Dartspieler im Fokus April 2018

Mal wieder ist ein Monat vergangen und damit ist es Zeit für den Spieler im Fokus. Hier stellen wir von Darts 1 Akteure der Dartszene vor, die sich auf den großen Bühnen möglicherweise erst selten auffallend gut präsentieren konnten und daher einer Mehrheit noch nicht sonderlich bekannt sind. Da wir in jenen Spielern aber durchaus Potential für mittelfristig richtig starke Ergebnisse sehen, geben wir ihnen mit dieser Kolumne jetzt schon das Rampenlicht, das sie verdienen.

Es gibt Spieler im Dartsport, die sich zu Anfang ihrer Karriere zunächst bei der BDO ausprobieren wollen. Dort sehen sie dann, ob sie auf gutem Niveau mithalten können und ob eine Karriere als Vollprofi im Rahmen des Möglichen liegt. Ein solcher Spieler steht in diesem Monat im Fokus. Er fing im Jahr 2012 bei der BDO an und stand schon ein Jahr später im Viertelfinale des World Masters. Nach seinem zweiten Platz bei der WM 2017 und dem Sieg bei den Finder Masters im gleichen Jahr, wechselte der Niederländer zur PDC. Die Rede ist natürlich von Danny Noppert.


Wer ist Danny Noppert?

An Silvester 1990 erblickte der junge Danny in Joure, im Norden der Niederlande, das Licht der Welt. Nachdem er mit 18 den Dartsport für sich entdeckte, bemerkte er schnell sein Talent und versuchte sich nur wenige Jahre später bei der British Darts Organisation. Dort schlug er direkt richtig ein. Bei seiner ersten Teilnahme am World Masters im Jahr 2013 holte er sich sechs Siege in Serie, schlug dabei unter anderem Jeffrey de Graaf und Dennis Nilsson, verlor erst gegen Daryl Fitton im Viertelfinale. In den folgenden Jahren entwickelte er sich stetig weiter und bewies mit dem Halbfinale bei den Zuiderdiun Masters 2015 sein Können. Nachdem er 2016 bei den Scottish Open mit einem 6:0-Finalsieg über Dean Reynolds seinen ersten größeren Turniersieg feierte, begann auch die richtig starke Zeit von Noppert. Auch in Deutschland holte er einen Turniersieg und beim Grand Slam 2016 überzeugte er erstmals gegen PDC-Akteure. Dort schlug er zunächst in der Gruppe Mensur Suljovic, erreichte das Achtelfinale und unterlag dort Gary Anderson trotz 100’er Average und einer Doppelquote von 69% mit 9:10.

Neben Glen Durrant galt er im Anschluss als einer der Favoriten auf den WM-Titel der BDO im Jahr 2017. Tatsächlich bestritten diese beiden auch das Finale, welches Noppert dann allerdings mit 3:7 verlor. Danny spielte bereits mit den Gedanken an einem Wechsel zur PDC, seine Resultate bei der BDO waren in dem Jahr dann aber nicht mehr ganz so stark. Bis zu den Finder Masters. Dort gewann er seine Gruppe und spielte sich bis ins Finale, welches er mit 5:3 gegen Jim Williams gewann. Es war sein erster großer Titel und für ihn das Zeichen den Schritt in Richtung Profiverband zu wagen. Dort holte er sich die Tour Card und legte einen durchaus respektablen Start hin. Bei einem UK Open Qualifier kam er ins Viertelfinale, drei Mal erreichte er bis heute das Achtelfinale von Players Championship Turnieren. Zudem qualifizierte er sich für die ersten drei European Tour Events und überstand dort auch jedes Mal die erste Runde. An diesem Wochenende hatte er mit Michael van Gerwen in der zweiten Runde einen zu dominanten Kontrahenten um sich durchzusetzen.

Prognose

Bei der British Darts Organisation hat er sein Können unter Beweis gestellt, dass er auch mit den ganz großen Namen mithalten kann zeigte er beim Grand Slam 2016. Als vielleicht unterschätzter Spieler der BDO ist das allerdings auch etwas einfacher, man hat weniger Druck. Nun ist er Teil des Profiverbandes und hat einen soliden Start hingelegt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat er sich gefestigt und verbessert sich stetig. Die durchaus guten Ergebnisse auf der European Tour sind nur der Anfang, schon bald wird er dort auch mal die dritte Runde erreichen und auf den kleinen Bühnen kann er indes schon weiter Erfahrungen sammeln und die großen Namen ärgern. Er konnte dieses Jahr auch bereits Spieler wie James Wade, Peter Wright und Michael Smith bezwingen. Sollte er so weitermachen, wird er sich wohl am Ende des Jahres auch für die erste PDC-WM seiner Karriere qualifizieren, wo er je nach Auslosung auch für einige Überraschungen sorgen kann. So oder so, ist er ein Spieler für die Top-16 in den nächsten zwei bis drei Jahren. Ob es so kommt, wir werden sehen. Bis dann!

Tobias Gürtler

Danny Noppert Porträt



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