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Rückblick auf die UK Open

Ihr werdet ja schon alle das Ergebnis meines ersten UK Open Spieles kennen, es ging 6:5 aus, aber für den Falschen, und hier kommt der Rest der Geschichte.

Es wäre schön, wenn ich sagen könnte, dass ich voller Selbstvertrauen und gut vorbereitet in die UK Open gegangen bin… das kann ich aber nicht. Ich hatte nicht allzu viel geworfen und nach dem schrecklichen Finishing am letzten Wochenende war mein Selbstvertrauen schon etwas angekratzt. Ich hatte aber ganz ordentlich trainiert und dachte, es würde ganz gut laufen, wenn ich mein erstes Spiel gewinnen könnte und wieder drinnen wäre. Es war zwei Monate her, dass ich auf diesem Niveau hatte spielen müssen und das hat sich gezeigt… ich war während des Spiels viel nervöser als sonst. Das UK Open ist ein ganz anderes Turnier. Die Zuschauer sind laut und richtig nah dabei wenn Du spielst - wenn man gegen einen Einheimischen spielt, wie mir das passiert ist, sind sie überwiegend gegen Dich. Es wurden während meines Spiels tatsächlich auch zwei Zuschauer wegen ihres schlechten Benehmens vom Sicherheitspersonal an die Luft gesetzt… ich kann nicht sagen, dass ich wirklich höre, was sie rufen während ich spiele, es sei denn sie feuern mich an, deshalb hat es mich auch nicht gestört, aber so sollte man eigentlich nicht mit den Spielern umgehen. Während Paul Nicholsons zweiten Spiel waren die Zuschauer einfach nur gemein… es ist schon ok wenn Du Deinen Spieler anfeuerst, aber muss das sein während der Gegner wirft?

Wie auch immer ... ich fing eigentlich ganz gut an, auch wenn ich verlor, ich holte mir das erste Leg gegen den Wurf mit einem 116er Finish und gewann auch das zweite und fühlte mich ganz gut - aber dann - ich fange mit 140 an und denke, das wird ein schnelles, solides Spiel für mich, solange zumindest bis ich 41, 41, 41 werfe und er es mir zurückgibt und es 2:2 steht. In meinem Kopf ist ein Durcheinander und die Zuschauer spielen verrückt. Mir gelingt ein 11-Darter gegen den Wurf, und ich hole mir mein eigenes Leg in 15 Darts zum 4:2 für mich… cool, jetzt kontrolliere ich das Spiel wieder… falsch! Es passiert mir das gleiche wieder: 140, 45, 41 - ich verpatze es einfach. Ich komme noch einmal mit einem 12-Darter zum 5:3, vielleicht gewinne ich ja doch noch??? Ich fange mit 125 an - richtig geraten - 41, 60, 60. Jetzt steht es 5:4 und ich bin zuerst am Wurf… aber ihm gelingt ein guter 12-Darter einschließlich einer 180 und er gleicht aus… und er darf im nächsten Leg auch noch zuerst werfen! Es erübrigt sich eigentlich zu erwähnen, dass er seinen Vorteil nicht vergibt. Ich hatte gehofft meine Erfahrung würde mir durch das Spiel helfen, aber die Zuschauer verhalfen ihm zum Sieg und ich verließ die Bühne und wollte mich erschießen. Ich fühlte mich wirklich geschlagen. Ich hatte selbst schuld, weil ich mich schlecht bis gar nicht vorbereitet hatte.

Um im Leben wirklich erfolgreich sein zu können, muss man in ausgeglichener Stimmung sein, und man braucht auch Menschen um sich herum, die einen besser machen, sie unterstützen Dich und geben Dir die Möglichkeit, groß heraus zu kommen. Ich muss einräumen, dass es in meinem Leben Bereiche gibt und mit denen ich beschäftigt bin, die nicht nur ablenken, sondern mich auch zum Grübeln bringen und mich dazu bringen, herauszufinden, was mir im Leben wirklich wichtig ist.

Wenn ich in zwei Wochen wieder ins Geschehen eingreife, werde ich vorbereitet sein und hoffentlich auch wieder erfolgreich, die Woche drauf ist schließlich Las Vegas. Entweder muss ich besser werden oder es ganz lassen - ich sollte zunächst einmal meinen Focus wieder finden.

Alles endete in einem großen Spaß zusammen mit Paul Nicholson und einigen weiteren Freunden, wir sangen Karaoke und ertränkten unseren Kummer. Auf Facebook könnt Ihr ein Video sehen…

Bis zum nächsten Mal!

25 - Pacmania II

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