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Ricky Evans

Ricky Evans
Ricky Evans

Ricky Evans ist ein englischer Dartspieler, der am 29. Juli 1990 in Kettering geboren wurde. Er ist wegen seines enorm schnellen Wurfstils auch unter dem Spitznamen „Rapid“ bekannt. Bekannt ist er auch für seine Routine Siege zu feiern: mit einem Cheeseburger und einem Shot Wodka. Ricky versuchte sich zunächst im Alter von 16 Jahren auf Events der British Darts Organisation, spielte aber schon nebenher bei einigen PDC Events mit. So gab er 2010 bei den UK Open sein Debüt und seit 2011 war er dann auch auf der Development Tour zu finden, wo ihm schon beim fünften Event der erste Turniersieg gelang. Er bemerkte, dass er mithalten kann und so trat er 2013 bei der Q-School an, wo er sich direkt am ersten Tag die Tour Card sicherte. Im Anschluss spielte er auch auf der Challenge Tour wo er ebenfalls im ersten Jahr seinen ersten Turniersieg feierte. Auch auf der Pro Tour war er erfolgreich, konnte noch 2013 das erste Mal ein Endspiel erreichen. In den Folgejahren wurde es dann jedoch ruhiger um Evans. Zwar konnte er sich immer mal wieder für eine WM qualifizieren, ließ die ganz großen Erfolge aber vermissen. Erst 2018 ging seine Formkurve wieder merklich nach oben, als er das Endspiel eines European Tour Events erreichte. Dies konnte er im Jahr 2019 dann wiederholen, nachdem er zuvor auch erstmals seit 2013 wieder im Endspiel eines Players Championship Events stand.

Ricky Evans Fakten
Name Ricky Evans Spitzname Rapid
Geburtsort Kettering, England Geburtstag 29.7.1990
Darts 21g Target Walk-On Baby Shark
BDO 2007 – 2013 PDC seit 2013

Schnellstart für „Rapid“(2006-2015)

Ricky Evans spielte bereits als Jugendlicher Darts und bemerkte, dass er einiges an Potenzial besitzt. Deshalb versuchte er sich auch schon im Alter von 16 Jahren bei Events der BDO. Sein großes Ziel war die Weltmeisterschaft, für die er sich jedoch nie qualifizieren konnte. Er versuchte sich daraufhin mal für die UK Open zu qualifizieren, was ihm 2010 auch gelang. Bei seinem Debüt dort unterlag er jedoch in der zweiten Runde Steve Beaton. Er hatte aber Lunte gerochen und so probierte er sich auf der Development Tour der PDC aus. Dort erreichte er schon bei seinem ersten Turnier das Halbfinale und beim fünften Turnier strich er seinen ersten Sieg ein, indem er David Coyte mit 4:1 im Endspiel bezwang. Die guten Ergebnisse gaben ihm Auftrieb und so wollte er den Schritt in Richtung Profikarriere wagen. Er spielte bei der Q-School im Jahr 2013 mit und bereits am ersten Turniertag sicherte er sich durch Siege gegen unter anderem Adam Smith-Neale und Royden Lam die Tour Card.

Ricky Evans wollte in der Folge so viele Turniere wie möglich spielen. Deshalb nahm er auch an der Challenge Tour teil. Nachdem er früh im Jahr zwei Endspiele erreichte, jedoch gegen Adam Hunt beziehungsweise Ross Smith verlor, sollte der erste Turniersieg nicht lange auf sich warten lassen. Mit einem 4:3-Sieg gegen Ben Ward holte er sich den Titel. Auch bei der Junioren-Weltmeisterschaft der PDC erreichte er 2013 das Finale, hatte dort gegen Michael Smith allerdings keinerlei Chance und verlor mit 1:6. Ein weiteres erstes Finale erreichte er auch auf einem Players Championship Event. Auf dem Weg besiegte er unter anderem Gary Anderson und Ian White, unterlag dann aber im Endspiel Brendan Dolan. Zudem gab er sein WM-Debüt, wo er nach einem Sieg über Ronnie Baxter aber schon in Runde zwei an Mervyn King scheiterte. Im Anschluss ging die Formkurve des Ricky Evans jedoch nach unten. Seine Ergebnisse waren deutlich schwächer und so hörte man lange Zeit nichts von Ricky.

