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Können, wollen, dürfen


Kleiner Schweinehund

Lernen Sie die Voraussetzungen für erfolgreiche Handlungen kennen!

Hallo und willkommen, schön, dass Sie wieder mit dabei sind. Mein Name ist Stefan Fädrich und im letzten Motivationspodcast hatte ich Ihnen Günter vorgestellt. Günter unseren inneren Schweinehund, die Metapher für unser inneres Selbstgespräch, das eigentlich nur will, dass es uns gut geht. Das Problem bei Günter ist allerdings, dass er denkt, dass wir faul sind, dass wir genauso schweinehundefaul sind wie er. Deswegen will er uns vor unnützer Mühe beschützen, vor allem, wenn wir etwas Neues tun wollen, oder etwas tun sollen, das ein wenig anspruchsvoller ist als unsere üblichen Tätigkeiten. Dann sagt uns Günter öfter mal, "Lass es sein, viel zu anstrengend, immer mit der Ruhe, das kriegst Du morgen irgendwie noch geregelt, machs heute lieber nicht". Günter verhindert also, dass wir ins Handeln kommen. Das Problem ist dabei nur, die meisten Erfolge dieser Welt muss man sich aktiv erarbeiten. Ohne, dass man irgendwie in Schwung kommt, ohne dass man seinen Hintern hochkriegt oder auch dass man sich das eine oder andere Mal überwindet und etwas Unangenehmes tut, kommen keine Erfolge zustande.

Und diese Handlungsbereitschaft wieder, wenn ich das wissenschaftlich betrachte, oder wenn ich das mal theoretisch abstrakt auseinanderdrösel, dann kommt die Handlungsbereitschaft von drei Faktoren. Faktor Nummer eins, die Motivation, die Handlungsmotivation, also der innere Antrieb etwas tun zu wollen. Faktor Nummer zwei, die Handlungskompetenz, also das was ich tun soll, das muss ich ja auch irgendwie tun können, weil sonst macht das recht wenig Sinn. Und Faktor Nummer drei, die Umgebungsfaktoren, die müssen nämlich auch stimmen, denn ich muss ja das, was ich handeln soll, was ich handeln will, auch tun dürfen. Wenn meine Umgebung mir das verhindert und wenn meine Umgebung sagt, das geht hier nicht, dann komme ich nicht ins Handeln. Also ganz einfach heruntergebrochen, Handeln hängt von drei Faktoren ab, erstens vom Wollen, zweitens vom Können und drittens vom Dürfen.

Konkretes Beispiel Diät. Angenommen Sie sollen eine Diät machen, Ihr Partner verlangt das von Ihnen, Ihr Arzt verlangt das von Ihnen, Sie haben aber keine Lust darauf. Was werden Sie tun? Sie werden vielleicht eine gewisse Zeit vortäuschen, dass Sie sich anders ernähren. Sie werden die ein oder andere Schokolade links liegen lassen. Aber unterm Strich werden Sie nach kurzer Zeit wieder in das alte Essverhalten zurückfallen. Denn Ihr innerer Schweinehund sagt Ihnen die ganze Zeit, "Hey komm, da ist eine leckere Pizza, da sind leckere Pommes, komm, machs doch einfach so wie vorher". Das heißt, die Handlung scheitert, weil Sie sie von Anfang an nicht tun wollten. Sie wollten es nicht umsetzen, was Sie umsetzen sollten.

