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Dartoid berichtet aus Las Vegas 1


Desert Classics VIII - erste Qualifikation

Ich muss meine diesjährige Berichterstattung damit beginnen, dass ich das Gerücht, dass schon seit Monaten durch die Dartwelt geistert, dass dieses Jahr die letzten Desert Classics der PDC stattfinden werden und sich die PDC aus Amerika zurückziehen wird, aus der Welt schaffe. Dieses Gerücht, liebe Leser von Dartoids Welt - ja, Ihr alle sechs, ist eindeutig und unwiderruflich falsch. Und das obwohl auch im achten Jahr die Zahl der ausländischen Teilnehmer die Zahl der amerikanischen Teilnehmer bei weitem übertrifft - so rund 8:1

Viele Amerikaner machen die Wirtschaftslage dafür verantwortlich, dass sie nicht teilnehmen, während trotz der gleichen Wirtschaftslage 150 Spieler aus England und Holland - ja auch aus so weit entfernten Ländern wie Australien, Neuseeland und Japan irgendwie eine Möglichkeit zur Teilnahme gefunden haben, viele sogar samt Freunden und Familie, und in der Hitze und der Glitzerwelt von Las Vegas angekommen sind. Ja, es ist wirklich eine Schande und man muss es der PDC hoch anrechnen, dass sie obwohl sich die Amerikaner nicht revanchieren, am Turnier und an Amerika überhaupt festhalten.

Einer von denen, die angereist sind ist Tony Eccles - mit Familie. Eccles ist leibhaftiger Zeuge einer Dartkultur, die, wie ich zumindest annehme, etwas anders geartet ist als die hier in den Staaten. Ich habe heute Morgen kurz mit "The Viper" gesprochen, während ich durch das Meer der Spielautomaten Richtung Turnier Halle watete. Eccles zeigte mir seinen Superstarts of Darts Aufnäher und gab zu, dass er stolz darauf ist, ihn zu tragen.

Die Mitglieder des besten Dart Forums der Welt sollten auch stolz darauf sein, dass es ihnen gelungen ist Tony Eccles, einen Star der Zukunft, mit beinahe 6000 Pfund ihres hart verdienten Geldes zu sponsern. Es ist ebenso mysteriös wie enttäuschend, dass das amerikanische Top Forum kein vergleichbares Interesse darin aufbrachte, einen der ihren in gleicher Weise zu unterstützen.

Wie üblich hat es in der Stadt der Sünde über 100 Grad Fahrenheit, aber die Amerikaner Scotty Burnett, Darin Young, Chris White und Bill Davis werden während der nächsten Tage trotzdem "cool" bleiben, weil sie bereits qualifiziert sind. Young nimmt zum sechsten Mal nacheinander an den Desert Classics teil. Für die beiden engen Freunde Burnett und White, viermaliger amerikanischer Meister, wird es das Debüt sein. Aber Burnett ist wohl derjenige, der gerade in Hochform ist, er schlug Young letzten Monat im Finale der North American Darts Championship und stand bei drei der sechs Turniere der Pacmania letztes Wochenende im Finale. Davis stellt eigentlich immer eine Gefahr da, fragt nur den dreimaligen Weltmeister John Part, der während der letzten Weltmeisterschaft ohne Leggewinn vom Spieler aus Philadelphia zum Packen geschickt wurde.

Das heutige und das morgige Qualifikationsturnier werden darüber entscheiden, welche zwölf Spieler auf die schon qualifizierten Amerikaner und die Top 16 des Order of Merit treffen werden. Die Top 8, Phil Taylor, James Wade, Raymond van Barneveld, John Part, Terry Jenkins, Mervyn King, Adrian Lewis und Alan Tabern sind gesetzt. Daneben gehören zu den Top 16 auch noch Dennis Priestley, Ronnie Baxter, Colin Lloyd, Wayne Mardle, Colin Osborne, Kevin Painter, Andy Hamilton und Mark Walsh.

Heute kämpft ein stargespicktes Feld um die ersten sechs von zwölf freien Plätzen, angeführt von Peter Manley - dem Champion von 2003, der auf der Ziellienie noch von Mark Walsh aus den Top 16 geworfen wurde. Simon Whitlock ist da. Gary Anderson ist da. Mark Webster und Andy Fordham werden dabei sein. Aus Holland sind Jelle Klaasen, Michael van Gerwen, Vincent van der Voort, Roland Scholten, Co Stompe und Jan van der Rassel angereist.

