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Team Deutschland übersteht die erste Runde

Am zweiten Tag des World Cup of Darts 2021 freuten sich die rund 900 Zuschauer in der Jenaer Sparkassen-Arena vor allem auf den ersten Auftritt des deutschen Teams. Gabriel Clemens und Max Hopp wollten ihren Heimvorteil voll ausnutzen, hatten mit Kanada allerdings auch eine knifflige Aufgabe vor der Brust. Neben Deutschland starteten unter anderem auch die topgesetzten Engländer sowie Österreich, Nordirland und Belgien in den Wettbewerb.

Eröffnet wurde die zweite Session des Events am Freitagabend mit der Partie zwischen Japan und Russland. Während auf der Seite Russlands Boris Koltsov diesmal von Evgenii Izotov unterstützt wurde, feierten bei Japan mit Matsuda Jun und Yoshihisa Baba beide Teilnehmer ihr World Cup-Debüt. Im ersten Leg ließ Koltsov zwei Möglichkeiten auf Doppel liegen, sodass die gegnerische Mannschaft ihren Anwurf trotz acht eigener Fehler verteidigte. Den Japanern gab dieses Erfolgserlebnis Auftrieb, ohne wirkliche Schwierigkeiten gewannen sie auch die nächsten beiden Legs. Dieser Serie setzte Koltsov mit einem 72er-Finish ein Ende, doch Baba antwortete mit einem Treffer in der Doppel-20 und brachte seine Nation ganz nah an die Ziellinie. Von den Russen kam abgesehen von einem Rechenfehler von Izotov nichts mehr, sodass Baba mit einem souveränen 96er-Finish alles klar machte. Unterm Strich stand ein souveräner 5:1-Erfolg für Japan.

Südafrika und Portugal setzen sich im Entscheidungsleg durch

Danach trafen die Mannschaften aus Spanien (José Justicia und Jesus Noguera) und Südafrika (Devon Petersen und Carl Gabriel) aufeinander. Justicia und Noguera hatten das erste Leg bereits eingesammelt, als sie wenig später gemeinsam sechs Breakdarts in den Sand setzten. Im dritten Leg patzte Noguera zwei weitere Male, dieser Fehler wurde von Gabriel mit einem 76er-Bullfinish bestraft. Die Spanier zeigten allerdings eine gute Reaktion und glichen per 13-Darter zum 2:2 aus. Unmittelbar danach gelangen Südafrika fünf perfekte Darts, die die Grundlage für einen eigenen 13-Darter bildeten. Auf der doppelten 8 baute Gabriel den Vorsprung aus, noch gaben sich die jetzt stark unter Druck stehenden Spanier jedoch nicht geschlagen. Ihnen gelangen zwei hervorragende Legs mit 14 und 12 Darts, wodurch sie den Decider erzwangen. Im finalen neunten Durchgang starteten die anwerfenden Spanier deutlich besser, verspielten den Vorsprung aber und bekamen nur einen Matchdart – Noguera verfehlte Tops um wenige Millimeter. Sekunden später stellte sich Gabriel mit 40 Restpunkten vors Oche, setzte die ersten beide Pfeile über die Doppel-20 und versenkte den dritten im anvisierten Ziel. So durfte er gemeinsam mit Petersen über den knappen 5:4-Sieg jubeln.

