Energien auffüllen


Energie aufladen

Einen wunderschönen guten Morgen. Ich sage guten Morgen, obwohl es 11 Uhr ist, weil ich gerade entspannt, lange und ausgiebig ausgeschlafen habe. Warum habe ich ausgeschlafen? Ich war seit Tagen unterwegs, hatte sehr viele verschiedene Städte besucht. Sehr viele verschiedene Settings, Seminare, Vorträge, große und kleine Gruppen, verschiedene Anforderungen, verschiedene Firmen. Ich kam nach Hause und war einfach nur platt. Kennen Sie das Gefühl, wenn von innen heraus nichts mehr geht, wenn man das Gefühl hat, irgendwie hast du in den letzten Tagen deine letzten Energiereserven zusammengekratzt? Obwohl ich meinen Job liebe, und mein Job mir sehr viel Energie gibt. Wenn Sie vor einer Gruppe mit 200 Menschen stehen, und Sie senden etwas aus, und 200 Menschen senden Ihnen positive Energie zurück, dann ist es sehr schön. Aber trotzdem gibt es Tage, an denen man sagt, stopp, jetzt ist Schluss und jetzt war es wieder soweit.

Ich kam nach Hause, habe mich gemütlich hingesetzt und merkte, wie die Müdikgkeit kam. In meinem Job ist man viel mit dem Auto unterwegs. Ich kam um zwei Uhr nachts nach Hause und merkte, wie die tiefe, tiefe Müdigkeit über mich rüber schwappte. Ich schlief aus bis zum nächsten Tag, und das war gestern. Ich bekam gestern gar nichts auf die Reihe, eher im Gegenteil. Ich war richtig demotiviert. Ich war den ganzen gestrigen Tag massiv demotiviert. Ich habe versucht, am Schreibtisch meine wichtigsten E-Mails zu beantworten, und dann sagte mein Kopf: keinen Bock! Lass es sein, mach irgendwas anderes. Ich musste mir eingestehen, dass es ab und zu notwendig ist, auf den Pausenknopf zu drücken. Ich bin Berufseuphoriker, ich liebe es, zu arbeiten, zu arbeiten ... und ich mache das seit vielen Jahren. Aber ab und zu ist es notwendig, auf einen Pausenknopf zu drücken und sich die Energien auf eine andere Weise wiederzuholen. Ich habe schon erzählt, dass ich ein Fan dessen bin, was ich tue, und ich viele Energien, die ich ausstrahle, auch durch die Arbeit mit Menschen bekomme, mit Ideen, dadurch dass ich an vielen verschiedenen Orten mit Settings zu tun habe, dass ich Menschen in verschiedenen Situationen kennenlerne und mit diesen Situationen jongliere. Das gibt mir sehr viel Input und auch viele Energien. Es kommt in der Regel etwas zurück. Andererseits habe ich eine starke Seite in mir, die nach innen gerichtet ist und Zeit braucht zum Reflektieren, Zeit, dass sich diese Erfahrungen setzen. Das ist die Zeit, die ich zu Hause brauche, mich am liebsten in meinem Büro einschließe, das Telefon ausmache, am liebsten auch das Internet nicht einschalten möchte, sondern einfach vor mich hinwurschtele und das tue, worauf ich gerade Lust habe. Gestern war es wieder soweit, dass ich energiemäßig ganz weit unten war und mich fragte, was mach ich jetzt. Was gibt mir Energie?

