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Humphries lässt Wade keine Chance

In der einzigen Nachmittagssession des gesamten World Matchplays wurden am Sonntag vier weitere Erstrundenspiele ausgetragen. Mit von der Partie war dabei Rob Cross, der als Sieger des Turniers von 2019 eine Menge Preisgeld verteidigen musste und eine Niederlage gegen Ross Smith unbedingt verhindern wollte. Mit James Wade startete danach ein weiterer früherer Matchplay-Champion in das Turnier, er traf auf Luke Humphries. Bevor es dazu kam, gab es noch die Begegnungen zwischen Krzysztof Ratajski und Brendan Dolan sowie zwischen Glen Durrant und Callan Rydz zu sehen.

Starke Performance des „Polish Eagle“

Eröffnet wurde der zweite Turniertag in Blackpool also wie angesprochen von Krzysztof Ratajski und Brendan Dolan. Der an 13 gesetzte Pole legte mit einem 11-Darter furios los und machte mit einem 12- sowie einem 14-Darter stark weiter. In der Zwischenzeit hatte Dolan selbst seinen ersten Leggewinn verbucht. Im fünften Durchgang verpasste Ratajski zwei Möglichkeiten, um seinen Vorsprung weiter auszubauen, sodass er zu diesem Zeitpunkt lediglich mit 3:2 vorne lag.

Nach der Unterbrechung scheiterte der „History Maker“ ganz knapp an 170 Restpunkten, weshalb Ratajski den alten Abstand gleich wieder herstellte. Der „Polish Eagle“ drückte im weiteren Verlauf wieder aufs Gaspedal, bestätigte das Break mit einem 102er-Highfinish und zog seinem Gegner durch die daran anschließenden Legs mit 11 und 14 Darts weiter davon. Danach beendete Dolan die Serie von vier verlorenen Legs nacheinander. Trotz des in diesem Moment vollbrachten 12-Darters, inklusive 121er-Bullfinish, lag er noch immer deutlich mit 3:7 in Rückstand.

Nach der zweiten Pause wurden zunächst die Anwurflegs gerecht aufgeteilt, ehe Dolan zwei wichtige Breakdarts vergab. Letzten Endes hatte Ratajski keine Schwierigkeiten damit, die Partie zu seinen Gunsten zu beenden. Der dritte Matchdart steckte in der Doppel-5 und machte den 10:4-Sieg perfekt. Dabei kam Ratajski auf einen Average von über 101 Punkten.

Krzysztof Ratajski 10:4 Brendan Dolan
101,57 Average 96,08
5 180s 1
102 High Finish 121
1 100+ Checkouts 1
10/17 Finishing 4/12

Der Horror-Start bricht Durrant das Genick

Nach der desaströsen Premier League-Saison ohne einen einzigen Punktgewinn wollte Glen Durrant beim World Matchplay zu seiner alten Stärke zurückfinden – bei seinen beiden bisherigen Teilnahmen im Emperess Ballroom erreichte „Duzza“ jeweils das Halbfinale. Sein Auftaktgegner in diesem Jahr hörte auf den Namen Callan Rydz. Der Start in die Partie verlief aus der Sicht Durrants katastrophal. Nachdem er im ersten Leg bereits drei Chancen auf Doppelfelder ausgelassen hatte, setzte er im zweiten ganze sieben Pfeile vorbei. Weil Durrant auch im nachfolgenden Leg zweimal patzte, lag Rydz, ohne selbst in irgendeiner Weise zu glänzen, mit 3:0 vorne. In den nächsten Minuten änderte sich am bisherigen Spielverlauf nichts, Durrant scheiterte noch vier weitere Male und musste mit einem 0:5 in die Kabine gehen.

Unter dem Jubel der Zuschauer holte sich Durrant im Anschluss an die Pause endlich sein erstes Erfolgserlebnis, kurz darauf landeten aber wiederum zwei Pfeile neben den anvisierten Doppelfeldern. Abgesehen davon hatte sich Durrant im Vergleich zur ersten Session aber leicht gesteigert. Mit 15 und 17 Darts sammelte er jetzt zwei Legs hintereinander ein und reduzierte seinen Rückstand auf 3:6. Rydz hatte seinerseits genug eigene Probleme, er rutschte enorm häufig in die Segmente neben der 20 und der 19 ab. Das wichtige zehnte Leg entschied „The Riot“ jedoch für sich, sodass er auf einen relativ komfortablen Vorsprung von 7:3 aufbauen konnte.

Nach der zweiten Pause gelang Durrant per 13-Darter das bisher beste Leg der Partie, welches von Rydz mit einem 12-Darter im direkten Gegenzug getoppt wurde. Wenig später brachte der dreifache Lakeside-Weltmeister sein eigenes Anwurfleg, doch Rydz antwortete mit einem 92er-Finish und stand kurz vor der Ziellinie. Aufgrund dreier vergebener Matchdarts musste Rydz noch ein Leg an seinen Gegner abgeben, danach machte er aber den Deckel auf den 10:6-Erfolg drauf. Beide Akteure lagen mit ihren Averages unterhalb von 85 Punkten, bei Durrant kam zudem die erschreckende Doppelquote von gerade einmal 17 Prozent hinzu.

