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Chisnall mit acht perfekten Darts ins Halbfinale

Aus 48 mach 8. In den vergangenen zweieinhalb Tagen sind insgesamt 40 Spieler in Sindelfingen ausgeschieden und der Titelgewinn rückt immer näher. Die beiden größeren Überraschungen sind wohl Jan Dekker und Rob Cross, die nun mit Peter Wright und Dave Chisnall sehr schwierige Aufgaben vor sich hatten. Joe Cullen sah nach den guten Leistungen durchaus eine Möglichkeit gegen Jelle Klaasen ins Halbfinale einzuziehen. Titelverteidiger Michael van Gerwen war zudem klarer Favorit gegen Landsmann Benito van de Pas.

Klaasen zeigt Wahnsinns-Finish

Gleich das erste Viertelfinale sollte eine richtig rasante und starke Partie werden. Joe Cullen, der sich immer besser entwickelt, wollte mit Jelle Klaasen einen ehemaligen Premier League Spieler aus dem Turnier werfen. Zu Beginn ging es hin und her, beide schenkten sich nichts. Das erste Break gelang Joe Cullen, der Jelle auf dem falschen Fuß erwischte. Doch die Antwort von der „Cobra“ konnte sich sehen lassen. Sechs perfekte Darts vom Niederländer, nach neun Darts stand er bei vier Punkten Rest. Fantastisches Rebreak und dies brachte Cullen auch kurz zum Schlucken. Er brauchte ein Leg, ehe er plötzlich wieder am Drücker war. Er drehte die Partie erneut und holte ein weiteres Break zum 4:3. Der „Rockstar“ blieb auch in der Folge der etwas stärkere Akteur und nur knapp vergab er ein 112’er Finish zur vermeintlichen Vorentscheidung. Statt der Doppel-16 rutschte der Dart in die Doppel-8. Die Antwort von Jelle war weltmeisterlich. Er checkte 170 Punkte zum direkten Rebreak und glich erneut aus. Man merkte Cullen an, dass er damit nicht gerechnet hatte und sich neu sammeln musste. Mit etwas Glück erzwang er das Entscheidungsleg, in welchem er jedoch zu viele Fehler machte. Nach einem perfekten Start brachte Jelle das Leg dann gekonnt zu Ende und siegte letztlich mit 6:5.

Danach ging es für Jan Dekker mal wieder um alles. Seine tollen Turnierleistungen wie der 108’er Average gegen James Wilson oder auch der starke Erfolg gegen Kim Huybrechts zählten nun wenig, denn mit Peter Wright hatte er einen Gegner aus der absoluten Weltspitze und er musste sein absolutes Top-Niveau spielen, wenn er ins Halbfinale einziehen wollte. Doch von Beginn an zeigte Peter, warum er eben der Dritte in der Weltrangliste ist. Er holte sich ein schnelles Break und bestätigte dies auch umgehend mit einem 12-Darter. Jan hatte in dieser Phase so gut wie keine Chance. „Snakebite“ spazierte zum 4:0 und alles sah nach einem Whitewash aus. Diesen konnte Dekker wenig später dann aber doch verhindern und sich doch auf der Anzeigetafel bemerkbar machen. Und plötzlich schien etwas möglich. Er verkürzte weiter und hatte die große Chance auf ein Leg ranzukommen. Er verpasste allerdings die Doppel-16 und so holte Wright das 5:2. Damit war die Messe gelesen und der Schotte musste das Spiel nur noch ins Ziel bringen. Am Ende gewann er mit 6:2 und durfte sich über den Einzug ins Halbfinale freuen.

Michael van Gerwen siegt im Duell der Niederländer

Danach kam es zum Duell zwischen Rob Cross und Dave Chisnall. Für Cross war es natürlich ein äußerst rentables Wochenende, das Viertelfinale eine tolle Leistung. Doch wenn es nach ihm ging, war es natürlich noch nicht vorbei. Dave Chisnall seinerseits schwebt aktuell auf einer Wolke des Glücks und wollte mit einem Titel diese fantastische Phase krönen. Zu Beginn waren beide auf die Doppel noch eher schwach, dennoch holte Chisnall sich die ersten beiden Legs. Vier perfekte Darts und ein 11-Darter erhöhten dann auf 3:0. Dies war auch das Leg was das Spiel in eine richtig starke Richtung lenkte. Cross legte los und holte trotz erneut perfektem Start seines Gegners das direkte Rebreak und verkürzte dann auf 2:3. Dann kam das große Leg des Dave Chisnall, der acht perfekte Darts zeigte. Lediglich die Doppel-12 verhinderte den 9-Darter für den sympathischen Engländer. Das Leg holte er sich dennoch und nachdem Rob erneut verkürzte, zeigte „Chizzy“ erneut sechs perfekte Darts. Dies führte zum 5:3 und ein erneut perfekter Start legte den Grundstein für den am Ende hochverdienten 6:3-Erfolg für Chisnall. Am Ende warf er ganze acht 180’er, ein starker Wert.

Ganze vier Niederländer waren im Viertelfinale des European Darts Grand Prix von Sindelfingen. Nachdem Dekker bereits ausgeschieden war, war mit Klaasen einer im Halbfinale. Ein direktes Duell zweier Landsleute gab es dann zwischen Benito van de Pas und Michael van Gerwen. Ein weiterer Starter der Oranje würde also mit Sicherheit in die Runde der letzten vier einziehen. Und dies war aller Voraussicht nach Michael van Gerwen, doch trotz dessen perfektem Start war es „Big Ben“, der sich als erstes ein Leg, sogar ein Break, holen konnte. Doch die Antwort war wie so oft überragend. Michael glich mit einem 135’er Finish via Bull, Triple-15, Tops aus und drehte dann seinerseits auf. Er setzte sich bis auf 3:1 ab und zeigte sich dabei im Schnitt mehr als zehn Punkte pro Aufnahme stärker als sein Kontrahent. Weil dieser dann ein 130’er Finish verpasste, holte sich MVG auch das 4:1 und legte wenig später mit dem 5:1 ein weiteres Break nach. Spätestens damit war die Partie entschieden und Michael brauchte das Spiel nur noch ins Ziel bringen. Dies tat er auch recht locker und so siegte er am Ende völlig verdient und deutlich mit 6:1. Seiner Titelverteidigung rückte er damit einen großen Schritt näher.

Tobias Gürtler

European Darts Grand Prix


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