Faktor Nummer zwei. Stellen Sie sich vor, Sie können keine Diät halten, weil Sie das Wissen dazu nicht haben. Sie wollen zwar eigentlich abnehmen, aber bislang sind Sie damit immer mit dem Kopf gegen die Wand gelaufen. Aber Sie haben versucht, sich etwas wegzunehmen. Sie haben sich selbst gesagt, "Das darfst Du nicht essen, und jenes darfst Du nicht essen". Unter dem Strich haben Sie einfach auf etwas verzichtet, und Ihr innerer Schweinehund hat die ganze Zeit über gelitten. Aber wenn unsere innere Stimme leidet, dann leidet ein Teil von uns selbst. Nach kurzer Zeit entwickeln wir Heißhunger, wir essen wieder so wie vorher. Auch wenn wir mal zwei, drei Kilo abgenommen haben, das vorherige Verhalten führt zu den vorherigen Ergebnissen. Das heißt, wir werden über kurz oder lang wieder das Ausgangsgewicht haben oder was noch viel schlimmer ist, in den Jo-Jo-Effekt hineinschlittern. Die Diät ist wieder gescheitert, die Handlung hat nicht funktioniert.

Faktor Nummer drei, das Dürfen. Stellen Sie sich vor, sie wissen, wie es geht, sie wollen es eigentlich auch, aber Sie dürfen es nicht. Weil entweder Ihre Familie sagt, "Du, pass auf, wenn Du Diät halten willst, dann kannst Du es gerne machen. Wenn Du Dich anders ernähren willst, bei uns kommt das alte Essen auf den Tisch. Oder aber in Ihrer Firmenkantine oder in den Restaurants, in denen Sie normalerweise essen, gibt es einfach nichts, was besser wäre als das alte Essen. Wozu führt das? Klar, Handlung wieder gescheitert. Das bedeutet, dass ein Erfolg immer dann zustande kommt, wenn diese drei Faktoren zusammenkommen. Wenn Sie wollen, wenn Sie können und wenn Sie dürfen.

Ein anderes Beispiel. Das Produzieren eines Podcasts. Ich wusste zwar schon eine gewisse Zeit, dass es Podcasts gibt, aber ich bin ein furchtbarer Technikmuffel und ich hatte keine Ahnung, wie das geht. Das heißt, ich wollte keinen Podcast produzieren, weil ich schlicht nicht wusste, wie. Jetzt sagte unser genialer Webdesigner, Stefan, das ist gar nicht so schwer, ich schick ein Programm rüber. Gesagt, getan, ich habe mir durch dieses Programm durchgeklickt und ich habe gesehen, hey, so schwer ist es wirklich nicht. Das heißt ich habe jetzt an der Können-Schraube gedreht, ich habe mir jetzt zugetraut, einen Podcast technisch zu produzieren. Was ist passiert? Mein Wollen hat sich erhöht. Also dadurch, dass ich mit dem Können angefangen hatte, kam das Wollen hinterher.

Was jetzt noch fehlte, war der Faktor Nummer drei, das Dürfen, denn ich hatte kein Mikrofon. Das heißt, mir fehlte das technische Equipment. Was habe ich gemacht? Ich bin in den Technik-Fachhandel gegangen, habe mir ein Mikrofon gekauft und jetzt passte alles drei. Das Können, das Wollen und das Dürfen. Sie hören, ich produziere meine Podcasts. Das Beispiel mag vielleicht banal klingen, aber es zeigt etwas ganz Wichtiges. Es ist meistens gar nicht so wichtig, die Dinge perfekt zu machen. Einer dieser typischen Günter-Tricks ist der Perfektionismus. Günter sagt dann immer, "Hey, das musst Du erst richtig machen, Du hast noch nicht genügende Infos, es ist der falsche Zeitpunkt". Wichtig ist es häufig erst einmal anzufangen. Denn auch wenn man nicht genügend Infos hat, es die falsche Zeit ist, auch wenn man erst dieses oder jenes wissen muss oder wenn der innere Schweinehund sagt, "Du bist doch zu blöd dafür, das hast Du früher nicht gekonnt, das wirst Du in Zukunft auch nicht können". Die allerschlimmste Ausrede ist "Du bist nicht der Typ dafür, das kannst Du einfach nicht, Du bist kein Mensch, der dieses oder jenes einfach macht".