Der größte Name im dritten Match war zweifellos José de Sousa. Der amtierende Grand Slam-Sieger vertrat gemeinsam mit José Marques die portugiesische Flagge. In der ersten Runde bekamen sie es mit den Finalisten von 2019, den Iren William O’Connor und Steve Lennon zu tun. Im Auftaktleg sorgte O’Connor mit einem 94er-Finish für ein frühes Break. Irland überstand kurz darauf zwei Breakdarts gegen sich unbeschadet und erhöhte auf 2:0. Die Portugiesen traten erst im Anschluss daran erstmals in Erscheinung, als Marques 96 Punkte löschte. Nachdem Irland den alten Abstand zwischenzeitlich wieder hergestellt hatte, drückten ihre Gegner aufs Gaspedal. De Sousa checkte nacheinander 78 sowie 76 Punkte, womit er für den 3:3-Ausgleich sorgte. Begünstigt durch vier Fehlwürfe der Konkurrenten übernahm Portugal anschließend sogar die Führung, doch Lennon erwischte einige Zeit später die Doppel-4 und erzwang damit das Entscheidungsleg. Dort nutzten die Portugiesen den Vorteil des Anwerfens konsequent zu ihren Gunsten. Nach zwölf Würfen war de Sousa nur noch mit 57 Restpunkten konfrontiert, die für den Weltranglistenachten kein Problem darstellten. Unterm Strich zog Portugal nach dem knappen 5:4-Sieg in die zweite Runde ein.

Entspannter Start für Österreich – Nordirland überlebt fünf Matchdarts

Danach betraten die beiden Österreicher Mensur Suljovic und Rowby-John Rodriguez sowie das philippinische Duo Laurence Ilagan und Christian Perez die Bühne der Sparkassen-Arena. Mit einem 112er-Highfinish bescherte Ilagan den Philippinen die frühe Führung, Suljovic glich per 104er-Checkout aber zügig aus. Auch die nächsten beiden Legs wurden von „The Gentle“ beendet, er traf jeweils die Doppel-16 und brachte seine Nation dadurch mit 3:1 in Führung. Die Österreicher hatten diese Begegnung komplett unter Kontrolle und leisteten sich keine Fehltritte mehr. Schon wenige Minuten später brachte Rodriguez den ersten Matchdart in der Doppel-16 unter und vollendete damit den klaren 5:1-Erfolg.

Zu den wenigen Spielern, die noch keine Ausgabe des World Cup verpasst haben, gehört Brendan Dolan. Gemeinsam mit seinem Landsmann Daryl Gurney, der bereits zum sechsten Mal nacheinander dabei ist, bildete er ein eingespieltes Duo. Heute Abend wurden die Nordiren von Hongkong mit Kai Fan Leung und Man Lok Leung herausgefordert. Eröffnet wurde die Begegnung mit einem 97er-Finish von Dolan, auch das asiatische Team verteidigte sein erstes Anwurfleg ohne Schwierigkeiten. Nachdem die nächsten beiden Legs ebenfalls gerecht aufgeteilt worden waren, brachte Dolan die Nordiren mit einem Treffer in der Doppel-8 direkt wieder in Front. Von langer Dauer war dieser Zustand aber nicht, weil Man Lok Leung im darauffolgenden Leg die Doppel-3 erwischte und damit zum 3:3 ausglich. Eine ganz wichtige Szene spielte sich dann im siebten Leg ab. Beide Kontrahenten hatten sich 82 Restpunkte übriggelassen. Doch während Gurney scheiterte, brachte Kai Fan Leung diese Punktzahl auf Null. Hong Kong durfte jetzt zum Matchgewinn anwerfen, ließ einige Aufnahmen später jedoch ganze fünf Matchdarts aus. Die ebenfalls schwächelnden Nordiren kamen mit sechs eigenen Fehlwürfen davon und retteten sich doch noch ins Entscheidungsleg. Dort konnte sich Hongkong nicht mehr von der verpassten Chance zum Sieg erholen, stattdessen beendete Dolan die Partie mit einem Treffer in der Doppel-20.