Zurück in die Erfolgsspur(2016-heute)

Das erste Mal, das Evans wieder mal so richtig im Gespräch war, war bei der Weltmeisterschaft 2017. Dort bekam er es in der ersten Runde mit Michael Smith zu tun und zeigte eine ganz ordentliche Leistung. Die war es jedoch nicht, die für Gesprächsstoff sorgte, sondern eine 180 von Evans, die er in gerade ein mal 2,16 Sekunden warf. Nur wenig später zeigte er mit dem Erreichen des Halbfinals eines UK Open Qualifier Events auch tatsächlich einen Formanstieg. Konstanter Erfolg stellte sich allerdings erst 2018 wieder ein. Dort konnte er erstmals das Endspiel eines European Tour Events erreichen, wo er zwar Ian White unterlag, dennoch aber einiges an Auftrieb erfuhr. Er nahm den Schwung auch mit ins neue Jahr, wo er in einem Players Championship Event und einem weiteren European Tour Turnier jeweils das Finale erreichte, aber an Gerwyn Price beziehungsweise Daryl Gurney scheiterte.

Ricky Evans Chronologie

Ricky Evans ist ein englischer Dartspieler. Er wurde am 29. Juli 1990 in Kettering geboren und spielt seit 2013 bei der Professional Darts Cooperation (PDC). Hier trägt er den Spitznamen „Rapid“, welcher auf seinen sehr schnellen Wurfrhythmus anspielt. Der Walk-on von Evans wird von dem Lied „Baby Shark“ von Pinkfong begleitet.

Das erste Mal in Erscheinung trat der Engländer im Jahr 2006 bei den Vauxhall Autumn Open. Hier kam er nach fünf Siegen auf Anhieb in das Achtelfinale. Im Folgejahr spielte er erneut ein bekanntes Turnier. Bei dem BDO Gold Cup verlor er jedoch in der ersten Runde gegen Andy Boulton. Im Jahr 2008 kam es dann zu der ersten Majorturnierteilnahme von Evans. Bei den World Masters musste er sich nach einem Sieg dann aber in der zweiten Runde mit 0:3 gegen Simon Whitlock geschlagen geben. 2009 versuchte „Rapid“ einen weiteren Anlauf bei den World Masters. Dieses Mal ging es eine Runde weiter als im Vorjahr, bis er ausschied. Neben dem erneuten Einzug in die dritte Runde bei den World Masters spielte Evans im Jahr 2010 seine erste UK Open mit. Nach dem er die erste Runde überstehen konnte, unterlag er dann Steve Beaton mit 2:6. In 2011 konzentrierte sich der Engländer vor allem auf die Jugendtour. Bei den sieben Teilnahmen auf der Development Tour erreichte er ein Halbfinale, ein Viertelfinale und entschied auch ein Turnier für sich. Außerdem nahm „Rapid“ an der Britsh Classic teil (Erstrundenaus gegen Darryl Fitton) und spielte erneut die World Masters. Hier ging es jedoch nicht über die zweite Runde hinaus. Doch bei der Jugendweltmeisterschaft wollte Evans eine gute Leistung zeigen. Dies gelang ihm jedoch nicht. Schon in der zweiten Runde unterlag er Aden Kirk mit 2:5.

So nahm Evans 2012 einen weiteren Anlauf, sich auf der Development Tour zu etablieren. Dabei kam er dreimal in das Viertelfinale und einmal in das Finale. Dadurch qualifizierte er sich für die Jugend-WM, welche 2013 ausgespielt wurde. Außerdem konnte der Engländer bei den World Masters eine gute Leistung zeigen. Nach drei Siegen war erst in der vierten Runde gegen James Wilson mit 0:3 Endstation.

Ricky Evans und Michael Smith bestritten 2013 das Junioren WM-Finale
Ricky Evans und Michael Smith bestritten 2013 das Junioren WM-Finale

