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Darts1 bei der Premier Leagues Darts 2009 in Manchester und beim Players Championship sowie Qualifikationsturnier in Wigan 2009

Da Manchester und Wigan nur ein paar Kilometer voneinander entfernt sind, hatte ich dieses Jahr beschlossen die Premier League mit einem Pro Tour Wochenende zu verbinden. Die Premier League ist schon interessant, aber es lohnt sich nicht unbedingt für vier kurze Spiele extra nach England zu fliegen.

Ich war noch nie vorher in Manchester, es ist auch nicht unbedingt eine schöne oder an Sehenswürdigkeiten reiche Stadt. Manchester ist eine viktorianische Stadt, Marx und Engels haben hier studiert, weil gerade hier die Probleme der Industrialisierung sehr deutlich wurden. Heute ist Manchester eine sehr lebendige Stadt in der ein reges kulturelles Leben herrscht, und es ist sicherlich auch eine Stadt, in der man gut einkaufen kann. Die Innenstadt ist relativ klein und wird im Norden und Süden von Bahnhöfen begrenzt. Im Süden liegt Picadilly Station, ein moderner, sehr großer Bahnhof, an dem die ganzen Fernzüge ankommen, im Norden liegt Victoria Station, ein ziemlich altes Gebäude, sicher auch viktorianisch und mehr eine Art Lokalbahnhof und Endhaltstelle der Straßenbahn von Manchester.

Direkt an Victoria Station angebaut ist die MEN Arena, so benannt nach der kostenlos erhältlichen Tageszeitung Manchester Evening News. Auch der Haupteingang zur Arena befindet sich im Bahnhof, es gibt allerdings noch mehrere andere Eingänge und für mich als ortsunkundigen Besucher erwies sich das nicht gerade als übersichtlich. Von allen Eingängen aus landet man in einem endlos erscheinenden Foyer, von dem man in die einzelnen Sektionen der Zuschauerränge gelangt. Den Presseraum zu finden erwies sich als nicht ganz einfach, die Sicherheitskräfte vor Ort haben nichts mit der PDC zu tun. Sie waren alle freundlich und hilfsbereit, wussten aber auch nicht Bescheid. So bin ich das ganze endlos lange um den ganzen Zuschauerraum herumführende Foyer abgelaufen, habe es dann einfach mal probiert und dann auch den Presseraum in den Katakomben gefunden.

Die Arena war mit rund 6050 Zuschauern beinahe ausverkauft und die Stimmung gut. Eine vernünftige Sicht auf die Bühne zu haben ist in diesen großen Räumen nicht immer gewährleistet, aber die Zuschauerränge der MEN Arena sind in einem Halbkreis auf die Bühne ausgerichtet und man konnte von überall her die Bühne gut sehen. Die Zuschauerränge gehen verhältnismäßig steil nach oben. Daneben war auch der Raum vor der Bühne mit Tischen und Bänken bestuhlt, und in diesem Bereich befand sich auch der abgeteilte Bereich für die Familien. Dieser Familienbereich ist laut Dave Allen, dem Medienbeauftragten der PDC, sehr erfolgreich. Es sitzen nur Familien in diesem Bereich, und die Kinder werden nicht so sehr mit möglichen betrunkenen Rowdies konfrontiert und kommen auch recht gut an die Spieler heran, die ihnen gerne Autogramme geben.

Der Presseraum erwies sich als ein kleiner Raum in dem ein Fernseher aufgebaut war. Darin standen ein paar zum Teil recht klappriger Klapptische und ein paar Klappstühle. Bei den Premier League Abenden ist nicht allzu viel an Presse vertreten. Im Presseraum waren ein paar Leute der PDC, die Sprecher von Sky Sports, wenn sie gerade nicht kommentierten, einige jüngere Leute der Manchester Evening News und jemand von der BBC.

Eigentlich war es meine Absicht gewesen Mervyn King zu interviewen, nachdem dieser aber gleich im ersten Spiel von Raymond van Barneveld "demontiert" wurde, erschien King gar nicht erst im Presseraum, sondern verschwand sofort Richtung Hotel. Van Barneveld spielte ein sehr gutes Spiel und erhielt auch seine Konzentration bis zum Ende aufrecht, ganz im Gegensatz zu John Part, der nach seiner 5:1 Führung gegen Jelle Klaasen noch gehörig ins Schwitzen kam und sich nur mit harter Arbeit wenigstens einen Punkt sichern konnte. Jelle Klaasens 170er Finish hatte ihm Auftrieb gegeben und er holte sich verdient ein Unentschieden.

