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Price nutzt Chisnalls Doppelschwäche gnadenlos aus

Am Donnerstagabend durften sich die Dartsfans in aller Welt auf die Viertelfinals des World Grand Prix 2021 freuen. Im bisherigen Turnierverlauf gerieten viele der Favoriten ins Straucheln, sodass mit Titelverteidiger Gerwyn Price und Dave Chisnall nur noch zwei Spieler aus den Top Ten der Weltrangliste übrig waren – heute trafen die beiden genannten sogar direkt aufeinander. Eröffnet wurde die Runde der letzten Acht zuvor mit dem Duell zwischen Danny Noppert und Ian White, danach waren Jonny Clayton und Krzysztof Ratajski an der Reihe. Im letzten Match des Tages duellierten sich die beiden Engländer Ryan Searle und Stephen Bunting. Gespielt wurde unverändert im Modus „Best of 5 Sets“.

Noppert reitet weiter auf der Erfolgswelle

Das erste Viertelfinale zwischen Danny Noppert und Ian White bot für beide Profis die große Chance, noch einen weiteren Schritt bei einem Major-Turnier zu gehen. Nachdem Noppert das erste Leg des Abends bereits eingesammelt hatte, profitierte er von fünf Fehlwürfen seines englischen Gegners. Das dadurch geschaffte Break bestätigte „The Freeze“ wenig später auf der Doppel-4, dieser Treffer brachte ihm die 1:0-Führung ein. Auf der anderen Seite kehrte White verbessert zurück auf die Bühne. Er sicherte sich zu Beginn des zweiten Durchgangs per 15-Darter seinen ersten Leggewinn und ließ diesem ein 80er-Finish folgen. Weil „Diamond“ anschließend allerdings einen Setdart auf der Doppel-20 verpasst hatte, wurde der Durchgang nochmal spannend. Noppert meldete sich wieder zurück und erzwang im weiteren Verlauf das entscheidende fünfte Leg. Rechtzeitig zu dieser wichtigen Situation hatte sich White wieder gefangen, er glänzte mit einem starken 12-Darter und glich zum 1:1 aus.

Im dritten Satz legte der Niederländer mit einem 96er-Finish vor, White beantwortete dies mit einem eigenen 62er-Checkout. Analog dazu gestalteten sich die beiden darauffolgenden Legs: Noppert ging erneut in Führung, White konterte mit einem 104er-Highfinish via 18, Bullseye und Doppel-18. Folglich wurde auch in diesem Durchgang ein Decider notwendig. In diesem Fall hatte Noppert die Nase vorn: er war nach 14 Würfen bei Null angelangt und lag insgesamt betrachtet wieder mit 2:1 in Front. Im vierten Durchgang machte Noppert mit einem 116er-Finish zunächst nahtlos weiter, allerdings musste er kurz darauf auch das direkte Rebreak hinnehmen. Die Vorentscheidung fiel schlussendlich im dritten Leg dieses Satzes: White patzte gleich sechsfach beim Double-Out und konnte das Break gegen sich nicht mehr verhindern. Nur wenige Minuten später war das Match Vergangenheit. Noppert checkte abschließend 86 Zähler auf dem Bullseye und war nach dem 3:1-Erfolg der erste Mann im Halbfinale.

Clayton dreht nach dem 1:2-Rückstand auf

Der Halbfinalgegner von Danny Noppert wurde im zweiten Viertelfinale zwischen Jonny Clayton und Krzysztof Ratajski ermittelt. Der Waliser eröffnete die Begegnung mit einem durch einen 14-Darter zustande gekommenes Break. Ratajski antwortete zwar mit dem sofortigen Rebreak, hatte in den nächsten Minuten aber mit den Doppelfeldern zu kämpfen. So setzte er am Ende des dritten Legs vier und zu Beginn des vierten Legs gleich acht Pfeile am äußeren Ring vorbei. Clayton nutzte diese Fehler natürlich zu seinen Gunsten und brachte den Auftaktsatz in seine Richtung. Im zweiten Durchgang wurden die ersten beiden Legs als Breaks gewonnen: Ratajski löschte hierfür 93 Punkte, „The Ferret“ als Reaktion darauf sogar 150 Zähler. Der Pole blieb davon unbeeindruckt und antwortete mit einem 113er-Highfinish, das damit geschaffte Break konnte er aber erneut nicht bestätigen. Clayton machte seinerseits 70 Punkte aus und hatte im nun folgenden Decider sogar den Vorteil, anwerfen zu dürfen. Diesen Bonus verspielte der Waliser allerdings durch einen katastrophalen Rechenfehler: er überwarf sich bei 134 Restpunkten. Nutznießer dessen war Ratajski, der mit einem Treffer in der Doppel-10 zum 1:1 ausglich.

Im dritten Durchgang konzentrierten sich beide Profis erfolgreich auf ihre eigenen Anwurflegs, sodass letztlich erneut ein entscheidendes fünftes Leg absolviert werden musste. Dort scheiterte Ratajski zunächst knapp an 170 Punkten, diesen Fehler konnte er mit der nächsten Aufnahme aber ausbügeln und damit verbunden die 2:1-Führung übernehmen. Angesichts dieses Zwischenstands war Clayton nun unter Zugzwang. Damit konnte er gut umgehen, er lieferte einen hervorragenden vierten Durchgang ab. Mit 15, 13 und nochmals 15 Darts entschied er binnen weniger Minuten alle drei Legs komfortabel für sich – die Belohnung dafür war der 2:2-Ausgleich. Somit ging es nun in den finalen fünften Satz, wo die ersten beiden Legs fair aufgeteilt wurden. Danach leistete sich Ratajski zwei Fehlwürfe auf Doppel, von denen er sich nicht mehr erholen sollte. Auf das in diesem Moment kassierte Break reagierte der „Polish Eagle“ mit sechs Fehlwürfen beim Double-In. Clayton hatte daher leichtes Spiel, er versenkte seinen ersten Matchdart in der Doppel-8 und jubelte über den knappen 3:2-Erfolg.

