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Günter, der innere Schweinehund


Günter, der innere Schweinehund

Lernen Sie Günter kennen, die innere Stimme in unserem Kopf, die uns immer wieder ins Leben pfuscht!

Hallo und willkommen, schön, dass Sie reinhören. Mein Name ist Stefan Frädrich und in meinem Podcast geht es um die verschiedensten Impulse rund um das Thema Motivation.

Hauptakteur ist Günter, der innere Schweinehund. Jetzt fragen Sie sich wahrscheinlich, warum mein innerer Schweinehund und zweitens, warum ausgerechnet Günter? Ganz einfach, erstens, der innere Schweinehund hat mit dem Thema Motivation an sich zu tun. Viele Menschen sagen, sie können ihren inneren Schweinehund nicht überwinden, wenn sie irgend etwas tun wollen, was ihnen schwer zu fallen scheint oder was ihnen neu ist. Dabei betrachte ich aber den inneren Schweinehund einfach als eine Metapher für unser inneres Selbstgespräch. Sie wissen ja, jeder Mensch redet in Gedanken mit sich selbst, wir kommentieren im Kopf permanent das, was uns passiert und je nachdem wie wir das tun, hält uns das im Leben nun auf oder es pusht uns nach vorne. Es behindert uns im tagtäglichen Leben oder es bewirkt, dass uns die Dinge einfach locker von der Hand gehen.

Ein kleines Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie müssen morgens aufstehen, wie machen Sie das? Sie haben jetzt entweder die Stimme im Kopf, "Los steh auf, heute wird ein schöner Tag", dann fällt es Ihnen leicht, aufzustehen. Oder sie haben die Stimme im Kopf, "Bleib lieber liegen, das Bett ist so schön kuschelig warm". Zwei unterschiedliche Situationen, Nummer eins, es ist Samstag, morgens, Sie haben gut ausgeschlafen, sie haben nichts zu arbeiten, aber Sie haben ein ganz spannendes privates Projekt vor, was sagt Ihnen jetzt Ihre innere Stimme? "Los raus in den Tag, heute darfst Du was Spannendes, was Schönes erleben". Fällt es Ihnen schwer aufzustehen? Nein, natürlich nicht. Jetzt müssten Sie Ihren inneren Schweinehund überwinden, wenn Sie im Bett liegen blieben. Zwei Tage später, es ist Montag, Situation Nummer zwei, stellen Sie sich vor, Sie haben einen Job, der Ihnen gerade keinen Spaß macht, Sie haben einen Chef mit dem Sie sich nicht vertragen oder Sie haben ein Projekt, dass viel zu schwer oder viel zu leicht für Sie ist, was Sie völlig unterfordert. Überforderung und Unterforderung, beides ist ja recht unangenehm. Und nun klingelt der Wecker, es ist irgendwie 6.30 Uhr morgens, was sagt jetzt Ihre innere Stimme im Kopf, nach einem wunderbaren Wochenende? Richtig, jetzt sagt die innere Stimme, "Hey, das ist so schön kuschelig warm, bleib lieber liegen". Was bedeutet das? Sie müssten jetzt inneren Schweinehund überwinden, um aufzustehen. Also unterm Strich heißt das, dass wir einfach nur in Gedanken das kommentieren, was uns gerade so tagtäglich passiert. Je nachdem ob wir mit dieser inneren Stimme handeln oder ob wir gegen die innere Stimme handeln, müssen wir unseren inneren Schweinehund überwinden oder eben nicht. Das bedeutet, der innere Schweinehund ist weder gut, noch schlecht. Der innere Schweinehund ist einfach nur ein Teil von uns selbst. Entweder ist dieser Teil von uns selbst jetzt motiviert, gewisse Dinge zu tun oder eben nicht.

