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Mensur Suljovic scheidet aus

Der letzte Tag des European Darts Grand Prix versprach auch ohne deutsche Beteiligung noch spannend zu werden. Mit Michael van Gerwen stand immerhin noch der beste Spieler der Welt auf dem Plan, er traf auf Steve Beaton. Mensur Suljovic war auch noch dabei, sein Gegner war Hopp-Bezwinger Gerwyn Price. Kim Huybrechts, er hatte Martin Schindler eliminiert, wollte mit einem Sieg über Alan Norris ins Viertelfinale einziehen. Und auch Raymond van Barneveld, Peter Wright und James Wade spielten ihre Achtelfinalpartien.

MVG trotz Doppelschwäche weiter

Den Auftakt machte direkt Michael van Gerwen in seinem Duell mit Steve Beaton. Michael startete zwar gut, verpasste aber gleich fünf Darts auf die Doppel. So gelang Steve sofort ein überraschendes Break. Michael blieb aber sehr stark im Scoring, doch beim Auschecken hatte er auch in der Folge noch leichte Probleme. Dennoch schaffte er das sofortige Rebreak und konnte sich auch dank eines 128’er Finishes bis auf 4:1 absetzen. Erst dann gab er wieder ein Leg ab, erneut lag es nur an der Doppelschwäche des Weltranglistenersten. Sein Selbstvertrauen war trotzdem hoch genug um das wegzustecken, er startete einfach mit fünf perfekten Darts. Den Rückstand konnte „The Bronzed Adonis“ letztlich nicht mehr aufholen und so siegte Michael mit 6:3. Mensur Suljovic ging als klarer Favorit in die Partie gegen Gerwyn Price. Dennoch rechnete sich der Waliser Chancen aus. Zu Recht, wie sich zeigen sollte. Zunächst startete der „Iceman“ aber sehr schwach, sodass Mensur problemlos in Führung ging. Eine 180 kann einem Spieler Auftrieb verleihen, so war es auch bei Gerwyn, der sich nach seiner ersten nochmal deutlich steigerte. Er legte einen echten Lauf hin und konnte sich mit 3:1 in Führung bringen. Mensur schien leicht verunsichert und so hatte er auch echte Probleme ein nötiges Break zu schaffen. In den eigenen Legs zeigte er sich jedoch sicher. Vier Legs später stand es also 5:3 für Price, der mit sechs perfekten Darts startete. Am Ende sollte es ein 12-Darter werden, der zum 6:3-Erfolg des Walisers führte.

Noch ein Walk on Girl in Sindelfingen

Stephen Bunting hatte nach seinem Wechsel zur PDC ein fantastisches erstes Jahr. Mit seinem Scheitern in der Premier League folgte jedoch eine kleine Krise, aus der er jedoch allmählich wieder rauszukommen scheint. So startete er auch mit einem soliden 15-Darter und einem Break ins Spiel gegen Michael Smith, der also sogleich einen 0:2-Rückstand hinterherrennen musste. Es begann eine kuriose Phase, in der fünf Breaks hintereinander fielen. Erst im siebenten Leg brachte ein Spieler mal wieder ein eigenes Leg nach Hause, das war „The Bullet“, der damit 5:2 in Führung ging. Weil Michael dann vier Darts auf die Doppel verschenkte, war es auch Bunting, der mit seinem vierten Matchdart den 6:2-Erfolg holte. Kim Huybrechts hatte es danach mit Alan Norris zu tun. Spätestens seit der Weltmeisterschaft weiß man, dass Norris ein sehr unangenehmer Gegner sein kann. Aber Huybrechts schien das zu Beginn doch sehr egal zu sein. Der Belgier spielte kompromisslos und holte sich durch fantastische Scores und einer guten Doppelquote einen lockeren 5:0-Vorsprung. Damit war die Partie im Grunde schon entschieden, was Norris dann aber doch anders sah. Er spielte nochmal stark auf und checkte fast 140 Punkte. Er holte sich auch noch das nächste Leg und startete danach perfekt. Eine Aufholjagd lag in der Luft, doch Kim war souverän und holte sich das Leg selbst noch. Am Ende siegte er also völlig verdient mit 6:2.