Danach folgte das rein von den Namen her hochkarätigste Spiel des Tages: Titelverteidiger Gerwyn Price wurde vom Weltranglistenachten Dave Chisnall herausgefordert. Als sich die beiden Profis im vergangenen Jahr im Halbfinale gegenüberstanden, setzte sich Price erst ganz knapp im Entscheidungsleg durch. In der heutigen Begegnung gelang der Nummer eins der Welt gleich im Auftaktleg ein Break. Auf der anderen Seite erlebte „Chizzy“ einen schleppenden Start in die Partie, er ließ wenig später selbst einen Breakdart ungenutzt und leistete sich im dritten Leg sogar vier Fehler beim Auschecken. Price nahm dieses Geschenk natürlich dankbar an und brachte sich mit 1:0 in Führung.

Auch im zweiten Satz wurde das erste Wort von Price gesprochen, der 80 Punkte anders als geplant über 5, Single-Bull und Bullseye auf Null brachte. Dagegen fand Chisnall weiterhin keinen Zugang zu dieser Partie und ließ im nächsten Leg sechs Chancen zu seinem ersten Erfolgserlebnis liegen. Im direkten Anschluss daran hatte das Warten für Chisnall dann ein Ende, er präsentierte den Zuschauern ein 118er-Checkout. Auch aufgrund dreier überstandener Setdarts gegen sich legte der Engländer nach, ehe er im nun anstehenden Entscheidungsleg bei 24 Rest auf seine Möglichkeit wartete. Doch Price zeigte seine ganze Klasse, machte unter Druck 104 Punkte aus und erhöhte seinen Vorsprung auf 2:0. Chisnall kehrte mit einem 78er-Finish zurück vor die Kameras, allerdings war der „Iceman“ erneut nicht um eine Antwort verlegen. Er konterte mit eigenen Checkouts in Höhe von 93 sowie 100 Punkten und benötigte mittlerweile nur noch einen einzigen Leggewinn zum Weiterkommen. Tatsächlich verlor Price jetzt keine Zeit mehr. Er verwandelte seinen zweiten Matchdart in der Doppel-2 und siegte unterm Strich mit 3:0. Dabei profitierte der Waliser maßgeblich davon, dass Chisnall beim Double-Out nur zu 15 Prozent erfolgreich war.

Bunting komplettiert das Line-Up im Halbfinale

Mittlerweile war nur noch ein einziger Platz in der Vorschlussrunde zu vergeben. Dabei kam es nun zum rein englischen Duell zwischen Ryan Searle und Stephen Bunting. Der Erstgenannte eröffnete das Match mit einem 87er-Checkout auf der Doppel-5, ehe er begünstigt von drei Fehlwürfen des Konkurrenten nachlegte. „The Bullet“ erzielte im darauffolgenden dritten Leg zwar sein erstes Erfolgserlebnis, den Auftaktsatz konnte er aber nicht mehr zu seinen Gunsten drehen. Stattdessen war es Searle, der mit einem 1:0-Vorsprung im Rücken in die erste Unterbrechung ging. Zum Abschluss des ersten Legs von Satz Nummer zwei verfehlte Searle gleich sechsmal seine favorisierte Doppel-20. Bunting bedankte sich mit dem Break, welches er weitgehend problemlos bestätigte. Im Anschluss daran ging „Heavy Metal“ mit einem 14-Darter zwar dazwischen, den Ausgleich ließ sich Bunting aber nicht mehr nehmen. Er erwischte die Doppel-12 und sorgte damit für den Zwischenstand von 1:1.

Zu Beginn des dritten Satzes gelang Searle ein Break, wobei er wiederholt von zwei verpassten Doppelfeldern des Gegners profitierte. Searle legte zwar erfolgreich nach, ließ sich danach aber offensichtlich von Buntings 12-Darter, inklusive 104er-Finish, aus dem Konzept bringen. Ganze sechs Setdarts waren es im vierten Leg, die Searle nicht im Ziel unterbrachte. Bunting ließ diese Schnitzer natürlich nicht ungestraft, glänzte im jetzt folgenden Decider mit einem 82er-Finish und hatte diesen Satz tatsächlich auf den Kopf gestellt. Searle startete mit Wut im Bauch und sechs perfekten Darts in den vierten Durchgang, letztlich legte er mit einem 13-Darter vor. Bunting beantwortete dies mit einem 100er-Checkout. Weil auch die nächsten beiden Legs vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen worden waren – Bunting zeigte dabei ein 101er-Highfinish – folgte jetzt ein enorm wichtiges Entscheidungsleg. Dort erhielt Searle drei Möglichkeiten, um den fünften Satz zu erzwingen, setzte aber alle drei in den Sand. Bunting konzentrierte sich nochmal kurz, verwandelte seinen fünften Matchdart in der Doppel-10 und brachte den 3:1-Sieg unter Dach und Fach.

World Grand Prix


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