Langzeitprojekte


Langzeitprojekte

Motivationsprobleme bei Langzeitprojekten? Cool bleiben! Manche Dinge müssen reifen.

Hallihallo, hier spricht Stefan Frädrich und gleich zu Anfang, Asche auf mein Haupt. Ich weiß, ich habe seit Ewigkeiten keinen Podcast mehr produziert. Das tut mir Leid, sorry, ich war einfach zu busy, ich war zu beschäftigt, es war zuviel los.

Was heißt das, zu beschäftigt? Mir waren zugegeben andere Dinge wichtiger als die Podcasts, obwohl ich immer wieder an die Podcasts gedacht habe, denn schließlich sind mir auch die Podcasts wichtig. Ich lebe vom Thema Motivation, ich lebe für das Thema Motivation und ich will hier natürlich auch Informationen weitergeben.

Es sind allerdings zwei verschiedene Dinge, die Podcasts sind Dauerprojekte, und die Dinge, die ich in der Zwischenzeit getan habe, waren eben viele, viele Kurzzeitprojekte, die kurzzeitig wichtiger gewesen sind. Wo ist der Unterschied?

Kurzzeitprojekt, Langzeitprojekt. Ein Kurzzeitprojekt ist meistens klar definiert. Man macht irgend etwas für einen bestimmten Zeitraum. Wenn man das Projekt in diesem Zeitraum beendet, dann hat man diesen oder jenen Profit, diesen oder jenen Erfolg. Also ein Buch schreiben, einen Vortrag halten, ein neues Produkt auf den Markt bringen. Ganz egal, Sie wissen in Ihrem Leben, was ist Ihr Projekt, was sind Ihre Projekte. Wäsche waschen kann ein Projekt sein, ist wichtig, ist ein Kurzzeitprojekt. Das Auto in die Waschanlage bringen kann ein Projekt sein. Eine langfristige Sache im Job anzugehen kann ein Projekt sein, Sie wissen, was ich meine. Diese Dinge sind zeitlich begrenzt, sie binden vor allem Energien.

Wenn man Energien bindet und bündelt, sich auf ein Projekt konzentriert, dann kommt meistens auch ein Erfolg heraus. Das ist eines der Erfolgsgeheimnisse von Menschen, die viele Dinge herauskloppen, viele Projekte, viele Erfolge feiern. Bündelung, Konzentration!

Ein Dauerprojekt, auf der anderen Seite ist etwas, wo man dauerhaft Energien reinsteckt, also immer wieder. Wo immer wieder Energien aus dem Alltag abfließen, ein paar Stunden tagtäglich für dieses Projekt aufgewendet werden, damit man dieses Projekt erfolgreich beendet oder immer wieder am Leben erhält. Die Kehrseite bei der Geschichte ist, hierfür ist Disziplin nötig. Wenn man etwas dauerhaft macht, dann muss das im eigenen Kopf immer wieder als so wichtig angesehen werden, dass es sich lohnt, dieses Projekt dauerhaft zu machen.

Sie wissen jetzt, worauf ich hinaus möchte, Disziplin ist nötig für den Aufbau von Routinen, von Spuren im Schnee. Es geht darum, dass der innere Schweinehund gewisse Dinge nicht als Anstrengung empfindet, sondern als Routine, als Gewohnheit. Wie dauerhaftes Joggen, dauerhaft richtige Ernährung, wie dauerhafte Fortbildung, wie morgens zu gewissen Zeiten immer wieder aufstehen. Wenn ich diese Routinen habe, wenn ich die aufgebaut habe, dann fallen sie mir leicht.

Mir fiel das Podcast machen zuletzt nicht mehr so leicht, weil ich lauter Einzelprojekte hatte, die mir wichtiger gewesen sind. Warum? Weil innere Schweinehunde einen Sinn brauchen in ihrem Handeln. Weil sie wissen müssen, warum sie etwas machen. Wenn Sie keinen Sinn in irgendeiner Handlung sehen, dann sehen Sie auch keinen Sinn darin, Routinen aufzubauen.

