Dartspieler des Monats April 2019

Ein Drittel des Jahres ist schon wieder rum. Es gab in den ersten vier Monaten einige Profis, die sich in den Vordergrund spielen konnten, andere die den Erwartungen ein wenig hinterherliefen. Im April gab es vier weitere Abende der Premier League, die langsam auf die Zielgerade einbiegt, fünf Players Championship-Turniere und zwei European Tour-Events. Genügend Möglichkeiten also, um sich zu präsentieren und die Order of Merit weiter zu erklimmen.

Nach den 30 Tagen im April, die traditionell mal sehr schön und mal sehr eklig waren, blicken wir also auf diese Wettbewerbe zurück und schauen, wer in der Zeit am meisten überzeugt hat. Direkt zu Beginn des Monats hatte sich ein Spieler bereits so ins Rampenlicht gespielt, dass man um ihn nicht mehr wirklich herumkommen konnte. Auch wenn die European Tour-Events bei ihm nicht nach Plan verliefen, hatte er insgesamt herausragende vier Wochen. Spieler des Monats ist „The Machine“ James Wade.

Warum James?

Nach einer knappen, wenn auch verdienten Niederlage gegen Mensur Suljovic in der Premier League, zog Wade so richtig an. Es ging auf die Players Championship-Events nach Barnsley, wo er am ersten Tag unter anderem Adrian Lewis bezwang und im Finale beim 8:2-Sieg Michael Smith keinerlei Chance ließ. Ein Players Championship-Titel macht aber noch keinen Sommer und schon gar keinen Spieler des Monats. Das dachte wohl auch „The Machine“, denn nur eine Woche später machte er weiter. Wieder spielten die Stars in Barnsley, und am ersten Tag hatte James eine Menge Arbeit zu tun. Beinahe wäre er schon in der zweiten Runde aus dem Turnier ausgeschieden, behielt aber im entscheidenden elften Leg gegen Joe Murnan die Nerven und setzte sich durch. Auch danach war er nicht zu schlagen, besiegte unter anderem Krzysztof Ratajski, Jonny Clayton und Ian White, um sich erneut ins Endspiel zu kämpfen. Dort wartete, wie schon eine Woche zuvor, Michael Smith. Dieses Mal entwickelte sich eine deutlich engere Partie, doch wieder sollte Wade die Oberhand behalten. Mit einem 8:6 schnappte er sich seinen zweiten Players Championship-Titel innerhalb einer Woche.

Doch alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Und deswegen ließ James auch am Tag darauf in Barnsley überhaupt nicht mit sich reden. Wieder war es zu Beginn zwar recht eng, als er Luke Woodhouse mit 6:5 bezwang, doch solche Spiele in denen es auf Nervenstärke und das richtige Timing ankommt, liebt Wade bekanntermaßen. Er schlug auch Ted Evetts mit diesem Ergebnis und spielte sich über Stephen Bunting, Jonny Clayton und dieses Mal schon im Halbfinale Michael Smith ins Endspiel. Dort wartete nun Jeffrey de Zwaan, der die Partie zwar lange offen halten konnte, aber in den entscheidenden Momenten nicht zur Stelle war. Wade siegte mit 8:5, holte sich seinen dritten Turniersieg in dem Monat und kletterte in der Players Championship-Rangliste auf den ersten Platz. Auf den European Tour-Events verlor er dann zwar in seinem ersten bzw. zweiten Matches, doch dafür zeigte er auch in der Premier League wieder starke Spiele. Nach der angesprochenen Niederlage gegen Suljovic, holte er gegen einen überragenden Daryl Gurney einen Punkt, schlug Peter Wright mit 8:2 und errang dann auch gegen Michael van Gerwen ein 7:7-Unentschieden. Dabei spielte er für ihn ungewöhnlich 103 Punkte im Schnitt, checkte dabei für ihn weniger ungewöhnlich zwei Mal 121 Punkte. In der Premier League steht er damit auf dem dritten Rang, und das Halbfinale scheint greifbar nahe. Den Titel als Spieler des Monats hat er zumindest im April aber bereits in der Tasche.

Prognose

Im Mai finden neben den letzten Spieltagen und dem Finale der Premier League auch noch drei European Tour-Events und ein Players Championship-Wochenende statt. James hat mit Michael Smith in der Premier League einen Gegner, den er zuletzt immer wieder besiegte und sollte damit das Halbfinale klar machen, auch wenn es am letzten Spieltag gegen Tabellenführer Rob Cross geht. Bei den European Tour-Events wird er wieder bessere Leistungen zeigen, ein Halbfinale wird dabei mindestens herausspringen. Auf der kleinen Bühne in Barnsley traue ich ihm sogar noch einen weiteren Titel zu. Ob es so kommt, wir werden sehen. Bis dann!

Tobias Gürtler



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