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Peter Wright schafft Whitewash gegen van Gerwen

Die Entscheidung beim diesjährigen European Darts Grand Prix in Sindelfingen rückte immer näher. In den Halbfinals trafen sich mit Jelle Klaasen und Peter Wright sowie Dave Chisnall und Michael van Gerwen ausschließlich Starter der diesjährigen Premier League. Die Sieger dieser Duelle spielten dann um die Trophäe, die sich Michael van Gerwen im vergangenen Jahr sicherte und die er in diesem Jahr verteidigen wollte.

Chisnall verpasst Sieg über van Gerwen knapp

Im ersten Halbfinale durfte der erste der zwei verbliebenden Niederländer, Jelle Klaasen, gegen Peter Wright nochmal zeigen was er konnte. Gegen den Weltranglistendritten holte er sich auch sofort ein Break, ließ in der Folge jedoch zu stark nach. Peter blieb gewohnt ruhig und spielte einfach sein Spiel, schaffte sofort das Rebreak und ging nach vier perfekten Darts und einem 83’er Finish zur ersten Führung. Dann folgte ein kapitaler Bock von Jelle, der bei 69 Punkten Rest mit dem ersten Dart die einfache acht traf. Daraufhin ging er auf ein Bullfinish, welches ihm misslang. Peter wusste dies natürlich umgehend auszunutzen und so brachte sich der Schotte bis auf 4:1 in Front. Erst dann konnte Jelle sich nochmal bemerkbar machen und verkürzen. Doch in den eigenen Aufschlägen zeigte sich „Snakebite“ zu souverän, als dass Klaasen nochmal eine echte Chance auf ein Comeback hatte. So spielte Peter die Partie locker zu Ende und checkte am Ende 96 Punkte zum Matchgewinn. Durch das 6:3 zog der Schotte beim vierten European Tour Event des Jahres bereits zum dritten Mal ins Endspiel ein, welche er bisher auch immer gewinnen konnte.

Dave Chisnall und Michael van Gerwen waren danach an der Reihe. Vor ein paar Wochen trafen sich die beiden in der Premier League, trennten sich mit einem 6:6-Unentschieden. Ein solches konnte es heute nicht geben und nachdem Dave damals klar führte, schien er auch hier etwas holen zu können. In der Anfangsphase schenkten sich die Kontrahenten wenig, sie setzten sich gegenseitig unter Druck, hielten dem aber auch jeweils stand. Das erste Break holte sich dann Michael van Gerwen zum 3:2, der 110 Punkte auf null brachte. Auch 146 checkte er aus und erhöhte damit auf 4:2. Dave schüttelte sich und verkürzte, ehe er unter enormem Druck ein Break zum 4:4-Ausgleich schaffte. In dieser Phase bewiesen die beiden Spieler ihr außerordentliches Können. Zunächst war es „Chizzy“, der mit einem herausragenden 11-Darter das 5:4 besorgte, ehe Michael ebenso herausragend 82 Punkte via Bull, Doppel-16 ebenfalls zu einem 11-Darter und dem erneuten Ausgleich auscheckte. Im Entscheidungsleg lagen sie dann erneut nah beieinander, doch Dave warf bei 100 Punkten Rest den ersten Dart in das einzige Feld, welches er nicht treffen durfte, die einfache eins. Michael nutzte dies eiskalt und zog mit dem 6:5 ins Endspiel ein.

„Snakebite“ holt dritten European Tour Titel 2017

Peter Wright zeigte auf dem Weg ins Finale durchweg souveräne Siege. Angefangen mit einem 6:2 gegen James Richardson legte der Schotte auch gegen Daryl Gurney eine tadellose Leistung aufs Parkett. Er siegte mit 6:4 und zeigte seinem Gegner dessen Grenzen auf. Mit Jan Dekker, einem der besten Spieler im Turnierverlauf, hatte er es im Viertelfinale zu tun, doch auch gegen diesen konnte er sich dank seiner Konstanz und Kaltschnäuzigkeit mit 6:2 klar behaupten. Das 6:3 im Halbfinale gegen Jelle Klaasen war der letzte Schritt in Richtung Finale. Ähnlich stark zeigte sich auch Michael van Gerwen, der in seinen ersten drei Spielen insgesamt lediglich fünf Legs abgab. Gegen Keegan Brown und den Überraschungsmann des Turniers, Ulf Ceder, siegte er jeweils mit 6:2 und gab sich keine Blöße. Noch deutlicher war sein Sieg im Viertelfinale, als er es mit seinem Landsmann Benito van de Pas zu tun bekam. Ihn schlug er gar mit 6:1 nach Rückstand und bewies ein Mal mehr seine Qualität. Das erste Mal zittern musste er erst im Halbfinale, wo Dave Chisnall ihm alles abverlangte, ehe Michael dennoch mit 6:5 siegte.

Mit seinem Sieg in Hildesheim zeigte Peter, dass er einen van Gerwen auch in einem Finale schlagen kann. Entsprechend ging er auch nicht als deutlicher Außenseiter in das Duell der beiden Top-Spieler in der Premier League. Peter erwischte auch den deutlich besseren Start, als er mit einem 11-Darter zum Break in Führung ging. Die direkte Antwort blieb diesmal aus, da van Gerwen ein 110’er Finish auf die Doppel-16 vergab. Nachdem Michael dann zwei Chancen zum Anschluss vergab, zauberte „Snakebite“ ein 161’er Finish ins Board und schaffte mit diesem 12-Darter ein weiteres Break und das 3:0. „Mighty Mike“ war sichtlich geschockt und konnte so auch ein paar kleine Fehler von Wright nicht ausnutzen, der sich weiter auf 4:0 absetzte. Ein weiteres fantastisches Leg von Peter besorgte das 5:0 für den Schotten, der spätestens damit für die Vorentscheidung sorgte. Um die ultimative Demütigung perfekt zu machen, holte sich Peter dann auch noch das sechste Leg des Finals und schaffte damit einen Whitewash gegen den amtierenden Weltmeister. Mit diesem 6:0-Erfolg holte sich Wright schon den dritten Titel auf der European Tour in diesem Jahr.

Tobias Gürtler

European Darts Grand Prix


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