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Die 10… überraschendsten Grand Slam-Gruppenentscheidungen

10 wichtige Dartmomente

Wettbewerbe mit einer Gruppenphase sind immer wieder etwas Besonderes. Man kennt es aus diversen anderen Sportarten, in denen sich kleinere Teams oder Sportler erhoffen, für eine Überraschung sorgen zu können. Über die bisher zehn Auflagen des Grand Slam of Darts gab es auch das eine oder andere Resultat, mit dem Experten im Vorfeld nicht zwingend gerechnet hätten. Sowohl in negativer, als auch in positiver Hinsicht. Und hier sind sie, die 10 überraschendsten Gruppenentscheidungen in der Geschichte des Grand Slam of Darts.

10.) Simon Whitlock erlebt erste Enttäuschung in der PDC

Das Jahr 2010 gehörte eindeutig dem Australier Simon Whitlock. Nach seiner überraschenden Finalteilnahme bei der Weltmeisterschaft, bei der er Phil Taylor unterlag, spielte er eine fantastische Pro Tour. Er gewann auf dem PDC Circuit gleich acht Turniere und schwebte damit auf Wolke sieben. So ging er auch auf Rang drei gesetzt in den Grand Slam of Darts, wo er allerdings auf ganzer Linie enttäuschen sollte.

In einer Gruppe mit Robert Thornton, Dave Chisnall und Colin Osborne erwartete man vom Australier eigentlich das klare Weiterkommen. Thornton war zu dieser Zeit sicherlich kein schlechter Spieler, doch für Whitlock im Normalfall locker schlagbar. Osborne schien sowieso nicht auf dem Niveau vom „Wizard“ zu sein und Dave Chisnall war noch bei der British Darts Organisation, er war auf dieser großen Bühne eine Art Wundertüte. Sein Auftaktmatch bestritt Simon auch gegen „Chizzy“ und erlebte ein Debakel. Nach einem Fehlstart, bei dem er schon im ersten Leg ein Break kassierte, kam er nie so richtig ins Spiel und kassierte eine herbe 1:5-Klatsche. So stand Whitlock gegen Colin Osborne bereits unter Druck. Er musste einen Sieg holen und im Idealfall auch recht deutlich gewinnen. Doch es entwickelte sich eine enge Partie in der der langsame Wurfrhythmus von Osborne den Australier doch ziemlich aus der Fassung zu bringen schien. Es ging über die maximale Distanz, sodass das Entscheidungsleg herhalten musste. Dort spielte Colin dann weitaus cleverer. Er stellte sich 170 Punkte Rest, während Simon sich nur auf 177 stellen konnte. Ohne Druck traf Osborne zwei Mal die Triple-20 und stellte sich, ganz Profi, mit der 18 einen Rest von 32 Punkten. Whitlock musste nun nochmal Druck machen, erzielte allerdings seinerseits lediglich 91 Punkte. So hatte Colin drei Matchdarts, sagte sich selbst „Come on“. Simons Blick zu diesem Zeitpunkt sagte bereits alles, er wusste, dass er in diesem Moment seinem Ausscheiden entgegensah. Osborne verwandelte den ersten Dart in der Doppel-16, küsste seinen Bizeps und warf damit Whitlock aus dem Turnier, denn Osborne und Chisnall, jeweils zwei Punkte nach zwei Spielen, trafen im letzten Gruppenspiel direkt aufeinander.

Schatten

Im letzten Gruppenspiel ging es für Simon Whitlock nur noch darum einen versöhnlichen Abschluss zu finden, jedoch verlor er auch diese Partie klar mit 2:5. Dieser erste echte Rückschlag seit seiner PDC-Rückkehr hatte tatsächlich Auswirkungen auf die zukünftigen Turniere des „Wizard“. Nach acht Turniersiegen 2010 musste tatsächlich bis 2012 warten, bis er überhaupt mal wieder ein Endspiel erreichte. Das war jedoch gleich bei der Premier League und entsprechend lukrativ.

9.) Der Durchbruch des Jamie Hughes

Jamie Hughes ist ein durchaus erfolgreicher Akteur in der British Darts Organisation. Der Engländer gewann mit den Zuiderzuin Masters im Jahr 2014 sogar ein Major Turnier. Doch seine Leistungen waren oftmals sehr schwankend, sodass er sich lange Zeit nicht in der Spitze der BDO-Rangliste festsetzen konnte. Dennoch konnte er sich im Jahr 2016 erstmals für den Grand Slam of Darts qualifizieren, hatte allerdings eine schwierige Gruppe vor sich.

Als Starter der BDO wirkt man oft sowieso bereits als kleiner Außenseiter gegen die Profis der PDC. Mit dem achtfachen Major Sieger James Wade, einem formstarken James Wilson und Mr 180 Dave Chisnall hatte Jamie allerdings eine besonders harte Aufgabe. Doch er zeigte einen ansprechenden Auftakt, als er gegen James Wade durchaus gut mithalten konnte. Am Ende unterlag er allerdings trotzdem mit 3:5. So war der Druck in seiner Partie mit Dave Chisnall bereits sehr hoch. Kaum jemand hätte zu diesem Zeitpunkt wohl auf „Yozza“ gesetzt, da auch Dave gewinnen musste und entsprechend fokussiert ans Werk ging. Mit einem Average von 102,51 Punkten zeigte er auch eine ansprechende Leistung. Hughes aber spielte das Match seines Lebens. Er machte kaum einen Fehler und ließ „Chizzy“ keine Chance. Jamie spielte am Ende 106,23 Punkte im Schnitt und schlug seinen Kontrahenten mit 5:1. Doch damit war noch nichts erreicht. Er musste nun gegen James Wilson im direkten Duell um das Weiterkommen kämpfen. Es entwickelte sich eine dramatische Partie. Wilson wirkte bereits wie der sichere Sieger, als er sich bis auf 4:1 in Führung brachte. Hughes brachte dann seinen eigenen Anwurf durch und schaffte tatsächlich ein Break. Wilson wurde schwächer und so kam Jamie tatsächlich zum 4:4-Ausgleich. Im Entscheidungsleg waren beide Spieler dann nahezu ebenbürtig, Wilson brachte sich mit einem Rest von 80 Punkten auch in eine gute Position. Doch Hughes bekam bei 108 Punkten eine Chance. Er warf den ersten direkt in die Triple-19, der zweite traf das einfache Segment der 19 und mit dem dritten veredelte er das Finish in der Doppel-16. Erleichtert drehte er sich um und bedankte sich bei seinem Gegner für das Match, er war weiter.

Schatten

Bereits zuvor hatte James Wade mit 3:5 gegen Dave Chisnall verloren. Dadurch hatte Jamie letztlich ein Leg weniger kassiert als „The Machine“ und sicherte sich durch den Erfolg über Wilson nicht nur das Weiterkommen, sondern auch noch den Gruppensieg. Auch im Achtelfinale zeigte er eine tolle Leistung, verlor aber 9:10 gegen Chris Dobey. Auch bei der BDO ging es danach toll weiter, als er das Halbfinale der World Masters und der WM sowie das Endspiel der Zuiderduin Masters erreichte. Sein endgültiger Durchbruch scheint geschafft.

Tobias Gürtler


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