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Nächster Favorit raus: Durrant bezwingt Wright

Am fünften Spieltag des World Matchplay 2020 in Milton Keynes wurde die zweite Runde fortgesetzt. Im Gegensatz zu den bisherigen Tagen wurden heute nur vier Partien ausgetragen, wobei das Match zwischen Vincent van der Voort und Daryl Gurney den Anfang machte. Anschließend traf Joe Cullen auf Dimitri Van den Bergh, ehe es zum Topspiel zwischen Peter Wright und Glen Durrant kam. Der letzte Viertelfinalist wurde dann noch im Duell von Adrian Lewis und Danny Noppert ermittelt.

Van der Voort mit überraschend klarem Sieg

Los ging es also mit dem Aufeinandertreffen des zweifachen Major-Siegers Daryl Gurney und dem routinierten Vincent van der Voort. Der Niederländer legte hervorragend los, produzierte dank eines 12-Darter frühestmöglich ein Break. Nachdem er im darauffolgenden Leg einen Breakdart gegen sich unbeschadet überstand, erhöhte er seinen Vorsprung mit einem 11-Darter. Gurney hatte weiterhin Startschwierigkeiten und warf im vierten Leg dreimal an der Doppel-20 vorbei. Van der Voort bedankte sich, machte per 79er-Checkout wenig später das nächste Break perfekt und hatte die erste Session tatsächlich mit 5:0 gewonnen. Gurney hatte sich in der Unterbrechung scheinbar sammeln können, jedenfalls gingen die nächsten beiden Legs problemlos nach Nordirland. Doch van der Voort ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, zeigte zwei 80er-Checkouts nacheinander und stellte den vorherigen Abstand wieder her. Auch im letzten Leg vor der zweiten Unterbrechung war der „Dutch Destroyer“ hochkonzentriert, er brachte 96 Zähler auf Null und ging mit einem eindeutigen 8:2 aus seiner Sicht in die Kabine.

Da van der Voort zunächst nahtlos an die bisherige Leistung anknüpfte, stand er bereits mit einem Bein in der nächsten Runde. Er ließ jedoch in den nächsten beiden Legs je einen Matchdart aus und löste damit eine Reaktion bei seinem Gegner aus. „Superchin“ hielt sich vorerst mit einem 99er-Finish im Turnier, legte einen 14-Darter nach und checkte zusätzlich auch noch 82 Punkte. Danach brachte van der Voort das Zwischenhoch von Gurney und das gesamte Duell zu Ende. Mit einem 94er-Finish besiegelte er den 11:5-Erfolg und erreichte zum zweiten Mal in seiner Laufbahn das Viertelfinale des Matchplay.

Cullen lässt zu viele Chancen liegen

Erst im Sudden Death-Leg hatte Joe Cullen sein Erstrundenmatch gewonnen und dabei auch einen großen Rückstand aufgeholt. Heute ging es für den Engländer gegen Dimitri Van den Bergh um die Möglichkeit, genau wie vor zwei Jahren ins Viertelfinale einzuziehen. Der Belgier eröffnete die Partie mit einem 105er-Highfinish via 25, Triple-16 und Doppel-16. Cullen gewann sein erstes Anwurfleg ebenfalls und schaffte es dann, 112 Punkte trotz eines Ausrutschers in die Single-5 auf Null zu bringen. Van den Bergh breakte aber sofort zurück: mit einer 180 ließ er sich 118 Punkte übrig, die er auf der Doppel-19 ausmachte. Das letzte Wort vor der ersten Pause wurde von Cullen gesprochen, der auf der doppelten 1 die 3:2-Führung klar machte. Mit einem souveränen 74er-Checkout konnte der „Rockstar“ das vorhin erzielte Break bestätigen, ehe er sich sogar ein drittes Leg nacheinander sicherte. Van den Bergh kam erst wieder zum Zuge, als er im achten Durchgang 138 Zähler von der Scheibe nehmen konnte. Der „Dreammaker“ legte erfolgreich nach, ließ im letzten Leg jedoch drei nicht unwichtige Breakchancen liegen. Cullen traf die Doppel-16 im zweiten Versuch und nahm ein 6:4 mit in die erste Pause.

Im Anschluss daran verkürzte Van den Bergh zunächst, warf im 12. Leg aber dreimal außen an der Doppel-12 vorbei. Cullen rettete dementsprechend sein Anwurfleg und produzierte wenig später seinerseits ein Break, als ihm ein starker 11-Darter gelang. Danach ließ der „Rockstar“ jedoch zwei wichtige Möglichkeiten aus. Davon profitierte Van den Bergh, der das Break in dieser Situation auch bestätigte und durch 7:8 nur noch knapp in Rückstand war. Kurz darauf unterliefen Cullen die nächsten Fehler, und sein Gegner hatte keine Mühe Parität herzustellen. Van den Bergh zeigte im Anschluss daran ein 104er-Highfinish und lag erstmals seit dem 1:0 wieder in Führung, Cullen antwortete mit einem 118er-Checkout und hielt die Partie offen. Das bessere Ende sollte letztlich aber der Belgier für sich haben. Nachdem er mit eigenen Anwurf vorgelegt hatte, nutzte er seinen sechsten Matchdart und stolperte auf der Doppel-1 über die Ziellinie. Durch das 11:9 erreichte Van den Bergh bei seinem Matchplay-Debüt direkt das Viertelfinale.

