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Stephen Bunting

Stephen Bunting

Stephen Bunting wurde am 9. April 1985 (Alter heute 32 Jahre) in Liverpool/England geboren. Er begann im Jahr 1997 mit dem Dartsport.

Aktuell spielt er mit 12 Gramm schweren Target Darts und trägt den Spitznamen "The Bullet". Seine Einlaufmusik ist Surfin' Bird von The Trashmen.

Nachdem der 14-jährige Stephen Bunting seine ersten beiden gelisteten Turniere, die Lancashire und Eastbourne Open für sich entscheiden konnte und beim WDF Europe Youth Cup immerhin bis ins Finale kam, wo er Jeroen van Leeuwen unterlag, war früh klar, dass er in der Welt des Darts mal einiges erreichen könnte. Im Jahr 2001 führte er diesen Run fort, siegte bei den British Teenage Open. Auch den WDF World Youth Cup, die World Youth Masters und den WDF Europe Youth Cup konnte er in dem Jahr gewinnen. Nach diesen tollen Leistungen entschied er sich im Jahr 2002 der British Darts Organisation(BDO) beizutreten.

Nach einer etwas ruhigeren Zeit, gab Bunting beim BDO World Championship 2004 sein WM-Debüt. Er konnte auch direkt überraschen, als er in der ersten Runde Vincent van der Voort aus dem Turnier kickte, 3:2 gewann Bunting. In der zweiten Runde musste sich „The Bullet“ jedoch Ted Hankey geschlagen geben. Recht deutlich unterlag er mit 0:3. Etwas weniger erfolgreich lief es im Jahr drauf, als er das Erstrundenaus verkraften musste. Er unterlag John Henderson klar und deutlich mit 0:3.

In den folgenden Jahren hatte Stephen einige Probleme in den Turnieren seine Top-Leistungen zu zeigen. Das eine oder andere Mal kam er bis ins Achtel- oder Viertelfinale, weiter ging es aber eigentlich nie hinaus. Erst 2008 kam er wieder etwas besser in Fahrt. Dort holte er sich auch seinen ersten Turniersieg als BDO-Spieler. Er siegte bei den Lytham St Annes Open, indem er Robbie Green im Finale mit 5:2 schlug. Auch bei den British Classics zeigte er sich in guter Verfassung, erreichte nach Siegen über Martin Phillips und Gavin Forsythe(beide 3:1) das Viertelfinale. Ross Montgomery war dort aber zu stark und so verlor Stephen gegen den späteren Turniersieger knapp mit 1:2. Revanche gab es bei den Northern Ireland Open, immer noch im Jahr 2008. Nach seinem 3:2-Triumph in der ersten Runde gegen Joey ten Berge, schlug er im Viertelfinale auch Ross Montgomery knapp. 4:3 war der Endstand aus Sicht von „The Bullet“. Der 5:1-Halbfinalsieg gegen Paul Whitworth brachte Stephen ins Finale, wo Daryl Fitton auf ihn wartete. Auch ihn besiegte Stephen Bunting. Durch das 2:0 sicherte er sich seinen zweiten Turniersieg.

Stephen Bunting Bunting schien endgültig angekommen und so erreichte er beim World Masters 2008 immerhin die Runde der letzten 40. Dort unterlag er wieder Ross Montgomery und wieder war es knapp. 2:3 war der Endstand. Ein bitteres Erstrundenaus musste Stephen bei der Weltmeisterschaft 2009 verkraften. Er verlor mit 1:3 gegen Gary Robson. Nach drei weiteren kleineren Turniersiegen verpasste „The Bullet“ die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Beim World Masters kam er 2009 aber immerhin eine Runde weiter als im Vorjahr. In der Runde der letzten 24 verlor er gegen Magnus Caris dann jedoch 1:3. Das Finale erreichte Bunting beim BDO International Grand Prix. Am Ende war jedoch Dave Chisnall siegreich.