2013 folgte dann der Wechsel zur PDC. Er erspielte sich sofort die Tour Card und durfte somit an allen Pro Tour Turnieren innerhalb der nächsten zwei Jahre teilnehmen. Zunächst zeigte Evans aber eine erstklassige Leistung bei den angesprochenen Youth World Championships. Nach Siegen über Shaun Narain, Harley Kemp, Chris Aubrey, Sam Hamilton und Aaron Monk stand der Engländer im Finale. Dies verlor er dann jedoch gegen Michael Smith. Doch auch in diesem Jahr spielte Evans eine gute Challenge Tour. Er zog in ein Halbfinale und in zwei Finals ein. Zudem konnte er ein weiteres Turnier gewinnen. Doch das war noch lange nicht alles in diesem sehr ergiebigen Jahr für „Rapid“. Auf der Players Championship Tour erreichte er einmal die dritte Runde, ein Halbfinale (unter anderem Sieg gegen Michael van Gerwen) und ein Finale. Dafür schlug er Colin Osborne, Ian Walters, Gary Anderson, Ronnie Baxter, Jamie Caven und Ian White, bis er von Brendan Dolan gestoppt wurde. Zwar schied er bei den UK Open schon in der ersten Runde gegen Joe Cullen aus, dafür konnte sich der Engländer für zwei European Tour Turniere qualifizieren. Hier unterlag er aber gegen Peter Wright beziehungsweise Michael van Gerwen in der ersten Runde. Durch seine großen Erfolge nahm Evans auch an dem Grand Slam of Darts teil. In der Gruppenphase verlor er jedoch gegen Raymond van Barneveld (2:5), Mervyn King (2:5) und Tony O'Shea (1:5) und konnte somit die KO-Phase nicht erreichen. Doch das erfolgreiche Jahr wurde bei seiner ersten Weltmeisterschaft noch gekrönt. Evans schlug in der ersten Runde Ronnie Baxter mit 3:0 in den Sätzen, bevor er gegen Mervyn King mit 2:4 unterlag.

So war Evans innerhalb eines Jahres bei der PDC angekommen, knüpfte 2014 aber nicht ganz daran an. Bei den Players Championship Turnieren gelang ihm einmalig das Achtelfinale als bestes Ergebnis und auf der European Tour gewann er bei zwei Turnieren nur ein Spiel (Sieg gegen Jelle Klaasen in einer ersten Runde). So verpasste Evans alle Majorturniere und musste sich 2015 neu behaupten. Und dies tat er auch. Er durfte die UK Open spielen, wo er nach einem Sieg in der zweiten Runde ausschied. Bei der Payers Championship Tour erzielte er ein Viertelfinale und ein Achtelfinale und zusätzlich war er bei zwei European Tour Turnieren zu sehen. Bei den Dutch Darts Masters gewann er in der ersten Runde gegen Darren Webster mit 6:3, bis er sich mal wieder Mervyn King mit 1:6 geschlagen geben musste. Bei dem European Darts Grand Prix war dafür schon in der ersten Runde Schluss. Hier wurde er von David Pallett mit 4:6 geschlagen. Trotzdem ergatterte sich „Rapid“ einen Startplatz bei der Weltmeisterschaft, wo er wohl das bisher stärkste Spiel seiner Karriere zeigte. Nach einem 0:2 Rückstand in den Sätzen und einem 0:2 Rückstand in den Legs drehte er das Spiel noch und besiegte Simon Whitlock noch mit 3:2 in den Sätzen. Um so ausgepumpter wirkte er dann in der zweiten Runde, wo er Jamie Caven mit 0:4 unterlag.

Nach dieser Weltmeisterschaft etablierte sich der 30-jährige weiter bei der PDC. Zwar schied er bei den UK Open wieder in der zweiten Runde aus, dafür zeigte er bei den Players Championship Turnieren bessere Leistungen. Am Ende standen ein Achtelfinale, ein Viertelfinale und auch ein Halbfinale zu Buche. Des Weiteren holte er sich für drei European Tour Turniere einen Startplatz. Bei den Dutch Darts Masters und den International Darts Open war zwar schon nach der ersten Runde Schluss (5:6 gegen Devon Petersen/4:6 gegen Dragutin Horvat), dafür war für „Rapid“ bei der European Darts Trophy ein Sieg drin. Er schlug Jyhan Artut mit 6:1, bevor er gegen Simon Whitlock knapp mit 5:6 unterlag. Zum Jahresende durfte Evans außerdem bei den Players Championship Finals antreten, wo er sich in der ersten Runde Christian Kist geschlagen geben musste. Zudem hatte Evans einen Startplatz bei der Weltmeisterschaft 2017 sicher, wo er sich mit Michael Smith messen durfte.

In dieser Partie lieferte er eine sehr ordentliche Leistung ab und holte aus seinem Kontrahenten alles heraus. Am Ende unterlag er zwar mit 2:3, blieb aber aufgrund einer 180, die er innerhalb von 2,16 Sekunden war, in Erinnerung. Bei einem UK Open Qualifikationsturnier nur wenige Monate später erreichte er dann überraschend das Halbfinale. Auf dem Weg schlug er unter anderem Ron Meulenkamp, Alan Tabern, John Michael und William O’Connor, ehe er mit 4:6 an Adrian Lewis scheiterte. Bei den UK Open selbst hatte er gegen Ron Meulenkamp dann allerdings das Nachsehen und verlor direkt in seiner ersten Partie mit 7:10. Dies warf ihn ziemlich zurück, denn der Rest des Jahres 2017 war eine absolute Katastrophe. Es gipfelte darin, dass er die Weltmeisterschaft 2018 nach einer 1:5-Pleite gegen Brendan Dolan im Qualifier Event verpasste.

