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Taechon Kolumne Zurück 1 2 3 Vor

Dartwurf

Leidenschaft für das Training

Wenn Ihr so ähnlich seid wie ich, ward Ihr als Ihr zum ersten Mal mit dem Dartsport in Berührung kamt, begeistert, energiegeladen und nur zu bereit, jeden Tag zu trainieren um besser zu werden.

Im Laufe der Zeit veränderte sich das. Der Focus ging verloren. Statt zu trainieren traten andere Dinge wieder in den Vordergrund. Nachdem ich schon 20 Jahre Dart gespielt hatte und nie über das Niveau eines ordentlichen "A" Spielers hinausgekommen war, habe ich mich mit neuem Schwung ans trainieren gemacht habe. Ich bin einem amerikanischen Darts Forum (SEWA) beigetreten und habe wieder Interesse daran zu trainieren und ein besserer Spieler zu werden. Dieser Artikel handelt von meinem wiedererwachten Interesse und von allem, was ich darüber erfahren habe, wie man seinen Fokus und seinen Schwung beim Training und auch überhaupt am Dartsport, den wir ja alle lieben, aufrechterhalten kann.

Bevor ich näher darauf eingehe, möchte ich Euch auffordern, einmal darüber nachzudenken, wie Eure Einstellung ganz zu Beginn Eurer Dartsporterfahrungen war und wie sie jetzt, wo Ihr den Focus verloren habt, ist. Für mich liegt der Unterschied in der "Leidenschaftlichkeit". Ganz am Anfang haben wir uns vorgestellt, wie es wäre besser zu werden und mit Freunden oder bei Turnieren spielen zu können. Wir trainierten, weil alles neu und aufregend für uns war. Dann, im Laufe der Zeit, wurde alles Gewohnheit. Wir wurden nicht so schnell wie erhofft besser und unsere Leidenschaft ließ nach.

Der Grund dafür, dass die Leidenschaft nachlässt ist, dass wir unsere Ziele nicht genau definiert hatten. Unser ursrpüngliches Ziel war es, "besser zu werden" oder "Spaß zu haben".
Na ja, wir wurden schnell besser und wir hatten nach und nach Spaß dabei und keine Lust mehr zu trainieren. Um unsere Leidenschaft und unser Interesse wiederzubeleben, müssen wir uns neue Ziele setzen wollen.

Neue Ziele setzen wollen. Bevor ich fortfahren, es ist wirklich ein großer Unterschied zwischen "sollen", "müssen" und "wollen". Die Worte "sollen" und "müssen" fördern eine Denkweise, die demotivierend wirkt. Es sind passive Vorstellungen, auf die wir reagieren "müssen", ohne dass wir eine psychologische Kontrolle über uns und unsere Umgebung ausüben können. Es ist sehr schwierig zu trainieren, wenn man das Gefühl hat man "muss" oder man "soll" es tun. Es ist viel einfacher zu trainieren, wenn man trainieren "will" und der Wahl trainieren zu "wollen" oder nicht wird die Ziele, die wir uns gesetzt haben direkt widerspiegeln. Wenn wir uns die richtigen Ziele setzen, wird das auch unserer Leidenschaft wieder auf die Beine helfen.

Mangelnde Leidenschaft entsteht meistens aus einer unklaren oder unrealistischen Zielsetzung. Wenn man sich ein effektives Langzeit-Ziel setzt, hilft uns das, einen Plan mit effektiven Kurzzeit-Zielen zu schaffen. Am Tag acht Stunden Darts zu trainieren ist für jemanden, der lediglich in einer Liga spielen und hin und wieder ein Spiel gewinnen will einfach unrealistisch. Sollten wir aber anstreben, ein Top Profi zu werden, wären acht Stunden nur zu realistisch.

Also sollte man sich zuerst fragen: "Warum spiele ich überhaupt Darts"? Wenn wir diese Frage beantworten, werden wir wissen, was wir von diesem Sport überhaupt wollen und wie gut wir werden wollen. Zu wissen "warum" hilft uns sehr, beim Aufstellen von realistischen Langzeit- und Kurzzeit-Zielen. Wenn wir kein Ziel haben, obwohl wir wissen, wo wir eigentlich hin möchten, kann es sein, dass wir ganz woanders ankommen. Wenn wir uns ein Ziel gesetzt haben, müssen wir daran arbeiten, um genau dorthin zu kommen. Durch diese Arbeit wird unsere Leidenschaft aufrechterhalten oder wieder geweckt. Es folgen einige Überlegungen, wie man die Leidenschaft neu anfachen und aufrechterhalten kann.

1. Überprüfe Deine Ziele jeden Tag

Du solltest Dich immer fragen: Was habe ich heute dafür getan um dorthin zu kommen, wo ich morgen sein möchte? Wo will ich eigentlich hin?"
Es ist sehr hilfreich, Deine Ziele Schritt für Schritt durchzugehen. Auch wenn wir mit anderen so oft wie möglich über unsere Ziele sprechen, hilft das, die Leidenschaft am Leben zu halten. Wenn wir mit anderen darüber sprechen, können wir uns selbst zur Verantwortung ziehen. Wenn wir regelmäßig über unsere Ziele sprechen, werden wir fokussiert bleiben.