Terry Jenkins war bei seinem 5:8 gegen James Wade eindeutig von der Doppel-Schwäche Krankheit befallen und konnte einem auch nicht überragenden James Wade nicht die Stirn bieten. Zum Abschluss kam dann das Spiel, auf das viele der Zuschauer gewartet hatten: Wayne Mardle gegen Phil Taylor. Die Sympathien des Publikums lagen eindeutig bei Mardle, zahllose Zuschauer waren a la Hawaii gekleidet und hofften auf ein starkes Spiel von Mardle, aber wieder einmal unterlag er Phil Taylor, der nach leichten Anlaufschwierigkeiten doch noch überzeugen konnte. Das letzte Spiel hatte ich mir auch aus dem Zuschauerraum angesehen - die Zuschauer verfolgten gespannt das Spiel und die Enttäuschung über Mardle's Niederlage war fühlbar. Alle Zuschauer hatten innerhalb von zehn Minuten die Arena verlassen und ich hatte Mühe noch einen offenen Ausgang zu finden.

Den Freitag hatte ich sozusagen "frei", nach Wigan war es nur eine knappe halbe Stunde mit dem Zug, und ich konnte mich in aller Ruhe in Manchester umsehen. Manchester hat eine Kathedrale aus dem 15.Jahrhundert, in der ich mich längere Zeit aufhielt. Um die Kathedrale herum stehen auch noch ein paar alte Fachwerkhäuser und daneben ein ganz moderner Glasbau, in dem sich die Außenstation der BBC Manchester befindet. Schräg gegenüber gibt es ein nicht allzu hohes Riesenrad, vom dem aus man die Stadt bewundern kann. Dazu gibt es mehrere Einkaufszentren, ein chinesisches Tor, einen viktorianischen Fischmarkt und zwischen drin immer ruhige Plätze, oft mit Kirche.

Am Abend machte ich mich dann etwas fußlahm auf den Weg nach Wigan. Der Zug war übervoll, es gibt in England einen deutlichen Preisunterschied zwischen "Off-Peak" und "Peak" Tickets, also Tickets außerhalb des Berufsverkehrs und innerhalb des Berufsverkehrs und das war der letzte Zug zur "Off-Peak" Zeit. Wigan ist nicht unbedingt ein lohnendes Reiseziel, es hat lediglich ein recht modernes Sportzentrum aufzuweisen mit Fußball-Stadion, Arena und Tennis-Hallen, und in einem Teil der Tennis-Hallen fand das PDC Turnier-Wochenende statt. Direkt nebendran war am Samstag eine Katzenausstellung, der ich zusammen mit John MaGowan auch einen kurzen Besuch abstattete. Selbstverständlich habe ich mir am Samstag überwiegend das Players Championship angesehen.

Inzwischen sind ja bei solchen Pro Tour Events in Großbritannien keine Zuschauer mehr zugelassen, laut Dave Allen geschah das tatsächlich auf Wunsch der Spieler, denen es einfach zum Teil zu hektisch zuging, und die Spieler sind anscheinend auch mit der neuen Regelung sehr einverstanden. Jeder Spieler darf aber zwei Leute mitbringen, allerdings ist er, und das betonte Dave, dann auch dafür verantwortlich, dass sich diese Leute entsprechend benehmen.

Die Halle war trotz dieser Regelung am Samstag gut gefüllt und es war wie immer schwer, den Überblick zu behalten. Aber es ist einfach auch interessant, wenn man so viele Spieler sehen kann, zumal man während der Premier League die ganzen nicht beteiligten Spieler aus den Augen verliert. Am Samstag gab es schon in der Vorrunde (Preliminary Round) ein paar prominente Opfer: John Part, Gary Anderson und Paul Nicholson schieden gleich wieder aus. Auch die erste Runde ging an einigen Top Spielern nicht problemlos vorüber: Vincent van der Voort, Adrian Lewis, Ronnie Baxter, Gary Mawson, Terry Jenkins, Wayne Mardle und Mark Dudbridge konnten gleich wieder ins Hotel zurück.

Adrian Lewis war von Mensur Suljovic besiegt worden, Lewis hatte sich in diesem Spiel wieder einmal von seiner schlechten Seite gezeigt. Mehrmals beklagte er sich, dass er von Mensur mit dem Fuß getroffen wurde, während er darauf wartete zum Wurf zu kommen. Mensur streckt bekanntlicherweise seinen unbelasteten Fuß beim Werfen ziemlich weit nach hinten… Kein Mensch hatte Lewis gezwungen sich genau dort hin zu stellen. Ich habe nicht das ganze Spiel beobachtet, Lewis wurde dann anscheinend auch noch unverschämt, während sich Mensur glücklicherweise eher angespornt fühlte.

