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Rückblick auf Las Vegas

Ich hatte ja gehofft, ich könnte hier ein paar Updates posten während ich in Las Vegas war, aber es gab irgendwelche Probleme mit dem Internet und ich musste warten, bis ich wieder zuhause war. Man kann sagen, es war eine lange, aber gute Woche. Das Turnier ist sieben bis acht Tage lang (je nach dem an welchen Turnieren Du teilnimmst) und an manchen Tagen finden sogar zwei Turniere statt, was sich im ersten Moment nicht schlimm anhört, zumindest nicht, bis Dir klar wird, dass die Turniere über Gewinner-und Verlierer-Runden laufen und Du eine Menge Wartezeiten hast. Es gab Teilnehmer aus Kanada, den USA, Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Spanien und Österreich, interessante Tage also, aber die Gesamtteilnehmerzahl war gesunken, was möglicherweise an der Lage der Weltwirtschaft liegt.

Das Wochenende begann mit den Einzelturnieren am Samstag, zunächst 501 DIDO und mit geteiltem Bull, im Prinzip war es so als würde man Steel-Dart auf einem Board spielen, bei dem die Doppel und Tripel doppelt so groß sind wie auf einem normalen Steel-Dart Board. Anschließend wurde Cricket gespielt.

Es war schon eine Weile her, dass ich E-Dart gespielt hatte, aber ich hatte trotzdem genügend Selbstvertrauen, schließlich hatte ich bei diesem Turnier schon sehr erfolgreich gespielt. Für alle, die sich beim E-Dart nicht so gut auskennen: die Abwurflinie ist 8 Fuß vom Board entfernt und die Doppel und Tripel-Felder sind doppelt so groß wie bei einem Steel-Dart Board. Normalerweise zählt der gesamte Bull-Bereich 50 Punkte, also ist es egal wo Du das Bull triffst. Bei manchen Turnieren gibt es aber für die Masters (Profi) Turniere geteilte Bulls (25 und 50 Punkte), was aber wirklich selten vorkommt. Du brauchst Kunstoff-Spitzen , die Boards sind voller kleiner Löcher, in denen die Darts stecken bleiben können, was die Elektronik der Automaten auslöst. Sie scoren durch den Druck den der Dart beim Treffen erzeugt, deshalb werden auch Würfe gezählt, die in Bouncern enden (auch wenn sie nicht immer scoren was Du erwartet hast)…und das tollste dabei ist, dass Du für jedes Spiel, dass Du spielst Geld zahlen musst In Vegas war es ein Dollar pro Spiel, nicht gerade wenig, weil es nur über Best of three Legs ging…

Ich startete ganz gut in die Singles, weil ich gleich mit meinem ersten Dart das Doppel zum Anfangen traf und ich warf eine Menge Zwölf-Darter, 15 Darts waren das meiste, was ich brauchte. Aber schließlich wurde ich doch geschlagen. Ich hatte gedacht, ich würde mich unter den letzten 8 mit Ray "The Razor" Carver auseinandersetzen müssen (Ray ist unbestreitbar der beste Soft-Dart Spieler Amerikas) aber er wurde überraschend von diesem kleinen Österreicher geschlagen. Ich fragte Ray, was passiert war und er meinte er hätte das Ausbullen verloren. Beim E-Dart ist es besser, Du darfst im letzten Leg als erster werfen, weil es beim E-Dart mehr darauf ankommt, dass Du nicht verwirfst, weniger darauf, dass Du große Scores erzielst, wie beim Steel-Dart. Also traf ich nun auf diesen Österreicher und wir teilten die ersten beiden Legs und wie gegen Ray auch gewann er gegen mich das Ausbullen mit einem Wurf genau in die Mitte (da das Board ja diese Löcher für die Darts hat, kannst Du Löcher zählen, damit Du weißt wer am nächsten dran ist und es gibt ein Loch genau in der Mitte). Er startete mit 152 Punkten ins Spiel, ich antwortete mit 146, er warf seinerseits 140 Punkte, ich ebenfalls. Er wirft noch einmal 140 und lässt sich 69 Rest. Ich treffe 177 und habe noch 38, aber er macht seine 69 Punkte aus und schickt mich in die Verlierer-Runde der Auslosung.

