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Die Sinnlichkeit des Darts


Die Sinnlichkeit des Darts

Im siebten Teil der kleinen Darts-Fan-Kolumne möchte ich über die Sinnlichkeit des Darts sprechen. Ist Darts ein sinnlicher Sport? Eigentlich eine einfach zu beantwortende Frage, denn wohl jeder Sport - außer vielleicht Blindschach - ist ja irgendwie sinnlich. Die Frage ist also eher: wie genau?

Ich würde da zunächst einmal das Sinnliche in passives und aktives unterscheiden. Die passive Sinnlichkeit bezieht sich auf das, was man beim Zuschauen des Darts wahrnimmt. Diese Sinnlichkeit bezieht sich also im Wesentlichen auf das Sehen und Hören. Und das bietet ja schon einiges.

Bei einem großen Event muss man natürlich noch einmal unterscheiden zwischen dem Zuschauen vor dem Fernseher oder dem Internetstream und dem Live-Ereignis. Letzteres bietet natürlich eine größere Fülle. Und man nimmt noch mehr mit allen Sinnen wahr. Man riecht und spürt auch – was vor allem beim Riechen ja nicht unbedingt vorteilhaft sein muss, aber im Grunde doch ein ganz anderes Erlebnis bietet. Das Bunte, die Lichtshow, die Musik, das nimmt man größer und direkter wahr als über einen Bildschirm. Und auch all das, was von den vielen Menschen ausgeht, die dort versammelt sind.

Der Vorteil beim Zuschauen mittels einer Kamera ist die visuell größere Nähe zum Geschehen am Oche. So dicht wie übers Fernsehen kommt man in einer Halle, dem üblichen Austragungsort eines großes Matches, nicht an die Scheibe ran, an die fliegenden Pfeile, an die Mimik und die Bewegungen des Dartspielers. Die Stimmung in einer Halle – immerhin auch ein wesentliches Element des Gesamtpakets Spitzen-Darts – nimmt man live selbstverständlich auch ganz anders, intensiver, ungefilteter und unverzerrter wahr, als über ein Medium.

Das schauende Verfolgen der Partie ist die zentrale passive Sinnlichkeit. Sie ist in der Mischung aus Gleichförmigkeit und Variation spannend. Man begleitet die Partie mit Erwartungen, Hoffnungen. Das fesselt.

Die aktive Sinnlichkeit, also, das, was man empfindet beim Selberspielen, ist nochmal intensiver. Man ertastet den Dart, die verschiedenen Teile, vielleicht auch mal die Scheibe. Man fühlt ganz subtil den Barrel, Man fokussiert präsize das Board. Man fühlt den eigenen Stand und die Bewegung – und auch, ob das Empfinden insgesamt stimmt oder nicht, ob es vom Erwünschten abweicht oder ihm nahe kommt. Dafür muss man eine Vorstellung haben, wie es sich anfühlen soll.

Die Empfindung bei einem perfekten Wurf ist wohl das Größte, was zu erreichen ist. Und je mehr dieser Würfe – umso besser.

Bei der klassischen und nicht zu unterschätzenden Form des Darts kommt ja sogar der Geschmackssinn ausgiebig zum Einsatz – beim obligatorischen Pint!

Stephan Hammers, 23.3.2017


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