Dartspieler des Monats Juni 2016

Es war sehr heiß, ein großes Fußballturnier ist gestartet und für England schon wieder vorbei. Der Juni lief also im Grunde genauso ab wie in jedem zweiten Jahr. Nicht aber so im Darts. Im sechsten Kalendermonat fand der World Cup of Darts statt, ein Turnier bei dem die Engländer weit erfolgreicher sind als im Fußball. Zudem spielten die Profis zwei Turniere der World Series und ein European Tour Event in Wien.

Damit ist es wieder an der Zeit einen Spieler als den besten der vergangenen 30 Tage auszuzeichnen. Doch wen nimmt man da? Es gab viele verschiedene Turniersieger, womit man alleine davon nicht ausgehen konnte. Also musste man tiefer blicken, einen Spieler auswählen, der vielleicht mit seiner Leistung überraschte. Zwei Spieler fielen mir dabei ins Auge, einer von ihnen hat allerdings seine guten Leistungen auf zwei Turnieren zeigen können. Spieler des Monats Juni ist Kyle Anderson.

Warum Kyle Anderson?

Angefangen hatte der Monat für den Australier beim World Cup of Darts. Dort ersetzte er den zuvor gesetzten Paul Nicholson, um gemeinsam mit Simon Whitlock sein Land zu vertreten. Kyle zeigte auf der großen Bühne keinerlei Nervosität. Sicher, er hat auch schon die Weltmeisterschaft gespielt, dennoch ist es immer etwas anderes, wenn man mit einem Partner zusammen für sein Land und nicht für sich alleine spielt. Zunächst zeigte sich Anderson gegen Deutschland sehr sicher. Gegen Dänemark unterlag er zwar im Einzel Per Laursen, dies brachte ihn aber nicht aus dem Rhythmus und so zeigte er im entscheidenden Doppel eine sehr starke Leistung. Im Viertelfinale gegen die Favoriten aus den Niederlanden war er es dann, der die Hoffnungen Australiens auf das Halbfinale am Leben erhielt. Nachdem Whitlock gegen van Gerwen verlor, war Kyle zum Siegen gegen van Barneveld verdammt. Und er behielt die Nerven und siegte mit 4:2. Auch im Doppel war er brillant und spielte zusammen mit Simon fast einen 9-Darter. Mit etwas Pech schieden sie dann jedoch nach einer 3:4-Niederlage aus.

Später im Monat fand dann das European Tour Event in Wien statt. Kyle konnte sich dafür qualifizieren und in der ersten Runde Ross Smith mit 6:4 bezwingen. Auch gegen einen starken Mensur Suljovic behielt er die Nerven und gewann mit 6:5. Als er auch noch Jelle Klaasen mit 6:5 besiegte, schienen ihm alle Türen offen zu stehen. Dann folgte aber das Duell mit Michael van Gerwen, welcher die European Tour Events reihenweise gewinnen konnte. Auch in diesem Jahr holte der Niederländer sich die Trophäe bei drei von vier Events ab. Kyle Anderson gelang es aber den Weltranglistenersten tatsächlich mit 6:4 zu schlagen und so ins Halbfinale einzuziehen. Auch da zeigte er eine starke Leistung und verlor letztlich nur knapp mit 5:6 gegen den späteren Sieger Phil Taylor. Alles in allem also ein richtig starker Monat für einen der aufstrebenden, jungen Dartspieler. Damit hat sich Kyle Anderson die Ernennung zum Spieler des Monats Juni verdient.

Prognose

Im Juli findet mit dem World Matchplay das zweitwichtigste Turnier im PDC-Kalender statt. Kyle Anderson konnte sich über die Pro Tour Order of Merit dafür qualifizieren und wird alles dafür geben, lange am Turniergeschehen beteiligt zu sein. Zudem findet ein Players Championship Wochenende in Barnsley und das nächste European Tour Event in Düsseldorf statt, bei beiden kann Kyle eine gute Rolle spielen, auch wenn es für den Turniersieg wohl jeweils nicht reichen wird. Ob es so kommt, wir werden sehen. Bis dann!

Tobias Gürtler

Dartspieler des Monats


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