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Ziele statt Druck


Ziele statt Druck

Handeln, wenn der Druck groß genug ist? Besser: gute Ziele suchen! Aber was sind gute Ziele?

Hallo und willkommen, schön, dass Sie wieder mit dabei sind. Mein Name ist Stefan Frädrich und in diesem Motivationspodcast geht es um die verschiedensten Themen rund um unseren inneren Schweinehund, den ich Günter nenne.

Beim letzten Mal ging es um das Thema "Wollen". Was will ich, warum will etwas, warum will ich etwas nicht? Wir haben das Lust-Schmerz-Prinzip kennengelernt. Wir haben ein paar Tipps und Tricks erfahren, wie man seinen eigenen Willen stärken kann. Dafür hatten wir unter anderem ein paar spannende Fragen gestellt, die einem zeigen, in welche Richtung man handeln sollte.

Aber vielleicht hat sich der eine oder andere von Ihnen gedacht, das ist überhaupt kein Problem. Ich muss mein Wollen, meinen Willen überhaupt nicht stärken, ich warte einfach immer ab, bis der Druck groß genug wird. Wenn der Schmerz zu intensiv wird, dann werde ich schon ins Handeln kommen.

Stellen Sie sich vor, Sie haben gerade ein wichtiges Projekt. Sie finden das eigentlich zu anstregend, also nicht Sie, sondern Günter. Dann warten Sie einfach ab, bis es dringend wird, bis Sie eins auf die Mütze kriegen, wenn Sie nicht endlich in Schwung kommen.

Was passiert? Bevor er eins auf die Mütze kriegt, sagt Günter, "Komm, schnell ins Handeln kommen". Also wieder Lust-Schmerz-Prinzip. Oder aber, Sie sollten auch endlich das Rauchen aufhören, und Sie haben eine furchtbare Angst davor. Denn Sie wollen ja auf Nichts verzichten. Deswegen warten Sie einfach ab, bis Sie eine Lungenentzündung kriegen, oder bis der Onkel Doktor mit ganz ernster Miene zu Ihnen sagt, "Jetzt ist endlich Zeit".

Übrigens, es geht viel leichter, mit dem Rauchen so aufzuhören, bevor man eine schlimme Krankheit hat. Oder aber das Prinzip, morgens im Bett liegenzubleiben, weil es so schön kuschelig warm ist und der Tag nichts Schönes verspricht. Dann warten Sie einfach, bis die Blase voll genug wird, das wird Sie schon rauskatapultieren und in Ihren Tagesablauf hinein.

Das Problem bei all diesen Beispielen ist, dass Sie Ihr Leben nicht selbst bestimmen. Sondern Sie warten darauf, dass entweder Umgebungsfaktoren sagen, "Jetzt wird es endlich Zeit zu handeln", oder dass Ihnen das Schicksal sagt, "Jetzt wird endlich Zeit zu handeln". Das heißt, Sie sind passiv, der Außenwelt gegenüber abhängig, und Sie müssen trotzdem handeln. Sie müssen ohnehin Handeln, Sie kommen überhaupt nicht darum herum. Nur, wann Sie das tun, das bestimmen nicht mehr Sie selbst, sondern das bestimmen andere.

Übrigens werde ich auf das Prinzip Schicksal und das Prinzip Fremdbestimmung im Laufe dieser Podcasts noch ein wenig intensiver zu sprechen kommen. Wenn man so lebt, wenn man eine gewisse Zeit lang so lebt, dann lernt man gegenüber der Umwelt eine gewisse Hilflosigkeit. Je öfter man ein Verhalten wiederholt, desto mehr gräbt es sich in unser Nervensystem ein. Das kann man auch biologisch feststellen, dass die Nervenverbindungen zwischen Nerven, die immer wieder miteiander verbunden werden, also die immer wieder aktiviert werden, dass diese Nervenverbindungen fester werden. Während Nervenverbindungen, die nicht aktiviert werden, dass die mit der Zeit ein bisschen verkümmern.

Es gräbt sich in unser Gedächtnis ein, was ich mache. Man sagt auch, achte auf Deine Gedanken, sie werden zu Deinen Worten. Achte auf Deine Worte, sie werden zu Deinen Taten. Achte auf Deine Taten, sie werden zu Deinen Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, Sie werden zu Deinem Charakter. Achte auf Deinen Charakter, er wird Dein Schicksal. Diese schlauen, alten Sinnsprüche haben etwas für sich, denn wir wissen mittlerweile sogar, dass es neurobiologisch richtig ist.

Das, was ich denke, das tue ich, das was ich tue, da schleife ich gewisse Gewohnheiten ein, und diese Gewohnheiten führen zu meinem Leben. Besser wäre es, nicht zu warten bis ein Problem kommt. Beim Autofahren achtet man schließlich auch auf die Tankfüllung und tankt nicht erst, wenn das Auto stehen bleibt. Wichtig wäre es, von vornherein aktiv zu handeln und zwar so zu handeln, wie man das selbst für richtig hält.

Am besten geht das mit den richtigen Zielen. Wenn gute Ziele da sind, braucht Günter keinen Druck zur Motivation. Man muss dann auch keine Grenzen austesten, weil man schließlich nicht nötig hat, dass man zunächst mit der Schnauze vor die Wand läuft, bevor man feststellt, hier ist eine Grenze. Sondern man hat von vorne herein einen Plan im Kopf, in welche Richtung das Leben gehen soll.

Wenn Günter trotz dieser Ziele nicht handeln will, wenn er sich dagegen sträubt, dann passen diese Ziele womöglich nicht. Jetzt fragen Sie sich vermutlich, was sind denn gute Ziele. Dafür gibt es ganz einfache Erklärungen. Gute Ziele haben bestimmte Kriterien. Gute Ziele müssen spezifisch sein, sie müssen messbar sein, authentisch, realistisch, terminiert, ökonomisch, möglichst groß und ethisch.

