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Die 10… denkwürdigsten Premier League Momente Teil 4

10 wichtige Dartmomente

4. Raymond van Barneveld schreibt Geschichte

Raymond van Barneveld war zur PDC gewechselt und wurde natürlich sofort für die Premier League nominiert. Im Jahr 2006 gab er dort sein Debüt und bereits am fünften Spieltag sollte Geschichte geschrieben werden. Nicht nur, dass der Niederländer in Bournemouth zwei Mal antreten durfte und dabei zum ersten Mal seit seinem Wechsel zur Professional Darts Corporation auf Phil Taylor traf, er sollte auch für einen weiteren, perfekten Moment sorgen.

In seiner ersten Begegnung bekam es der zu diesem Zeitpunkt noch vierfache Weltmeister mit Peter Manley zu tun. Zu Beginn war es noch ein ausgeglichenes Match mit leichten Vorteilen für Barney. Dank eines Breaks führte er bereits mit 5:3 und das Spiel schien in seine Richtung zu laufen. Im neunten Leg durfte er beginnen und warf auch direkt eine 180. Doch der Druck von seinem Gegner ließ nicht lange auf sich warten. Manley wusste was zu tun war und ihm gelang ebenfalls eine 180 zum Start. Ein weiteres Maximum von Raymond sollte folgen und die Zuschauer vollends in Ekstase versetzen. Noch nie hatte es in der jungen Premier League Geschichte einen 9-Darter gegeben, sollte ausgerechnet der langjährige BDO-Spieler ihn werfen? Eine 100 von Peter Manley reichte nicht für genug Druck und so ging Barney entspannt ans Oche. Nach der Triple-20 beschrieb der legendäre Sid Waddell noch sehr schnell den weiteren Weg. Und als auch noch die Triple-19 steckte waren er und die Fans endgültig kurz vor dem Kollaps. Mit der Doppel-12 ließ er die Arena dann explodieren. Der erste 9-Darter der Premier League und Sid Waddell konnte es nicht fassen: „Yes! He did it! I do not believe my Geordie Eyes!“, was von John Gwynne unterstützt wurde mit: “Absolutely fantastic, in fact, perfection itself!”.

Schatten

An dem Abend holte sich Raymond van Barneveld nach dem 8:3-Erfolg über Manley auch noch einen Punkt gegen Phil Taylor, gegen den er 7:7 spielte. Am Ende erreichte der Niederländer das Halbfinale, unterlag dort aber Roland Scholten. Bis 2010 sollte es der einzige 9-Darter in der Premier League bleiben, ehe es erneut Raymond gelang, ein weiteres Mal Perfektion am Dartboard zu zeigen. Die Fans in Aberdeen waren dabei in der ersten Reihe.

3. Michael van Gerwen demütigt den besten aller Zeiten

Am 6. Februar war es so weit. Erstmals rief John McDonald bei Michael van Gerwens Walk-On das ins Mikrofon, was der ehrgeizige Niederländer unbedingt hören wollte. „He is the reigning and defending Premier League Champion. He is the newly crown… Champion… of the Woooooorld!“, was Michael van Gerwen mit einem Lächeln und einem Gesichtsausdruck quittierte, der nichts anderes sagte als: „Genau so ist es, gewöhnt euch dran!”. Passenderweise war sein Gegner an diesem Tag kein geringerer als Phil Taylor, doch was sich ereignen sollte, war unglaublich.

Die Partie begann mit einem richtig stark aufgelegten Michael van Gerwen, der sehr motiviert schien. Er ließ in der Anfangsphase so gar nichts anbrennen und setzte sich schnell auf 3:0 ab. Phil Taylor spielte keine schlechten Scores, wenn er aber Mal die Chance auf ein Doppel bekam, wurde es zum Desaster. Er hatte seinen Ausrüster gewechselt, ging von Unicorn zu Target und hatte somit neues Material. Damit schien er noch nicht ganz warm zu sein, was von einem Weltmeister natürlich bitter böse bestraft wurde. Michael ließ Phil keine Chance und machte weiter, holte sich noch drei Legs und führte plötzlich mit 6:0. Es schien tatsächlich das Unmögliche möglich zu sein. Ein Whitewash gegen Phil Taylor. In der Premier League. Phil wehrte sich. Er durfte das Leg beginnen, startete mit einer 96. Michael entgegnete mit einer 180. Doch Phil machte weiter, zeigte gute Aufnahmen und stellte sich 48 Punkte Rest. Michael konnte 160 nicht auschecken und so hatte Phil die Chance eine geschichtsträchtige Niederlage auf der großen Bühne zu vermeiden. Doch er verfehlte sowohl Tops als auch die Doppel-10. Michael traf mit seinem zweiten Matchdart ebenjene und holte sich tatsächlich den deutlichen Triumph gegen den Rekordweltmeister.

Schatten

Phil ging mit einem Gesichtsausdruck der Marke „Upps“ von der Bühne, während Michael nicht groß feierte. Ein 109,59’er Average sprach aber eine deutliche Sprache. Es war ein verdienter Sieg. Die Niederlage musste Phil lange verdauen. Er kam erst spät in die Saison rein, erreichte am Ende aber doch noch so gerade die Play-Offs. Im Halbfinale unterlag er jedoch Raymond van Barneveld, der im Endspiel dann auch noch Michael van Gerwen schlug.

Tobias Gürtler


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