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Das dritte jährlich stattfindende Alien Open

Wahrscheinlich habt Ihr alle von dem Vorfall in Roswell gehört…

Wie man sich erzählt, fand im Juni 1947 ein Rancher aus New Mexiko namens William "Mac" Brazel die Überreste einer abgestürzten fliegenden Untertasse rund 20 Meilen entfernt von Roswell auf einem Feld. In den Tagen und Wochen die dem Absturz folgten, schwärmte das Militär aus, rettete das Wrack und versteckte es unauffindbar und begleitete die Ausserirdischen, von denen einige überlebt hatten, zu einer nicht bekannten Unterkunft irgendwohin und hat sie dort die letzten 50 Jahre am Leben gehalten, ihre Existenz aber immer verleugnet und darauf bestanden, dass all das, was ich gerade geschrieben habe, nichts alles Geschwätz ist und das, was Brazel wirklich gefunden hat und was vom Militär weggeräumt wurde, nur die Überreste eines Wetterballons waren.

Ganz so war es aber nicht. Ich bin gerade von Roswell zurückgekehrt, wo ich eine detaillierte Untersuchung durchgeführt habe. Ich habe sogar das nationale UFO-Museum und das Untersuchungs-Zentrum besucht, wo man mir unter anderem im Vertrauen mitteilte, dass einer der Aliens vor Jahren entkommen konnte und bei einer Familie in Arizona aufwuchs. Wenn Ihr den Wahlkampf der Republikanischen Partei verfolgt habt, konntet Ihr ihn sehen. Sein Name ist John McCain.

In Roswell hat sich seit 1947 einiges getan und heute ist die Stadt ein Synonym für fliegende Untertassen und kleine grüne Männchen. Das örtliche MacDonalds ist wie eine fliegende Untertasse geformt. Ein riesiges Arby´s Marquee heißt alle Ausserirdischen zu Roast Beef und Cheddar willkommen. Die Spitzen der Laternenpfähle im Zentrum sind wie die Köpfe von All Bewohnern geformt. Erinnerungen an die Geschichte, die die Stadt bekannt machten sind überall zu finden.

Es war nur eine Frage der Zeit, bevor auch die örtliche Dartorganisation, die Pecos Valley Dart Association, auch auf den Zug aufspringen würde und sich entschließen würde ein Dart Turnier mit einem Alien-Thema zu organisieren…

Ich war sehr enttäuscht, dass ich bei den ersten beiden Alien Opens 2006 und 2007 nicht dabei sein konnte, aber dieses Jahr habe ich mich entschlossen die bittere finanzielle Pille zu schlucken und habe trotz allem, was McCain und seine außerirdischen Truppen der Wirtschaft angetan haben (mein Haus ist den Preis nicht mehr wert, den ich dafür bezahlt habe und meine Frau kann das Purina für unseren Golden Retriever nicht mehr bezahlen, und das Benzin für meinen Rasenmäher kostet tatsächlich doppelt soviel wie eine Tankfüllung für mein Auto zu meinen High School Zeiten) ein Flugzeug mitten ins Nichts bestiegen. Ich glaube die nächste Stadt, die wirklich diese Bezeichnung verdient, ist Toledo.

Um ganz ehrlich zu sein, wollte ich ja schon lange die UFO-Hauptstadt der Welt besuchen (wo im Übrigen auch Demi Moore geboren wurde). Also habe ich mich gefreut, dass ich die Reise endlich in meinem Terminkalender unterbringen konnte. Ich kam dort in der Hoffnung an, entweder einem Wesen aus einer anderen Welt oder aber wenigstens Demi Moore über den Weg zu laufen, stattdessen traf ich ein wirklich cooles Kind namens Justin Manire…

Später mehr zu Justin.