Ein anderes Beispiel. Das Ansprechen eines fremden Menschen. Sie können in Gedanken entweder sagen, "Hey, Du bist gerade so unsicher, jemanden anzusprechen hat doch nie geklappt, oder was, wenn der irgend etwas doofes über Dich denkt"? Dann behindert Sie Ihre Stimme beim Ansprechen fremder Menschen. Oder Ihre innere Stimme sagt, "Los, Du willst etwas wissen von dem, das ist ein interessanter Typ, oder das ist ein potenzieller Kunde, los ran". In der zweiten Situation haben Sie kein Problem damit, jemanden anzusprechen. Das heißt, Nummer eins, warum reden wir immer von dem inneren Schweinehund, warum reden wir davon, den inneren Schweinehund überwinden zu müssen? Klar, wir müssen den inneren Schweinehund immer dan überwinden, wenn wir gegen unsere innere Stimme ankämpfen, also gegen das, wie die innere Stimme die Welt, und das, was uns so passiert, so kommentiert. Dabei ist die innere Stimme einfach nur ein Teil von uns selbst. Wenn wir gegen die innere Stimme kämpfen, dann kämpfen wir gegen uns selbst an. Deswegen fällt uns das schwer, und deswegen sprechen wir davon, den inneren Schweinehund überwinden zu müssen.

Frage Nummer zwei. Warum heißt der innere Schweinehund bei mir Günter? Ganz klar, ich betrachte die innere Stimme einfach als Teil von uns und damit als einen Freund, der unterm Strich einfach nur will, dass es uns gut geht. Und Freunde haben Namen, und ich finde, der Name Günter, der passt einfach hervorragend für einen inneren Schweinehund. Wem das jetzt zu abstrakt ist, machen wir es bisschen konkreter. Stellen wir uns wirklich vor, wir haben so eine Stimme im Kopf, einen kleinen Schweinehund, einen fieses Viech, was uns manchmal zurückhält, aber was es eigentlich ganz gut meint. Das heißt, Günter lebt in unserem Kopf und er bewahrt uns einfach vor allem Übel dieser Welt. Und immer, wenn wir etwas Neues lernen wollen, wenn wir uns anstrengen müssen, dann ist Günter zur Stelle und dann sagt er: "Lass das sein, das ist viel zu schwierig, mach das später, dafür bist Du zu jung, dafür bist Du zu alt, das kannst Du nicht, da bist Du zu krank dafür, da bist Du zu gesund dafür, da bist Du zu männlich, zu weiblich, Du hast noch nicht genügende Infos, es ist nicht der richtige Zeitpunkt", und so weiter, und so fort. Das heißt, er findet lauter Gründe, warum wir jetzt noch nicht ins Handeln kommen sollten. Vor spannenden Herausforderungen erklärt uns Günter sowieso: "Das schaffst Du eh nicht, das ist viel zu schwierig und bei Dir hat das ohnehin noch nicht funktioniert".

Das bedeutet, Günter ist faul und Günter denkt, dass wir genauso so schweinehunde faul sind, wie er. Deswegen will er uns einfach nur, wie das die Aufgabe von guten Freunden ist, vor unnützer Mühe beschützen. Das ist, wie gesagt, nett gemeint, aber leider nicht immer hilfreich. Denn seine Ratschläge führen uns manchmal in die falsche Richtung, oder die Tipps halten uns vom Handeln ab. Stellen Sie sich vor, Sie haben einen dringenden Termin, was sagt Günter? "Nur keinen Stress, immer mit der Ruhe, das schaffst Du schon noch, sonst kriegst Du ein Burnout-Syndrom. Das heißt, Günter bremst uns, bis der Termin versäumt ist. Oder mal nachdenken, bevor man handelt? Dann sagt Günter: "Hey, zerbrich Dir nicht unnötig den Kopf, das wird schon irgendwie schief gehen. Das hat schon vorher so einigermaßen geklappt, dann klappt das jetzt bestimmt auch irgendwie. Das heißt, Günter beschwichtigt uns und wir tun wieder das Falsche, obwohl wir es eigentlich besser wüssten, schade. Wir hören oft auf unsere innere Stimme, und treten trotzdem auf der Stelle. Sie merken schon, der innere Schweinehund ist mein Lieblingstier und mein Lieblingsforschungsobjekt, denn ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass, wenn man so eine Art Finetuning, so eine Art Gedanken-Finetuning mit diesem inneren Schweinehund macht, wenn man ihm die richtigen Tipps beibringt, dass einem dann im Leben vieles leichter von der Hand geht, als vorher oder als, wenn man sich nicht mit dem inneren Schweinehund beschäftigt hat. Insofern bin ich mir sicher, mit ein paar Schweinehunde-Tipps hilft uns die innere Stimme viel öfter als, dass sie uns vom Handeln abhält oder, dass sie Fallen stellt.