Und dann sind natürlich noch die Amerikaner da, die nicht nach einer Entschuldigung gesucht haben, nicht anreisen zu müssen: Dan Lauby, Dan Zimmerman, Chuck Pankow, John Denich, David Fatum, Davis Snider, Dieter Schutsch, Gary Mawson, Gerry Convery, John Kuczynski, Larry Butler, Don Peters, Paul Lim, Ray Carver, Mark Nielson, Mark Venable, Timmy Nicoll, Robert Race, Steve Panuncialman und Robert Heckmann und noch einige Andere.

Die heutige Qualifikation begann zu Mittag. Zur gleichen Zeit lief ich dem Australier Kevin Berlyn über den Weg. Berlyn und ich sind schon seit Jahren E-Mail Freunde und Unruhestifter und jeder von uns behauptet, dass er es fertig bringen kann, dass es dem anderen die Sprache verschlägt. Aber wir hatten uns bis heute nie getroffen. Es war eine erfreuliche Begegnung, aber sehr kurz. Berlyn fragte mich, ob ich meine Darts hätte. Ich antwortet ihm mit ja. Dann war er schon wieder verschwunden. Wahrscheinlich musste er den Heimflug erwischen…

Ich hatte auch die Gelegenheit für ein langes Gespräch mit dem einzigartigen Howie Reed und verbrachte Zeit - aber nicht genug - mit dem zünftig gekleideten Russ Bray und mit Phil Jones, der jetzt Las Vegas seine Heimat nennt.

In den frühen Spielen fand Paul Lim zuerst das Doppel um Dan Lauby 5:4 auszuschalten, Ray Carver fiel Tony Eccles zum Opfer, John Jenkinson besiegte Chris White, Steve Hine bezwang Dieter Schutsch, Mick McGowan schlug David Fatum, Chris Barnett hielt John Denich auf und für Robert Race war bei John Quantock Endstation.

Währenddessen bezwangen neben Lim auch Johnny Kuzcinsky, Mark Venable (der dann gegen Peter Manley antreten musste), Larry Butler, Chuck Pankow, Stephen Panuncialman, Robert Heckman, Gerry Convery, Timmy Nicoll, Gary Mawson, Davis Snider (der dann auf Robert Thornton traf) Mark Nielson und Ron Peppers ihre ersten Gegener.

Aber um drei Uhr nachmittags war das amerikanische Kontingent auf Mark Nielson, Larry Butler, Timmy Nicoll, Gary Mawson, Paul Lim, Davis Snider und Robert Heckmann geschrumpft. Und sie fielen weiter…

John Quantock besiegte Nielson mit 5:2, Mark Dudbridge beendete Nicolls Hoffnungen mit dem gleichen Ergebnis, Simon Whitlock und Kevin McDine bezwangen Mawson und Lim ohne Legverlust. Und Andy Jenkins beendete Robert Heckmans Hoffnungen mit einem 5:1 Sieg.

Lediglich Butler und Snider kamen in die vierte Runde, wo sie auf Andy Smith und den pferdeschwanz-tragenden Dennis "Smiffy" Smith trafen. Butler wurde ganz knapp geschlagen und so stand nur noch der unerträglich langsam werfende Snider aus dem Feld der Amerikaner. Dazu muss man anmerken, dass auch der unorthodox werfende Smith bei weitem nicht der schnellste Werfer ist!

Neunzig Minuten später - fünf der sechs Qualifikanten: Jamie Caven, Peter Wright, Vincent van der Voort, Simon Whitlock und Co Stompe, standen schon fest - spielten Smith und Snider immer noch. Jelle Klaasen, der gegen den Sieger aus diesem zähen Kampf antreten sollte, wartete und versuchte wach zu bleiben.

Schließlich beendete Smiffy mit 5:2 sämtliche Hoffnungen der Amerikaner, wurde dann aber selbst mit 5:4 von Klaasen geschlagen.

Neben Smith verpassten auch Shane O'Connor, Andy Smith, Barrie Bates, Nick Fulwell und -Tony Eccles knapp einen Platz auf der Bühne, obwohl Eccles die Unterstützung eines gesamten Dartforums hatte, aber seine Darts waren in seinem letzten Spiel gegen Vincent van der Voort einfach nicht gut genug.

Und so ist die erste Qualifikation für die LVDC VIII schon wieder Geschichte und ganz überraschend sind vier von sechs Spielern die in die erste Runde einziehen nicht aus England - Klaasen, van der Voort und Stompe kommen aus Holland und Simon Whitlock aus Australien.

Man darf schon auf Morgen gespannt sein…

Werden Johnny Kuczynski, Ray Carver und die anderen aus dem amerikanischen Kontingent Mittel finden um den Einsatz der PDC für die Desert Classics und den Dartsport in Amerika zu rechtfertigen?

Wird Kevin Berlyn wieder auftauchen?

In 12 Stunden heißt es wieder Game on und hier in Dartoids World werden all diese Fragen beantwortet werden.

Vor Ort
Dartoid

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