Wenn man die abgelegene Lage des Ortes berücksichtigt, war ich schon überrascht sofort auf drei Menschen zu treffen, die ich kannte: Palm Patton, eine der Top Spielerinnen Amerikas, mit der ich vor ein paar Wochen während der Desert Classics herumhängte, während ihre Zimmerpartnerin Stacy Edwards mit meinem Zimmerpartner Shayne Meeks aus Viginia Beach herumtobte; Chris Helms aus San Antonia und seine Frau Anita, der seit Jahren einer der gefürchtesten amerikanischen Dartspieler ist, und Lil Vaughn, die ich bisher nur einmal getroffen hatte und zwar ausgerechnet in Korea, wo wir in Songtan bei einem "Luck of the Draw" 2006 einander gezogen hatten. Ja, die Welt ist schon klein!

Der Turnier Direktor Mike Ramey schnappte mich sofort und überredete mich ein Leg Cricket gegen eine lokale Radioberühmtheit, die Meatloaf wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich sieht, zu werfen, gegen Joe "like the rat" Fink von Classic Rock 110.5 KSFX. Fink und sein Partner bei der Frühstücks Show, Tony Clayton, waren da um über das Turnier zu berichten und ein Exhibition Spiel gegen Ramey (der das ADO Turnier früher am Tag gewonnen hatte) und Curtis Rydholm zu bestreiten. Oder war es doch nicht Rydholm?...

Ich weiß nicht mehr, mein Gedächtnis ist inzwischen wie ein Sieb. Aber Rydholm, ursprünglich aus Nashville und ein Bekannter meines Freundes und Dartoid Worlds Cartoonisten, Rodman Rodman (ja, das ist richtig so, Du siehst nicht doppelt), war jedenfalls auch da und erzählte mir, dass es Rodman war, der das Turnier-Logo entworfen hatte.

Und Fink hat mich jedenfalls geschlagen also ist er ein Arsch…

Beim Freitagabend 501 Turnier setzte sich meine Form, die gegen Fink so "überzeugend" gewesen war, fort und beunruhigte meinen Partner David Beard. Wir überstanden die ersten beiden Runden, aber sicher nicht dank meiner Darts, mein höchster Score war dank der außerirdischen Kräfte in der Halle und des eng-anliegenden T-Shirts eines unserer weiblichen Gegner, eine 45. Aber dann erholte ich mich (während Beard sich beim Bier "erholte") und warf ein paar Hunderter und Scores über 100. Wir wurden von unserem Gegner im Viertelfinale aus dem Rennen geworfen, bei einem Spiel, das eigentlich wir hätten gewinnen müssen, ohne die Bastarde, die gegen uns gewannen, schlecht reden zu wollen.

Am Samstag spielte ich mit Chris Helms das Cricket Doppel und trotz der Probleme die ich hatte, obwohl ich auch ein paar Mal Würfe über sieben Punkte hatte, die unerklärlicherweise von irgendwoher auftauchten, gelang es uns ins Halbfinale einzuziehen, ohne ein einziges Leg verloren zu haben. Helms durfte beginnen, schloss die 20 und erzielte 60 Punkte. Unseren Gegnern gelang es nicht, die 19 zu schließen. Unglücklicherweise ließ mein Wurf mit Triple 7, Triple 3 und Single 19 ihnen noch eine Chance, die sogar Emmett Smith ergriffen hätte und genau das taten unsere Gegner auch. Blitzartig erzielten sie 133 Punkte, gewannen ohne Problem das Leg und dann auch das nächste --- und Helms und ich machten uns auf den Weg zur Bar.

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt traf ich auf Justin Manire…

Ich sprach an einem der Tische mit seiner Mutter Deliah Hartmaier aus Alamogordo, bevor Justin und ich irgendwie auf die Themen Haie und Spinnen zu sprechen kamen. Fragt mich nicht, wie das geschah, wie während eines Dart-Turniers so eine Konversation zustande kommen kann. Aber es passierte. Es ist so, dass einer meiner Kunden im wirklichen Leben an einer Kampagne gegen den Verzehr von Hai-Flossen beteiligt ist und so bin ich immer zu einem Gespräch über Hai-Themen bereit. Außerdem habe ich Jaws schon getroffen.

