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Das Lust-Schmerz-Prinzip


Schweinehunde im Gespräch

Wie kommt unser Wille zustande? Und wie können wir ihn gezielt steuern?

Hallo und willkommen, schön, dass Sie wieder reinhören. Mein Name ist Stefan Frädrich und im heutigen Motivationspodcast besprechen wir, wie unser innerer Antrieb zustande kommt. Wie vor allem unser Wollen zustande kommt. Wir werden sehen, dass es sehr stark mit einem Prinzip zusammenhängt, welches jeder von Ihnen kennt, und zwar das sogenannte Lust-Schmerz-Prinzip.

Warum ist es so wichtig, dass wir uns auf das Wollen konzentrieren? Ganz einfach, wir hatten das letzte Mal herausgefunden, dass jede Handlung von drei Faktoren abhängt, und zwar vom Wollen, vom Können und vom Dürfen. Und wir hatten herausgefunden, dass wenn ich an einer dieser Ebenen anfange, dass sich das dann positiv auf die anderen Ebenen auswirkt. Das heißt, wenn ich an einer dieser drei Ebenen nicht ins Handeln komme, dann bleibe ich ganz untätig, weil ich mich so fühle, als stünde ich vor einem riesigen Berg, vor einer Aufgabe, die ich niemals bewältigen kann. Eine Möglichkeit diesen Berg überhaupt anzugehen, ist, an dieser Wollens-Schraube zu drehen, also seinen eigenen Willen die Aufgabe zu bewältigen, diesen Willen zu stärken.

Wie geht das, oder besser gesagt, warum geht das häufig nicht? Ganz einfach wegen unseres inneren Schweinehundes. Ich hatte Ihnen Günter vorgestellt, Günter unseren inneren Freund, unseren inneren Schweinehund, in unserem Kopf, der uns eigentlich nur beraten möchte und der eigentlich nur will, dass es uns gutgeht. Also, Günter, unser inneres Selbstgespräch. Und Günter ist häufig der Grund, warum wir nicht tun, was wir eigentlich tun sollten. Denn Günter, der berät uns mit Sprüchen wie, "Aller Anfang ist schwer", "lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach", "Finger weg, das gibt Ärger" usw. Das heißt, Günter will uns eigentlich nur vor Frust bewahren und dadurch verhindert er, dass wir ins Handeln kommen. Das Handeln aber wiederum ist wichtig, damit wir überhaupt einen Erfolg haben. Sie sehen, so beißt sich die Katze in den Schwanz.

Was bedeutet das unter dem Strich? Das bedeutet einfach nur, dass wir uns mit unseren eigenen Gedanken die Kraft rauben, die wir eigentlich fürs Handeln brauchen. Und wenn wir nicht ins Handeln kommen, haben wir keinen Erfolg. Wir müssen uns überlegen, wie wir das anstellen, dass wir uns lieber mit Kraft versorgen, anstatt uns die Kraft per Gedanken zu nehmen.

Warum gibt uns Günter so oft die falschen Tipps? Ganz einfach, weil er das Lust-Schmerz-Prinzip falsch anwendet. Alles was Menschen und Schweinehunde tun, tun sie entweder um Schmerz zu vermeiden oder um sich gut zu fühlen. Beispiel: Warum widerspricht man dem Chef nicht, selbst, wenn er mal Blödsinn redet? Weil es dann Ärger gibt, begründet Günter. Warum ißt man gerne Eis? Weil es gut schmeckt. Genau das ist das Lust-Schmerz-Prinzip. Einerseits versucht man, sich so gut wie möglich Probleme, also Schmerz, vom Hals zu halten. Auf der anderen Seite versucht man immer, es sich immer gut gehen zu lassen, also Lust zu gewinnen.

Das bedeutet, dass Günter alle möglichen Handlungen durch diese zwei Brillen betrachtet. Nummer eins, könnte es wehtun und Nummer zwei, könnte es Spaß machen? Was ist besser, eine Aufgabe schnell zu erledigen oder sie hinauszuzögern. Dann ruft Günter natürlich, "hinauszögern". Klar, will unser innerer Schweinehund Anstrengungen, also Schmerz, eine Weile verhindern und dabei möglichst lange das Glück des Faulenzens, also Lust erleben.

Aber man kann es auch anders herum betrachten. Ist es nicht unangenehmer, eine lästige Pflicht vor sich zu haben als hinter sich? Sind nicht die meisten Aufgaben weit weniger anstrengend als gedacht, wenn man sie einmal angefangen hat? Ist es nicht ein herrliches Gefühl am Ziel zu sein? Und dann sagt Günter, "Sicher", und er grunzt kleinlaut.

Die spannende Frage ist also, was bewertet Günter als Lust, und was bewertet Günter als Schmerz, und warum eigentlich? Stellen wir uns einmal ein großes Problem vor, irgendein Problem, vor dem jeder von uns steht. Überlegen Sie sich ein Problem, dass Sie gerade zu lösen haben. Was ist für Sie Lust, was ist für Sie an diesem Problem Schmerz? Das Problem zu lösen oder es hinauszuzögern? Oder aber als nächster Schritt, vielleicht ist sogar die Betrachtung des Ganzen als Problem auch schon wieder das Problem an sich. Denn Sie wissen ja, Günter ist sehr sensibel, was den Umgang von verschiedenen Worten oder Formulierungen betrifft. Vielleicht sehen wir ein Problem lieber als eine Herausforderung, als eine spannende Aufgabe. Sie merken schon, alleine durch die andere Betonung, die andere Formulierung verändert sich das Gefühl dem Problem gegenüber, was ja gar kein Problem ist, es ist eine Herausforderung, das ist etwas Spannendes, es könnte auch ein Abenteuer sein.