Die BDO Weltmeisterschaft 2010 lief dann erneut eher durchschnittlich für Stephen. Nach einem eindrucksvollen 3:0-Sieg über Ian White, verlor er in der zweiten Runde mit 0:4 gegen Tony O’Shea. Besser lief es aber bei den England Classics, welcher er für sich entscheiden konnte. Auf dem Weg dorthin besiegte er u.a. Darryl Fitton, Jamie Lewis und Tony West. Diesen Schwung nahm Stephen auch mit in die Weltmeisterschaft 2011. Dort erreichte er zum ersten Mal in seiner Karriere das Viertelfinale. Nach einem lockeren 3:0 über Brian Woods gelang ihm auch ein 4:2-Erfolg über Scott Waites. Erst in der Runde der letzten acht unterlag Stephen dann Dean Winstanley mit 1:5 und schied so aus. Diesen Schwung nahm „The Bullet“ mit. Er gewann einige kleinere Turniere und konnte auch beim World Masters richtig überzeugen. Auch dort erreichte er das Viertelfinale, verlor dieses jedoch mit 0:3 gegen Ross Montgomery.

Stephen Bunting Eines von vielen weiteren Turnieren, die er in der Folge gewinnen konnte, war der BDO Gold Cup. Mit einem 3:1 im Finale gegen Wayne Warren sicherte er sich diesen Turniersieg. Den Durchbruch schaffte Stephen dann bei den World Masters 2012. Er stieg erst in der Runde der letzten 32 ins Turnier ein und konnte direkt einen 3:2-Erfolg über Rick Hofstra feiern. Auch Benito van de Pas unterlag „The Bullet“ mit diesem Ergebnis. Sogar 3:1 gewann Stephen dann im Viertelfinale gegen Jim Williams. Wesley Harms stellte im Halbfinale keine echte Bedrohung dar, Bunting siegte mit 5:3. Im Finale stand ihm dann Tony O’Shea gegenüber. Stephen zeigte ein tolles Match, gewann mit 7:4 und sicherte sich somit seinen ersten Major Titel in der BDO. Und er legte nach. Auch bei den Zuiderduin Masters konnte er sich den Titel sichern. Nachdem er seine Gruppe mit Geert de Vos und Martin Adams gewann, besiegte er im Viertelfinale Remco van Eijden. Scott Mitchell im Halbfinale war nur Zwischenstation, ehe er im Finale Alan Norris mit 5:0 von der Bühne fegte, um auch diesen Titel zu gewinnen.

Weniger erfolgreich lief dann jedoch die Weltmeisterschaft im Jahr 2013. Dort verabschiedete sich Stephen Bunting bereits in Runde zwei, nachdem er Darryl Fitton mit 2:4 unterlag. Er nahm auch an den UK Open 2013 teil. Nachdem sein Auftritt im Jahr zuvor wenig erwähnenswert war, zeigte er bei dieser Auflage bessere Leistungen, kam immerhin bis in die Runde der letzten 32. Dort aber verlor er gegen Peter Wright mit 2:9. Sehr deutlich. Eine Leistung die seinesgleichen suchte, zeigte Stephen Bunting beim World Masters 2013. Wie im Vorjahr stieg Stephen in der Runde der letzten 32 ins Turnier ein. Er besiegte dort John Michael, Wesley Harms, Remco van Eijden, Darryl Fitton und James Wilson und verlor während des gesamten Turnieres nicht einen einzigen Satz. Dies führte natürlich auch zur Titelverteidigung bei diesem Turnier. Den Schwung nahm er mit in die Weltmeisterschaft 2014. Auch hier zeigte er sich in Top-Form und erreichte nach tollen Leistungen mit Siegen über u.a. Rick Hofstra und Robbie Green erstmals das WM-Finale. Diesen Titel ließ er sich nicht mehr nehmen und so gewann er das Finale gegen Alan Norris mit 7:4 und durfte sich fortan Weltmeister nennen.

Stephen Bunting Nach 24 kleineren Turniersiegen sowie vier Major-Triumphen in der BDO entschied sich Stephen Bunting nach der Weltmeisterschaft zur Professional Darts Corporation zu wechseln. Dort fügte er sich auch schnell ein und gewann direkt das zweite UK Open Qualifier. Er besiegte dabei mitunter Terry Jenkins, Paul Nicholson, Steve Beaton und im Finale dann Andrew Gilding. Bei den UK Open selbst unterlag er jedoch wie schon im Vorjahr in der Runde der letzten 32. Dean Winstanley war zu stark und gewann mit 9:6. Stephen spielte aber eine tolle Pro Tour und strich so einige Preisgelder ein. So zum Beispiel auch bei den German Darts Masters in Berlin, wo er Siege über Ross Smith, Justin Pipe, Brendan Dolan und Vincent van der Voort einfuhr. Erst im Halbfinale musste er sich dem späteren Turniersieger, Phil Taylor, mit 3:6 geschlagen geben. Seine tollen Leistungen führten auch dazu, dass er sich für das World Matchplay qualifizierte. Dort startete er zwar gut, mit einem 10:6-Sieg über Peter Wright, verlor dann jedoch gegen einen überragenden Gary Anderson mit 13:8 und musste sich schon früh aus dem Turnier verabschieden."

