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Dartoid unterwegs in Las Vegas


Darin Young besiegt seinen Buhmann!

6. Juli 2007

Was für ein Darts-Tag!

Selbst ein Unwissender, der den Unfug daherschwafelt, dass Cricket die einzige Möglichkeit sei, Darts im Fernsehen in den USA zum Erfolg zu verhelfen, muss zugeben, dass die heutigen Spiele alles hatten, was es braucht um die Zuschauer an ihre Sessel zu fesseln. Und Dave"Boy"Green - am Besten ist es, Du versteckst Dich weiterhin in Oxford, weil selbst Deine gefälschten Scores, von denen Du im Internet berichtest, in der Hitze der heutigen Kämpfe in Las Vegas nicht standgehalten hätten.

Es gibt so viel zu erzählen…

Da gab es die mühelose Stärke und Genauigkeit des Holländers Raymond van Barneveld, der Kevin Painter zur Freude all der vielen Amerikaner, die dieser während des Players Championships so respektlos behandelte, mit 6:1 auseinander nahm.

Da gab es das unerträglich langsame Spiel zwischen Dennis Smith und Dennis Priestley, das über die gesamte Distanz ging, 45 Minuten dauerte und vergleichbar aufreibend spannend war wie ein torloses Baseball Spiel.

Da gab es hin und her schwankende Spiel zwischen Johnny Kuczynski und Alan Tabern, das auch über die gesamte Distanz ging, bei dem der "K-Mann" mit seinem letzten Dart knapp die Doppel Zwanzig verfehlte und so Tabern erlaubte die 60 zuzumachen und weiterzukommen.

Aber für mich war das Spiel des Tages wirklich, obwohl es nicht so spannend war, wie die bereits erwähnten, wenigstens wenn man nach dem Ergebnis von 6:3 geht, die dritte Paarung des Tages. Es war das, in dem "Big Daddy" Darin Young seinem Buhmann dreimal ins Gesicht sah und das Monster in ein Schoßhündchen verwandelte.

Dadurch, dass ihm das gelang, erledigte Young Tony Eccles und gelangte eine Runde weiter, so dass er neben John Part und Gary Mawson der einzige noch im Wettbewerb verbliebene Nord Amerikaner ist.

Die, die am 11. März 2006 in Washington D.C. waren, wissen was ich damit sagen möchte.

Das war nämlich der Tag, an dem die Doppel zehn Young Mal um Mal im Stich ließ, so dass es Soddy Daisey´s Joe Chaney gelang, ihm seinen Platz auf der Bühne der World Series of Darts wegzuschnappen.

Aber heute war es anders --- Young besaß dieses kleine rote Feld auf der rechten Seite des Boards förmlich, traf es dreimal, obwohl er unter Druck stand, weil er bei der 20 am Draht gekratzt hatte, bezwang seine Dämonen und schickte Eccles mit 6:3 zum Koffer packen. Da kann man nur stolz sein. Ganz bestimmt war Young überglücklich.

Und da gibt es doch wirklich Menschen, die behaupten 501 ist für das amerikanische Fernsehen nicht aufregend genug!!!

In den anderen Paarungen traf der Kanadier Gerry Convery auf den Messerwerfer Mervyn King und wurde nach 16 Minuten auf die billigen Plätze zurückgeschickt, Peter Manley rollte mehr oder weniger mit einem 6:4 Sieg gegen Vincent van der Voort in die nächste Runde. Für Adrian Lewis und Roland Scholten war es ein ganz normaler Arbeitstag, weil beide problemlos gegen die Smiths - Steve und Andy - 6:3 bzw.6:4 weiterkamen.

Als nächstes kommt nun die zweite Runde mit ihren Best-of-fifteen-Legs, die darüber entscheidet, welche acht Spieler die Viertelfinale am Samstag erreichen, die ihnen mindestens $ 10000 auf ihrem Bankkonto bescheren werden.

Für die Nordamerikaner gab es keine leichten Gegner (nicht das solche in diesem Stadium überhaupt noch existieren).

In der möglicherweise schmackhaftesten Zulosung des Tages, zog der letztjährige Champion und zweimalige Weltmeister John Part Mark Dudbridge, der den dreizehnfachen Weltmeister Phil Taylor am Mittwoch aus dem Wettbewerb warf. Gary Mawson wird sich mit Alan Tabern einen heftigen Kampf liefern, wobei das Kräfteverhältnis hier wohl ziemlich ausgeglichen ist. Und "Big Daddy", er zog Dennis Smith. Auch das ist sicherlich ein Knaller, wie die Briten sagen würden, aber Young, der eher ein rascher Werfer ist, muss einen Weg finden, um mit Smiffy´s unbeholfenem Stil und schwerfälligem Tempo zurechtzukommen.

Wie es der Zufall so will, treten die Nordamerikaner in den drei letzten Spielen ans Oche. Vor ihnen gibt es fünf weitere Paarungen, die ganz bestimmt jeden Zuschauer davon abhalten, mal schnell in die Küche zu gehen um sich mit einem weiteren Bier und einer Packung Chips zu versorgen.

Zuerst kommt Roland Scholten gegen Steve Beaton. Bei diesem Spiel gibt es etwas für die Ladies zu sehen, aber mehr verrate ich nicht.

Als nächstes Wes Newton gegen Terry Jenkins. Jenkins war nahezu unschlagbar, aber Las Vegas ist eher Newtons Spielplatz. Das könnte spannend werden.

Dann folgen Peter Manley und Colin Osbourne, Raymond van Barneveld und der immer aufregende Wayne Mardle und Adrian Lewis (der sicher einiges mehr über Spielautomaten weiß, als ich) und Mervyn King, der ganz schön in Fahrt ist. Ich habe mein Geld auf Osbourne, van Barnefeld und King gesetzt, aber alles ist möglich.

Ganz sicher aber wird dem Publikum ein erstklassiges Las Vegas Steak Dinner serviert werden. Es gibt etwas für jeden Geschmack, ein paar Holländer, einen Kanadier, einen Halb-Kanadier, Halb-Amerikaner, elf Dartspieler aus dem Mutterland und Amerikas Mann der Stunde - Darin Young.

Was wird das wieder für ein toller Darts-Tag werden!

Vor Ort
Dartoid

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