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Deutschland lässt Griechenland keine Chance

Abend zwei beim World Cup of Darts: nach dem sehr überzeugenden Auftritt gestern wollten Gabriel Clemens und Max Hopp gegen Griechenland den nächsten Schritt gehen und Deutschland ins Viertelfinale führen. Topspiel dieser Session war aber mit Sicherheit das Aufeinandertreffen von Wales und Schottland. Darüber hinaus waren auch die Niederländer gegen Spanien im Einsatz; eröffnet wurde der Samstagabend von Australien und Polen.

Wie erwähnt waren Australien und Polen für die Eröffnung verantwortlich. Beide Teams schickten dabei ihren im Normalfall stärkeren Spieler ins erste Einzel: bei „Down Under“ Simon Whitlock, aufseiten der Osteuropäer Krzysztof Ratajski. Nachdem die ersten beiden Legs gerecht aufgeteilt worden waren, beendete Whitlock einen 12-Darter mit einem 117er-Highfinish. Beide Profis blieben in der Folge sehr souverän bei ihren eigenen Anwürfen, sodass Ratajski im sechsten Durchgang mit einem 13-Darter für den Decider sorgte. Dort warf Ratajski zwei 180er, verfehlte seinen einzigen Matchdart auf dem Bullseye aber sehr deutlich. Whitlock traf die Doppel-10 dagegen mit dem letzten Dart in der Hand und bescherte seiner Nation den 1:0-Vorteil. Diese Steilvorlage wollte Damon Heta nun im Duell mit Krzysztof Kciuk ausnutzen. Die ersten beiden Aufnahmen von „The Heat“ waren 180er, letztlich kam er mit einem großartigen 10-Darter zum Break. Nachlegen konnte er mit einem 13-Darter, ehe Kciuk auf der Doppel-20 verkürzte. Doch abgesehen davon war Heta insgesamt der ganz klar bessere Spieler. Wenige Minuten später nutzte er seinen zweiten Matchdart auf der Doppel-8, gewann sein Einzel mit 4:1 und machte des Weiterkommen perfekt.

Wales macht im Entscheidungsdoppel kurzen Prozess

Weiter ging es mit den Titelkandidaten aus Wales, die gestern gegen Russland eine überzeugende Vorstellung ablieferten. Heute gingen sie als Favorit ins das Topspiel gegen die neu formierten Schotten. Aufseiten von Wales absolvierte natürlich Gerwyn Price das erste Einzel, er traf dort auf John Henderson. Price startete hervorragend, legte mit einem 99er-Checkout los und beendete einen daran anschließenden 12-Darter mit einem 81er-Bullfinish. Henderson durfte erst im dritten Durchgang auf Doppel zielen, tat dies aber dreimal nicht genau genug. Bereits kurz vor der Niederlage stehend, gelang Henderson anschließend ein 121er-Finish auf dem Bullseye, ehe er diesem einen 13-Darter folgen ließ. Doch aufgrund zu schwacher Scores schaffte es Henderson nicht, das Break zu bestätigen. Stattdessen machte Price auf der Doppel-8 den Sack zu. Beim 4:2-Erfolg spielte er einen Average von fast 105 Punkten. Aus der Sicht von Schottland war jetzt also Robert Thornton gegen Jonny Clayton zum Siegen verdammt. Clayton warf im ersten Leg zwei Breakdarts am äußeren Ring vorbei, korrigierte diesen Fehler aber wenig später mit einem 120er-Highfinish. Analog dazu liefen die beiden darauffolgenden Legs ab: Clayton ließ ganze sechs Breakdarts liegen und lag wieder in Rückstand, brachte sein eigenes Anwurfleg aber problemlos nach Hause. Letzten Endes kamen Clayton die vorherigen Fehler aber doch teuer zu stehen, denn Thornton sicherte sich die nächsten beiden Legs und gewann die Partie mit 4:2. Alle vier Akteure mussten im Entscheidungsdoppel antreten. Dabei erlebten die Schotten einen negativen Start: in den ersten beiden Legs flogen insgesamt sechs Pfeile an den Doppelfeldern vorbei. Clayton war jeweils zur Stelle und bescherte seinem Team das 2:0. Von diesem Zeitpunkt an ließen sich die Waliser nicht mehr aufhalten, und Clayton machte mit einem 90er-Finish den Whitewash perfekt. Im Viertelfinale wird es für Price und Clayton gegen die Australier gehen.