Spätestens nach dem Aus von Michael van Gerwen und Gerwyn Price war Weltmeister Peter Wright der Titelfavorit beim diesjährigen World Matchplay. Mit dem Vorjahreshalbfinalisten Glen Durrant hatte „Snakebite“ nun aber eine äußerst schwierige Aufgabe vor der Brust. Trotz sechs Fehlwürfen auf Doppelfelder schnappte sich Wright das Eröffnungsleg, zwei weitere Patzer im zweiten Leg blieben jedoch nicht ungestraft. Auch Durrant zeigte sich eingangs etwas unsicher auf den äußeren Ring des Boards, so ließ er sowohl im dritten als auch im vierten Leg eine Chance ungenutzt. Wright gewann stattdessen Letzteres mit einem 76er-Finish und machte durch einen guten 12-Darter die 4:1-Pausenführung perfekt. Zurück auf der Bühne verbuchte „Duzza“ dank eines 99er-Checkouts sein zweites Erfolgserlebnis; wenig später beobachtete er, wie Wright zwei weitere Pfeile am äußeren Ring vorbeisetzte. Durrant selbst löschte 108 Punkte via 18, Bullseye und Doppel-20, legte erfolgreich nach und hatte den 4:4-Ausgleich herbeigeführt. Durch ein 104er-Highfinish sammelte Durrant sogar ein viertes Leg in Folge ein. Wright spielte bezogen auf das Scoring eigentlich eine gute Partie, brachte sich auf den Doppelfeldern aber immer wieder selbst um die Früchte seiner Arbeit. Nachdem dem Schotten zwei weitere Fehler unterlaufen waren, kannte Durrant erneut keine Gnade, machte 92 Punkte aus und hatte aus dem 1:4-Rückstand eine 6:4-Führung gemacht.

Mit einem 11-Darter setzte der dreifache BDO-Weltmeister seine ansprechende Leistung anschließend fort, leistete sich danach aber vier seltene Fehler auf Doppel und kassierte das umgehende Rebreak. Wright tat dieser Erfolg sichtlich gut, er machte sowohl 86 als auch 121 Punkte auf dem Bullseye aus und sorgte für den unentschiedenen Zwischenstand von 7:7. Nachdem die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden, startete „Duzza“ mit sechs perfekten Würfen in den 15. Durchgang. Dies war die Grundlage für einen 14-Darter; und einen weiteren 14-Darter später war Durrant soweit, als dass ihm nur noch ein Leg zum Sieg fehlte. Wright hatte jetzt keine Antwort mehr parat und musste seine Niederlage eingestehen. Mit einem 90er-Finish machte Durrant schlussendlich alles klar und erreichte durch den 11:8-Erfolg wie im letzten Jahr auch das Viertelfinale.

Lewis‘ Aufwärtstrend setzt sich fort

Im Duell von Adrian Lewis und Danny Noppert ging es nun um das letzte Ticket für die Runde der letzten Acht. Noppert sicherte sich das Auftaktleg mit einem 89er-Checkout, „Jackpot“ startete seinerseits mit einem 107er-Highfinish in die Begegnung. Nachdem auch die nächsten beiden Legs fair zwischen den Kontrahenten aufgeteilt wurden, machte Noppert 72 Zähler aus und ging dementsprechend mit einem knappen Vorteil zum Pausentee. Lewis kam mit einem brillanten 10-Darter zurück auf die Bühne und sorgte per 88er-Finish anschließend für das erste Break der Partie. Ganze acht Fehlwürfe auf Doppel kosteten den ehemaligen Doppelweltmeister allerdings eine deutlichere Führung, stattdessen bedankte sich „Noppie“ auf der Doppel-8 für das Geschenk seines Gegners. Per 107er-Finish ging Noppert wiederum in Front, Lewis sorgte einige Minuten später für den 5:5-Pausenstand.

Nach der letzten Unterbrechung des Tages legte Lewis mit einem 120er-Highfinish vor, schaffte es aber auch in dieser Situation nicht, aus diesem Break länger Kapital zu schlagen. Einige Minuten später war der Engländer dann aber erfolgreicher: er gewann erneut ein Leg bei gegnerischem Anwurf und schaffte es diesmal auch, seine Führung auszubauen. Auf der anderen Seite patzte der auf die Doppelfelder sonst sehr stabile Niederländer im 15. Leg zweimal folgenschwer mit der Doppel-12. Lewis produzierte in diesem Moment gleich das nächste Break, war auch im darauffolgenden Leg erfolgreich und benötigte jetzt nur noch ein einziges zum Weiterkommen. Noppert konnte zwar noch einen Leggewinn für sich verbuchen, es sollte aber kein weiterer mehr dazukommen. Lewis beendete die Partie mit einem starken 11-Darter und bejubelte einen verdienten 11:7-Erfolg.

World Matchplay


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