Und nun zum eigentlichen Sinn unseres Podcast. Was gibt uns Energie? Einerseits gibt mir mein Job wahnsinnig viel Energie, er macht mir Spaß. Wie sieht es bei Ihnen aus? Gibt Ihnen Ihr Job auch viel Energie oder müssen Sie sich in der Freizeit von Ihrem Job erholen, weil Sie etwas machen, was Sie gar nicht machen wollen? Nun bin ich jemand, der sich über 300 Tage im Jahr beruflich engagiert und immer was macht. Trotzdem gibt es Tage wie gestern und vielleicht heute auch noch (wird sich zeigen) wo der Energielevel ganz unten ist und man sich fragt, wie hole ich diese Energie wieder? An diesem Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen. Es trennt sich der Workoholik von dem, der gerne arbeitet, aber nicht im krankhaften Sinne von seinem Job motiviert ist. Der Workoholik würde jetzt sagen, das darfst du nicht, du kannst jetzt nicht schlapp machen, bringe mehr Leistung, damit das Ergebnis nicht so sein wird, wie du es nicht haben möchtest, dann wirst du negative Konsequenzen haben. Der Workoholik würde jetzt sagen, es wird Zeit, eine Extraschippe draufzulegen. Und was passiert? Man findet sich nach kurzer Zeit im Hamsterrad wieder. Man arbeitet, arbeitet, weil unser Gehirn das gelernt hat und macht weiter. Ich könnte jetzt auch auf den Knopf drücken und könnte weiterarbeiten ... und irgendwann wäre Montag und ich würde weiterarbeiten. Nur was dann, ich kenne mich und Leute, die in einer Workoholikfalle und Burnout waren. Was dann im schlimmsten Fall rauskommt, ist, dass ich das Gefühl habe, ich arbeite zwar, aber das Gefühl der Produktivität will sich nicht einstellen. Ich habe keinen Hebel, etwas zu bewegen. Wenn ich in dieser Überspirale bin und eine Schippe drauflege, ahnen Sie was passiert: Es leidet die psychische Gesundheit darunter. Wir fühlen uns schlecht, ausgebrannt, nicht mehr glücklich, obwohl wir tun, was wir tun können, was wir gerne machen. Wenn Sie nicht in diese Situation kommen wollen, ist es wichtig, die Stoppsignale Ihres Körpers oder Ihrer Seele wahrzunehmen. Stoppsignale sind das, was ich gestern und heute gehört habe: du willst nicht, du willst dich jetzt nicht mit irgendwas Beruflichem auseinandersetzen. Sie ahnen, ich mache jetzt meinen Podcast, also wieder etwas Berufliches, auch wenn es mir Spaß macht, sondern ich will etwas ganz anderes. Was ich möchte ist die große Frage, die große Frage eines jeden Menschen: Was will man denn?

Nun schlage ich folgende Technik vor. Nehmen Sie sich Zeit, setzen sich hin, setzen sich in den Sessel, gehen Sie mit Ihrem Hund spazieren, legen Sie sich ins Bett, dösen, träumen und überlegen Sie, was Ihnen in Ihrem Leben Energien gibt. Was macht Ihnen im Leben Spaß und gibt Ihnen Energien. Damit meine ich, Sie können alles anführen, auch was andere Leute mögen oder nicht mögen, wenn Sie sich beispielsweise auf dem Sofa fläzen. Wenn es Ihnen Energien gibt, ist es erlaubt. Wenn Sie beispielsweise gerne eine DVD gucken, ist das erlaubt. Legen Sie sich hin, genießen Sie es. Wenn Sie gerne ein Buch lesen, wenn Sie gerne ins Kino gehen, wenn Sie sich gerne eine Fußmassage machen lassen, wenn Sie gerne mit dem Hund spazieren gehen, wenn Sie einfach 12 oder 14 Stunden im Bett liegen, wenn Sie ein Bier trinken oder zwei, wenn es nicht zu viel ist und nicht in zu nahen Abständen, es ist erlaubt. Wenn Sie mit Ihren Freunden rausgehen wollen, wenn Sie Party brauchen, wenn Sie Abwechslung brauchen oder wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie zwei Tage einfach die weiße Wand anstarren wollen, also das Sie sich im Zimmer einschließen wollen ohne Input, starren Sie und machen Sie keinerlei Pflicht. Die einzige Frage für Sie ist, bringt die Handlung, die ich jetzt mache, Energie oder kostet sie mich Energie.

Nun zum nächsten Schritt: Verboten ist, was Sie Energien kostet. Wenn Sie sagen, ich habe keine Lust mit Geschäftspartnern zu telefonieren, lassen Sie es. Wenn Sie keine Lust haben sich mit irgendwelchen Kollegen zu unterhalten und sich mit Problemen zu beschäftigen, lassen Sie es. Machen Sie nur das Allernötigste. Ansonsten machen Sie nur Tätigkeiten, die Ihnen Energien zufließen lassen. Setzen Sie sich hin, machen Sie eine Liste, was gibt Ihnen Energien und überlegen Sie, was nimmt Ihnen Energien. Na, wie machen wir die Speederholung? Wir streichen das Wort "Speed" aus unserem Leben. Es ist das Wort des Workoholik, der sagt, ich muss ganz schnell wieder fit werden. Nein, es geht darum, wieder fit zu werden, und Sie werden Ihren "Speed" von alleine wieder aufnehmen. Bis dahin füllen Sie Ihren Akku auf. Nehmen Sie die Liste, gucken Sie was darauf steht, und genießen Sie so viel energiefördernde Dinge auf der Liste, wie möglich.

Ich werde jetzt genau das Gleiche machen und ganz gemütlich den heutigen Tag zum zweiten Mal hintereinander meine Seele baumeln lassen. Ich werde am heutigen Tag gar nicht arbeiten, den Podcast online stellen und dann gehe ich mit meinem Hund spazieren, gucke vielleicht eine DVD an, vielleicht höre ich ein Hörbuch an und mache vielleicht einen Mittagsschlaf. Mir fällt was ein, ich glaube Ihnen fällt auch was ein.



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