Sie wissen, es gibt grob zwei Menschentypen auf der Welt. Es gibt die Erfolgstypen, denen jeder Erfolg ganz locker aus der Hand zu fließen scheint, die sagen, alles easy, alles funktioniert. Die stehen morgens auf, die laufen motiviert durch den Tag, sie scheinen von einem Erfolg zum nächsten zu hüpfen. Auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die weniger erfolgreich sind, die vor einer Herausforderung scheitern, die vor der zweiten kneifen, bei der dritten Herausforderung sagen, das schaffe ich auch nicht. Die von Misserfolg zu Misserfolg schlittern. Der Unterschied zwischen Typ Nummer eins und Typ Nummer zwei liegt tatsächlich in der Art und Weise, wie sie in Gedanken mit sich reden. Für die große Masse zwischen den beiden Extremen gibt es immer noch bestimmte Situationen, in denen einen der innere Schweinehund aufhält. Das sind eigentlich die Klassiker, mit dem Rauchen aufhören, regelmäßig Sport treiben, man sollte regelmäßig lernen, sich im Job motivieren oder sich einen Job suchen, in dem man motiviert ist oder der lästige Kampf gegen das Übergewicht. Es gibt ganz viele Themen, in denen einem der innere Schweinehund ins tagtägliche Leben pfuscht.

Haben Sie auch einen inneren Schweinehund? Kennen Sie die eine oder andere Situation, wo Ihnen Ihre innere Stimme einen Strich durch die Rechnung macht? Wenn ja, dann sind Sie hier richtig. In diesem Podcast werden Sie im Laufe der Zeit verschiedenste Günter Prinzipien kennenlernen. Sie werden erfahren, wie man den inneren Schweinehund besser in den Griff kriegt.

Bevor wir damit anfangen, zunächst einmal eine Übung. Bitte identifizieren Sie Ihr eigenes inneres Selbstgespräch. Am besten achten Sie einmal einen ganzen Tag darauf, auf das, was Sie in Gedanken mit sich reden, wie Sie tagtäglich kommentieren, was Ihnen passiert. Fangen Sie gleich morgens damit an. Der Wecker klingelt, mit welchen Gedanken im Kopf stehen Sie auf? Sagen Sie "Liegen bleiben" oder sagen Sie "Yippiyayee, heute wird ein schöner Tag"? Mit welchen Gedanken betrachten Sie Ihr Spiegelbild? Sagen Sie "Da ist wieder eine Falte dazu gekommen" oder sagen Sie "Wow, Du siehst toll aus"? Wie begegnen Sie kleinen Herausforderungen tagsüber? Sagen Sie "Das wird wieder schwierig, das wird anstrengend" oder sagen Sie "Mmh, das wird spannend"? Kurzer Rede, langer Sinn, lernen Sie Ihr inneres Selbstgespräch kennen. Wo steckt da Ihr innerer Schweinehund dahinter? Und wenn Sie den kennengelernt haben und wenn Sie einigermaßen wissen, das ist er, da könnte er dahinterstecken, dann hören Sie wieder rein. Bis zum nächsten Schweinehunde Podcast, Ihr Stefan Frädrich.


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