Das sind alles nur Ausreden des inneren Schweinehundes. Weil aber das eine das andere beeinflusst ist es wichtig, an einem dieser drei Ebenen einfach mal anzufangen. Beim Wollen, beim Können oder beim Dürfen. Denn wenn ich eine Ebene begonnen habe, dann werden die anderen Ebenen auch betroffen sein, mit der Zeit. Weil eines zum anderen führt. Das heißt, mit der Zeit habe ich einen Erfolg einfach nur, weil ich einmal irgendwo angefangen habe und weil dann A zu B zu C zu D und so weiter dazu kam und unterm Strich hat alles funktioniert.

Praktsich betrachtet, wie komme ich dazu, etwas zu wollen, was ich ursprünglich gar nicht will? Ganz einfach. Sie kennen den Spruch, der Appetit kommt mit dem Essen. Das kennen Sie alle noch aus der Schulzeit. Sie hatten niemals Lust auf die Hausaufgaben, aber wenn Sie einmal mit den Hausaufgaben angefangen haben, dann waren Sie nach kurzer Zeit mittendrin. Irgendwann einmal waren die Hausaufgaben vorbei, es hat funktioniert. Das heißt, einmal anfangen, dann kommt die Motivation von selbst hinterher. Diskutieren Sie nicht so viel mit sich selbst, machen Sie es einfach.

Faktor Nummer zwei, Können. Wo holen Sie die richtigen Informationen her? Aus Büchern, aus Seminaren, aus Fernsehsendungen, aus DVDs, aus dem Internet. Suchen Sie sich die richtigen Informationen zusammen oder fragen Sie Leute, die das, was Sie wissen wollen, bereits können oder die das bereits erfahren haben.

Faktor Nummer drei. Mit wem müssen Sie darüber reden, um das zu dürfen, was Sie tun wollen? Welche Umgebungsfaktoren können Sie wie beeinflussen? Fragen Sie sich, was kann ich tun, damit ich das darf?

Und jetzt kommt das eine zum anderen. Unterwegs werden die richtigen Informationen kommen. Dann lässt der Erfolg auch nicht mehr lange auf sich warten. Am Ende eines Projektes, Sie kennen das alle, sagt man, irgendwie war es eigentlich ganz leicht gewesen. Ich habe einfach das getan, dann kam das hinterher, dann kam das hinterher und irgendwann einmal flutschte das, wie von selbst.

Machen wir eine Übung. Setzen Sie sich hin, nehmen Sie sich eine Viertelstunde Zeit. Holen Sie sich ein weißes Blatt Papier und einen Stift. Überlegen Sie und schreiben dann einmal auf, welche Projekte Sie seit längerem vor sich her schieben. Erstellen Sie eine Liste. Sagen Sie, was ist es, was ich eigentlich seit Ewigkeiten tun sollte, seit Ewigkeiten tun will, aber was ich irgendwie nicht in Angriff nehme. Und dann gehen Sie jeden einzelnen Punkt auf Ihrer Liste durch und überlegen sich, wo die Engpässe liegen. Beim Können, beim Wollen oder beim Dürfen. Dann prüfen Sie, bei welchem Projekt, bei welchem dieser drei Punkte Sie ganz einfach anfangen könnten. Sie wissen ganz genau, das eine wird unterm Strich zum anderen führen. Dann die wichtigste Übungen. Suchen Sie sich bitte Ihr wichtigstes Projekt raus, suchen Sie sich ein Thema, was Ihnen wirklich am Herzen liegt. Dann fangen Sie einfach damit an. Am Können, am Wollen, am Dürfen, da wo Sie in Ihr großes Projekt eine Eingangstüre finden, fangen Sie einfach damit an.

Hören Sie bald mal wieder rein in meinen nächsten Podcast, ich sage tschüss bis zum nächsten Mal, herzliche Schweinehundegrüße, Ihr Stefan Frädrich.


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