Dartspieler des Monats Mai 2019

Der Sommer kommt immer näher und die Temperaturen steigen. Immer mehr Sportarten beenden ihre Saisons, nicht aber die Dartspieler. Die sind weiterhin voll dabei und haben auch im Mai wieder einige Turniere absolviert. So gab es gleich drei European Tour Events, ein Players Championship Wochenende und natürlich das große Finale der Premier League, welches mal wieder vom Seriensieger Michael van Gerwen gewonnen wurde.

Wir blicken nun aber auf alle Turniere zurück und finden dort auch herausragende Spieler, die gar nicht an der Premier League teilnahmen. Wenn einer von ihnen so weitermacht wie im vergangenen Monat, dann wird er aber mit Sicherheit, zumindest als Contender, in der kommenden Saison mit am Start sein. Endlich bringt er sein Können auch auf die Bühne, denn was er aktuell zeigt, wurde ihm lange schon prophezeit. Spieler des Monats Mai ist Ian White!

Warum Ian?

Adrian Lewis war es damals, der Ian White in die PDC holte und ihn unterstützte. Beide kommen aus Stoke-on-Trent und „Jackpot“ sah in White das Potential, in Zukunft Major Turniere zu gewinnen. Lange Zeit war es nun aber so, dass er auf den kleinen Turnieren durchaus starke Leistungen zeigte, auch die ganz großen Namen ärgern könnte. Ging es aber auf die Bühne, ob nun bei einem Major Event oder auf der European Tour, dann brachte er sein Können einfach nicht ans Board. Im letzten Jahr gelang ihm dann endlich sein erster Sieg auf einem European Tour Event und im Mai legte er nochmal eine weitere Schippe drauf. Angefangen hatte es bei den Austrian Darts Open und alles hätte anders laufen können, wenn er im Entscheidungsleg gegen Jamie Hughes nicht die Nerven behalten hätte. Er gewann aber mit 6:5 und schlug danach Keegan Brown, Steve Beaton und auch den formstarken James Wade, der noch im April unser Spieler des Monats war, vergleichsweise deutlich. Im Endspiel bekam er es dann mit Michael van Gerwen zu tun, kämpfte fantastisch und verlor nur knapp mit 7:8. Dies sollte aber nicht das letzte Wort zwischen beiden sein.

Eine Woche später ging es aber zunächst nach Sindelfingen. Von seiner guten Leistung noch immer gepusht, konnte Ian auch hier überzeugen. Mit Dimitri Van den Bergh hatte er einen äußerst schwierigen Gegner in seiner ersten Partie, wieder aber behielt Ian dort die Nerven und siegte mit 6:5 im Entscheidungsleg. Er bekam es dann erneut mit Keegan Brown und auch Steve Beaton zu tun, beide konnte er auch in Sindelfingen schlagen. Zwischen diesen Duellen traf er im Viertelfinale aber auch noch auf Jeffrey de Zwaan, dem er eine 6:1-Klatsche verpasste. Erneut war White also ins Finale eingezogen, dieses Mal wartete dort van Gerwen-Bezwinger Peter Wright. Es entwickelte sich eine nervenaufreibende Partie, die erneut über die volle Distanz ging. Dieses Mal war es jedoch Ian, der die Nerven behielt. Mit 8:7 holte er sich den Titel. Doch damit nicht genug. Als nächstes ging es nach Zwolle und nach dem obligatorischen 6:5 im ersten Spiel, in dem Fall gegen Michael Mansell, warf White die Lokalmatadoren Jermaine Wattimena und Vincent van der Voort aus dem Turnier. Auch Peter Wright schlug er und traf somit im Endspiel auf Michael van Gerwen, seinem dritten niederländischen Kontrahenten an diesem Wochenende. Die Fans in Zwolle waren entsprechend klar für MVG, doch Ian ließ sich davon nicht beeinflussen, spielte von vorneweg eine tolle Partie und ließ „Mighty Mike“ zu keiner Zeit die Führung übernehmen. Wieder ging das Spiel ins 15. Leg, dieses Mal aber behielt White die Oberhand und siegte mit 8:7. Zwei European Tour Titel und ein Finale in nur einem Monat? Sowas macht nur ein Spieler des Monats.

Prognose

Jetzt im Juni steht zunächst der World Cup of Darts auf dem Programm, an dem die beiden englischen Spieler der Monate April und Mai jedoch nicht teilnehmen. Sie dürfen sich wieder auf dem Players Championship Turnier in Wigan sowie den European Tour Events in Kopenhagen und Prag beweisen. Ian wird mindestens in einem weiteren Halbfinale stehen und sollte er so weitermachen, könnte er noch in diesem Jahr bei einem Major Turnier überraschen. Ob es so kommt, wir werden sehen. Bis dann!

Tobias Gürtler



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