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Die 10… denkwürdigsten Premier League Momente

10 wichtige Dartmomente Die Premier League Darts ist einzigartig. In den großen Arenen mit teils über 10.000 Zuschauern wird für die besten Dartspieler der Welt eine unfassbare Stimmung erzeugt. Auch durch den Ligamodus und damit einhergehenden Unentschieden hat dieses Turnier einen ganz besonderes Reiz. Es wird über Monate gespielt und die konstantesten Spieler qualifizieren sich für die sogenannte Finals Night. Es gab so viele unvergessliche Momente bei diesem Wettbewerb, hier sind die zehn denkwürdigsten von ihnen!

10. Simon Whitlock eröffnet Finals Night perfekt

Es war das Jahr 2012. Die Premier League-Saison neigte sich dem Ende entgegen und nach einer spannenden Runde hatten sich Phil Taylor, Simon Whitlock, Andy Hamilton und James Wade für die Finals Night in London qualifizieren können. Nachdem sich Phil Taylor im Halbfinale bereits durchgesetzt hatte, musste noch sein Gegner gefunden werden. Simon Whitlock erwischte dabei gegen Andy Hamilton einen schwachen Start, traf im ersten Leg nicht ein Mal die Triple-20 und lag mit 0:1 und einem Break zurück. Zudem startete Andy Hamilton auch noch perfekt in seinen eigenen Aufschlag, doch dann fand auch Simon ins Match.

Simon wusste nun, er müsse liefern, wenn er nicht so früh bereits einem größeren Rückstand hinterherlaufen wollte. Er war vom Maximum seines Gegners allerdings angestachelt und traf mit dem ersten Dart endlich die Triple-20. Er ließ auch noch den zweiten und den dritten Dart folgen und startete somit ebenfalls perfekt. Andy Hamilton schien eine gute Antwort zu haben. Auch die nächsten beiden Darts von ihm landeten im Feld mit den höchsten Punkten. Der dritte aber verfehlte es knapp und so war die Chance zum 9-Darter für ihn dahin. Nicht aber für Simon Whitlock. Der „Wizard“ zauberte den ersten Dart in die Triple-20 und auch der zweite Dart traf es sehr knapp in der unteren rechten Ecke. Anders als sein Kontrahent traf er auch mit Dart Nummer drei und alles war möglich. John Gwynne rastete indes völlig aus. Unvergessen sein Kommentar: „Could we? Could we? Could we?! We could! Oooohohoho! What a Leg of darts! Whitlock couldn’t hit a treble-20 in the opening Leg, but he had six on the trot in the second! Haha!” Nachdem sich Andy Hamilton mit 59 Punkten lediglich 122 Punkte Rest stellen konnte, schien der Druck nicht zu groß für das perfekte Spiel. Selbstbewusst schritt Simon ans Oche. Der Australier traf die Triple-20 mit dem ersten Dart, ließ einen Großteil der Fans jedoch verstummen, als sie bei der Triple-15 kurz nachrechnen mussten, ob es noch möglich war. Sie schienen den Weg nicht gewohnt zu sein. Whitlock hingegen schon, denn er versenkte den neunten Dart in der Doppel-18 und schaffte mit dem 9-Darter tatsächlich das so nötige Break. Und wieder war es John Gwynne, der es perfekt zusammenfasste: „Amazing stuff from Whitlock! A 9 Dart Finish on Finals Night! Australia is proud, I’m sure, of that man called ‘The Wizard’. Now we know why!”

Schatten

Simon Whitlock spielte von da an stark weiter und schaffte es tatsächlich einen gut aufgelegten Andy Hamilton mit 9:6 zu bezwingen und damit erstmals in das Finale der Premier League einzuziehen. Dort lag er deutlich gegen Phil Taylor zurück, kämpfte sich aber immer wieder heran und hielt die Partie spannend. Am Ende musste er sich dann aber doch mit 7:10 geschlagen geben. Bis heute bleibt es aber die beste Leistung Whitlocks in der Premier League Darts.

9. „Jackpot“ bekommt Münzen für den Einarmigen Banditen

Für Engländer war es im Dartsport schon immer schwierig in Schottland auf einen Schotten zu treffen. Besonders für Adrian Lewis sollte der 6. Spieltag der Saison 2011 aber hart werden. Die Dartselite war in Glasgow zu Gast und im letzten Duell des Abends gab es die Neuauflage des WM-Finals desselben Jahres gegen Gary Anderson. Dass die Fans natürlich stark für Gary waren, war auch Lewis klar, doch was er dort erleben musste, ging in die Geschichte ein.

Alles fing bereits beim Walk-On des damaligen Weltmeisters an. Adrian bekam nicht nur die lauten Buhrufe des Publikums zu spüren, sondern wurde sogar mit Bier beworfen. Die Regie versuchte diese Bilder möglichst aus der Übertragung fern zu halten, indem sie die Bilder aus weiten Winkeln zeigte und deutlich mehr durch die Zuschauer schwenkte als sonst. Was sie den Zuschauern am Fernseher allerdings nicht vorenthalten konnte, waren die Vorkommnisse während des Matches selbst. Adrian wurde von Beginn an durch die Fans aus der Fassung gebracht, er wurde sogar mit Münzen beworfen. Dies geschah nicht, während Gary warf, sondern tatsächlich in Wurfbewegungen von „Jackpot“ hinein. Er konnte sich keinen echten Rhythmus aufbauen und lag schnell mit 0:3 zurück. Anderson wurde jedoch durch die Geschehnisse ebenfalls ziemlich raus gebracht. Bis heute ist umstritten ob es mit Absicht geschah, oder ob Adrian Lewis es mit eigener Kraft schaffte. Aber obwohl die Münzwürfe nicht aufhörten kam der Engländer zu einem Comeback. Er glich auf 3:3 aus und war auch danach der Spieler, der die Doppel traf. Zwischendrin zeigte auch der „Flying Scotsman“ seine Ablehnung gegenüber den Aktionen seiner Landsleute. Er hob eine der Münzen auf, steckte sie sich in die Tasche und schüttelte den Kopf in Richtung der Fans. Einige der Zuschauer begrüßten dies mit einem Applaus, so auch Adrian Lewis. Dieser hielt dem Druck stand und holte sich letztlich tatsächlich acht Legs hintereinander, gewann also trotz allem mit 8:3.

Schatten

Es war eines der kontroversesten Matches in der Geschichte der Premier League. Die Diskussionen ob Gary Anderson das Match freiwillig abgab dauerten noch eine ganze Weile an. Auslöser war vor allem die Antwort Andersons zur BBC Scotland, als er auf die Frage ob er absichtlich verlor mit „Yes“ antwortete. Auch wenn er dies später revidierte blieb der Verdacht natürlich bestehen. Im Finale dieser Saison standen sie sich wieder gegenüber und dort konnte sich dann Gary Anderson durchsetzen und den Titel gewinnen. In einer Saison gleicht sich eben doch alles aus.

Tobias Gürtler


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