Dartspieler des Monats Juli 2016

Der Monat Juli hatte für die Weltbevölkerung etwas Großes in petto: Pokemon Go. Seit einigen Wochen laufen die Menschen also durch die Gegend und starren pausenlos auf ihre Handys. Okay, im Grunde ist also alles wie immer, abgesehen davon, dass die Leute nun wilde Taubsis fangen. Doch im Dartsport hat sich im Juli wirklich so einiges ereignet. Wir sahen ein weiteres World Series Turnier, zwei Players Championship Turniere in Barnsley, ein European Tour Event in Düsseldorf und natürlich das World Matchplay.

Es ist also wieder an der Zeit das stärkste Pokemon, ähm, den besten Dartspieler der vergangenen 30 Tage zu wählen. Es gab sicher einige, wie zum Beispiel Steve Beaton und Mervyn King, die mit ihrer Leistung überraschten. Zudem bewies auch ein Phil Taylor mal wieder, dass er es durchaus noch drauf hat. Doch einer überstrahlte sie in diesem Monat dann doch mal wieder alle. Die Frisur von Schiggy, die Stärke von Glurak und die Ausstrahlung von Mewtu. Spieler des Monats Juli ist: Michael van Gerwen.

Warum Michael van Gerwen?

Weil Michael van Gerwen. Im Grunde ist es so einfach. Der Mann macht am Dartboard unheimlich Spaß und spielt seit Jahren nun schon auf einem immens hohen Niveau. Musste er sich Anfang des Monats noch Weltmeister Gary Anderson im Finale der Tokyo Darts Masters geschlagen geben, trumpfte er beim World Matchplay so richtig auf. Bereits in der ersten Runde meldete er mit einem 10:0-Sieg gegen Jamie Caven Ansprüche auf die Titelverteidigung an. Er legte relativ lockere Siege gegen Kyle Anderson und Dave Chisnall nach. Wie so oft konnte ihm im Halbfinale auch ein Adrian Lewis nicht gefährden. Im oft so heiß antizipierten Duell ist es auf den großen Bühnen zumeist Michael, der seine Nerven beisammen hat und eine starke Leistung abruft.

Ins Finale eingezogen bekam MVG es mit Rekordchampion Phil Taylor zu tun. Hatte er zwei Jahre zuvor noch verloren, holte er dieses Mal einen richtig starken Sieg, bei dem er sich auch nicht von Taylors Mätzchen aus der Ruhe bringen ließ. Er ist nach Rod Harrington und Phil Taylor erst der dritte Spieler, der in den 23 Auflagen des World Matchplay seinen Titel verteidigen konnte. Wer im Nachhinein von Phil „The Power“ Taylor als „der beste Dartspieler aller Zeiten“ bezeichnet wird, verdient schon eine Menge Respekt. Zu diesem Erfolg gesellte sich noch der Sieg in Düsseldorf, bei dem er erneut mit einem Whitewash gegen Caven startete. Im Endspiel schlug er Wright und spätestens da war ihm die verdiente Ehrung zum Spieler des Monats Juli nicht mehr zu nehmen.

Prognose

Sommerloch. Im August ist traditionell nicht sonderlich viel los. Bis auf die Players Championship Turniere in Barnsley sowie die World Series Turniere in Perth und Sydney finden keine größeren Turniere innerhalb der PDC statt. Michael van Gerwen wird, einfach weil er er ist, bei jedem der Wettbewerbe mindestens das Halbfinale erreichen und vermutlich auch mindestens eines gewinnen. Ach, vermutlich macht er es wie die Pokemon-Trainer dieser Welt und schnappt sie sich alle. Ob es so kommt, wir werden sehen. Bis dann!

Tobias Gürtler



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