„Big Ben“ lässt überforderten Murnan keine Chance

Walk on Girl in Sindelfingen

Für Peter Wright ist das Erreichen des Viertelfinals eines European Tour Events eigentlich schon Pflicht. Kaum zu glauben, dass dieser Mann vor zweieinhalb Jahren noch als klarer Underdog das WM-Finale erreichte. Jetzt sollte Joe Cullen für ihn auch nur eine Pflichtaufgabe sein. Entsprechend motiviert begann Snakebite, als er knapp am 170’er Finish scheiterte. Dennoch holte er sich das Leg und spazierte zum 3:0. Dann ließ er jedoch drei dicke Möglichkeiten zu seinem zweiten Break liegen, sodass auch Cullen sich im Match melden konnte. Doch das sollte nichts anderes als ein Punkt für die Ehre sein. Peter blieb auch danach fokussiert und spielte die Partie sehr stark herunter. Er checkte 101 Punkte zu einem erneuten Break, ehe er sich mit dem 6:1 die Viertelfinalteilnahme sicherte. Ähnlich war es auch für James Wade. Er hatte sicher nicht so recht daran geglaubt, dass er auch Klaasen-Bezwinger Jonny Clayton treffen würde. Aber auch damit konnte er leben und startete mit einem frühen Break zur 2:0 Führung. Zwar wusste Clayton eine direkte Antwort und stand sogar kurz vorm Ausgleich. Er verpasste allerdings das 141’er Finish, womit sich Wade ein weiteres Break sicherte. Nach dem 4:1 war eigentlich alles klar und so musste „The Machine“ das Match nur noch ganz locker zu Ende spielen. Genau das tat er auch, denn er sicherte sich seine eigenen Legs und damit auch den 6:3-Sieg.

Benito van de Pas ist unlängst einer der stärksten Spieler aktuell. Gegen Joe Murnan konnte er dies ein weiteres Mal unter Beweis stellen. Er startete mit vier perfekten Darts und einem 105’er Finish zur Führung. Wenig später legte er ein 100’er Finish zum 3:0 nach. Murnan kam kaum zum Zug, eigentlich nur dann, wenn „Big Ben“ ihn ließ. Und auch nur weil der Niederländer ein paar Doppel verfehlte, kam Murnan zu seinem ersten Leggewinn. Daraus zog Joe sich aber kein weiteres Selbstvertrauen. Er ließ es quasi einfach über sich ergehen. Zu stark war van de Pas. Er stürmte zur 5:1-Führung und gab dann erneut unnötigerweise ein weiteres Leg an seinen Gegner ab. Vier perfekte Darts, zwei 180’er, ein 11-Darter. So sah das letzte Leg von Benito aus, welches zum 6:2-Sieg führte. Das letzte Achtelfinale bestritten James Wilson und Raymond van Barneveld. Den besseren Start erwischte hierbei der Engländer, dem ein 117’er Finish gelang. High Finishes kann Barney aber auch, er glich mit einem 100’er Checkout aus. Genauso eng und hochklassig ging es weiter. Die Kontrahenten legten ein sehr hohes Niveau an den Tag. Sie holten ihre eigenen Legs und setzten den Gegner in dessen jeweils gut unter Druck. Im fünften Leg stand Wilson nach neun Darts bei 81 Rest, Barney bei 76. Wilson beendete auf das Bullseye und hielt damit seine 100%-Quote auf die Doppel. Zu dem Zeitpunkt spielten beide Spieler über 106 Punkte im Schnitt. Weil James dann aber doch zwei Mal das Doppel verfehlte, gelang Raymond direkt wieder der Ausgleich. Das erste Break wirkte dann direkt vorentscheidend. Raymond van Barneveld nutzte den Fehler von Wilson aus und holte sich das 4:3. Nachdem der Niederländer dann auch noch vier perfekte Darts warf und das 5:3 holte, war ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen. Trotz eines starken Gegners gewann Barney damit 6:3 gegen James Wilson und zog als letzter Spieler ins Viertelfinale ein.

Tobias Gürtler

European Darts Grand Prix


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