In der vierten Runde schaltete dann James Wade Raymond van Barneveld aus und war damit der einzige Premier League Teilnehmer, der noch im Rennen war. Aber auch Wade fiel an diesem Tag "unangenehm" auf: Im Viertelfinale hatte er das Pech auf den Lokalmatador Luis Blundell zu treffen und obwohl Zuschauer eigentlich nicht zugelassen waren, hatte es doch eine größere Gruppe seiner Fans geschafft, sich in die Halle zu schmuggeln. Diese schrien Blundell förmlich zum Sieg und ein wutschnaubender James Wade wurde von PDC Offiziellen Richtung Halleneingang verfrachtet…

Im Halbfinale machte dann Colin Llyod kurzen Prozess mit Luis Blundell, während der stark spielende Dennis Priestley Wayne Jones ausschaltete. Priestley sicherte sich in einem etwas einseitigen Finale gegen Colin Llyod den Sieg, eine beachtliche Leistung, zumal Priestley die letzten vier Spiele mehr oder weniger Nonstop absolvierte. Dadurch, dass er so ein langsamer Werfer ist, hatte er kaum eine Pause zwischen seinen Spielen und hielt sich immer an einem Energy-Drink fest.

Am Sonntag zum UK Regional Final war die Halle noch voller, es waren deutlich mehr Zuschauer und Teilnehmer. In den ersten Runden war es deshalb vollkommen unmöglich das Geschehen im Auge zu behalten. Die Preliminary Round fand ohne Top-Spieler statt, die stiegen alle erst in der ersten Runde ein und manche, wie Chris Mason, Anastasia Dobromyslova, Wes Newton, Kevin Painter und Gary Anderson, auch gleich wieder aus.

An diesem Tag blieb ich an John MaGowan dran, der wirklich einen guten Tag hatte und sich bis in die vierte Runde spielte, wo er wieder auf Wayne Jones traf, der ihn am Samstag gleich aus der ersten Runde geworfen hatte. Anschließend verschaffte ich mir erst einmal einen Überblick. Noch im Rennen waren, der mir vollkommen unbekannte, Paul Knighton, ein etwas rundlicher Herr, der an diesem Tag richtig in Schwung war und der schon Raymond van Barneveld und Barrie Bates besiegt hatte, bevor er im Viertelfinale gegen Kevin McDine ausschied. Dann waren noch Wayne Jones, Robert Thornton, James Wade, Jelle Klaasen, Wayne Mardle und Peter Manley dabei.

Im Halbfinale hieß es dann Kevin McDine gegen Robert Thornton und James Wade gegen Peter Manley. Die beiden jüngeren Herren, Kevin McDine und James Wade, zogen ins Finale ein, wobei Peter Manley sicher trotzdem ganz zufrieden war, so einen guten Tag hatte er schon lange nicht mehr gehabt und auch Robert Thornton hatte wieder einmal gezeigt, dass er sehr stark ist. Das Finale wurde dann ohne größere Probleme von James Wade dominiert, der seinen Wutausbruch überwunden hatte.

Mein Interview Opfer, Mervyn King, hatte beide Tage gut gespielt. Aber am Samstag wollte er nicht mit mir reden, weil es ihm zu kurz vor seinem ersten Spiel war und am Sonntag hatten wir eigentlich eine Verabredung am Ende des Turniers, aber Mervyn King war plötzlich verschwunden, obwohl ich ihn noch kurz vorher gesehen hatte und er gerade am gewinnen war. Aber er hatte wohl plötzlich heftige Migräne bekommen, das Spiel einfach abgebrochen und war gegangen… Dafür hatte ich ein eigentlich nicht geplantes Interview mit Terry Jenkins im Gepäck, man kann sich wirklich sehr gut mit ihm unterhalten. Das Gespräch mit Mervyn King wird nachgeliefert ...

Premier League Darts - Geschichte
Jahr Sieger E Finalist Preisgeld Sponsor
2017 v 725.000 Betway
2016 M. van Gerwen 11:3 Phil Taylor 725.000 Betway
2015 Gary Anderson 11:7 M. van Gerwen 700.000 Betway
2014 R. van Barneveld 10:6 M. van Gerwen 550.000 Betway
2013 M. van Gerwen 10:8 Phil Taylor 520.000 McCoy's
2012 Phil Taylor 10:7 Simon Whitlock 450.000 McCoy's
2011 Gary Anderson 10:4 Adrian Lewis 410.000 888.com
2010 Phil Taylor 10:8 James Wade 410.000 Whyte&MacKay
2009 James Wade 13:8 Mervyn King 405.000 Whyte&MacKay
2008 Phil Taylor 16:8 James Wade 340.000 Whyte&MacKay
2007 Phil Taylor 16:6 Terry Jenkins 265.000 Holsten
2006 Phil Taylor 16:6 Roland Scholten 167.500 Holsten
2005 Phil Taylor 16:4 Colin Lloyd 150.000 888.com
E=Endstand
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