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Dartoid unterwegs in Las Vegas


Die erste Qualifikationsrunde ist vorbei und Carver kommt weiter!

3. Juli 2007

Meine heutige Einleitung in meinem Mehrteiler über die Desert Classics enthält einige Entschuldigungen.

An meinen Freund Bill Davis aus Philadelphia, der gestern während des Players Championship fantastische Darts geworfen hat: es tut mir leid, dass ich Dich Bill Bell genannt habe.

An Charis Munster aus Deutschland: Es tut mir leid, dass ich Deinen Nachnamen andauernd falsch schreibe. Ich darf es nicht vergessen. Ich muss einfach daran denken. Münster Käse! Münster Käse! Ich bin so traurig!

Und an Scotty Burnett aus Sakramento (der heute so dicht dran war, er begann mit einem Whitewash gegen Colin Monk und kam bis unter die letzten 32): es tut mir leid, dass ich gestern Deine knappe Niederlage gegen den immer so angenehmen Kevin Painter nicht erwähnt habe.

Der heutige Tag begann und endete sonnig, der Bürgersteig war voller kochender Pfützen und bratender Jungvögel. Am Freitag erreichte das Quecksilber die 110. Jetzt hat es 107 Grad (es ist 22.00 Uhr). Für morgen sind Höchsttemperaturen von 117 vorhergesagt. Das sind lauter Finishes, die ich nicht erreichen kann, deshalb nehme ich nicht am Wettkampf teil - ich schreibe nur und schwitze. Der Scheck von $40000 für den ersten Platz bei den 6.Desert Classics der PDC ist für jemand anders bestimmt.

Mein Geld hatte ich heute auf den unbekannten Karl"Taechon"Hartmann aus Korea gesetzt. Er gewann sein erstes Spiel 4:0 gegen Ryan Barnette aus Chattanooga. Ich machte mir Sorgen, und das mit Recht, weil er im nächsten Spiel Steve Hine zum Gegner hatte. Taechon zeigte was er kann, aber obwohl er sechs Würfe auf das Sieg-Doppel hatte ging schließlich Hine mit 4:3 über die Ziellinie.

Also ist mein Geld futsch. Mit Hartmann teile ich das Zimmer, deshalb war ich ja gezwungen mein Geld auf ihn zu setzen. Hätte er gewonnen, hätte er mich zu einem Steak-Abendessen einladen müssen, was eine Verbesserung zu dem "Dog Burger" gewesen wäre, den er mir bei unserem ersten Treffen vor ein paar Monaten in Seoul kaufte.

Heute gab es 50 Teilnehmer mehr als beim gestrigen Players Championship und die Zuschauerzahl schwoll deutlich an. Phil Jones war in Shorts und einem Hawai-Shirt unterwegs, während John McDonald in Anzug und Krawatte am Mikrophon stand - für Jones ist es seit seiner Pensionierung also deutlich bequemer geworden. Die geile Melissa Clopton lief herum und schaute geil aus. Adrian Lewis Freundin wackelte herum und sah sexy aus. Robbie"Kong"Green und Alan Green hielten in der Raucherecke draußen mit Jason Clark Hof und sprachen Britisch (bevor Kong zurückkam um Justine Queen aus Columbus zu zerschmettern). Jim Boan, Dartspieler aus Atlanta "behandelte" Ronnie Baxters Darts mit einem Hammer. Kevin Burdelsky verkaufte überteuerten Schmuck. Eric Bristow verspottete mich. Jaw Tomlinson verlor noch mehr Haare und brachte seiner Frau Jeanne bei, wie man den Bull´s Eyes News Kreditkarten - Automat bedient, für den Fall, dass jemand genug trinken sollte, um sich ein Abonnement zu kaufen. Und Tommy Cox verbrachte den Tag damit nach seinen Shorts zu suchen (und wahrscheinlich lacht er jetzt höhnisch über mich).

Manches war aber auch genauso wie gestern. Ein Budweiser kostete immer noch $4.75 und eine Flasche Wasser $5.50 Also kostet Wasser hier in der staubigen Wüste mehr als Bier und der Wahnsinnspreis für das Benzin in ganz Amerika ist gar nicht so hoch. Es ist nur gut, wirklich, zumindest hier in Las Vegas, dass noch niemand dahinter gekommen ist, wie man ein Auto mit Quellwasser antreibt.

Also ist die erste Qualifikation vorbei. Knapp 200 Darter kämpften im Finish in dem kurzen best-of-seven leg Format, um die ersten acht der 16 Plätze (die restlichen acht werden morgen in der 2.Qualifikation ermittelt) um sich den bereits gesetzten Spielern für die erste Runde auf der Bühne anzuschließen, die Mittwoch früh beginnt.

Aus Nordamerika haben bereits Johnny Kuczynski, Darin Young, Gary Mawson und Gerry Convery sich ihre Plätze verdient, gemeinsam mit den Top 12 der PDC: Phil Taylor, Raymond van Barneveld, Colin Lloyd, Peter Manley, Terry Jenkins, Dennis Priestley, Adrian Lewis, Wayne Mardle, Roland Scholten, Andy Hamilton, James Wade und John Part.

Als sich der Staub legte, war es nur Ray Carver von all den Amerikanern, der sich einen Platz im Scheinwerferlicht am Mittwoch sicherte. Carver überwand Bob Anderson, Barrie Bates, Jason Clark und Dan Olson um sich diesen Platz zu verdienen. Carver ist inzwischen Voll-Profi und stammt aus Chicago. Er macht weiter großen Eindruck und wird sicher weiter mitmischen, nicht nur im Verlauf dieses Turniers, sondern auch in den kommenden Monaten bis zur Weltmeisterschaft im Dezember.

Brad Wethington, Scotty Burnett, David Fatum und Jimmy Widmayer erreichten alle die letzten 32, gingen aber gegen Wes Newton, Colin Osborne, Joseph Swick und Bob Anderson unter. Mit diesen vier Dartern wird man morgen in der zweiten Qualifikation rechnen müssen.

>Am Ende des Tages gesellten sich zu Ray Carver Newton und Osborne, zusammen mit Dennis Smith, Steve Maish, Kevin Painter, Steve Beaton und Mervyn King.

Morgen passiert also das gleiche noch einmal und ich hege die Hoffnung, das Taechon die Welt schockieren wird… und ich vielleicht mein Steak bekommen werde. Er und ich und Mike"Petro"Petrocelli, auch aus Korea notierten sich was John Part beim Lunch sagte und anschließend folgten ein paar Stunden mit ernsthaften Dart-Unterweisungen durch Ronnie Baxter in der CD Sport Lounge.

Während ich das hier schreibe, schläft Taechon, wahrscheinlich träumt er von dem Doppel, dass er gegen Hine verfehlte und hat Alpträume wegen der Niederlage, die ihm Baxter verpasste.

Bald wird es morgen sein…

Die Sonne wird dann ein paar mehr Vögel braten. Bristow und Cox werden mich weiter verhöhnen. Bier wird immer noch ein kleines Vermögen kosten.

Und vielleicht, aber wirklich nur vielleicht, werden meinem Zimmergenosse und ein paar anderen Amerikaner einen weiteren Schritt in Richtung auf die $ 40000 am Ende des Desert Classic Regenbogens gelingen.

Vor Ort
Dartoid

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