Und nun zum Sinn meiner gesamten Vorrede. Worum geht es mir? Ich habe nun einen Sinn wiedergefunden. Ich habe neue Informationen gesammelt in den letzten Wochen und Monaten und ganz verstärkt am letzten Wochenende. Diese Informationen haben mir gesagt, Stefan, du kannst noch so viele Dinge tun, es gibt soviele Ideen, die gerade in der Pipeline sind, wir bauen zum Beispiel eine neue Günter-Zeitung auf, alleine im Frühjahr wird es wieder zwei neue Bücher von mir geben, ich vernetze mich gerade sehr stark mit anderen Trainern, die sehr viele spannende Informationen auch weitergeben an andere Leute, die ich wiederrum auch gerne weitergebe, die sich für Günter interessieren, die sich für meine Sachen interessieren. Das heißt, es gibt wahnsinnig viele neue Ideen, viele neue Projekte.

Darüber möchte ich sprechen, denn darunter verstehe ich einfach eine Art Service-Dienstleistung, für Sie auch, die mir gerne zuhören, sprich ich möchte hier eine kleine Community um meine Günter Podcasts aufbauen. Und jetzt, was passiert, Sie ahnen es. Sobald ich einen Sinn habe, rutscht die Wichtigkeit wieder nach oben und weiter geht es mit den Podcasts. Jetzt sagt mein innerer Schweinehund, los geht's, wann machst Du endlich wieder weiter.

Leider erst jetzt, obwohl das anders geplant war, wie gesagt, ich wollte das ganze regelmäßig machen, hat nicht geklappt. Ergo, was kann ich daraus lernen? Ich lerne für mich, wie schon desöfteren in meinem Leben, dass perfekte Planung nicht immer möglich ist und auch, dass perfekte Planung nicht immer nötig ist. Denn, manche Projekte, manche Ideen müssen reifen, bevor man sie ernten kann.

Ich habe einmal den schlauen Spruch gehört, Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Ich finde, der hat was für sich. Betrachte ich mal die Idee, Podcasts zu produzieren als ein Gras. Es hat halt eine Weile gedauert, bis jetzt weiter gewachsen wird. In diesem Sinne ist es OK, wenn man Projekte manchmal in den Schubladen liegen lässt, wenn man eben regelmäßig in die Schubladen schaut. Das heißt nicht, eine Idee haben, in die Schublade schmeißen und dann nicht mehr draufgucken, das wäre doof. Das wäre so, als hätten Sie die Idee nie gehabt. Wenn Sie eine Idee haben, schreiben Sie die auf jeden Fall auch gleich auf. Sie wissen ja, Ideen kommen und gehen, wann sie wollen. Man sagt, Ideen sind wie Handwerker, sie kommen und gehen, wann sie wollen.

Schreiben Sie die auf, lagern Sie die irgendwo, machen Sie irgendwo Ihr eigenes Ideen-File, die eigene Ideen-Schublade, wie auch immer und gehen Sie die immer wieder von Zeit zu Zeit durch. Gucken Sie immer wieder rein und fragen sich, wäre das was, was du jetzt machen könntest. Und sie werden sehen, von Zeit zu Zeit gibt es Aha-Erlebnisse, es gibt Informationen, die sich in Ihrem Kopf verbinden werden. Dann fällt es Ihnen wie Schuppen von den Augen und Sie wissen, wie Sie Dinge angehen, die Sie vorher zwar als Idee gehabt haben, aber wo Sie keinen konkreten Plan hatten, wie Sie das machen sollten.

Das Leben ist ein Projekt, ein Prozess. Manchmal kommen die Informationen für bestimmte Projekte eben erst unterwegs, sammeln Sie diese Dinge unterwegs, und ganz wichtig, wenn die Motivation gestiegen ist, dann tun Sie es wieder. Die Aha-Erlebenisse führen zur Motivationssteigerung, das sollte jetzt zu einer Handlung führen. Und bis dahin, auch wenn Ihr Kalender sagt, mach endlich, manchmal müssen wir einfach cool bleiben und dann geht es irgendwann einmal wie von selbst weiter. In diesem Sinne, es geht weiter, auch mit diesen Podcasts, bis zum nächsten Mal, grüße an Ihren inneren Schweinehund, Ihr Stefan Frädrich.



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