dies auch gegen Michael van Gerwen so aus, als Phil mit 7:3 führte. Doch nur eine Session später lag er schon 7:8 hinten. Am Ende verlor er das Endspiel mit 13:16.

Beim World Series Finale startete Phil gut ins Turnier. Er bezwang Dave Chisnall klar mit 6:1 und konnte auch in der zweiten Runde einen Erfolg feiern, als er Stephen Bunting deutlich 10:3 besiegte. Im Halbfinale verlor er dann jedoch äußerst knapp mit 9:11 gegen Peter Wright. Schlimmer war es bei den Players Championship Finals, als Phil bereits in der ersten Runde mit 5:6 gegen Gary Anderson verlor.

Durch die durchwachsenen Leistungen ging er nicht als Favorit in die Weltmeisterschaft 2016. Dort zeigte er dann aber durchaus gute Leistungen. Nach einem 3:0 gegen Keita Ono in der ersten Runde legte er ein klares 4:1 gegen Kevin Painter nach. Es schien als könne er an dem Erfolg aus dem Vorjahr anknüpfen. Weil er jedoch im Achtelfinale Matchdarts gegen Jelle Klaasen liegen ließ, machte er den Niederländer nochmal stark und verlor letztlich mit 3:4. Dafür revanchierte er sich aber schon beim Masters, als er Klaasen mit 10:6 aus dem Turnier warf. Durch das 10:9 gegen Peter Wright zog er ins Halbfinale ein, wo er aber Michael van Gerwen mit 10:11 sehr knapp unterlag und ausschied. Gleiches Bild auch bei den UK Open. Dort setzte er sich zunächst gegen Arron Monk, Raymond van Barneveld und Vincent van der Voort durch um ins Viertelfinale einzuziehen. Dort gelang ihm ein souveräner 10:3-Sieg gegen Mark Webster, ehe er in der Vorschlussrunde jedoch erneut an Michael van Gerwen mit 6:10 scheiterte.

In der Premier League präsentierte sich Taylor dann bärenstark und schloss die Ligaphase auf dem zweiten Platz, nur zwei Punkte hinter van Gerwen, ab. Auch im Halbfinale bewies er starke Nerven, besiegte Gary Anderson mit 10:7 und traf im Finale wieder mal auf Michael van Gerwen. Dort hatte „The Power“ keine Chance und musste sich am Ende klar mit 3:11 geschlagen geben. Besser lief es beim World Cup of Darts, wo er zusammen mit Adrian Lewis antrat. Nach einem knappen Erfolg gegen Spanien schlugen die beiden Engländer China, Österreich und Nordirland souverän um ins Finale einzuziehen. Dort bekamen sie es mit den Niederländern zu tun. Phil gewann seine beiden Einzelspiele gegen van Gerwen und Raymond van Barneveld, jedoch verloren sie das Doppel und Lewis verlor gegen Barney. Dank des Sieges von Adrian gegen MVG gewann Phil dann aber doch noch den Titel. Dies war ihm beim World Matchplay 2016 allerdings nicht vergönnt. Zwar brachten ihn Siege gegen Robbie Green, Mensur Suljovic, Mervyn King und Gary Anderson ins Finale, dort verlor er allerdings relativ deutlich gegen Michael van Gerwen mit 10:18. Dies ließ Taylor allerdings nicht auf sich sitzen. In der ersten Auflage der Champions League of Darts gewann er in der Gruppenphase gegen Michael van Gerwen, Peter Wright und Robert Thornton um diese als Sieger abzuschließen. Im Halbfinale bezwang er dann James Wade deutlich mit 11:3, ehe er im Endspiel zum zweiten Mal an diesem Wochenende gegen Michael van Gerwen gewann. Mit dem 11:5 trug sich Taylor als erster Sieger der Champions League ein.

Umso enttäuschender endete für Taylor der World Grand Prix. Er hatte sich viel vorgenommen, konnte aber bereits nach einer Runde seine Koffer packen. Taylor unterlag Steve West direkt mit 1:2 und schied aus. Bei der Europameisterschaft startete er mit einem 6:3 gegen Alan Norris ins Turnier und konnte ein klares 10:3 gegen Joe Cullen nachlegen. Doch schon im Viertelfinale war wieder Schluss. Dort verlor „The Power“ überraschend deutlich mit 3:10 gegen Mensur Suljovic und musste nach Hause fahren. Auch beim World Series Finale verpasste er das Endspiel. Nach Siegen über Mensur Suljovic und Benito van de Pas unterlag er Peter Wright im Halbfinale mit 10:11 und schied aus. Beim Grand Slam wollte er es besser machen, siegte auch zunächst gegen Darryl Fitton und Ian White, verlor dann aber mit 0:5 gegen Darren Webster. Trotzdem zog er als Erstplatzierter ins Achtelfinale ein, wo er Jeff Smith mit 10:5 bezwingen konnte. Im Viertelfinale war dann aber wieder Schluss, Taylor verlor gegen Peter Wright mit 10:16. Die Weltmeisterschaft 2017 begann aus Sicht von Phil Taylor äußerst stark. Er besiegte David Platt mit 3:0 und gab auch beim 4:0 gegen Kevin Painter keinen Satz ab. Auch wenn es gegen Kim Huybrechts durchaus eng war, setzte sich „The Power“ mit 4:2 durch und traf somit im Viertelfinale auf Raymond van Barneveld. Gegen seinen Rivalen brachte Phil nicht seine beste Leistung auf die Bühne und schied nach dem 3:5 aus.

