Die 10… denkwürdigsten Premier League Momente Teil 3

10 wichtige Dartmomente

6. 132 Punkte für die Geschichte

In der Premier League Saison von 2013 sollte ein junger Mann Geschichte schreiben, der zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Weg war, mal ein ganz Großer zu werden. Michael van Gerwen hatte zuvor gerade das WM-Finale verloren, wollte daher den Titel in der Premier League holen. Dort gewann er auch die Ligaphase und zog als Erstplatzierter in die Finals Night ein. Nach einem Erfolg über James Wade wurde Phil Taylor, wie schon bei der Weltmeisterschaft, sein Finalgegner.

Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Beide Spieler zeigten ein unglaubliches Niveau und Phil erwischte den etwas besseren Start, als er sich dank eines Breaks zunächst auf 3:1, später sogar auf 5:2 absetzen konnte. Michael stand unter Druck und musste nun liefern. Genau das tat der Niederländer auch, der Phil Taylor zu Fehlern zwang und zurück ins Spiel fand. Er glich zum 5:5 aus und konnte sich sogar bis auf 7:5 in Führung setzen. Nun kam aber Phil zurück, nutzte ausgelassene Möglichkeiten von Michael und glich seinerseits wieder aus. Einen großen Schritt schien Michael gemacht zu haben, als er mit einem Break auf 9:7 stellte und damit nur noch ein Leg vom Sieg entfernt war. Phil aber gab nicht auf. Er schaffte das Rebreak, nachdem Michael Matchdarts liegen ließ. MVG sorgte dann aber für den Moment, den viele wohl niemals vergessen werden. Er machte einfach unbeirrt weiter. Phil stellte sich 168 Punkte Rest, Michael stellte sich aber 132 und hatte damit die Möglichkeit auf ein Break zum Titelgewinn. Phil konnte nur noch versuchen Druck zu machen. Mit einer 20, Triple-19 und Triple-17 tat er auch genau das, denn er stellte sich damit Tops. Michael aber ging sofort ans Oche, ließ keine Zeit verstreichen und warf seine Darts gewohnt schnell. Single Bull. Triple-19. Bullseye! Ein 132’er Finish unter diesem Druck zum ersten Premier League-Titel seiner Karriere, ein absoluter Hammer.

Michael van Gerwens Weg danach ist bekannt. Er wurde 2014 erstmals Weltmeister mit seinem Finaltriumph über Peter Wright und war seit diesem Endspiel in jedem Jahr im Premier League Finale. Phil hingegen schaffte dies erst 2016 wieder, wo er dem Niederländer erneut, diesmal sogar deutlich, unterlag.

5. Unvergleichliche Stimmung in den Niederlanden

Die Fans im Darts sind einzigartig. Ihre Kreativität bei den Kostümen und Schildern sticht jedes Mal ins Auge, aber auch die Stimmung die sie verbreiten suchen Ihresgleichen. So wie Fans ein Spiel negativ beeinflussen können, können sie ein Spiel auch positiv beeinflussen oder einfach für ein Bild sorgen, das sich einbrennt. So geschehen beim ersten Premier League-Spieltag, der nicht auf der Insel stattfand. Es geht natürlich um Rotterdam.

Die Saison der Premier League 2016 ging in ihre entscheidende Phase. Nach 14 Spieltagen ging es in der letzten Runde in Rotterdam im Grunde nur noch um die genauen Endplatzierungen für die Halbfinalduelle. Für die Fans vor Ort in der Ahoy Arena in Rotterdam war es jedoch anders. Für sie ging es darum niederländische Siege zu sehen und für eine einmalige Stimmung zu sorgen. Die niederländischen Fans freuten sich auf das große Duell zwischen Michael van Gerwen und Phil Taylor, doch sorgten bereits zuvor für einen denkwürdigen Moment. Die zweite Begegnung des Abends war das Duell zwischen Peter Wright und der niederländischen Ikone Raymond van Barneveld. Normalerweise machen die Zuschauer Party, wenn Peter Wright die Bühne rockt. Doch in diesem Fall war es natürlich ausnahmsweise mal anders. Die Fans bejubelten den Walk-On ihres Lieblings wie die Ankunft von Jesus. Sie sangen „Eye Of The Tiger“ mit und die PDC gönnte Raymond diesen Moment, ließ den Song länger laufen als sonst und der fünffache Weltmeister dankte den anwesenden Zuschauern für diese Begrüßung. Minutenlang hallte nach Wrights Walk-On dann noch ein ohrenbetäubendes „Barney Army“ durch die Arena. Eine Arena die fast komplett in orange gehüllt war und für ein Bild sorgte, dass sich in die Hirne vieler Zuschauer einbrannte.

Auch im Jahr 2017 war die PDC wieder zu Gast in Rotterdam und erneut zeigten die Zuschauer eine einmalige Show. Raymond van Barneveld trug an diesem Tag ebenfalls ein oranges Trikot, was das Gesamtbild nur noch mehr abrundete. An diesem Abend nahm mit Jelle Klaasen sogar noch ein dritter Niederländer an der Premier League teil. Die Fans und der Ort gehören wohl bereits jetzt zum festen Bestandteil dieses Turniers und dürften auch in den kommenden Jahren eines der Highlights sein.

Tobias Gürtler



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