Also unterhielt ich mich mit Justin und er fing an, zu kritzeln und schob ein Stück Papier über den Tisch. Darauf hatte er einen Hai gezeichnet, eine wirklich erstaunliche kleine Zeichnung.

Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte. Hier mitten in der Wüste von New Mexiko, wo man Klapperschlangen findet aber keine Meerestiere, da stieß ich auf ein Kind mit einer nahezu unheimlichen Begabung Tiere zu zeichnen, die er in seinem Leben noch nie persönlich gesehen hatte. Ich erzählte ihm, er sollte vielleicht meinen Kunden und ein paar andere Organisationen kontaktieren, um noch mehr zu lernen. Ich erzählte ihm von dem Künstler Richard Wyland, der berühmt ist für seine Wandmalereinen von Walen und Delphinen, die man im ganzen Land und auf der ganzen Welt an Gebäuden finden kann.

Ich verlor noch ein paar Spiele, das Turnier war vorbei und ich fuhr nach Hause nach Florida.

Ein paar Tage später bekam ich ein E-Mail von Justins Mutter. Es wäre eine Untertreibung, wenn ich sagen würde, dass ich von seinem Inhalt nicht überrascht war.

Es stellte sich heraus, dass Justin unter dem Asperger Syndrom leidet, aber erstaunlich gut damit zu recht kommt. Er hat sich sein High School Diplom erarbeitet und belegt jetzt im College Kunst- und 3D Animations-Kurse. Trotzdem war es für ihn ein Durchbruch das Dart Turnier zu besuchen und sich mit Fremden wie mir zu unterhalten. In seinem Gehirn machte es Klick und Justin fragte nun bei Geschäften in Alamogordo nach, ob er Wände mit Zeichnungen und Gemälden von Haien bemalen darf.

Ich habe ein bisschen nachgeforscht und herausgefunden, dass das Asperger Syndrom oft von einem ungewöhnlichen Talent auf einem speziellen Gebiet begleitet wird. Es ist einer der einzigartigen, rätselhaften Begleitumstände dieser Krankheit. In Justins Fall ist es die Kunst, genauer das Zeichnen und Malen von Haien.

Ich habe inzwischen einen Kontakt zwischen Justin und seiner Mutter und meinem Kunden aufgebaut und es schaut so aus, als würde er dafür, dass er für die Webseite und für Veröffentlichungen Haie zeichnet, eine Art Stipendium bekommen. Vielleicht wird er sogar eingeladen eine Wand ihrer neuen Zentrale in Friday Harbor in Washington mit Haien zu bemalen.

Und so wurde meine Reise nach Roswell zum dritten Alien Open, auch wenn ich weder einen Alien (es sei denn man rechnet Joe Fink dazu) noch Demi Moore getroffen habe, doch zu etwas ganz Besonderem. Trotz schrecklicher Darts verdiente ich ein bisschen etwas, traf alte Freunde und gewann einen neuen dazu.

Ich werde es vielleicht nicht schaffen nächstes Jahr wieder dorthin zu fahren (obwohl es ein sehr gut organisiertes Turnier ist und ich es nur empfehlen kann), aber ich habe mir schon ein anderes Turnier in New Mexiko in meinem Kalender notiert: das erste Annual Whitesands Missile Launch Steel-tip Turnier, dass vom 6. bis 9. Februar 2009 in Alamogordo stattfinden wird.

Ich freue mich darauf, Justin und seine Familie wieder zutreffen (wenn nicht McCain gewählt wird und ich nicht finanziell in den Ruin getrieben werden). Ich habe außerdem nachgeforscht und herausgefunden, dass Alamogordo die Heimatstadt des Angelina Jolie Imitators Max Schmidt ist.

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