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Doping für Abenteurer


Doping für Abenteurer

Wie Sie gut gelaunt und voller Kraft mit Gewohnheiten brechen – dank selbstgemachtem Kopf-Doping

Hallo und weiter geht's mit Günter, dem inneren Schweinehund. Günter liebt es, das zu tun, was er gestern schon gemacht hat. Das hängt damit zusammen, dass wir durch eine Art Verhaltenstiefschnee stapfen. Wenn wir immer auf dem gleichen Weg hin und her gehen, dann schaffen wir eine Spur im Schnee und es fällt uns leicht, auf dieser Spur zu laufen, auf der wir gestern schon gelaufen sind.

Aber das Leben verändert sich, wir müssen diese Spuren verändern. Die Frage ist, wie geht das am besten. Zum einen Teil hatten wir das schon beantwortet. Wenn ich gute Motive und gute Ziele habe, dann fällt es mir schon einmal ein bisschen leichter, aus meinen vorhandenen Rillen rauszusteigen und etwas Neues zu machen.

Wenn ich verstehe, wie das mit einem gewissen Stoff im Kopf zusammenhängt, mit dem sogenannten Dopamin, dann habe ich sogar richtig Spaß dabei. Jetzt fragen Sie sich, was ist Dopamin. Dopamin ist Kopfdoping. Dopamin ist eine Substanz, die unsere Nerven herstellen. Sie hat lauter tolle Effekte. Die führt zu guter Laune, die führt zu gesteigerter Leistungsfähigkeit, zu gesteigerter Wachsamkeit und Lernfähigkeit. Die führt dazu, dass wir eine bessere Stressresistenz haben, also dass uns das, was uns passiert, weniger ausmacht. Es ist eine wahre Wunderdroge.

Die Frage ist jetzt, wann wird diese Wunderdroge ausgeschüttet. Wir müssen die nicht von außen zuführen, wir sind ja schließlich keine Radsportler. Das machen wir lieber selbst im Kopf. Wie geht das?

Es wird immer dann ausgeschüttet, wenn wir uns gut unterhalten fühlen. Jetzt fragen Sie sich, wann fühlen wir uns gut unterhalten. Dafür überlegen wir uns einmal, wie eine typische Abenteuerstory aufgebaut ist. Die ist nämlich immer gleich aufgebaut. Also, gehen Sie ins Kino, lesen Sie ein Buch, gucken Sie einen Fernsehfilm an oder auch eine Gameshow. Im Prinzip immer folgendes Motto: Held oder Heldin, Leben in stabilen Verhältnissen, und alles ist in Ordnung. Dann stört irgend etwas diese stabilen Verhältnisse, sie werden verlassen. Jetzt begibt man sich auf die Suche nach Glück, nach Liebe, nach Gerechtigkeit. Also, nach irgendeinem wichtigen Ziel. Dadurch wird jetzt ein Abenteuer erlebt.

Das bedeutet, gerade das Verlassen dieses Verhaltenstiefschnees führt dazu, dass eine Handlung in Gang kommt. Wir gucken jetzt wie gebannt auf diese Handlung und fragen uns, wie geht die wohl aus. Während wir zugucken wird in unserem Kopf die ganze Zeit Dopamin ausgeschüttet. Wir erleben auf dem Weg zum Ziel jede Menge Abenteuer. Es wird geweint, es wird gestritten, es wird geliebt, es wird verlassen, es wird getötet, es wird auf die Welt gekommen. Dem Helden passieren lauter Dinge, die dem Zuschauer viel Spaß machen.

