Dartspieler des Monats September 2018

Ein weiterer Monat ist vergangen und wir befinden uns mitten im nächsten großen Turnier. Der World Grand Prix hat gerade begonnen und wird dem Sieger neben Prestige auch wieder eine Menge Preisgeld einbringen. Doch auch im vergangenen Monat hatten die Akteure schon die Möglichkeiten ihre Platzierung in der Order of Merit zu verbessern. Es fanden vier Players Championship Turniere und drei European Tour Events statt, zusätzlich mit der Champions League noch ein weiteres Major Turnier außerhalb der Wertung.

Zeit also diese Events nochmal etwas genauer zu studieren und einen Blick drauf zu werfen, welcher Spieler sich denn am meisten hervorgetan hat. Die Siegerliste war dieses Mal bunt gemischt, es gab jedoch einen Spieler der neben seinem Turniersieg auf der European Tour und einer weiteren Finalteilnahme zusätzlich auch noch ein Halbfinale erreichte und so eine gute Konstanz an den Tag legte. Sonst schwimmt er meist unter dem Radar, heute gehört ihm das Rampenlicht. Spieler des Monats ist „Diamond“ Ian White.


Warum Ian?

Der Monat startete eigentlich gar nicht so gut für Ian. In der zweiten Runde der German Darts Championship bekam er es mit Terry Jenkins zu tun und unterlag dem Routinier ärgerlich knapp mit 5:6. So schied er also direkt nach seiner ersten Begegnung aus, was ihm selbstverständlich gar nicht schmeckte. Doch schon bei den nächsten Players Championship Events zeigte er seine gute Form. Nach einer soliden Leistung am ersten Tag, begann er am zweiten mit einem Sieg über Scott Taylor. Auch die drei Niederländer Dirk van Duijvenbode, Vincent van der Voort und Jan Dekker waren ihm an diesem Tag nicht gewachsen und so kämpfte er sich bis ins Viertelfinale. Dort schlug er auch noch den zuletzt stark agierenden Gerwyn Price und verlor erst im Halbfinale gegen den späteren Sieger Nathan Aspinall, erneut sehr ärgerlich mit 5:6. Diese Performance sorgte für einen weiteren Selbstvertrauensschub auf Seiten von Ian, der im Anschluss ein großes Ziel für die Dutch Darts Championship hatte: seinen ersten Turniersieg bei einem European Tour Event einfahren.


Es lief zunächst nach Plan. Gegen Arron Monk konnte sich Ian mit 6:4 durchsetzen und so lauerte in der nächsten Runde der erfahrene Mervyn King auf „Diamond“. Gegen diesen war er deutlich überlegen und setzte sich mit 6:2 durch. Durch ein überraschend deutliches 6:1 gegen seinen ehemaligen Förderer, Doppelweltmeister Adrian Lewis, kam er ins Halbfinale, wo er beim 7:4 gegen Peter Wright die Nerven behielt. Ricky Evans war dann der überraschende Endspielgegner von White, gegen den er aber seine Erfahrung nutzte und mit einem 8:5 tatsächlich seinen Traum vom ersten European Tour Titel wahrmachte. Trotz eines mäßigen, weiteren European Tour Events konnte Ian in dem Monat ein letztes Mal groß auftrumpfen. Einen Tag vor dem Start des World Grand Prix konnte er gegen Jimmy Hendriks, Nathan Aspinall, Kyle Anderson, Ron Meulenkamp, Mensur Suljovic und Keegan Brown Siege einfahren und sich so erneut ins Endspiel eines Turnieren kämpfen. Dort unterlag zwar er dem Niederländer Danny Noppert mit 4:6, durfte mit dem Monat aber dennoch sehr zufrieden sein und verdiente sich so auch erstmals die Ernennung zum Darts1 Spieler des Monats.


Prognose

Neben dem World Grand Prix finden im Oktober ein weiteres European Tour Event, zwei Players Championship Turniere und die Europameisterschaft statt. Was den World Grand Prix angeht, so kam Ian bisher nie über das Viertelfinale hinaus und hätte in Runde zwei mit Mensur Suljovic oder James Wade auch maximal schwere Gegner, gerade was Treffer in Doppelfelder angeht. Ein neues, bestes Ergebnis erscheint unwahrscheinlich, jedoch ist ihm die Halbfinalteilnahme bei einem Players Championship Turnier zuzutrauen. Je nach Auslosung ist auch das Viertelfinale bei der EM drin. Ob es so kommt, wir werden sehen. Bis dann!

Tobias Gürtler



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