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Young kommt weiter. Part strauchelt

Nach seinem Sieg im Mai bei der ersten North American Dart Championship, konnte „Big Daddy“ Darin Young, seit Jahren einer der populärsten Spieler des nordamerikanischen Circuit, erneut zeigen, warum er auch einer der gefürchtesten Spieler ist. Sein nachmittäglicher Kampf und die 6:4 Niederlage, die er Martin Burchell schließlich zufügte, ließ die einheimischen Fans aufwachen und brachte ihm schon einmal mindestens $ 6000 Preisgeld ein. Nach einem kleinen Einbruch in der Mitte des Spiels riss Young seine Fans mit einem spektakulären 158er Checkout auf der Doppel 19 von ihren Sitzen und ging damit 5:3 in Führung. Im nächsten Leg verfehlte er mit seinen Matchdarts das Bulls Eye und die Fans waren entsetzt, sein Gegner blieb mit der Doppel 16 im Spiel. Im zehnten Leg, gelang es dann aber Big Daddy den Sack mit der Doppel 20 zuzumachen und er zieht zum zweiten Mal in die letzten 16 ein. Letztes Jahr hatte Young die Viertelfinale verpasst, er hatte um Haaresbreite mit 8:7 gegen Dennis Smith verloren. Es werden nur wenige bezweifeln, dass Young diesmal nicht vor hat, mit anderen Haaren zu flirten, als mit den 2-3 die er noch auf dem Kopf hat. „Es war sehr harte Arbeit“, sagte er nach dem Spiel und spielte damit auf seine Schwierigkeiten in der Mitte des Spiels an . „Glücklicherweise habe ich dann doch gewonnen… hoffentlich kann ich mich jetzt zusammenreißen und am Freitag die zweite Runde überstehen.“

Der Spieltag begann mit einem anderen Publikumsliebling---einem Liebling der Dartfans auf der ganzen Welt---mit dem zweifachen Weltmeister Dennis „the Menace“ Priestley, der den erst vor kurzer Zeit (und sicher klugerweise) von der BDO gewechselten Holländer Co Stompe 6-2 ausbootete. Sogar Co Stompes Fans mussten Priestleys Comeback nach einem großen Eingriff Anerkennung zollen, und ganz gewiss erwies sich Stompe als guter Verlierer, der „the Menace“ umarmte und ihm alles Gute für das weitere Turnier wünschte.

Terry “The Bull“ Jenkins überlebte den Kampf gegen Mick McGowan, er arbeitete sich vom 4:4 Unentschieden zum 6:4 Sieg voran.

Ständiger Ansturm und ein paar demoralisierende (für Wayne „Hawai 501“ Mardle demoralisierend) hohe Finishes über 156 und 126 Punkte, brachten dem jungen Adrian Gray, ja den, mit den stachligen Haaren und dem Elvis Kragen, der Phil Taylor in der ersten Runde des World Grand Prix im letzten Jahr so geschockt hatte, einen 6:4 Sieg ein, der, wenn man nur das Ergebnis betrachtet, einfacher aussieht als er war. Mardle fand einfach nicht zu der Gangart, die ihn hier 2004 und 2005 ins Finale und in den letzten Jahren in den Weltmeisterschaften so weit gebracht hatten.

Dann kam das Spiel, auf das die einheimischen Zuschauer gewartet hatten, von dem sie gehofft hatten, dass es den mehrfache kanadische Meister, Sieger der Desert Classics 2006 und dreifache und gegenwärtigen Weltmeister John Part in die zweite Runde bringen würde. Aber es sollte einfach nicht sein! Part hatte schwer zu kämpfen, ganz einfach und ungeschönt ausgedrückt, und seine Frustration darüber, als seine Dart einfach nicht dorthin gingen wo er sie haben wollte, war an seinem Gesicht abzulesen und wurde von seinen Fans im Saal geteilt. Am Ende verlor er, obwohl er sich von einem 3:1 Rückstand noch zu einem 4:3 gearbeitet hatte, Mervyn King ging als Sieger davon.

Im fünften der acht Spiele standen Phil „The Power“ Taylor und Kevin „The Artist“ Painter am Oche. Dieses Spiel war von allen mit Spannung erwartet worden, seitdem die Ziehung bekannt gegeben worden war. Taylor selbst liefert ja ohnehin immer erstaunliche Vorstellungen ab, vielleicht ist das seine patentierte Form des drohenden Knurrens, Painter scheint Taylor immer besonders auf die Nerven zu gehen. Die heutige Begegnung verlief aber friedlich und beide Spieler zeigten hohe Durchschnitte mit 108.84 und 103.68 Punkten. Sie lagen damit pro Wurf mindestens 15 Punkte höher, als alle Anderen, die an diesem Naschmittag spielten. Am nächsten kam ihnen noch Mervyn King mit 89.26 Punkten. Aber auch in so einem Spiel musste jemand der Unterlegene sein und diesmal war es eben Painter.

Sam Rooney (der in der zweiten Qualifikation Chris White aus San Francisco bezwungen hatte und sich so den Platz auf der Bühne gegen Colin Lloyd verdient hatte) machte bei seinem unerwarteten 6:5 Sieg über die ehemalige Nummer 1 der Welt einfach genauso weiter. Eigentlich hätte gerechterweise Lloyd der Sieger sein müssen, er führte die meiste Zeit, konnte aber einfach seine Chance zum Sieg im zehnten Leg nicht nutzen.

Im letzten Spiel des Tages ließ sich Barrie Bates eine 3:0 Führung einfach durch den Holländer Roland Scholten noch aus der Hand nehmen. Scholten kämpfte sich zurück und konnte ausgleichen. Dann gelang Bates das 4:3. Scholten glich wieder aus und ging selbst zum ersten Mal im neunten Leg in Führung, schaltete einen Gang höher und holte sich einen nervösen 6:4 Sieg.

Morgen geht es mit den letzten acht Erstrunden Spielen weiter, in vier davon sind Nord Amerikaner mit dabei: die Kanadier Shawn Brenneman und Gerry Convery und die Amerikaner Bill Davis und Larry Butler!

Das wird ein „Graham Cracker“, wie die Briten zu sagen pflegen!

Vor Ort
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18 - Amerikas Hoffnungen ruhen jetzt auf Big Daddy!

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