2018 sollte dann aber schon weitaus besser aussehen. Ricky holte bei den UK Open ganze drei Siege. So schlug er zum Auftakt Andreas Hajimena mit 6:1, Carl Wilkinson 6:2 und schließlich Luke Humphries mit 10:6 um die Runde der letzten 32 zu erreichen. Dort hatte er mit Gary Anderson allerdings ein enorm schwieriges Los. Evans verlor gegen den späteren Turniersieger mit 3:10 und schied entsprechend aus. Dave Chisnall und Keegan Brown waren für Ricky Evans an einem Players Championship Wochenende in Wigan sehr willkommende Gegner. An beiden Tagen traf „Rapid“ auf diese Kontrahenten und setzte sich jeweils durch, am zweiten Tag schlug er außerdem noch Gary Anderson. Letztlich erreichte er an beiden Tagen das Viertelfinale, scheiterte an beiden Tagen mit 1:6 an Peter Wright. Noch besser machte er es dann beim Dutch Darts Championship. Dort startete er mit einem 6:3-Erfolg über Jan Dekker und legte in Runde zwei einen 6:5-Erfolg gegen Steve West nach. Ein wenig Glück hatte er dann, weil William O’Connor sich gegen Michael van Gerwen durchsetzte. So traf Evans auf den Iren und siegte vergleichsweise locker mit 6:2. Gegen Joe Cullen im Viertelfinale wurde es dann aber schon wieder maximal eng. Es ging bis ins Entscheidungsleg, welches Evans dann aber für sich entschied und nach dem 6:5 somit im Halbfinale stand. Dort behielt er auch gegen Ritchie Edhouse die Nerven und erreichte nach einem 7:5-Erfolg erstmals das Endspiel eines European Tour Events. Dort bekam er es mit Ian White zu tun, unterlag aber letztlich 5:8. Er gab in der Folge sein Debüt beim World Grand Prix, verlor dort allerdings direkt seine erste Partie mit 1:2 gegen Raymond van Barneveld und schied aus. Immerhin einen Sieg holte er sich bei der Europameisterschaft. Gegen Daryl Gurney setzte er sich mit 6:4 durch, schied aber in Runde zwei nach einem 5:10 gegen James Wade aus. Beim Players Championship Finale 2018 erreichte er dann nochmal ein Achtelfinale. Zunächst besiegte Ricky Jan Dekker mit 6:3 und danach Jeffrey de Zwaan 6:2. Gegen Jonny Clayton verlor er dann jedoch mit 5:10 und durfte somit nach Hause fahren.

Ricky freute sich dann auf die Weltmeisterschaft des Jahres 2019, die Freude währte jedoch nicht lange. „Rapid“ verlor sein Auftaktmatch gegen Rowby-John Rodriguez mit 1:3 und so war er bereits früh eliminiert. Dafür zeigte er aber zu Beginn des Jahres 2019 tolle Leistungen. Bei einem Players Championship Turnier startete er mit einem 6:1 gegen Adrian Gray und legte gegen Scott Baker einen 6:2-Sieg nach. Auch Daryl Gurney(6:5) und Krzysztof Ratajski(6:1) wurden aus dem Weg geräumt, sodass er sich ins Viertelfinale spielte. Dort schlug er dann Kyle Anderson mit 6:4 und nachdem er dann auch noch Danny Noppert 7:4 besiegte, stand er erstmals seit 2013 wieder im Finale eines Players Championship Events. Dieses verlor er dann allerdings mit 4:8 gegen Gerwyn Price. Bei den UK Open 2019 hatte er einen kurzen Auftritt. Zwar schlug er José Antonio Justicia Perales mit 6:5, verlor aber nur eine Runde später gegen Dimitri van den Bergh mit 5:10 um auszuscheiden. Die gute Form stellte Evans aber weiterhin unter Beweis. Denn auch beim German Darts Championship auf der European Tour erreichte er wieder ein Finale. Nach dem 6:4 gegen Robert Thornton schlug er auf dem Weg auch Mensur Suljovic, Mervyn King(je 6:4) und Darren Webster(6:5), dazu im Halbfinale auch Keegan Brown mit 7:3. Im Endspiel bekam er es mit Daryl Gurney zu tun, verlor gegen den Nordiren jedoch 6:8.

Jonathan Schütte & Tobias Gürtler

 Dartspieler im Fokus April 2019


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