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Dartspieler im Fokus Mai 2018

Ein neuer Monat, ein neuer Spieler im Fokus. In dieser noch immer relativ frischen Rubrik auf unserer Website wollen wir von Darts 1 ein paar Spieler in den Mittelpunkt rücken, die in mittel- oder langfristiger Zukunft für uns das Potential haben, zu den Top-Akteuren der Szene zu gehören. Allerdings wählen wir dafür Spieler, die es bisher noch nicht so oft geschafft haben, auch auf den großen Bühnen oder vor vielen Kameras zu überzeugen.

Manchmal bleiben Spieler nicht aufgrund eines Titelgewinns oder eines 9-Darters in Erinnerung. Manchmal reicht auch ein gewisser Grad an Fairplay dafür, dass man Applaus verteilt. Ein Akteur, der einen tollen Sportsgeist an den Tag legte, steht im Mai bei uns im Fokus. 2006 fing er bei der BDO an, spielte aber zunächst nicht so richtig viele Turniere. Wenn, dann aber mit durchaus guten Erfolgen. Beim Grand Slam 2017 wurde er mit seinem Entscheidungsspiel gegen den an Dartitis erkrankten Berry van Peer bekannt. In diesem Monat kümmern wir uns um Cameron Menzies.

Cameron Menzies: Dartspieler im Fokus Mai 2018

Wer ist Cameron Menzies?

Cameron ist ein schottischer Klempner und ehemaliger Fußballspieler, viel wichtiger für uns ist aber natürlich seine Dartskarriere. Er wurde am 27.6.1989 in Glasgow geboren und fand im Alter von 14 Jahren zum Dartsport. Bereits drei Jahre später gab er sein Debüt bei einem BDO-Event. Bei den Gibraltar Open 2006 erreichte er dabei sogar direkt das Viertelfinale und konnte sehr zufrieden sein, auch wenn er dort dann an Steve Robertson scheiterte. Mit einem Erfolg über Peter Grieg konnte er sich bei den Benidorm Open 2011 auch seinen ersten Turniersieg sichern. Er spielte allerdings nicht sonderlich viele Turniere und kam daher noch nicht so richtig in seinen Rhythmus. Dies änderte sich 2016, nachdem er bei den British Open einen fantastischen Lauf hinlegte. Er schlug unter anderem Ben Davies und Scott Waites um ins Finale einzuziehen, wo er sich den Titel mit einem klaren 6:1-Sieg über Richard Veenstra sicherte. Auch die Scottish Open konnte er nur ein Jahr später gewinnen und bei den World Masters 2017 kam er erstmals in das Halbfinale eines Major Events. Dort unterlag er dann zwar dem späteren Sieger Krzysztof Ratajski mit 1:5, konnte aber erneut stolz auf sich sein.

Durch die starken Ergebnisse qualifizierte sich Cameron über die BDO-Rangliste auch erstmals für den Grand Slam of Darts, wo er zwar zunächst gegen Gary Anderson verlor, aber durch seinen Sieg über Simon Whitlock noch alle Chancen auf ein Weiterkommen ins Achtelfinale hatte. Dafür musste er gegen Berry van Peer antreten, der an Dartitis erkrankt war und für seine Würfe teils sehr viel Zeit benötigte. An einen Rhythmus war nicht zu denken und so fiel es auch „Cammy“ schwer sich zu fokussieren. Mit 2:4 lag er hinten, konnte sich aber zum Ausgleich zurückkämpfen. Vor dem Entscheidungsleg umarmte Menzies dann seinen Gegner. Es war ein sehr emotionales Leg in dem Cameron sieben Matchdarts liegen ließ, ehe van Peer sich auf der Doppel-10 den Sieg sicherte. Nach dem Spiel gab es kein böses Wort von Cameron, ganz im Gegenteil, wieder zeigte er außergewöhnlichen Sportsgeist, umarmte seinen weinenden Kontrahenten und ließ seinen Emotionen ebenfalls freien Lauf.

Cameron Menzies und Simon Whitlock

Cameron nahm im Anschluss auch erstmals an der BDO-Weltmeisterschaft teil, schied dort aber bereits in der ersten Runde aus und dachte über einen Wechsel in die PDC nach. Er nahm an der Q-School teil, verpasste es jedoch, sich die Tour Card zu sichern. Auf der Challenge Tour konnte Cameron aber direkt gute Leistungen zeigen und so erreichte er auch schon im vierten Anlauf sein erstes Endspiel. Hatte er auf dem Weg dorthin noch Spieler wie Shayne Burgess, Michael Rasztovits, Rhys Griffin und Steven Kirkby bezwungen, unterlag er im Finale dann aber Jason Cullen mit 4:5 denkbar knapp. Beim Qualifikationsturnier für das European Tour Event in Saarbrücken stach Cameron mit einem 9-Darter heraus, den er im entscheidenden Match gegen Jamie Caven warf. Er siegte mit einem 100’er Average 6:2 und nahm so an dem Turnier teil, welches Max Hopp später gewinnen sollte. Dort scheiterte er aber in der zweiten Runde an Ian White.

Prognose

Cameron Menzies ist nicht nur ein fairer Sportsmann, er hat auch sehr viel Potential, das ihm eine durchaus ansprechende Karriere voraussagt. Nicht jeder Spieler hat gleich im ersten Jahr alles abgeräumt oder sich überhaupt die Tour Card gesichert, einige Akteure brauchen einfach etwas mehr Zeit. Einer dieser Menschen ist auch Cameron Menzies, der sicherlich nicht in den nächsten zwei Jahren in die Weltspitze einziehen wird. Allerdings darf man in dieser Zeit bereits einige überraschende Siege und gute Ergebnisse vom Schotten erwarten. Vor allem, wenn er sich im nächsten Jahr mit etwas mehr Erfahrung die Tour Card sichert und so in seinen Rhythmus kommt, wird er sich stetig verbessern und relativ zeitig zu einem ernstzunehmenden Kontrahenten für die anderen Spieler werden. In diesem Jahr wird er auf der European Tour weiterhin seine soliden Ergebnisse einfahren und sich letztendlich auch für die Europameisterschaft qualifizieren. Je nach Auslosung, könnte er dort bereits den einen oder anderen gestandenen Profi ärgern. Ob es so kommt, wir werden sehen. Bis dann!

Tobias Gürtler


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