Ich wäre froh, wenn ich Euch sagen könnte, was im folgenden Spiel passierte, aber ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich im dritten Leg den Startschuss verpasste und schmollend in mein Zimmer zurück ging. Mein nächstes Turnier war Cricket. das ist ein Strategie-Spiel, bei dem die Felder von 15-20 und das Bull benutzt werden. Du musst die Felder schließen, indem Du 3 Punkte machst, entweder mit einem Tripel oder mit jeder anderen Kombination, die Dir drei Punkte einbringt, dann kannst Du auf dem Feld Scoren, bis Deinem Gegner auch der Dreier gelungen ist. Es ist auf jeden Fall ein Spiel, beim dem es hart ist, wenn man als Zweiter zum Wurf kommt. Um es kurz zu machen, ich endete als Siebter.

Am nächsten Tag in den Doppeln spielte ich mit einem Spieler aus Phoenix namens Bob Costillo (es gibt eine Regel, nach der Du mit jemandem aus Deiner Gegend spielen musst - eine dumme Regel). Wir hatten in 501 Doppel einen guten Lauf und endeten auf Platz 4, aber Cricket haben wir total in den Sand gesetzt und gegen zwei Deutsche verloren, weil wir ein bisschen nachlässig wurden, nachdem es für uns so gut gelaufen war.

Als nächstes kam das Cricket Team Turnier, das Team hat vier Mitglieder und es wird im Prinzip wie Doppel gespielt, wobei Deine Partner in den ersten vier Spielen wechseln und im fünften Leg alle zusammen spielen. Am ersten Tag wurde Round Robin gespielt und wir spielten gut und verloren in fünf Spielen nur zwei Legs, es stand 23:2. Cricket ist ein Spiel, bei dem es für den Anderen, wenn er einmal zurückliegt, sehr schwer ist, Dich wieder einzuholen. Am zweiten Tag kam der Knock-out -Teil und wir zogen ein amerikanisches Spitzenteam angeführt vom PDC Mitglied Scott Kirchner, tatsächlich waren 3 der vier Mitglieder aus der amerikanischen Nationalmannschaft, das würde hart werden. Wir gingen zunächst 2:0 unter, kamen dann aber zurück und gewannen noch mit 3:1. Dann zogen wir das deutsche Team im Halbfinale und erzielten wieder ein 3:1. Damit waren wir im "Hot Seat", was bedeutet wir hatten in der Gewinnerhälfte gewonnen und mussten nun darauf warten, was uns die Auslosung auf der Verlierer-Seite bescheren würde. Aber auf der Gewinner-Seite bist Du im Vorteil, das Verlierer Team muss Dich zweimal schlagen, um noch den Titel gewinnen zu können. Nun, das Team das schließlich durchkam war…Scott Kirchner zum zweiten, aber wir konnten sie noch einmal bezwingen, diesmal mit 3:2.

Beim Turnier der National Teams hoffte ich, dass wir den Titel würden verteidigen können, den wir letztes Jahr gegen Frankreich gewonnen hatten. Team USA zeigte den ganzen Tag eine solide Leistung und wir waren eigentlich nie in Gefahr. Wir gewannen zum 5.Mal in Folge gegen das deutsche Team, während das amerikanische Frauen-Team von Deutschland geschlagen wurde…sie freuen sich schon auf die Revanche nächstes Jahr, sie hatten den Titel nämlich auch schon 5 Jahre inne.

Zusammenfassend kam ich also mit 5 Platzierungen auf dem 4.Platz oder besser wieder nach Hause und ein paar Tausend Dollar Preisgeld. Ich möchte noch hinzufügen, dass Vegas nicht mehr billig ist, aber immer noch genauso viel Spaß macht.

28 - Ausblick

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