Das ist für Günter jetzt ein wenig abstrakt, deswegen machen wir es konkret. Ein gutes Ziel ist spezifisch. Stellen Sie sich vor, Sie wollen mehr Sport machen. Was nützt das Günter? Günter will nicht mehr Sport machen, er will genau wissen, welchen Sport. Wollen Sie joggen, wollen Sie Tischtennis spielen, wollen Sie Gymnastik machen?

Ein gutes Ziel ist messbar. Warum sollten Sie mehr Geld verdienen? Günter will wissen, wieviel Geld, wieviel genau? Schwammigkeit, das verwirrt Ihren inneren Schweinehund.

Ein gutes Ziel ist authentisch. Also agenommen, Sie wollen eine gute Arbeit machen, aber Sie hassen Ihren Job. Dann sagt Günter, "Das klappt nicht, da habe ich keinen Bock drauf". Also warum nicht etwas arbeiten, was besser zu Ihnen passt?

Ein gutes Ziel ist realistisch. Stellen Sie sich vor, Sie wollen in zwei Wochen ein Buch schreiben. Sie wollen in kürzester Zeit ein riesen, riesen Projekt machen. Günter ist nicht blöde, er sagt, "Warum sich dafür anstrengen, das schaffst Du sowieso nicht". Es scheitert wieder die Handlung, weil das Ziel nicht realistisch war.

Ein gutes Ziel ist terminiert. Sie wollen bald etwas in Ihrem Leben verändern. Sie wollen sich bald eine neue Wohnung suchen, sie wollen bald Ihr großes Projekt starten. Wann genau ist denn bald? Wann fangen Sie an? Wann sind Sie damit fertig? Günter braucht klare Ansagen.

Ein gutes Ziel ist ökonomisch. Wenn Sie für eine Woche all-inklusive-Urlaub auf Mallorca extra spanisch lernen wollen, dann ist das vielleicht ein hehres Ziel, aber Günter wird Sie dabei sabotieren. Er wird ganz genau wissen, dass Sie diese Zeit besser nutzen können. Der Gewinn, für diesen Aufwand, den Sie betreiben müssen ist viel zu gering.

Ein gutes Ziel ist möglichst groß. Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein bisschen gesünder leben, sie wollen ein bisschen abnehmen. Schwierig sobald wieder Faulheit, Fett und Fluppen winken. Ich kenne etliche Menschen, die ein Riesenproblem damit haben, drei Kilogramm abzunehmen. Sie haben 20, 30 Kilo Übergewicht und sagen, zwei, drei Kilo weniger, das wäre schon schön. Quatsch, das motiviert doch überhaupt gar nicht. Ich kenne sehr viele Menschen, die es geschafft haben, wirklich viel abzunehmen, indem sie gesagt haben, "Ich nehme jetzt 20 Kilo ab, ich nehme 30 Kilo ab". Wenn jetzt ein Hinderniss vor dem Ziel auftaucht, dann ist das Ziel immer noch so groß, dass ich es trotz des Hindernisses erkennen kann. Wenn das Ziel viel zu klein ist und dann ein klitzekleines Hinderniss kommt, ist das Hinderniss größer als das Ziel, es versperrt mir die Sicht.

Oder ich mache eine Fortbildung, um von meiner kleinen Stelle A an meine Stelle B zu kommen. Nein, ich kenne Menschen, die sagen, "Ich mach jetzt den Betriebswirt, ich mach jetzt diese oder jene große Fortbildung. Ich möchte Auswandern, ich möchte einen großen Markt erobern. Und dann, wenn dieses Ziel groß genug ist, kommt auf einmal der innere Antrieb, dieses große Ziel erreichen zu wollen.

Ein gutes Ziel sollte ethisch sein. Das heißt, es sollte den eigenen persönlichen Werten entsprechen. Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein guter Verkäufer sein, aber Sie halten Ihr Produkt für grottenschlecht. Sie halten Ihr Produkt für eines, das man besser nicht kaufen sollte. Was wird nun passieren? Jetzt kommt Günter und sagt, "Kollege ist nicht so in Ordnung, Kollegin, das kannst Du doch nicht wirklich empfehlen." Unterm Strich verkaufen Sie schlecht, denn Sie haben einen handfesten Wertekonflikt. Ich muss nicht extra betonen, dass das ein Grund ist, warum viele Menschen beim Verkauf Motivationsprobleme haben, weil Sie sich entweder nicht mit Ihrem Produkt identifizieren können, oder weil die Firma, in der sie arbeiten, das ein oder andere Verhalten an den Tag legt, was die Motivation oder was die Identifikation mit der Firma oder den Produkten wirklich schwer macht.

Liebe Hörerinnen, liebe Höhrer, kann es sein, dass Günter jetzt klarer wird, warum er das eine Mal motiviert ist, und das andere Mal nicht? Versteht Günter jetzt, warum manche Projekte wie von selbst zu klappen scheinen, während andere irgendwie zu schwer sind? Ich glaube, wir sollten uns mit den richtigen Zielen bald noch etwa genauer befassen. Sicherlich werden wir auf dieses Thema im Laufe der nächsten Podcasts noch etwas expliziter zu sprechen kommen. Wir werden in die ein oder anderen Tiefen und Strukturen von dieser Zielfindung hinabtauchen.

Deswegen, hören Sie wieder rein, hören Sie wieder rein in den nächsten Schweinehunde Motivationspodcast, ich sage tschüss bis zum nächsten Mal, herzliche Grüße, Ihr Stefan Frädrich.


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