Dartspieler des Monats Februar 2019

Vier Wochen, das sind ein Monat. Sagt man so. Es trifft allerdings lediglich auf einen zu, auf den kürzesten des Jahres, den Februar. Dieser war aber dennoch mit so viel Dartsaction vollgepackt, dass es eine Freude war. Beim Masters wurde ein Major Titel verteilt, die wie immer hochinteressante Premier League absolvierte ihre ersten vier Spieltage, samt Auftritten von den sogenannten Contendern, und bereits sechs Players Championship Events fanden ihren Sieger.

Genug Material also um einen genaueren Blick zu riskieren und nach reifer Analyse den Spieler zu wählen, der sich in diesem Monat am besten präsentiert hat. Bis zum letzten Tag, an dem noch der vierte Spieltag der Premier League ausgetragen wurde, war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zweier starker Individuen. Die Spiele in Exeter ließen das Pendel dann aber eher in Richtung Wales ausschlagen. Der Spieler des Monats Februar ist der „Iceman“, Gerwyn Price.

Warum Gerwyn?

Der sehr kontroverse und nicht von allen geliebte Waliser startete aus seiner Sicht nicht sonderlich gut in den Monat. Beim Masters bekam er es in der ersten Runde mit James Wade zu tun. Gegen „The Machine“ hatte er von Anfang an das Nachsehen, konnte ihn kaum gefährden und so verlor er auch folgerichtig mit 7:10. Auch beim ersten Players Championship Wochenende konnte er überhaupt nicht das abrufen, was er zu leisten imstande ist. Er unterlag Diego Portela bzw. Alan Tabern jeweils mit 5:6 und schied an beiden Tagen bereits in der zweiten Runde aus. Für seine Ansprüche war das absolut zu wenig. Gerwyn hat sich in den letzten Jahren aber sehr stark weiterentwickelt. Nicht nur spielerisch, auch mental. Er weiß genau welche Schlüsse er aus solchen Spielen ziehen muss. Auch das macht einen absoluten Top-Spieler aus. Sich von Rückschlägen zu erholen und gestärkt daraus hervorzugehen erfordert eine Menge, er hat über den Rest des Monats genau das gezeigt.

Bereits beim vierten Players Championship Turnier konnte er unter anderem Michael Smith schlagen und zog letztlich ins Halbfinale ein. Dort verlor er zwar gegen den späteren Sieger Glen Durrant, zeigte sich aber mit sich selbst wieder klar zufriedener. Dies nahm er auch mit in das dritte Wochenende auf der Pro Tour. Price zeigte sich dort unschlagbar. Beim ersten der beiden Turniere spielte er im Endspiel 109,7 Punkte im Schnitt gegen Gabriel Clemens und holte sich den Titel mit einem 8:4-Sieg, nur einen Tag später bestätigte er diese Form. Nach einem 112’er Average in Runde zwei gegen Zoran Lerchbacher, zeigte er auch den Rest des Tages die stärksten Leistungen und holte sich entsprechend den zweiten Turniersieg in Serie. Neben den kleinen Bühnen konnte er auch bei der Premier League überzeugen. Nach einem Auftaktsieg gegen Daryl Gurney holte er zwar gegen Raymond van Barneveld, einen starken James Wade und einen ebenso gut aufgelegten Luke Humphries jeweils nur einen Punkt, ist nach vier Spieltagen aber der einzige Akteur in der Premier League, der noch nicht besiegt werden konnte. Eine tolle Statistik und ein insgesamt doch toller Monat den Gerwyn Price dort zeigte, weswegen er sich die Auszeichnung zum Spieler des Monats Februar auch verdient hat.

Prognose

Der März startet mit den UK Open, hat zwei European Tour Events, ein weiteres Players Championship Wochenende und natürlich die nächsten fünf Premier League Spieltage samt Judgement Night. Donnerstags muss Price unter anderem noch gegen Michael van Gerwen und Rob Cross antreten, wird aber definitiv nach dem neunten Spieltag noch mit von der Partie sein. Bei den European Tour Events und auf der Pro Tour wird er mindestens ein Halbfinale erreichen und auch bei den UK Open, bei denen er 2017 im Finale stand, wird er wohl im Minimalfall das Viertelfinale spielen dürfen. Ob es so kommt, wir werden sehen. Bis dann!

Tobias Gürtler



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