Danach folgte bereits der Auftritt von Team Deutschland. Gabriel Clemens und Max Hopp hatten in der ersten Runde den höchsten Average aller Teilnehmer gezeigt und wollten jetzt gegen Griechenland natürlich das Weiterkommen perfekt machen. Im ersten Einzelduell bekam es Gabriel Clemens mit John Michael zu tun. Begünstigt durch zwei gegnerische Fehler, kam Clemens frühestmöglich zu einem Break. Er ließ wenig später jedoch selbst eine Möglichkeit und liegen und durfte sich in der Folge ein 102er-Highfinish von Michael ansehen. Schon wenig später kamen die Fehler wieder von Michael, er warf vier Pfeile an Doppelfeldern vorbei. Clemens bedankte sich auf der Doppel-8, profitierte auch im vierten Leg von zwei gegnerischen Patzern und erhöhte doch noch auf 3:1. Zum Abschluss zeigte Clemens dann nochmal seine Klasse: er checkte 130 Punkte auf der Doppel-5 und brachte Deutschland mit 1:0 in Führung. Nun war Max Hopp gefordert, gegen Veniamin Symeonidis wollte er sich keinen Ausrutscher leisten. Unter Druck machte Hopp im ersten Leg 102 Punkte aus und nahm aus dieser Aktion eine Menge Rückenwind mit. Der „Maximiser“ entschied die nächsten beiden Legs für sich und beobachtete anschließend, wie Symeonidis seine ersten vier Möglichkeiten auf Doppel vergab. Hopp selbst hatte noch 90 Punkte übrig, löschte diese via Triple-20 und Doppel-15 und brachte Deutschland in die Runde der letzten Acht.

Spanier vergeben Matchdarts im zweiten Einzel

Zum Abschluss fehlten nur die Teams aus den Niederlanden und aus Spanien – die Favoritenrolle war auch hier eindeutig verteilt. Michael van Gerwen wollte die Weichen im ersten Einzel gegen Toni Alcinas schnell auf Sieg stellen. Van Gerwen glänzte gleich mit einem 112er-Finish via 20, Triple-18 und Doppel-19 und ließ diesem einen 13-Darter zum Break folgen. Alcinas musste auch das dritte Leg an seinen Gegner abgeben, ehe er zum ersten Mal auf ein Doppelfeld zielen durfte. Doch die Doppel-16 zum Abschluss eines 131er-Checkout funktionierte nicht. Van Gerwen machte das 4:0 auf der Doppel-14 perfekt und kam dabei auf einen Durchschnitt von 102 Punkten. Danny Noppert wollte es seinem Kollegen nun gleichtun und sein Einzel gegen Jesús Noguera ebenfalls gewinnen. Noppert holte sich direkt im Auftaktleg das Break, doch Noguera blieb davon unbeeindruckt und brachte die nächsten beiden Legs nach Spanien. Danach ließ Noguera jedoch drei wichtige Breakdarts aus, und Noppert stellte trotz sechs eigener Fehlwürfe mit dem 2:2 Parität her. Mit einem wichtigen 84er-Finish holte sich Noguera anschließend die Führung zurück, doch Noppert zeigte im sechsten Leg sieben perfekte Darts und sorgte letztlich mit einem 13-Darter für den Decider. Dort hatte Noguera eigentlich alles im Griff, konnte allerdings sechs Matchdart nicht verwerten. Noppert ließ sich jetzt nicht zweimal bitten, verwandelte in der Doppel-10 und feierte einen hart erkämpften 4:3-Erfolg. In Summe gewannen die Niederländer mit 2:0 und werden morgen Nachmittag gegen Deutschland antreten.


PDC World Cup


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