Stephen Bunting

Das sah bei den Sydney Masters schon wieder ganz anders aus. Bunting zeigte eine fantastische Leistung und kämpfte sich durch Siege gegen John Weber(6:1), Peter Wright(8:6) und James Wade(10:4) ins Finale. Dort musste er sich allerdings Phil Taylor 3:11 geschlagen geben. Eine ähnlich überzeugende Performance lieferte Stephen beim World Grand Prix. In der ersten Runde bezwang er Ronnie Baxter mit 2:0 und legte gegen Peter Wright ein 3:2 nach. Auch im Viertelfinale zeigte er sich siegreich. „The Bullet“ gewann 3:1 gegen Richie Burnett. Keine Chance hatte er hingegen gegen Michael van Gerwen. Nur eine Partie vor dem Finale musste er eine 0:4-Klatsche einstecken und konnte nach Hause fahren. Doch Bunting spielte auch danach ein fantastisches erstes Jahr in der PDC. Bei der Europameisterschaft 2014 besiegte er in der ersten Runde Andy Hamilton klar mit 6:1. In Runde zwei traf er auf Phil „The Power“ Taylor. Dem Rekordweltmeister verlangte er alles ab und wurde belohnt. Stephen bezwang seinen Kontrahenten mit 10:9 und zog ins Viertelfinale ein. Dort war allerdings Schluss. Er unterlag Terry Jenkins mit 7:10. Aufgrund seines Triumphs bei der BDO-WM war Bunting für den Grand Slam of Darts 2014 qualifiziert. Dort setzte er sich in seiner Gruppe gegen Gary Anderson, Wesley Harms und Dean Winstanley durch. Bunting gewann alle Spiele und wurde Gruppensieger. Auch im Achtelfinale war er erfolgreich, als er James Wade mit 10:8 bezwang. Im Viertelfinale unterlag er dann allerdings Mervyn King mit 9:16. Nur einen Sieg konnte er bei den Players Championship Finals einstreichen. „The Bullet“ besiegte Steve Beaton mit 6:3, verlor aber in der zweiten Runde mit 5:10 gegen den späteren Sieger Gary Anderson mit 5:10 und schied aus.

PDC Darts WM Seine erste Weltmeisterschaft unter dem Banner der PDC war die Auflage von 2015. Nach einem tollen Jahr ging Stephen mit viel Selbstvertrauen in das Turnier. Er bezwang Robert Marijanovic mit 3:1 und konnte auch James Wade klar mit 4:1 besiegen. Gegen Michael Smith siegte er 4:2 und erreichte so das Viertelfinale. Er traf auf Raymond van Barneveld und unterlag ihm in einem sehr engen und harten Kampf mit 4:5. Nach der Partie lobte Barney die Leistung von Stephen Bunting und forderte ein Ticket für die Premier League für ihn. Dieses sollte er auch bekommen. Nach einigen Startschwierigkeiten dort, wollte er sich bei den UK Open neues Selbstvertrauen holen. Dort startete er mit einem 9:8-Sieg gegen Michael Smith. Dem folgten die Siege über Dave Chisnall und William O’Connor(beide 9:6). Nachdem er sich auch den 10:6-Sieg über Mervyn King sichern konnte, schien der große Wurf drin zu sein. Doch im Halbfinale setzte es einen historischen 0:10-Whitewash gegen Peter Wright. Die Leistungen brachten ihm aber dennoch neuen Schwung und so konnte er sich in der Premier League wieder zu starken Leistungen hochpushen und sich nach neun Spieltagen auf Platz sechs schieben.

Tobias Gürtler

Stephen Bunting Fakten
Name Stephen Bunting Spitzname The Bullet
Geburtsort Liverpool, England Geburtstag 9.4.1985
Darts 12g Target PDC seit 2014
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