Callan Rydz 10:6 Glen Durrant
82,04 Average 84,03
3 180s 2
106 High Finish 90
1 100+ Checkouts 0
10/30 Finishing 6/35

Cross meistert seine Auftakthürde

Erst vor knapp zwei Wochen erfüllte sich Ross Smith einen Traum, als er mit dem Players Championship 19 zum ersten Mal ein PDC-Turnier gewann. Diesen Schwung wollte der Engländer ins Duell gegen seinen Landsmann Rob Cross mitnehmen. Trotz einiger Schwierigkeiten mit den Single-Feldern brachte Smith das Auftaktleg auf seine Seite, ehe er per 81er-Finish für das erste Break sorgte. „Voltage“ hatte in beiden Situationen eine Möglichkeit auf dem Bullseye vergeben und war erst erfolgreich, als er die Doppel-8 zum 1:2 aus seiner Sicht erwischte. Dank eines 13-Darters kam Smith zwar zum sofortigen Rebreak, doch Cross ging noch vor der Pause dazwischen und verkürzte auf 2:3.

Einige Minuten später glich der World Matchplay-Sieger von 2019 durch einen starken 11-Darter aus. Cross blieb jetzt weiter am Drücker und zeigte seinem Gegner in den nächsten Minuten die Rücklichter: mit 13, 18 und 14 Darts holte er sich noch drei weitere Legs hintereinander. Von Smith kam in dieser Phase viel zu wenig Gegenwehr, sodass er nach sechs verlorenen Legs in Folge mit einem 3:7-Rückstand in die zweite Unterbrechung gehen musste.

Diese Serie ging erst zu Ende, als Smith mit einem starken 11-Darter auf die Bühne zurückkehrte. Die Pause hatte dem „Smudger“ sichtlich gutgetan, er legte zwei 14-Darter hinterher und war nur noch mit einem Leg im Hintertreffen. Durch einen eigenen 14-Darter verhinderte Cross den Ausgleich, ließ im nächsten Leg aber sieben Chancen zur möglichen Vorentscheidung aus. Smith rettete sich nach eigenen Problemen auf der Doppel-1 und hielt die Partie mit dem 7:8 aus seiner Sicht spannend. Nachdem die nächsten beiden Legs noch keine Entscheidung eingebracht hatten, erhielt Cross jetzt die Chance, mit dem Vorteil des Anwerfens alles klarzumachen. Diesen Plan setzte der Weltranglistenfünfte in die Realität um, er versenkte seinen ersten Matchdart in der Doppel-16 und freute sich über den 10:8-Erfolg.

Rob Cross 10:8 Ross Smith
100,22 Average 91,48
4 180s 7
87 High Finish 81
0 100+ Checkouts 0
10/31 Finishing 8/17

Zum Abschluss der Session kam es zur Wiederauflage des UK Open-Endspiels zwischen James Wade und Luke Humphries. Begünstigt durch einen Fehler seines Konkurrenten landete Humphries gleich zu Beginn ein Break, welchem er sechs perfekte Darts und einen 12-Darter folgen ließ. Erst als „Cool Hand Luke“ das Bullseye für ein 170er-Finish verfehlt hatte, trat Wade erstmals in Erscheinung. Davon ließ sich Humphries aber nicht lange irritieren, er sicherte sich danach wiederum zwei Legs nacheinander und nahm eine deutliche 4:1-Führung mit in die erste Pause.

Auf der anderen Seite musste Wade auch den sechsten Durchgang an seinen Gegner abgeben, ehe er nach zwei 180ern auf dem besten Weg war, seinen zweiten Leggewinn einzufahren. Doch mit den folgenden Aufnahmen setzte der World Matchplay-Sieger von 2007 ganze sechs Pfeile an den Doppelfeldern vorbei, wodurch er Humphries das Break schenkte. Letzterer nahm dieses Geschenk an und erhöhte auf 6:1, verpasste anschließend aber zwei Chancen, um noch weiter davonzuziehen. In dieser Situation konnte Wade seinen Gegner mit einem eigenen 148er-Highfinish bestrafen. Die Freude darüber währte bei „The Machine“ allerdings nur kurz, weil er in den nächsten beiden Legs wieder das Nachsehen hatte. Dagegen hatte Humphries die Ziellinie nach dem 8:2 bereits in Sichtweite.

Nach der zweiten Pause setzte Humphries seine starke Leistung nahtlos fort. Er gab nur noch ein einziges Leg an seinen Gegner ab und feierte schlussendlich einen deutlichen 10:3-Erfolg. Dabei kam der Engländer auf einen Average von gut 101 Punkten.

Luke Humphries 10:3 James Wade
101,08 Average 93,48
8 180s 2
76 High Finish 148
0 100+ Checkouts 1
10/27 Finishing 3/14

World Matchplay


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