Im realen Leben ist es genauso. Es gibt Situationen, die voller Dopamin stecken. Ein Beispiel, erinnern Sie sich noch an die Fußball Weltmeisterschaft? Da waren wir alle auf einer Mission. Jürgen Klinsmann hat es geschafft. Jürgen Klinsmann hat ganz Deutschland eingeimpft, dass wir Weltmeister werden können. Das sorgte dafür, dass ganz Deutschland im Dopaminrausch war. So manch einer, der normalerweise Schwierigkeiten hat, morgens aufzustehen, der hatte schon morgens eine gute Stimmung. Der Wecker hat geklingelt, wie üblich, wie jeden Morgen. Doch anstatt dieses Mal rumzumotzen, wie haben wir da reagiert? Wir haben uns erst einmal gefragt, wie haben wir gestern gespielt? Wann ist das nächste Spiel? Wie hat die Konkurrenz gespielt? Was müssen wir machen, wie müssen wir spielen, damit wir die Konkurrenz schlagen und damit wir in diesem ganzen großen Spiel ein Stückchen weiterkommen?

Die Folge war, dass wir sehr leicht aus dem Bett gekommen sind, und dass wir alle in einer super Stimmung waren. Erinnern Sie sich einmal an die glücklichen Gesichter auf der Straße. Erinnern Sie sich an die feiernden Menschen. Sogar die Supermarktkassiererinnen waren freundlich zu uns. Wir haben uns gefragt, wo leben wir eigentlich. Sind wir hier in Deutschland oder wo ist das?

Diese Technik oder dieser Dopaminrausch im Kopf, der ist immer dann angeschaltet, wenn wir uns unterwegs befinden zu einem Ziel. Wenn wir sozusagen auf einer Mission sind. Das ist genau dieses Gefühl, was viele Menschen andauernd haben, die erfolgreich sind. Die von einem Erfolg und Ziel zum nächsten durch das Leben hüpfen und sich fragen, warum mach ich hier das eigentlich alles. Die haben ein klares Ziel im Kopf, ein klares Bild. Schwierigkeiten oder die ein oder anderen Anstrengungen werden nicht so wichtig genommen, sondern man versucht, sich auf dieses Ziel zuzubewegen. Man genießt den Prozess des Werdens.

Man genießt es, aus diesen Tiefschneerillen herauszusteigen und sich auf einen neuen Weg zu begeben und zu schauen, was kommt denn da, wenn ich einmal etwas Neues mache. Wenn man nicht dieses Ziel hat, dann fühlt man sich richtig dreckig. Erinnern Sie sich daran, wie es im Halbfinale gewesen ist, als die Italiener diese blöden zwei Tore geschossen haben? Innerhalb weniger Minuten war komplett Deutschland vom Dopamin entzogen. Wir haben einen Dopaminentzug durchgemacht.

Erinnern Sie sich an dieses Gefühl? Oder erinnern Sie sich an das Gefühl von Enttäuschung, das man hat, wenn einem die Wurst vor der Schnauze des inneren Schweinehundes weggenommen wird? Dann wissen Sie, wie sich Menschen fühlen, die desillusioniert sind. Wie sich Menschen fühlen, die arbeitslos sind, wie sich Menschen fühlen, die eine gewisse Sinnlosigkeit erleben. Das ist die Abwesenheit von Dopamin. Dann geht es einem richtig dreckig.

Wie kommt man die ersten Schritte aus diesen Rillen raus, aus diesen Spuren im Schnee raus? Begeben Sie sich auf eine Mission! Suchen Sie sich noch einmal Ihre Gründe, noch einmal Ihre eigenen Motive heraus. Dann begeben Sie sich einfach auf die ersten paar Schritte durch den Tiefschnee. Gucken Sie nicht darauf, wie tief der Schnee ist und ob das anstrengend ist. Ein Fußballspieler beschwert sich schließlich auch nicht, dass er beim Sport schwitzen muss.

Begeben Sie sich auf Ihre Mission. Fangen Sie Ihr eigenes, persönliches Abenteuer an. Beim nächsten Mal sprechen wir darüber, wie es in diesem Verhaltenstiefschnee weitergeht, wie man sich ein neues Verhalten, nicht nur durch Dopamin, mit viel Schwung aufbaut, sondern wie man dieses neue Verhalten dauerhaft beibehält. Deswegen hören Sie wieder rein, tschüss bis zum nächsten Mal, Grüße an den Schweinhund, Ihr Stefan Frädrich.


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