Also, anscheinend kann man alles Mögliche auf dieser Welt für richtig halten, vorausgesetzt, Günter findet dafür plausible Gründe. Porsche fahren, wer von Ihnen mag Porsche? Die einen werden jetzt denken, super Design, geniales Fahrgefühl, super. Andere sagen, Klimakiller, Abgaswerte, viel zu teures Auto, Bonzenkarre, und ich bin doch kein Schickimicki-Typ. Oder aber, den Traumpartner ansprechen. Dann sagt der eine von Ihnen im Kopf vielleicht, wer wenn nicht Du, jetzt oder nie. Der andere der sagt, doch lieber stumm bleiben, den kriegst Du sowieso nicht, und jetzt erst recht nicht.

Also, je nachdem, auf welche Gründe sich Günter konzentriert, tut man schließlich das eine oder das andere. Man liebt Porsche oder nicht, man flirtet oder schmachtet, man zögert eine Aufgabe hinaus oder man erledigt sie. Und man hat dafür lauter gute Gründe.

Was ist Lust wirklich? Was ist Schmerz wirklich? Denn Günters Bewertungen scheinen manchmal Probleme zu machen. Etwa, wenn man unangenehme Pflichten aufschiebt, das Falsche tut, oder sich selbst in Gedanken den Mut nimmt. Dabei will uns Günter mit seinen Ratschlägen eigentlich nur helfen, ein netter Schweinehund.

Jetzt eine Übung. Suchen Sie ein Projekt heraus, ein wirklich großes, wichtiges Projekt, das Sie seit langem vor sich herschieben. Jetzt überlegen Sie sich, mit welchem Schmerz verknüpfen Sie dieses Projekt? Mit welchem Schmerz verknüpfen Sie das Anfangen von diesem Projekt? Was würde es bedeuten, wenn Sie das wirklich durchzögen, dieses Projekt? Vielleicht das Loslassen von Altem, oder haben Sie Angst vor Neuem? Haben Sie Angst vor Misserfolg? Vielleicht haben Sie sogar Angst vor Erfolg, weil sich dann gewisse Dinge in Ihrem Leben verändern würden? Haben Sie Angst vor Schmerzen? Haben Sie Angst vor Verlust, vor Verzicht? Was ist es?

Dann gehen Sie diese Übung einen Schritt weiter, machen Sie einen Perspektivwechsel. Welche Lust könnte es Ihnen bereiten, das Projekt endlich anzugehen? Was würde das für Sie bedeuten? Vielleicht Stolz, vielleicht Erfolg, vielleicht auch nur einen freien Kopf, und der ist ja auch schon ein super Gefühl. Also, drehen Sie Günters Blick einfach nur einmal in eine andere Richtung. Fragen Sie sich ganz ehrlich. Was würde ich tun, wenn es mir leicht fiele? Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte? Was würde ich tun, wenn ich wüsste, dass ich auf jeden Fall Erfolg hätte? Was könnte Schlimmes passieren, wenn alles beim Alten bliebe? Was hat mich meine bisherige Bequemlichkeit bereits gekostet? Was wird es mich noch kosten, wenn ich nicht endlich in Schwung komme? Was könnte ich erreichen, wenn ich täte, was ich eigentlich für richtig halte? Und ganz wichtig, was könnte ich dabei Spannendes erleben? Denn Sie wissen ja, der Weg ist das eigentliche Ziel. Und wenn wir uns irgendwelche Aufgaben zutrauen, wenn wir zu einem schönen Ziel unterwegs sind, dann erleben wir die schönsten Abenteuer unseres Lebens. Im Nachhinein erzählen wir immer, ja, da haben wir das erlebt, da haben wir jenes erlebt, da haben wir das so und so gemacht. Und die ganzen Anstrengungen, die sind im Nachhinein meist vergessen. Das was zählt, ist das Projekt, und was zählt, ist, dabei gewesen zu sein.

Konzentrieren Sie sich auf die Lustgründe, auf die Gründe, die Sie in Richtung Handlung treiben, die wie ein Magnet dafür sorgen, dass Günter Ihnen bald helfen möchte, denn dann sagt er Sprüche, wie "Los jetzt endlich, runter von der Coach und tu es endlich. Wer wenn nicht Du? Wann wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier? Los geht's!"

Wenn Sie das so machen, wenn Sie Ihren Gedanken, Ihre Perspektive gezielt verändern, dann hilft Ihnen Ihr innerer Schweinehund. Sie versorgen sich mit neuer Kraft, und zwar nicht von außen, nicht durch Doping, nicht durch gutes Zureden von Ihren Freunden, sondern ganz von selbst, nur durch Ihre eigenen Gedanken.

Und wenn Sie sich mit weiteren Tipps versorgen wollen, dann hören Sie einfach wieder rein, zum nächsten Motivationspodcast, ich sage tschüss, bis zum nächsten Mal, herzliche Schweinehundegrüße, Ihr Stefan Frädrich.


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