Jetzt hatte das Warten für Gabriel Clemens und Max Hopp ein Ende: das deutsche Team startete in das Turnier. Als die beiden Profis aus dem Saarland und aus Hessen im letzten Jahr zum ersten Mal gemeinsam antraten, endete die Reise erst im Halbfinale. In diesem Jahr mussten sich Clemens und Hopp zum Auftakt gegen die Kanadier Jeff Smith und Matt Campbell behaupten. Im Auftaktleg zeigten beide Duos einige Schwächen auf die Doppelfelder. Letzten Endes profitierte Kanada von sieben Fehlern der Gegner und breakte trotz drei eigener Patzer. Wenig später ließ Campbell jedoch zwei Chancen liegen, um das eben geschaffte Break zu bestätigen – Hopp sicherte Deutschland auf der Doppel-10 den ersten Leggewinn. In den nächsten beiden Durchgängen gelang beiden Teams je ein Highfinish: Smith brachte 107, Clemens sogar 118 Zähler auf Null. Danach konnte Deutschland erstmals sein Anwurfleg verteidigen, wodurch Clemens und Hopp in Führung gingen. Die Kanadier sorgten zwar umgehend wieder für Parität, ließen im siebten Leg jedoch einen enorm wichtigen Breakdart auf der Doppel-16 ungenutzt. Hopp blieb Sekunden später auf der Doppel-20 fehlerfrei und brachte Deutschland kurz vor die Ziellinie. Im achten Leg unterlief Campbell schließlich der entscheidende Fehler: er setzte drei weitere Darts an den anvisierten Doppelfeldern vorbei. Den Deutschen blieb daher das Entscheidungsleg erspart. Hopp versenkte gleich den ersten Matchdart in der Doppel-20 und sorgte damit für große Begeisterung bei den anwesenden Zuschauern.

England und Belgien komplettieren die zweite Runde

Elf Jahre ist es her, dass James Wade zum ersten und bislang einzigen Mal beim World Cup mitmachen durfte. Gemeinsam mit Dave Chisnall bildete Wade in diesem Jahr das Team England. Die an Position eins gesetzten Briten mussten in Runde eins gegen die Brasilianer Diogo Portela und Artur Valle antreten. Bereits im Auftaktleg gelang den Engländern ein schnelles Break, als Wade für 68 Punkte nur zwei Würfe benötigte. Schon ein Leg später verpatzten er und Chisnall jedoch insgesamt sechs Versuche auf den Doppelring. Valle bedankte sich dafür mit einem Treffer in der Doppel-20, Portela bestätigte das hier geschaffte Break einige Zeit später mit einem 48er-Finish. Die Engländer ließen den 1:2-Rückstand nicht lange auf sich sitzen, gewannen mit jeweils 17 Darts zwei Legs nacheinander und brachten sich selbst in Front. Im sechsten Durchgang beendete Chisnall erstmals persönlich ein Leg, ihm genügte für die Doppel-5 ein einziger Versuch. Die Engländer standen demzufolge kurz vor dem Sieg und verloren jetzt keine Zeit mehr. Mit einer 170 ließ Chisnall seinem Teamkameraden nur noch 40 Punkte übrig, die Wade auf der Doppel-10 ausmachte. Alles in allem gewann England sein Auftaktmatch trotz dürftiger Leistung ungefährdet mit 5:2.

Jetzt fehlte nur noch ein einziges Match, um die erste Turnierrunde abzuschließen: die Belgier Dimitri Van den Bergh und Kim Huybrechts gingen als Favoriten ins Duell mit Griechenland (John Michael und Veniamin Symeonidis). Die Außenseiter erhielten im ersten Durchgang gleich die ersten Breakmöglichkeiten, Symeonidis konnte zwei Stück allerdings nicht ausnutzen. Besser machte er es im zweiten Leg, als er die Doppel-5 erwischte und auf 1:1 stellte. Danach erhöhten die Belgier die Schlagzahl. Mit zwei 15-Dartern in Folge erarbeiten sie sich einen Vorsprung von zwei Legs, den Huybrechts anschließend mit einem Treffer in der doppelten 16 sogar noch weiter ausbaute. Spätestens damit war die Vorentscheidung in dieser Partie gefallen. Michael sorgte mit einem 120er-Highfinish zwar nochmal für Aufsehen, dies ging allerdings nicht über reine Ergebniskosmetik hinaus. Schon einige Minuten danach versenkte Van den Bergh den vierten Matchdart in der Doppel-5 und besiegelte damit den 5:2-Erfolg von Belgien über Griechenland.

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