"Aber, werden denn die anderen nicht denken, dass ich verrückt geworden bin, wenn ich dauernd über meine Ziele spreche"? Das kann natürlich schon sein, um motiviert zu bleiben, sollte man sich Leute suchen, die ähnliche Ziele haben und ähnliche Interessen und mit ihnen zusammenkommen. Hört Euch an, was sie zu erzählen haben, lernt daraus und nehmt Anteil. Solltet ihr noch keine Freunde haben, die Dart spielen, wird es Zeit, ein paar in euer Leben treten zu lassen.

Wir können selbst ein Ziel werden und uns bewusst werden, wie wir ihm immer näher kommen. Statt jemand zu sein, der "Dart spielt", werden wir zu einem "Dart-Spieler". Wenn wir diesen Augenblick zu Augenblick Fokus aufrechterhalten, während wir unseren Fokus nicht so leicht verlieren und auch unsere Leidenschaft für das, was wir tun besser aufrecht erhalten können, aber es erfordert ein ständiges "daran arbeiten". Dieses "daran arbeiten" bedeutet, dass man sich den ganzen Tag im Chat (Forum) einer Dart-Seite aufhalten sollte, dass man Dart Bücher und Zeitschriften so daliegen haben sollte, dass sie einem immer wieder ins Auge stechen. Es bedeutet, dass man einen Zettel mit Outs in seiner Brieftasche haben sollte oder in irgendeiner Hemd- oder Hosentasche. Es bedeutet, dass man sich immer wieder neue Wege überlegen muss, um sich ständig an sein Ziel zu erinnern. Sich ein Dart Tattoo stechen zu lassen mag übertrieben sein, aber auch das habe ich schon erlebt. Sinn und Zweck ist, das Ziel quasi zu essen, zu trinken und zu atmen und das 24 Stunden am Tag.

2. Lerne aus Fehlern

So etwas wie "Misserfolg" gibt es nicht. Dieses Wort und andere ähnliche Wörter solltest Du für immer aus Deinem Vokabular entfernen. Wir haben nicht gestern versagt, weil wir nicht trainiert haben, wir wollten nicht trainieren. Natürlich müssen wir uns fragen, warum wir nicht trainieren wollten. Ist unser Ziel vielleicht unrealistisch oder einfach zu hoch angesetzt?
Müssen wir jetzt wieder von vorne anfangen, schadet es unserem Ziel nicht, wenn wir einmal das Training ausfallen lassen? Jeder muss für sich entscheiden, was er wirklich will. Aber wenn wir nicht bereit sind für das, was wir wollen etwas zu tun, gibt es nur zwei Möglichkeiten. Die erste ist: Wir wollen es nicht wirklich. Die zweite: Wir belügen uns und andere.

Es ist kein Misserfolg, wenn wir ein Spiel oder ein Turnier verlieren, zumindest dann nicht, wenn wir daraus etwas lernen. Jede Niederlage hilft uns in Hinblick auf unser anvisiertes Ziel weiter.
Niederlagen gehören bei allen Menschen zum Leben und wir sollten versuchen zu verstehen, wie wichtig es ist aus ihnen zu lernen. Niederlagen können motivieren und inspirieren, damit wir unser Spiel vervollkommnen. Wenn wir in einem entscheidenden Moment unser Ziel verfehlen, können wir daraus lernen, dass wir dieses Ziel besser trainieren müssen oder aber, dass wir lernen müssen, ruhiger zu bleiben. Wenn wir uns darauf fokussieren, können wir das so beherrschen lernen, dass uns so etwas nicht noch einmal passiert.

3. Vermeide negatives Denken

Nichts ist mehr wahr als der Ausdruck: "Elend liebt Gesellschaft". Negative Menschen jammern und heulen zusammen mit anderen negativen Menschen. Das heißt natürlich nicht, dass nicht jeder öfters einmal in einem Tief ist. Wichtig ist nur, dass man sich mit Menschen umgibt, die das verstehen und selbst gelernt haben, sich zusammen zu reißen und weiter zu gehen. Das sind die Menschen, die uns ermutigen können, unseren Weg weiter zu gehen. Negativ zu sein ist wie eine Falle, die jederzeit zuschnappen kann. Sie ist verführerisch, sie reizt und es ist auch immer der leichteste Weg, die Dinge so zu betrachten. Es ist immer leichter und bequemer andere Personen oder die Umstände für Niederlagen oder unsere Schwächen verantwortlich zu machen als sie einzugestehen und daran zu arbeiten. Lasst Euch von der negativen Sicht nicht einfangen!

4. Lass Wunder zu

Wie wäre es, wenn wir besser sein könnten, als wir es uns im Augenblick vorstellen können? Wenn wir es uns zugestehen so zu denken, können wir daran glauben, dass es möglich sein kann. In unserem Leben können ganz erstaunliche Dinge geschehen. Wir müssen dazu nicht unbedingt herumrennen und schreien: "Ich bin besser als jemals in meinem Leben zuvor"!

Wir werden vielleicht nicht unbedingt daran glauben können, aber man sollte immer für diese Möglichkeit offen sein, dass man besser sein kann als jemals zuvor. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich Darts geworfen habe, die eigentlich außerhalb meiner Fähigkeiten lagen, aber in dem Moment, in dem ich dachte: "Wow, ich werfe besser, als ich es eigentlich kann", war es damit vorbei. Wham! Und das war´s dann!
Aber wir haben die Wahl zu "wissen", dass erstaunliche Darts jeder Zeit möglich sind und zulassen, dass solche Wunder passieren. Die einzigen Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg sind die von uns selbst angenommenen Grenzen.

Ich wünsche Euch allen Erfolg bei den Anstrengungen Eure Ziele zu erreichen.


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