Taylor kündigte an, dass 2017 sein letztes Jahr bei der PDC sein würde. Da wollte er nochmal ordentlich Erfolge feiern, schied jedoch beim Masters erneut im Halbfinale aus. Nach Siegen über Michael Smith und Peter Wright, war Gary Anderson, an dem er mit 9:11 scheiterte. Eine solide Premier League Saison schloss Taylor dann auf dem dritten Platz ab, wodurch er sich für das Halbfinale qualifizierte. Dort hatte er gegen Peter Wright alle Trümpfe in der Hand, vergab allerdings einige Matchdarts um doch noch mit 10:11 zu verlieren und auszuscheiden. Umso märchenhafter verlief sein letzter Auftritt bei seinem Lieblingsturnier, dem World Matchplay. Dort startete Taylor mit einem klaren 10:5 gegen Gerwyn Price ins Turnier und traf dadurch schon in der zweiten Runde auf Raymond van Barneveld. Dort zeigte er eine klare Dominanz und setzte sich am Ende deutlich mit 11:3 durch. Auch Michael van Gerwen konnte ihm im Viertelfinale nicht das Wasser reichen, als Taylor vor allem auf die Doppel glänzte und klar mit 16:6 gewann. Das 17:9 im Halbfinale gegen seinen ehemaligen Schüler Adrian Lewis war nur die Vorbereitung auf seinen klaren 18:8-Erfolg im Endspiel gegen Peter Wright, womit sich Taylor zum 16. Mal den World Matchplay Titel sichern konnte.

Auch in Melbourne im Rahmen der World Series of Darts Tour zeigte sich der Rekordweltmeister nochmal in Top-Form. Nach einem 6:3-Sieg gegen Cody Harris schlug er auch Corey Cadby und Simon Whitlock und schnappte sich mit einem 11:8-Finalerfolg, erneut gegen Peter Wright, den letzten offiziellen Turniersieg seiner Karriere. Doch er überzeugte auch weiterhin. Bei der Champions League ging er mit drei Siegen und als Gruppenerster ins Halbfinale, schlug dafür Adrian Lewis, Raymond van Barneveld und Michael van Gerwen. In der Vorschlussrunde unterlag er dann allerdings Gary Anderson mit 6:11. Auch beim ersten World Series Event in Deutschland war Phil Taylor am Start. Ihm gelang in Düsseldorf ein 6:2-Auftaktsieg gegen Robert Marijanovic den er mit dem 10:7 gegen Daryl Gurney bestätigte. 11:7 schlug er daraufhin James Wade im Halbfinale, verlor das Endspiel dann allerdings deutlich mit 4:11 gegen Peter Wright. Nach den Siegen gegen Peter Machin und Robbie Green war Taylor bereits vor dem letzten Spiel sicher im Achtelfinale des Grand Slam und konnte sich daher die 3:5-Pleite gegen James Wade leisten. Durch einen 10:4-Erfolg gegen Darren Webster kam er eine Runde weiter, wo er dann auch noch Daryl Gurney mit 16:4 deklassierte. Im Halbfinale war dann jedoch Schluss, nachdem er mit 8:16 an Michael van Gerwen scheiterte. Danach stand auch schon seine letzte Weltmeisterschaft an. Dort startete er nervös, gewann aber letztlich ungefährdet mit 3:1 gegen Chris Dobey. Gegen Justin Pipe in der zweiten Runde rückte der Dartsport durch dessen „Hustenaffäre“ fast in den Hintergrund. Nur zwei Legs holte Pipe gegen Taylor, wodurch das Weiterkommen zu keiner Zeit in Frage gestellt wurde. Auch gegen Keegan Brown spazierte Taylor mit 4:0 in die nächste Runde, wo mit Gary Anderson der erste Hochkaräter wartete. Auch dank einer starken Anfangsphase konnte sich Taylor dort mit 5:3 durchsetzen und traf im Halbfinale auf Überraschungsmann Jamie Lewis. Gegen diesen behielt er in einem eigentlich recht engen Match die Nerven und war in den vielen Entscheidungslegs immer wieder der bessere Spieler, wodurch ein irreführend klarer 6:1-Sieg heraussprang. Im Endspiel hatte er dann jedoch keine Chance mehr gegen den aufstrebenden Rob Cross, dem er letztlich verdient mit 2:7 unterlag, bevor er dem aktiven Dartsport endgültig den Rücken kehrte.

Tobias Gürtler

Phil Taylor ist neben Gary Anderson, Adrian Lewis, Raymond van Barneveld, Michael van Gerwen und James Wade einer der sechs PDC Top Guns, die nach folgenden Kriterien ausgewählt wurden

  • mindestens zwei PDC-Majorturniere gewonnen
  • mindestens zwei weitere Male das Finale
    eines PDC-Majorturniers erreicht
  • mindestens zwei weitere Male das Halbfinale
    eines PDC-Majorturniers erreicht
  • insgesamt mindestens zehn Turniersiege
    auf der Pro Tour verbucht

Aufgrund dieser Leistung haben wir eine Statistik mit Karriereverlauf, Erfolgsbilanz und eine Übersicht aller Majorfinals für Phil Taylor erstellt.

Phil Taylor Karriere (PDF, 595 kB)

 Phil Taylor Anfänge und 1990er Jahre
 Phil Taylor 2000er Jahre
 Phil Taylor 2010er Jahre bis Gegenwart


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